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Normale Korrektur, oder nicht? Marktgeflüster (Video)

Es herrscht derzeit fast eine Einstimmigkeit: der Abverkauf der letzten Tage sei nur eine Korrektur und daher doch irgendwie gesund! Wirklich?

Markus Fugmann

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am

Es herrscht derzeit fast eine Einstimmigkeit: der Abverkauf der letzten Tage sei nur eine Korrektur und daher doch irgendwie gesund! Das kann natürlich sein – aber wenn alle meinen, das sei nur eine Korrektur, sollte man mißtrauisch werden! Denn was, wenn dem nicht so ist? Denn es gibt viele Gründe, warum das mehr als eine Korrektur sein könnte, sondern eine langfristige Top-Bildung (an der Wall Street) – sowohl charttechnische (Bruch des seit 2009 bestehenden Aufwärtstrends und Parellelen zu 2000 und 2007) als auch fundamentale (Geld wird teurer, Liquidität knapper, Handelskrieg etc.). Heute der Nasdaq mit dem besten Tag seit März, der Dow Jones seit April, der S&P 500 seit Mai. Aber das ist nur eine technische Reaktion auf die Überverkauftheit – der Dax bleibt schwach auf der Brust, wie fast alle Aktienmärkte weltweit..

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13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Hinterfrager

    12. Oktober 2018 21:47 at 21:47

    Fundamentale Analysen, zeitnahe und kompetente Information, überaus sympathische und charmante Präsentation: Dies unterscheidet FMW definitiv von einigen anderen Finanzblogs, die – trotz eines abweichenden zeitlichen Horizonts auf Tagesbasis – sich eher in Selbstgefälligkeit und Besserwissertum ergehen, trotz gegenteiliger Ansprüche. Nun, letztlich merkt der (Privat-)Anleger / Investor offenbar doch, wo er letztlich besser aufgehoben ist…

    https://hypestat.com/info/finanzmarktwelt.de

    https://hypestat.com/info/cashkurs.com

    Harte Zahlen lügen nun einmal nicht!

    In diesem Sinne ein wunderschönes Prachtwetter-Wochenende!

  2. Avatar

    Fabian

    13. Oktober 2018 00:01 at 00:01

    Manchmal finde ich die Elliot Waver haben nen Knacks !

    Und dann passt der Zyklus irgendwie doch noch dazu.. oder umgekehrt? :D

    https://www.youtube.com/watch?v=EsyQuqcZ9ss

    Gutes Short Setup !!!!

    • Avatar

      Fabian

      13. Oktober 2018 00:08 at 00:08

      ..meine Gedanken dazu sind übrigens, dass der Markt entweder bis zu Wiederwahl von Trump korrigiert und dann zur Welle 5 geht oder dass der Markt bis zur Abwahl von Trump korrigiert und dann zur Welle 5 ansteigt… ^^

      beides kann ggf. an Anlass genommen werden um bis zur großen Korrektur in 2019 noch einmal hoch zu kommen….

      p.s.: auch als Bär sollte man viele Umstände beachten! :)

      Grüße aus Tübingen!

  3. Avatar

    Quintus

    13. Oktober 2018 07:19 at 07:19

    Guten Morgen
    Statistiken sind Schall und Rauch, wer soetwas zur Bestätigung seiner Meinung braucht, nun ja….
    Finanzmarkwelt und Cashkurs ergänzen sich meiner Meinung hervorragend!
    Herr Fugmann bringt das Tagesgeschehen auf den Punkt, während Dirk Mueller eher die großen Zusammenhänge erklärt. Ob diese seine Sicht der Vorgänge immer richtig ist kann man diskutieren, aber
    vermissen möchte ich sie nicht. Ich möchte nur an die großen Gasvorkommen in griechischen Gewässern erinnern, welche Dirk Mueller in seinem Buch 2011 dem Leser über strategische Interessen näherbringen wollte. Zusammen mit der Einschätzung von Hr.Fugmann sowie seinen Hinweisen zu anderen bedeutenden Anlegern( ohne Voreingenommenheit gegenüber Marktteilnehmern wie z.B. Florian Homm, Max Otte etc. ) kann man die momentanen Situation, meiner bescheidenen Meinung nach, weitaus besser einschätzen.
    Und dafür ein großes Lob an den Markus Fugmann und sein Team!

