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Normale Korrektur, oder nicht? Marktgeflüster (Video)

Es herrscht derzeit fast eine Einstimmigkeit: der Abverkauf der letzten Tage sei nur eine Korrektur und daher doch irgendwie gesund! Wirklich?

Markus Fugmann

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am

Es herrscht derzeit fast eine Einstimmigkeit: der Abverkauf der letzten Tage sei nur eine Korrektur und daher doch irgendwie gesund! Das kann natürlich sein – aber wenn alle meinen, das sei nur eine Korrektur, sollte man mißtrauisch werden! Denn was, wenn dem nicht so ist? Denn es gibt viele Gründe, warum das mehr als eine Korrektur sein könnte, sondern eine langfristige Top-Bildung (an der Wall Street) – sowohl charttechnische (Bruch des seit 2009 bestehenden Aufwärtstrends und Parellelen zu 2000 und 2007) als auch fundamentale (Geld wird teurer, Liquidität knapper, Handelskrieg etc.). Heute der Nasdaq mit dem besten Tag seit März, der Dow Jones seit April, der S&P 500 seit Mai. Aber das ist nur eine technische Reaktion auf die Überverkauftheit – der Dax bleibt schwach auf der Brust, wie fast alle Aktienmärkte weltweit..

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Hinterfrager

    12. Oktober 2018 21:47 at 21:47

    Fundamentale Analysen, zeitnahe und kompetente Information, überaus sympathische und charmante Präsentation: Dies unterscheidet FMW definitiv von einigen anderen Finanzblogs, die – trotz eines abweichenden zeitlichen Horizonts auf Tagesbasis – sich eher in Selbstgefälligkeit und Besserwissertum ergehen, trotz gegenteiliger Ansprüche. Nun, letztlich merkt der (Privat-)Anleger / Investor offenbar doch, wo er letztlich besser aufgehoben ist…

    https://hypestat.com/info/finanzmarktwelt.de

    https://hypestat.com/info/cashkurs.com

    Harte Zahlen lügen nun einmal nicht!

    In diesem Sinne ein wunderschönes Prachtwetter-Wochenende!

  2. Avatar

    Fabian

    13. Oktober 2018 00:01 at 00:01

    Manchmal finde ich die Elliot Waver haben nen Knacks !

    Und dann passt der Zyklus irgendwie doch noch dazu.. oder umgekehrt? :D

    https://www.youtube.com/watch?v=EsyQuqcZ9ss

    Gutes Short Setup !!!!

    • Avatar

      Fabian

      13. Oktober 2018 00:08 at 00:08

      ..meine Gedanken dazu sind übrigens, dass der Markt entweder bis zu Wiederwahl von Trump korrigiert und dann zur Welle 5 geht oder dass der Markt bis zur Abwahl von Trump korrigiert und dann zur Welle 5 ansteigt… ^^

      beides kann ggf. an Anlass genommen werden um bis zur großen Korrektur in 2019 noch einmal hoch zu kommen….

      p.s.: auch als Bär sollte man viele Umstände beachten! :)

      Grüße aus Tübingen!

  3. Avatar

    Quintus

    13. Oktober 2018 07:19 at 07:19

    Guten Morgen
    Statistiken sind Schall und Rauch, wer soetwas zur Bestätigung seiner Meinung braucht, nun ja….
    Finanzmarkwelt und Cashkurs ergänzen sich meiner Meinung hervorragend!
    Herr Fugmann bringt das Tagesgeschehen auf den Punkt, während Dirk Mueller eher die großen Zusammenhänge erklärt. Ob diese seine Sicht der Vorgänge immer richtig ist kann man diskutieren, aber
    vermissen möchte ich sie nicht. Ich möchte nur an die großen Gasvorkommen in griechischen Gewässern erinnern, welche Dirk Mueller in seinem Buch 2011 dem Leser über strategische Interessen näherbringen wollte. Zusammen mit der Einschätzung von Hr.Fugmann sowie seinen Hinweisen zu anderen bedeutenden Anlegern( ohne Voreingenommenheit gegenüber Marktteilnehmern wie z.B. Florian Homm, Max Otte etc. ) kann man die momentanen Situation, meiner bescheidenen Meinung nach, weitaus besser einschätzen.
    Und dafür ein großes Lob an den Markus Fugmann und sein Team!

  4. Avatar

    Wolfgang M.

