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Nach Saudis droht nun auch Obama dem US-Kongress: Hände weg von 9/11, sonst Veto!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Gestern berichteten wir bereits von der wohl überzogenen Drohung aus Saudi-Arabien man werde notfalls seine US-Staatsanleihen von bis zu 750 Milliarden Dollar verkaufen, wenn die USA ein Gesetz verabschieden, durch das die Saudis bzgl. 9/11 in Haftung genommen werden könnten. Heute nun springt US-Präsident Obama den Saudis bei Seite und droht seinen eigenen Abgeordneten…

Obama Salman
US-Präsident Obama und Saudi-Arabiens König Salman 2015. Foto: White House

Alles sicher nur ein zeitlicher Zufall. Heute finden im Bundesstaat New York die Vorwahlen von Republikanern und Demokraten für den US-Präsidentschaftswahlkampf statt. Und erst seit Kurzem sind die Streitigkeiten um ein Gesetz betreffend des 11. September 2001 voll aufgeflammt. Demokraten wie auch Republikaner im US-Kongress wollen ein Gesetz durchdrücken, welches eine Art Immunität für Staaten aufhebt, wonach sie in den USA vor Anklagen geschützt waren. Bei Terroranschlägen auf US-Boden sollen Staaten nach diesem Gesetz keine Immunität mehr genießen. Das würde auch rückwirkend auf 9/11 zutreffen, und bisher wurden Klagen von Angehörigen von 9/11 durch diese Immunität abgeblockt.

Die Saudis befürchten wohl (nicht zu Unrecht) eine enorme Klagewelle von Angehörigen, z.B. wg. Terrorfinanzierung oder indirekter Unterstützung der Attentäter. Das ist alles noch Zukunftsmusik – aber jüngst drohten die Saudis bereits ihr Geld aus dem US-Kapitalmarkt abzuziehen. Eine drastische Drohung, wenn auch nach derzeitigem Stand relativ unwahrscheinlich ist, dass sie in die Tat umgesetzt wird. Aber man weiß ja nie. Jetzt kommt US-Präsident Obama einen Tag, bevor er zum Staatsbesuch in Saudi-Arabien eintrifft, König Salman zu Hilfe. Das Weiße Haus drohte lautet CNN gestern dem US-Kongress Obama werde als US-Präsident sein Veto einlegen gegen dieses Gesetz, wenn es denn im US-Kongress verabschiedet wird.

Eine harte Nummer. Obama und Hillary Clinton sind was die Wahllager angeht, eng verbandelt. Clinton war unter Obama Außenministerin, beide sind Demokraten und Obama empfiehlt selbstverständlich Hillary als nächste Präsidentin. Das dürfte Donald Trump für die heutigen Vorwahlen nochmal einen kräftigen Schub beim Wahlvolk geben, und bei den Demokraten möglicherweise Bernie Sanders gegen Clinton auf die Gewinnerstraße führen im so bevölkerungsreichen Staat New York. Wie wollen Obama geschweige denn Hillary Clinton öffentlich gegen so ein Gesetz argumentieren, was Opferangehörigen dieser Tragödie zumindest finanziell evtl. zu ihrem Recht verhelfen könnte? Wie gesagt, natürlich müssten erstmal Klagen eingereicht und gewonnen werden, aber möglich ist alles.

Nun ja, Obama lässt zumindest verkünden, dass es bei Inkrafttreten so eines Gesetzes im Ausland „Vergeltungsgesetze“ gegen die USA und US-Bürger geben könnte. Wir meinen: Komisch! Hier geht´s doch nur darum, dass die Terror-Unterstützung von der Immunität für Staaten ausgenommen werden soll. Wie könnte die Frage im Umkehrschluss lauten? Es klingt nicht so wahrscheinlich, dass Obama Angst davor hat, dass die USA im Ausland juristische Probleme bekommen. Es ist eher wahrscheinlich, dass die USA die enormen Kapitalanlagen der Saudis in den USA halten wollen.

Noch schlimmer wäre, wenn die Saudis plötzlich verkünden könnten „ab sofort rechnen wir unser Öl in Euro ab“. Der demokratische Führer im US-Senat Chuck Schumer sagte dazu falls die Saudis im 9/11-Terror involviert waren, müsse es die Möglichkeit geben sie zu verklagen. Dieses Gesetz werde die Möglichkeit schaffen Klagen zuzulassen um vor Gerichten zu klären, ob die saudische Regierung bei den Terroranschlägen involviert ware. Falls ja, sollten sie einen Preis zahlen, so Schumer.
Natürlich geht es offiziell beim morgigen Treffen in Riad nur um den Krieg gegen den IS und um den Iran. Obama hat sich klar geäußert. Auch wenn seine eigenen Parteigänger geschlossen für das Gesetz stimmen, er legt sein Veto ein – das nennt man wohl den Zwang zur Staatsraison. Dabei wollte Obama doch alles besser machen als sein Vorgänger!?

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    hans

    19. April 2016 17:19 at 17:19

    Wieso die Saudis, es dürfte doch inzwischen wohl klar sein wär das war?

    Mir fallen da so Namen wie Bush und CIA ein.