  4. Avatar

    Wolfgang M.

    13. Oktober 2018 08:45 at 08:45

    Was für eine Woche, die schlechteste seit Ende März.
    Die Frage, die ich bei meiner letzten Zusammenfassung am 6. Oktober in den Raum gestellt habe, ob wir in den USA bereits den Beginn der „Great Rotation“ sehen, hat sich zum Leidwesen der Bullen sehr rasch beantwortet. Die Rendite für inflationsgeschützte 10-jährige US-Anleihen war über 1% gestiegen und es gibt in den USA wieder einen positiven, risikolosen Realzins. Die Liquidität ist stark ausgetrocknet durch die Bilanzreduzierung der Fed (50 Mrd.$) und das in diesem Monat ausbleibende Sedidativum der Aktienrückkäufe (bis 100 Mrd. monatlich). Dazu noch die heftige Warnung des IWF bezüglich einer Wachstumsabschwächung der Weltwirtschaft. Das war in seiner konzentrierten Wirkung zuviel des „Schlechten“.
    Wie könnte es jetzt weitergehen? Charttechnisch ist unglaublich viel gleichzeitig passiert. Hatte ich vor wenigen Wochen geschrieben, dass in über 50% der „developed countries“ der Börsen-Aufwärtstrend bereits gebrochen ist, gibt es aktuell kaum mehr einen Markt, der sich noch in einem solchen befindet. Markus Fugmann sprach am Freitag Abend von 80% Korrekturmärkten.
    Aber geht es jetzt direkt in den Bärenmarkt über, nach einem 10-jährigem Aufschwung?
    In den USA haben wir noch nicht das Endstadium einer Korrektur (-10%) erreicht. In Deutschland hingegen schon, der klassische Bärenmarkt (-20%) beginnt aber erst bei Kursen unter 11000 Daxpunkten. Der allumfassende Index MSCI ACWI (All Countries WorldIndex)) hat bereits 10% nachgegeben.
    Die Zinsen bei den 10-jährigem US-Staatsanleihen sind zuletzt wieder etwas zurückgekommen auf 3,167%. Die Chartlinie der 30-jährigen US- Staatsanleihe ist dabei, ihren Aufwärtstrend seit 1978! zu durchbrechen. 40 Jahre fallende Zinsen! Die Fed dürfte von ihrem Vorhaben die Zinsen im Dezember ein 9. Mal zu erhöhen aber nicht abrücken.
    Und es haben weltweit bereits 13 Zentralbanken begonnen die Geldversorgung zu verknappen.
    Für mich gibt es auf kurze Sicht zwei wesentliche Faktoren.
    Kann China aus dem Bärenmarkt in einen Aufschwung zurückkehren und verschärft Trump die Sanktionen gegenüber China?
    Wie werden die Ergebnisse der US-Berichtssaison?
    Als noch temporär unterstützende Faktoren könnte man anführen.
    Nach dem starken Abverkauf der letzten Tage ist eine Gegenbewegung fällig,
    die in eine kleine Midterm Elections-Rallye münden kann. Dazu wahrscheinlich zum letzen Mal in diesem Jahr mein Hinweis auf die Aktienrückkäufe, die durch die Blackout Period derzeit eingeschränkt sind. Bisher betrugen diese 646 Mrd.$ und damit 29% mehr als im Jahr 2017. Es stehen aber noch 350 Mrd. $ aus, als s.g. „dry powder“.
    Insgesamt überwiegen erstmalig die Gegenwindfaktoren. Weitere Argumente:
    IWF- Chefin Lagarde warnte erst gestern vor dem Handelskrieg USA – China, der allein schon das globale Wachstum um 1% senken könnte.
    BMW meldete, dass allein durch die Gegenzölle Chinas ein Gewinnrückgang von 300 Mrd.$ beim Export aus den Werken in den USA im Bereich der SUVs entstehen wird (2018). Wo man hinsieht, Preisanstiege oder Rückgang der Marge und dies bereits bei den vergleichbar geringen Zolldimensionen. Deshalb meine schon öfters geäußerte Ansicht, dass Trump das Damoklesschwert für die Weltmärkte darstellt. Und Deutschland ist immer mit Hebel dabei, zumindest abwärts.
    Dabei gibt es noch einen wesentlichen Aspekt. Bei Kursverlusten von 20% und mehr in mehreren Hauptbörsen entstehen so hohe Vermögensverluste der „shareholder“, die notgedrungen zu Einschränkungen im Konsumverhalten führen werden (neben der Fähigkeit Zinszahlungen auf laufende Kredite zu stemmen) und dann beginnen die Bremswirkungen für die Wirtschaft (Lageraufbau, Produktionskürzungen, Gewinnrückgänge, Personalabbau, u.s.w).
    Mein kleines Fazit für diese Woche möchte ich bildhaft zum Ausdruck bringen. Der langjährige Börsenaufschwung liegt auf der Intensivstation, man hat viele lebensverlängernde Maßnahmen schon abgeschaltet (Verknappung der Liquidität), nur in den USA glaubt man, dass der Patient ohne Hilfsmittel bereits leben kann. Man setzt die Notmaßnahmen ab (monetary tightening), gleichzeitig verabreicht wirken immer noch Stimulanzien (Steuersenkung, buybacks). Ob das der Patient noch lange übersteht?
    Wünsche ein schönes Wochenende

