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Nordkorea produziert ein seltenes Dollar-Phänomen, Dax lässt sich vom Säbelrasseln weiter beeindrucken

Der Börsianer hört heute, dass Nordkorea Raketen abschießen will, die kurz vor der Pazifikinsel Guam ins Meer stürzen sollen. Im Detail hört sich das so an: Bis Mitte August werde man Pläne…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Börsianer hört heute, dass Nordkorea Raketen abschießen will, die kurz vor der Pazifikinsel Guam ins Meer stürzen sollen. Im Detail hört sich das so an: Bis Mitte August werde man Pläne „fertigstellen“, wonach vier Raketen Japan überfliegen und dann 30-40 Kilometer vor Guam ins Meer stürzen sollen. Das sei ein Einsatzplan, an dem man nun erst mal arbeite. Wenn der fertiggestellt sei, entscheide der Präsident Kim Jong Un, ob er diesen Schritt auch wirklich anordne.

US-Dollar

Das kommt nicht oft vor: US-Dollar und Gold steigen gleichzeitig. Das passiert eigentlich nur, wenn so richtig Krise angesagt ist. Und der Markt scheint dies nach den jüngsten Nordkorea-Äußerungen anzunehmen. Im folgenden Chart sehen wir den Goldpreis seit Tagen ansteigen, und unterm Strich den US-Dollar ebenso, auch wenn er die letzten Minuten etwas schwächelt. Bei Angst flüchtet man ins Gold, und als echte tatsächliche Währung zu aller erst in den US-Dollar.


Gold (orange) gegen den Dollar-Index (schwarz) seit 1. August.

Gold hat jetzt seit zwei Tagen schon 35 Dollar zugelegt auf aktuell 1.287 Dollar.

Zum Thema Dollar übrigens eine ganz aktuelle Aussage. Das Fed-Mitglied Dudley sagt, dass er nicht daran glaube, dass die Inflation in den USA mittelfristig auf 2% steige.

Beim Euro, der nun seit einer Woche gut 130 Pips gegen den Dollar verloren hat, erlebt man keine Schwäche, sondern leidet unter der Dollar-Stärke! So herum ist es momentan zu sehen. Der Euro-Aufschwung könnte von daher weitergehen, wenn Nordkorea wieder abkühlt. Die US-Arbeitsmarktdaten, die offenen Stellen in den USA und jetzt Nordkorea haben in fünf Börsentagen drei Mal auf kurze Sicht den Dollar gepusht!

Bei der Korrelation von Dax und Euro ergibt sich dank Nordkorea auch ein merkwürdiges Bild. Laufen Sie normalerweise genau entgegengesetzt, fallen sie aktuell beide (Chart seit letztem Freitag). Trotz leicht schwächerem Euro fällt der Dax ebenfalls, weil er eben unter der Nordkorea-Angst leidet. Rüdiger Born sagte dazu heute in seinem Video, dass das „Big Money“ auch nach einem Grund suchen könnte um endlich mal eine kleine Korrektur zu produzieren, bevor man neu in die Indizes einsteigt. Da könnte was dran sein! Der Dax hat heute 160 Punkte verloren, und hängt nun knapp über der 12.000er-Marke.


Dax (orange) gegen EURUSD (schwarz).

Wie wir es schon mehrmals diese Woche geschrieben haben: Am Öl prallen derzeit alle Nachrichten ab, auch heute wieder. Der Ölpreis (WTI) dümpelt weiter um die 49,50 Dollar herum, auch wenn er vorhin mal kurz über der 50er-Marke notierte. Mehr zu den aktuellsten OPEC-Daten finden Sie hier. Gut, ganz aktuell sagt WTI-Öl ab auf 49,10 Dollar, aber herje, bei den OPEC-News…

Morgen wird es interessant sein zu sehen, ob die extrem wichtigen US-Inflationsdaten (14:30 Uhr) an der Börse die Nordkorea-Story überlagern können.

Ab 22 Uhr berichten wir heute Abend über die Snap-Quartalszahlen.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Jens

    10. August 2017 19:23 at 19:23

    Wo ist der fugmann? Wuerde gerne seine Einschätzung hören zur aktuellen lage…. :)

    • Avatar

      admin

      10. August 2017 21:28 at 21:28

      Hallo Jens,

      Herr Fugmann ist noch bis inkl. nächste Woche im Urlaub.

      Grüße
      FMW-Team

  2. Avatar

    Marko

    10. August 2017 19:34 at 19:34

    Jetzt übertreibt der Markt nach unten, wegen dem Donald, na ja … :D
    Sowas hätte der Meister aller Klassen, der Donald, nicht sagen sollen…. aber was erwartet man denn schon von einem Anfänger ? :D

  3. Avatar

    Hempel

    10. August 2017 20:02 at 20:02

    Hallo,

    sind das jetzt Inflationsdaten oder Verbraucherpreis Index ?

    • Avatar

      admin

      10. August 2017 21:29 at 21:29

      Hallo Hempel,

      ist das selbe.

      Grüße
      FMW-Team

  4. Avatar

    Beobachter

    10. August 2017 21:53 at 21:53

    @admin,heute kamen Produzentenpreise, für Inflation sind die Konsumentenpreise wichtiger nach meiner Meinung.

    • Avatar

      admin

      10. August 2017 22:03 at 22:03

      Ja, die Erzeugerpreise sind ein vorlaufender Indikator. Die Inflation ist nur ein anderes Wort für die Verbraucherpreise, die ganz am Ende der Preiskette stehen. Morgen 14:30 Uhr US-Verbraucherpreise!

  5. Avatar

    Bullen Therapeut

    10. August 2017 22:12 at 22:12

    @Marko,macht der DJ 10 Tage in Folge neue Hochs u. dann macht er – 0,8 % u.er meint das sei übertrieben, er der bisher die Bären verhöhnt hat könnte mal überlegen ob der vorherige Anstieg nicht übertrieben war?

  6. Avatar

    Kuperkopf

    10. August 2017 23:17 at 23:17

    Immer wenn Herr Fugmann in Urlaub ist schmieren die Märkte ab. Ihm bleibt aber auch echt jedes mal der Spaß vergönnt. :-P Ich sehe ihn aber mit einen dicken Grinsen am Strand liegen. ;)

  7. Avatar

    Rainer Köhler

    11. August 2017 15:48 at 15:48

    Diese eigenartigen Sprünge mit anschließendem Abstieg sehen eher nach hochgekauft durch das Plunge Protection Team aus. Die einstige Weltmacht zeigt in dieser Krise wieder wie schwach es doch tatsächlich um sie bestellt ist. Das wird die Stellung des USD als Weltreservewährung weiter ankratzen. Time to say Goodbye.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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