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Nicht nur die Banken stehen unter Druck – jetzt spürt es auch die Fondsbranche

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Seit Wochen ist es Tagesgespräch. Der Margendruck der europäischen Großbanken, insbesondere ausgelöst durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank, schmälert die Einnahmen der Institute – Stichwort Fristentransformation. In Deutschland diskutierte man fast täglich in Wirtschaftsblättern, ob eine Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank einen wirtschaftlichen Sinn ergeben kann – vorbei, denn diese Spekulation wurde am gestrigen Tag beendet.

Plan B – Fusion der Vermögensverwalter von DB und Schweizer UBS

Bereits seit zwei Monaten verhandelt man in den beiden Großbanken über die Möglichkeit einer Fusion zwischen der DWS (Vermögenssparte der Deutschen Bank) und dem Schweizer Pendants der UBS. Hauptproblem scheint die Frage zu sein, wer im neuen Unternehmen das Sagen hat. Aber warum wollen die beiden Geldhäuser überhaupt über eine Fusion ihrer Perlen verhandeln? Es ist der Margendruck im Fondsgeschäft. Und da zählt nun einmal Größe.

Ende 2018 verwaltete die Fondssparte der UBS weltweit umgerechnet rund 693 Milliarden Euro, bei der DWS waren es 662 Milliarden Euro. Gemeinsam wäre man in etwa gleich groß wie der französische Konkurrent Amundi. Zum Vergleich: Die US-Riesen Blackrock und Vanguard, betreuen umgerechnet 5,8 Billionen Euro bzw. 4,6 Billionen Euro.

Ein weiteres Problem: Zwar ist die Schweizer UBS wesentlich profitabler als der deutsche Branchenprimus. Nicht aber die Vermögenssparten. Im vergangenen Jahr verdiente die UBS im Asset-Management vor Steuern umgerechnet 402 Millionen Euro – die DWS aber 625 Millionen.

 

Der Margendruck der Fondsbranche

Weltweit gibt es einen Siegeszug eines Emporkömmlings, der die Fonds schwer in die Bredouille bringt – es sind die börsennotierten Indexfonds, Exchange Traded Funds oder kurz ETF. Trotz eines verwalteten Vermögens von mittlerweile 80 Billionen Dollar sinken die Einnahmen der Fondsgesellschaften.

In Europa bezahlen Privatanleger bei Aktienfonds mit aktivem Fondsmanager 2% Jahresgebühr, ETFs kosten oftmals nur 0,1% p.a.

Die Großfirma Amundi hat jetzt bereits eine Reihe von ETFs aufgelegt, mit jährlichen Gesamtkosten von nur noch bei 0,05 Prozent. Klar, dass in solch einem Szenario der Druck zu Fusionen zunimmt.

 

Fazit

Was die verwöhnte Fondsbranche in Probleme bringt, hat für den Kleinanleger durchaus Vorteile. Schließlich ist es jetzt möglich für weniger als einem halben Prozent Gebühr in einen weltweiten ETF zu investieren. Und das ohne Ausgabeaufschlag (AA). Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da bezahlte man 7,25% AA für einen Aktienfonds bei einer gleichzeitigen Jahresgebühr (Investment fee) von 2 Prozent.

Nur könnte der Zeitpunkt für einen Einstieg etwas nervig werden..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Marcus

    26. April 2019 11:31 at 11:31

    Eine Fusion der beiden Fondsparten von UBS und DB, sehe ich definitiv kritisch. Die DB kommt quasi für lau an große Vermögen heran und wäre bei einer fusionierten Gesellschaft auch noch größter Anteilseigner, was eine Konsolidierung in der Bilanz ermöglicht. Die UBS macht hier definitiv das schlechtere Geschäft und sollte Abstand nehmen von dem Deal.

    Zu den ETF´s: Grundsätzlich keine schlechte Sache, ich persönlich bin aber eher aktiver Anleger und treffe meine Portfolioauswahl lieber selber, sodass ich auch nicht unbedingt an Fonds interessiert bin. Zudem ist der ETF Markt für meinen Geschmack etwas zu stark aufgeblasen wenn man sich mal die Zuflüsse so anschaut.