    • Avatar

      Columbo

      13. Oktober 2018 12:08 at 12:08

      @Wolfgang M,
      ich denke, man sollte bei der Beurteilung Italien nicht außer Acht lassen. Wenn am Monatsende Moodys und S&P Italien auf Ramschniveau herabstufen sollten, kann die EZB keine Staatsanleihen mehr kaufen. Wer leiht Italien dann noch Geld? Die drohende Pleite eines EU Landes würde die Börsen nicht gerade kalt lassen, vorsichtig ausgedrückt.

  5. Avatar

    Wolfgang M.

    13. Oktober 2018 17:10 at 17:10

    @ Columbo. Das stimmt schon, dass Italien eine unglaubliche Krise auslösen könnte. Aber da gibt es Mister „Whatever it takes“, der in irgendeiner Form sein Heimatland vor seinem Ruhestand nicht ins Chaos stürzen lassen sollte, dann Italiens Ex-Verfassungsrichter und Staatspräsidenten Mattarella, der im Hintergrund arbeitet und bei einer Bedrohung für sein Land einschreiten müsste.
    Zudem sollte man eines nicht außer Acht lassen. Italien schreibt im Gegensatz zu Spanien oder Frankreich einen Primärüberschuss, das bedeutet, dass es ohne seine Zinszahlungen einen Überschuss auswiese. Ich weiß, das ist ein schwacher Trost. Wenn Sie gestatten – ich war schon so oft in Südtirol und denke mir ständig, wie ähnlich sich Südtiroler und Oberbayern sind – vielleicht liegt das auch an der Sprache. Außerdem bin ich familiär jetzt oft in der Toskana und wünsche mir, dass Italien die Kurve kriegt. Natürlich bin ich mir der wirtschaftlichen Probleme des Landes bewusst. Ich habe es selbst erlebt wie der Wert von 1000 Lire von 4 DM auf 90 Pfennig in wenigen Jahrzehnten kurz vor der Euroeinführung gefallen ist. Eine permanente Währungsabwertung mit Folgen für die Firmen. So etwas geht heute nun mal nicht mehr. Aber wie kann Euroland ohne wirtschaftliches Chaos reformiert werden, mit all den derzeit agierenden Politikern?
    Viele Grüße nach Südtirol

  6. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 20:39 at 20:39

    Na, da schauen wir da drauf ? … :D

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-verhandlungen-einigung-steht-offenbar-kurz-bevor-a-1233117.html

    „Zuletzt war vor allem die Frage um die Grenze zwischen Irland und Nordirland ein zentraler Streitpunkt der Verhandlungen. Diese soll auch nach dem Brexit keine harte Grenze sein. Dies sieht das Karfreitagsabkommen von 1998 so vor, das den Nordirlandkonflikt beendete.

    Die EU hat Nordirland angeboten, nach dem Brexit in der Zollunion und teilweise auch im Binnenmarkt mit der EU zu bleiben. Das führt zwar dazu, dass zwischen Irland und Nordirland keine Zoll – oder Lebensmittelkontrollen nötig würden. Alles bliebe beim Alten, das ist das Ziel. Das Problem: Die EU-Außengrenze würde dann dennoch faktisch zwischen Nordirland und Großbritannien verlaufen.“

    Das dürfte lustig werden, im März 2019.