    13. Oktober 2018 08:45 at 08:45

    Was für eine Woche, die schlechteste seit Ende März.
    Die Frage, die ich bei meiner letzten Zusammenfassung am 6. Oktober in den Raum gestellt habe, ob wir in den USA bereits den Beginn der „Great Rotation“ sehen, hat sich zum Leidwesen der Bullen sehr rasch beantwortet. Die Rendite für inflationsgeschützte 10-jährige US-Anleihen war über 1% gestiegen und es gibt in den USA wieder einen positiven, risikolosen Realzins. Die Liquidität ist stark ausgetrocknet durch die Bilanzreduzierung der Fed (50 Mrd.$) und das in diesem Monat ausbleibende Sedidativum der Aktienrückkäufe (bis 100 Mrd. monatlich). Dazu noch die heftige Warnung des IWF bezüglich einer Wachstumsabschwächung der Weltwirtschaft. Das war in seiner konzentrierten Wirkung zuviel des „Schlechten“.
    Wie könnte es jetzt weitergehen? Charttechnisch ist unglaublich viel gleichzeitig passiert. Hatte ich vor wenigen Wochen geschrieben, dass in über 50% der „developed countries“ der Börsen-Aufwärtstrend bereits gebrochen ist, gibt es aktuell kaum mehr einen Markt, der sich noch in einem solchen befindet. Markus Fugmann sprach am Freitag Abend von 80% Korrekturmärkten.
    Aber geht es jetzt direkt in den Bärenmarkt über, nach einem 10-jährigem Aufschwung?
    In den USA haben wir noch nicht das Endstadium einer Korrektur (-10%) erreicht. In Deutschland hingegen schon, der klassische Bärenmarkt (-20%) beginnt aber erst bei Kursen unter 11000 Daxpunkten. Der allumfassende Index MSCI ACWI (All Countries WorldIndex)) hat bereits 10% nachgegeben.
    Die Zinsen bei den 10-jährigem US-Staatsanleihen sind zuletzt wieder etwas zurückgekommen auf 3,167%. Die Chartlinie der 30-jährigen US- Staatsanleihe ist dabei, ihren Aufwärtstrend seit 1978! zu durchbrechen. 40 Jahre fallende Zinsen! Die Fed dürfte von ihrem Vorhaben die Zinsen im Dezember ein 9. Mal zu erhöhen aber nicht abrücken.
    Und es haben weltweit bereits 13 Zentralbanken begonnen die Geldversorgung zu verknappen.
    Für mich gibt es auf kurze Sicht zwei wesentliche Faktoren.
    Kann China aus dem Bärenmarkt in einen Aufschwung zurückkehren und verschärft Trump die Sanktionen gegenüber China?
    Wie werden die Ergebnisse der US-Berichtssaison?
    Als noch temporär unterstützende Faktoren könnte man anführen.
    Nach dem starken Abverkauf der letzten Tage ist eine Gegenbewegung fällig,
    die in eine kleine Midterm Elections-Rallye münden kann. Dazu wahrscheinlich zum letzen Mal in diesem Jahr mein Hinweis auf die Aktienrückkäufe, die durch die Blackout Period derzeit eingeschränkt sind. Bisher betrugen diese 646 Mrd.$ und damit 29% mehr als im Jahr 2017. Es stehen aber noch 350 Mrd. $ aus, als s.g. „dry powder“.
    Insgesamt überwiegen erstmalig die Gegenwindfaktoren. Weitere Argumente:
    IWF- Chefin Lagarde warnte erst gestern vor dem Handelskrieg USA – China, der allein schon das globale Wachstum um 1% senken könnte.
    BMW meldete, dass allein durch die Gegenzölle Chinas ein Gewinnrückgang von 300 Mrd.$ beim Export aus den Werken in den USA im Bereich der SUVs entstehen wird (2018). Wo man hinsieht, Preisanstiege oder Rückgang der Marge und dies bereits bei den vergleichbar geringen Zolldimensionen. Deshalb meine schon öfters geäußerte Ansicht, dass Trump das Damoklesschwert für die Weltmärkte darstellt. Und Deutschland ist immer mit Hebel dabei, zumindest abwärts.
    Dabei gibt es noch einen wesentlichen Aspekt. Bei Kursverlusten von 20% und mehr in mehreren Hauptbörsen entstehen so hohe Vermögensverluste der „shareholder“, die notgedrungen zu Einschränkungen im Konsumverhalten führen werden (neben der Fähigkeit Zinszahlungen auf laufende Kredite zu stemmen) und dann beginnen die Bremswirkungen für die Wirtschaft (Lageraufbau, Produktionskürzungen, Gewinnrückgänge, Personalabbau, u.s.w).
    Mein kleines Fazit für diese Woche möchte ich bildhaft zum Ausdruck bringen. Der langjährige Börsenaufschwung liegt auf der Intensivstation, man hat viele lebensverlängernde Maßnahmen schon abgeschaltet (Verknappung der Liquidität), nur in den USA glaubt man, dass der Patient ohne Hilfsmittel bereits leben kann. Man setzt die Notmaßnahmen ab (monetary tightening), gleichzeitig verabreicht wirken immer noch Stimulanzien (Steuersenkung, buybacks). Ob das der Patient noch lange übersteht?
    Wünsche ein schönes Wochenende

    • Avatar

      Columbo

      13. Oktober 2018 12:08 at 12:08

      @Wolfgang M,
      ich denke, man sollte bei der Beurteilung Italien nicht außer Acht lassen. Wenn am Monatsende Moodys und S&P Italien auf Ramschniveau herabstufen sollten, kann die EZB keine Staatsanleihen mehr kaufen. Wer leiht Italien dann noch Geld? Die drohende Pleite eines EU Landes würde die Börsen nicht gerade kalt lassen, vorsichtig ausgedrückt.