    Überigens gegen Bush läuft, bezüglich des 11. Sebtember, eine Anklage wegen Mord, von ehemaligem Hausmeister des WTC.

    • Avatar

      Ali

      19. April 2016 23:08 at 23:08

      Hallo Hans,
      ich hätte gern die Quelle für deinen Post.
      Ich finde im www nichts darüber das William Rodriguez George W. Bush verklagt.

      Danke

      • Avatar

        Asdfghjkl

        20. April 2016 09:48 at 09:48

        Klage angelehnt!

        https://de.m.wikipedia.org/wiki/9/11_Truth_Movement

        »Der Hausmeister William Rodriguez überlebte die Anschläge im Nordturm des World Trade Centers. Er erklärte in frühen Interviews, er habe sich im Keller des Nordturms befunden, dort den Flugzeugeinschlag in das Gebäude als ein Grollen gehört und Opfer mit Hautverbrennungen gesehen, die durch Feuer im Fahrstuhlschacht entstanden seien. Er war 2004 einer der etwa 1200 Zeugen, die die 9/11-Kommission befragte,[36] und einer von 27 ausgewählten Zeugen, die das NIST befragte.[37] In beiden Zeugenaussagen äußerte er sich nicht über Explosionsgeräusche.

        Nach Erscheinen des Kommissionsberichts im Juli 2004 behauptete er, er habe kurz vor dem Einschlag im Gebäudekeller des WTC mehrere laute Explosionen aus tieferen Kellergeschossen gehört. Die Kommission habe seine Aussage unterdrückt. Im Oktober 2004 stellte er gegen 159 Mitglieder der US-Regierung, darunter George W. Bush, Strafanzeige wegen ihrer angeblichen Beteiligung an einer heimlich vorbereiteten Sprengung der WTC-Gebäude. Die Klage wurde abgewiesen, da Rodriguez weder Explosionen und Sprengstoff gesehen hatte, noch die von ihm behaupteten Zeugen der Geräusche namentlich nennen konnte.[38] Er hat es stets abgelehnt, die Widersprüche in seinen Aussagen zu erklären.[39]«

  2. Avatar

    leser

    19. April 2016 17:48 at 17:48

    Die ganze Nummer zeigt die Scheinheiligkeit und Verlogenheit des „Krieg gegen den Terror“ wunderbar auf. Man kann nur hoffen, dass die Geheimhaltung zu dem Bericht aufgehoben und Killary Clinton nicht Präsident wird.

  3. Avatar

    tm

    19. April 2016 17:59 at 17:59

    Die Gesamtreserven Saudi-Arabien betragen allerdings nur 592 Mrd. USD das sind auch nicht ausschließlich US-Papiere. Bahrain, Iran, Irak, Kuwait, Oman, Katar, Saudi Arabien und die VAE halten zusammen gerademal 523 Mrd. USD an US-Anleihen und Aktien. Wie will Saudi-Arabien also 750 Mrd. auf den Markt werfen? Und wie sollte das den USA schaden? Eine USD-Abwertung wäre doch prima für die US-Wirtschaft.

  4. Avatar

    Hans Meier

    19. April 2016 20:03 at 20:03

    Wo ist da das Problem?
    Das saudische Terrorregime verkauft die US-Staatsanleihen, das US-Terrorregime druckt grünbedrucktes Toilettenpapier und kauft die Staatsanleihen vom Markt und kein Mensch merkt etwas davon.

    • Avatar

      jfk

      20. April 2016 09:48 at 09:48

      doch , das Toilettenpapier sucht danach nach harten Assets ! Mal schaun, wer sein Haus für Klopapier noch hergibt !

  5. Avatar

    CO²

    19. April 2016 20:27 at 20:27

    Die Saudis haben gedroht ihre 750Mrd Aktiva in den USA abzustoßen. Das sind dann nicht nur die Staatsanleihen….

    • Avatar

      tm

      20. April 2016 12:51 at 12:51

      Logisch, aber die Gesamtreserven Saudi-Arabien betragen nur 590 Mrd. USD und diese Summe beinhaltet bereits Forderungen in Euro, Franken, Yen etc. Die Saudis haben gar keine 750 Mrd. in USD.

  6. Avatar

    Thomas Wunderlich

    20. April 2016 09:59 at 09:59

    Die damaligen Gerüchte um 9/11 scheinen doch wahr gewesen zu sein. Es war ja nicht nur der Hausmeister, es waren noch viele andere wie diverse Dokus zeigen.
    Wenn die ganze Sache im Sinne der angeblichen Verschwörungstheorien raus kommt sind die USA im Endeffekt geliefert. Die ganze Lüge würde in sich schlimmer zusammen krachen als das WTC. Aber da wäre es wahrscheinlich keine kontrollierte Sprengung mehr…..
    http://www.DDRZweiPunktNull.de

  7. Avatar

    Markus Finger

    21. April 2016 12:02 at 12:02

    Wie lautet die so oft wiederholte Phrase zur globalen Überwachung?

    Wer sich nicht zu Schulden hat kommen lassen, der hat auch nix zu befürchten.

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

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Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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