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    Marko

    13. Oktober 2018 20:43 at 20:43

    Mit anderen Worten, harter Brexit (ein hartes GB), oder nicht ? :D

    Ein harter Brexit würde mit anderen Worten über kurz oder lang einen Zusammenbruch GBs bedeuten.

    Na dann, liebe „Hardcore-Briten“…

    Ja, so „mächtig“ ist Europa…

  8. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 20:56 at 20:56

    Warum wird bei einem „harten Brexit“ GB „zusammenbrechen“ – na, weil GB eine Union ist, weil ein wieder aufbrechen eines Nordirlandkonfliktes nichts, aber auch gar nichts, mit einer „Union“ zu tun hat !

    Und das da ist ganz klar nicht die Schuld der Europäischen „Union“…

    Na dann fragen Sie mal die Damen und Herren aus von und zu London ?!? :D

    Deshalb macht der Brexit keinen Sinn !!!

  9. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 22:07 at 22:07

    Und das riesengroße „Plus“ Europas liegt genau da, wo es hingehört, nämlich in Dublin !!

    Es geht also doch , die Briten und Europa ?!?

    Und es funktioniert ! Ist mir schon klar, dass da „London“ was „dagegen hat…“

    Weil…

  10. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 22:47 at 22:47

    Hier noch was :

    sorry, liebe Leute

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-nordirische-dup-tritt-bei-verhandlungen-auf-die-bremse-a-1233083.html

    Das sollte man doch sehen, dass dieser Brexit-Quatsch keinen Sinn macht…

    Größte Demütigung hin oder her ? Natürlich wäre das eine Demütigung, na und ?!?

    Na gut, man kann sagen Deutschland „Refugees welcome“, also „Mutti“, 2015 ist an allem Schuld , ok.

    Aber: ganz ehrlich : Wie will „GB“ ohne Europa überleben ? GB wird „ohne Europa“ garantiert „zerbrechen“.

    London, als Finanzplatz „Europas“ – im Insbesonderen ?

  11. Avatar

    Altbär

    14. Oktober 2018 08:26 at 08:26

    Ja lieber Marko, nachdem Sie uns jahrelang die Lehmann Platte heruntergespielt haben, uns Bären verhöhnt haben , uns erklären wollten,dass der DAX nur steigen könne, die EZB die grösste u.Alles entscheidende Notenbank sei ,wechseln Sie das Thema u.werden zum grossen BREXIT- Kenner.
    Gibt denn nicht gerade dieFED das Tempo der Zinserhöhungen vor .England wird auch ohne EU irgendwie weiterleben.

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

Redaktion

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Von

Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

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am

Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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Covid-19: Sehen wir bald Peak-Corona? Einiges spricht dafür!

Es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen, dass der Hochpunkt der Infektionen mit Covid-19 bereits überschritten ist!

Wolfgang Müller

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Sicher klingt es extrem merkwürdig, wenn man mitten im kalten Januar, beim Auftreten von massenhaft Mutationen von Covid-19 und einer noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Impfaktion von einem möglichen und baldigen Überschreiten des Höhepunktes der Coronakrise spricht.

Aber es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen.

Covid-19: Impfwelle und Dunkelziffer

Eines vorweg: Gemeint ist damit nicht das Ende der Infektionen, sondern die Zahl der Neuinfektionen, die in der zweiten oder dritten Welle ständig geklettert sind.

Die Zahl der offiziell an Covid-19 Infizierten hat am 7. Januar 2021 mit über 834.000 Menschen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht (lt. John-Hopkins-Universität). Seither geht es tendenziell, trotz der Mutationszahlen, nach unten.

Ist der Hochpunkt von Covid-19 bereits überschritten?

Noch muss dies nicht die Wende bei den Infektionen gewesen sein, aber es deutet sich an, dass dies zumindest bald bevorstehen könnte. Dafür sprechen einige Faktoren: Es gibt weitere temporäre Verschärfungen in den Lockdowns (Europa, USA). Der Frühling naht, denn bis zum meteorogischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel sind es nur noch sechs Wochen, und die Impfquoten werden demnächst ein Vielfaches der offiziellen Infektionszahlen erreichen. Vor allem, wenn die USA über eine Million Menschen pro Tag impfen, die EU mit ihren 27 Staaten voll einsteigt und viele andere Staaten und die für Februar deutlich erweiterte Impfstoffproduktion anschwillt.

