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Nikkei explodiert, Dax startet durch

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Es hat ein bißchen gedauert, aber dann passierte das, was zu erwarten war: die Aussagen Mario Draghis gestern sind die Basis für eine heftige Rally nach den herben Kursverlusten seit Jahresbeginn. Insbesondere der zuletzt schwer verprügelte Nikkei schießt mit einem Plus von 5,88% geradezu durch die Decke, Chinas Märkte sind etwas verhaltener:

Shanghai Composite +1,03%
CSI300 +0,87%
ChiNext +1,57%
Nikkei +5,88%

Alles entspannt sich jetzt: der Ölpreis steigt, der Yen fällt, nachdem auch in Japan nach den gestrigen Worten wieder mehr Hoffnung auf neue Stimuli der Bank of Japan aufkommt. Yen-Schwäche aber – wir wurden nicht müde das zu betonen – war und ist eine Voraussetzung für eine Rally an den Aktienmärkten. Und jetzt ist der Yen schwächer – der (vermeintlich) sichere Hafen also nicht mehr gefragt.

Die laufende Rally kann heftig werde: schon das dicke Aufwärtsgap beim Dax heute Morgen zeigt die Dynamik der Bewegung:

Dax220116

Erstes Ziel jetzt der Bereich 9810/20 (untere Gap-Kante), dann 9875 (oder Gap-Kante). Rücksetzer innerhalb der Aufwärtsbewegung sind einzukalkulieren, dürften jedoch im Ausmaß begrenzt bleiben.

Für die Aktienmärkte ist der Zeitraum von der Ankündigung neuer Maßnahmen durch die EZB bis zu deren Eintreten grundsätzlich eine gute Zeit – das zeigt schon ein Blick in die jüngere Vergangenheit: als die EZB ihr QE ankündigte (Januar 2015), schossen die Aktienmärkte nach oben. Mit deren Eintreten ist die Party dann meist gelaufen – wie dieser Verlauf der ersten Jahreshälfte 2015 zeigt:

Dax2201162

Aber diesmal ist sicher alles anders..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Mr. Jones

    22. Januar 2016 10:47 at 10:47

    Der neuen Draghi Euphorie sollten man nicht viel beimessen, alles kann sich schnell wieder drehen, zumindest wenn am Mittag die Optionsscheine verfallen. Die Daten die heute geliefert wurden zeigen kein gutes Bild und schon gar nicht ein Zeichen für eine Rallye. Wenn nicht wieder wild herum manipuliert wird, sollte der DAX am späten Nachmittag wieder bei 9500 stehen.

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Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

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„Kaffeesatzleserei“, „Hokuspokus“, „alles Zufall“… viele Akteure an den Finanzmärkten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Charttechnik und verzweifeln, sollte es gute technische Argumente für beide Richtungen geben. Das Problem: es wird nicht unterschieden zwischen Analysten, die eine Meinung vertreten und Händlern, die den Markt handeln. Wie ein Händler zu sinnvollen Entscheidungen kommt, zeigt der folgende Beitrag am Beispiel des Gold-Charts.

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Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

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