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Headlines der Pressekonferenz von Jerome Powell – Fed-Chef lässt sich alle Optionen offen

Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz

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Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz in Schlagzeilen:

Kurzfazit FMW: Powell hält sich alle Türen offen! Die Wirtschaft überwiegend stark, aber die Risiken hätten eben zugenommen, deswegen hielten manche Fed-Mitglieder perspektivisch eine laxere Geldpolitik für geboten, wenn das Umfeld sich verschlechtern sollte. Wir wollen abwarten und dann reagieren, so der Tenor. Aber: keine Andeutung einer kommenden Zinssenkung im Juli (was auch nicht völlig ausgeschlossen wird durch Powell), aber das ist doch deutlich offener als die von den Märken eingepreiste Wahrscheinlichkeit von über 80% für eine Zinssenkung im Juli. Ob die Märkte das heute noch realisieren werden, dass sie schon sehr weit vor der Kurve sind?

Hier das Fazit eines Fed-Zynikers:

– Powell nimmt Platz..es geht los!

– Unsicherheiten und geringerer Inflationsdruck, werden handeln wenn nötig

– bislang Wirtschaft noch robust, erwarten weiter anziehende Inflation wenn Arbeitsmarkt stark bleibt

– Daten aus China und Europa waren zuletzt ermutigend

– Risikobewußtsein an den Märkten hat sich verschlechtert, sichtbar in den fallenden Inflationserwartungen

– einige Fed-Mitglieder sehen eine Änderung der Geldpolitik als nötig an

– Arbeitsmarkt bleibt stark

– unser Ausblick auf die Wirtschaft bleibt optimistisch, aber die Risiken haben zugenommen, was eine akommodierendere Geldpolitik nötig machen könnte

– schwächeres Wachstum in der Weltwirtschaft könnte Inflation eindämmen

– Konsum hat sich wieder erholt

– werden abwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt und dementsprechend handeln

Powell jetzt fertig mit seinem Vortrag, jetzt Fragen..

————–

– wir hatten zuletzt starke Arbeismarktdaten, werden jetzt einfach die kommenden Daten abwarten

– Frage: wenn es einen Handelsdeal USA-China gibt, wird die Fed die Zinsen dann nicht senken? Powell: werden das nicht an einer einzigen Sache festmachen, sondern das Gesamtbild beurteilen


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– Frage nach Trump – Powell: das Gesetz ist klar, ich werde meine vierjährige Amtszeit haben

– Frage nach Draghis Rede gestern: jede Notenbank macht das, was sie für ihren Bereich für richtig hält – wir kümmern uns um die USA

– Frage nach Inflation: wir müssen stark sein beim festhalten am 2%-Ziel:

– Frage nach dem starken Dollar – Powell: Währungspolitik ist Aufgabe des US-Finanzministeriums, nicht die der Fed

– bis auf ein fed-Mitglied waren alle gegen eine sofortige Zinssenkung, weil wir einfach abwarten wollen, wie die Dinge sich entwicklen

– wir haben global die Lage, dass die Produktion (manufacturing) schwach ist, aber der Dienstleistungssektor sehr robust bleibt

Pressekonfernenz beendet

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Devisen

Aktuell: Markus Koch im LIVE-Video zur Fed-Entscheidung

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Markus Koch meldet sich aktuell LIVE im folgenden Video zur aktuellen Fed-Entscheidung. Sein Video trägt den Titel „FED LIEFERT“.

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Fed lässt Leitzins unverändert

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Soeben hat die Fed ihren Entschluß mitgeteilt, die Zinsen unverändert zu belassen!

– Unsicherheiten haben zugenommen

– Fed läßt Wort „patient“ weg

– Bullard wollte Zinsen senken

– Dot plots gesenkt – Fed erwartet unveränderte Zinsen für 2019

– werden die Entwicklung sorgfältig beobachten

– der Vergleich zum letzten Statement:

FMW: die Fed läßt sich alle Türen offen, die Fed-Mitglieder sind gespalten. Nun wird entscheidend sein, ob Powell bei der Pressekonferenz in Sachen Inflation das Wort „transitory“ fallen läßt, also seine bisherige Aussage revidiert, wonach die Inflation nur vorübergehend niedriger sei. Sollte Powell das machen, wäre das ein Hinweis auf eine Juli-Zinssenkung!


Hier das FOMC-Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in May indicates that the labor market remains strong and that economic activity is rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although growth of household spending appears to have picked up from earlier in the year, indicators of business fixed investment have been soft. On a 12-month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation have declined; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. In support of these goals, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 2-1/4 to 2-1/2 percent. The Committee continues to view sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective as the most likely outcomes, but uncertainties about this outlook have increased. In light of these uncertainties and muted inflation pressures, the Committee will closely monitor the implications of incoming information for the economic outlook and will act as appropriate to sustain the expansion, with a strong labor market and inflation near its symmetric 2 percent objective.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren. Voting against the action was James Bullard, who preferred at this meeting to lower the target range for the federal funds rate by 25 basis points.

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