Sonderfall Deutschland

Was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten sehr unterschiedlich macht, ist die Zahl der bisher Infizierten und zugleich die wahrscheinlich niedrigere Dunkelziffer zu anderen europäischen Ländern. Die offizielle Infektionsrate mit Covid-19 liegt aktuell bei gut 2,4 Prozent, während sie in Großbritannien und vielen europäischen Staaten bei vier oder gar fünf Prozent liegt, bei einer gleichzeitig deutlich höheren Dunkelziffer. Das heißt, die Gesamtinfektionsrate läge möglicherweise in Deutschland bei weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, während sie in anderen Ländern vielleicht schon über 20 Prozent liegt. Mit großer Auswirkung für die durch die Impfung zu beschleunigende Gefahrenabwehr gegenüber der Pandemie. Vorteil USA, auch wenn es makaber klingt: Wegen einer „offiziellen“ Infektionsrate von 7,5 Prozent, einer vielfach höheren Dunkelziffer, weil sich Teile der Bevölkerung bis zuletzt aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht haben testen lassen und das Virus weitaus mehr verharmlost wurde, als in Deutschland. Und jetzt Joe Biden mit allem Einsatz 100 Millionen Menschen in sehr kurzer Zeit impfen lassen will.

In Deutschland kommt noch das Gefahrenmoment einer relativ alten Bevölkerung zum Tragen.

Laut statista gibt es derzeit in Deutschland rund 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Ein prozentualer Anteil von rund 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Lande. Dabei etwa drei Millionen Pflegebedürftige, über zwei Millionen zuhause und mit anderen Familienangehörigen zusammenlebend. Auch die Zahl der über 80-Jährigen liegt in Deutschland bei über fünf Millionen, es leben sogar schon 20 Tausend Hundertjährige in Deutschland.

Aus diesen Zahlen erklärt sich auch die große Fürsorgepflicht der Regierung gegenüber der älteren Bevölkerung.

Hier liegt auch der große Effekt der Impfaktion in Deutschland, denn bis vor Kurzem lag der Anteil der Coronatoten bei den über 70-Jährigen bei 87 Prozent und 70 Prozent bei den über 80-Jährigen. Diese Altersgruppen sollten jedoch in der großen Mehrheit bis in den März geimpft sein.

China und Indien

Ein Drittel der Menschheit (über 2,8 Milliarden Menschen) lebt in diesen beiden Ländern. Und wie sehen die Infektionszahlen aus? China wird sich weiter abschotten (bei unglaublich niedrigen Infektionen) und selbst impfen und im 1,39 Milliarden-Land Indien (mit der halben Bevölkerung unter 20 Jahre) zeigen die Zahlen schon seit Monaten nach unten.

Covid-19 in Indien

Fazit

Natürlich wird es nicht einfach sein, die Menschheit in ihrer Gesamtheit gegen Covid-19 zu impfen. Man weiß auch weder wie lange eine „erimpfte“ Immunität gegen Corona anhält, noch im Entferntesten, wie viele Menschen die natürliche Immunität bereits erlangt haben. Dabei soll die Krankheit bei einem Großteil der jungen Menschen sogar symptomlos verlaufen. Die Zahl der jungen Menschen unter 18 Jahre beträgt weltweit 30 Prozent, immerhin über 2,3 Milliarden Jungbürger.

Aber sollten sich die Impfpläne so umsetzen lassen, wie von den Firmen und den Ländern mit ihren Gesundheitsbehörden geplant, wird sich rasch Peak Corona einstellen. 750.000 Neuinfektionen, mit abnehmender Tendenz gegenüber Millionen täglicher Impfungen, zunächst bei den „Vulnerablen“, Peak Corona eben, auch wenn die Pandemie nicht so schnell erledigt sein dürfte. Was sind da nicht alles für Fragen offen, in Richtung Immunität, Übertragbarkeit und so weiter, aber aus meiner Sicht gibt es ein gewaltig helles Licht am Ende des Tunnels, zumindest für Covid-19.

Der Peak bei Covid-19 könnte bereits überschritten sein!

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