  5. Avatar

    Wolfgang M.

    13. Oktober 2018 17:10 at 17:10

    @ Columbo. Das stimmt schon, dass Italien eine unglaubliche Krise auslösen könnte. Aber da gibt es Mister „Whatever it takes“, der in irgendeiner Form sein Heimatland vor seinem Ruhestand nicht ins Chaos stürzen lassen sollte, dann Italiens Ex-Verfassungsrichter und Staatspräsidenten Mattarella, der im Hintergrund arbeitet und bei einer Bedrohung für sein Land einschreiten müsste.
    Zudem sollte man eines nicht außer Acht lassen. Italien schreibt im Gegensatz zu Spanien oder Frankreich einen Primärüberschuss, das bedeutet, dass es ohne seine Zinszahlungen einen Überschuss auswiese. Ich weiß, das ist ein schwacher Trost. Wenn Sie gestatten – ich war schon so oft in Südtirol und denke mir ständig, wie ähnlich sich Südtiroler und Oberbayern sind – vielleicht liegt das auch an der Sprache. Außerdem bin ich familiär jetzt oft in der Toskana und wünsche mir, dass Italien die Kurve kriegt. Natürlich bin ich mir der wirtschaftlichen Probleme des Landes bewusst. Ich habe es selbst erlebt wie der Wert von 1000 Lire von 4 DM auf 90 Pfennig in wenigen Jahrzehnten kurz vor der Euroeinführung gefallen ist. Eine permanente Währungsabwertung mit Folgen für die Firmen. So etwas geht heute nun mal nicht mehr. Aber wie kann Euroland ohne wirtschaftliches Chaos reformiert werden, mit all den derzeit agierenden Politikern?
    Viele Grüße nach Südtirol

  6. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 20:39 at 20:39

    Na, da schauen wir da drauf ? … :D

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-verhandlungen-einigung-steht-offenbar-kurz-bevor-a-1233117.html

    „Zuletzt war vor allem die Frage um die Grenze zwischen Irland und Nordirland ein zentraler Streitpunkt der Verhandlungen. Diese soll auch nach dem Brexit keine harte Grenze sein. Dies sieht das Karfreitagsabkommen von 1998 so vor, das den Nordirlandkonflikt beendete.

    Die EU hat Nordirland angeboten, nach dem Brexit in der Zollunion und teilweise auch im Binnenmarkt mit der EU zu bleiben. Das führt zwar dazu, dass zwischen Irland und Nordirland keine Zoll – oder Lebensmittelkontrollen nötig würden. Alles bliebe beim Alten, das ist das Ziel. Das Problem: Die EU-Außengrenze würde dann dennoch faktisch zwischen Nordirland und Großbritannien verlaufen.“

    Das dürfte lustig werden, im März 2019.

  7. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 20:43 at 20:43

    Mit anderen Worten, harter Brexit (ein hartes GB), oder nicht ? :D

    Ein harter Brexit würde mit anderen Worten über kurz oder lang einen Zusammenbruch GBs bedeuten.

    Na dann, liebe „Hardcore-Briten“…

    Ja, so „mächtig“ ist Europa…

  8. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 20:56 at 20:56

    Warum wird bei einem „harten Brexit“ GB „zusammenbrechen“ – na, weil GB eine Union ist, weil ein wieder aufbrechen eines Nordirlandkonfliktes nichts, aber auch gar nichts, mit einer „Union“ zu tun hat !

    Und das da ist ganz klar nicht die Schuld der Europäischen „Union“…

    Na dann fragen Sie mal die Damen und Herren aus von und zu London ?!? :D

    Deshalb macht der Brexit keinen Sinn !!!

  9. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 22:07 at 22:07

    Und das riesengroße „Plus“ Europas liegt genau da, wo es hingehört, nämlich in Dublin !!

    Es geht also doch , die Briten und Europa ?!?

    Und es funktioniert ! Ist mir schon klar, dass da „London“ was „dagegen hat…“

    Weil…

  10. Avatar

    Marko

    13. Oktober 2018 22:47 at 22:47

    Hier noch was :

    sorry, liebe Leute

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-nordirische-dup-tritt-bei-verhandlungen-auf-die-bremse-a-1233083.html

    Das sollte man doch sehen, dass dieser Brexit-Quatsch keinen Sinn macht…

    Größte Demütigung hin oder her ? Natürlich wäre das eine Demütigung, na und ?!?

    Na gut, man kann sagen Deutschland „Refugees welcome“, also „Mutti“, 2015 ist an allem Schuld , ok.

    Aber: ganz ehrlich : Wie will „GB“ ohne Europa überleben ? GB wird „ohne Europa“ garantiert „zerbrechen“.

    London, als Finanzplatz „Europas“ – im Insbesonderen ?

  11. Avatar

    Altbär

    14. Oktober 2018 08:26 at 08:26

    Ja lieber Marko, nachdem Sie uns jahrelang die Lehmann Platte heruntergespielt haben, uns Bären verhöhnt haben , uns erklären wollten,dass der DAX nur steigen könne, die EZB die grösste u.Alles entscheidende Notenbank sei ,wechseln Sie das Thema u.werden zum grossen BREXIT- Kenner.
    Gibt denn nicht gerade dieFED das Tempo der Zinserhöhungen vor .England wird auch ohne EU irgendwie weiterleben.

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

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Von

Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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Corona-Hilfen: Ausfallzahlungen im November, und eine ganz wichtige Änderung!

Claudio Kummerfeld

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Neue Corona-Hilfen vom Bund

Aufgepasst liebe Selbständige und Unternehmer, es tut sich was bei den Corona-Hilfen des Bundes. Es ist ja inzwischen bekannt, dass die Bundesregierung betroffene Unternehmer mit bis zu 75 Prozent der Umsätze aus November 2019 entschädigen will, wenn sie jetzt im November 2020 durch Betriebsschließungen Umsatzeinbußen erleiden. Dies soll für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern gelten. Für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern gibt es gestaffelt Erstattungen von 70 Prozent und weniger. Vor allem die Gastronomie wird wohl profitieren, aber auch Freizeiteinrichtungen, und womöglich deren Zulieferbetriebe. Details werden gerade noch geklärt. Diese Corona-Hilfen sind sehr wichtig. Sonst hätte dieser neue kleine Lockdown, der ab Montag startet, wohl endgültig viele Unternehmen finanziell ruiniert.

Die genauen Details der neuen Hilfen sollen laut Olaf Scholz noch veröffentlicht werden auf https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de . Noch ist die Seite nicht auf aktuellem Stand, aber aus den ganz frischen Aussagen der beiden Minister hört man, dass die beiden Ministerien genau in diesem Minuten die Details ausarbeiten. Also sollte man morgen oder am Wochenende diese Seite mehrmals besuchen und nach neuesten Infos Ausschau halten. Anträge sollen schnell bearbeitet werden. Wir empfehlen die nächsten Tage auch immer einen Blick zu werfen auf die Webseiten des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesfinanzministeriums.

Corona-Hilfen mit kleinem, aber sehr wichtigem Detail

Aber ein wichtiges Detail bei den Corona-Hilfen wird für viele Unternehmer eine große Erleichterung darstellen, um jetzt weiter durchhalten zu können. Denn bisher galt die ziemlich unsinnige und unfaire Regelung, dass die KfW-Schnellkredite in der Coronakrise nur für Unternehmen zugänglich waren, die mindestens 10 Mitarbeiter haben. Jetzt liest man im offiziellen Infotext des Bundeswirtschaftsministeriums (siehe hier), dass der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten zugänglich gemacht werden soll. Diese winzige Änderung bei den Corona-Hilfen kann für viele kleine Unternehmer die Rettung bedeuten, zumindest in Sachen Liquiditätshilfe. Hier weitere Details im Wortlaut vom Ministerium:

Es hat sich als unvermeidlich erwiesen, für die Dauer der nächsten vier Wochen auch viele Unternehmen zu schließen, um auf diese Weise Kontakte im erforderlichen Umfang zu reduzieren. Das betrifft unter anderem Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs und Diskotheken, aber auch Dienstleistungsbetriebe, Messen, Kinos, Freizeitparks oder Fitness-Studios. Viele von ihnen haben Vorbildliches bei der Umsetzung von Hygiene- und Abstandskonzepten geleistet und seit Ausbruch der Pandemie schwere Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Die Bundesregierung wird diese Betriebe umfassend unterstützen, um ihnen den Fortbestand in dieser schweren Zeit zu erleichtern:

Wir gewähren den von temporären Schließungen erfassten Unternehmen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erfasst;

Wir werden die Leistungen der Überbrückungshilfe verlängern und für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche wesentlich verbessern;

Wir öffnen den KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten;

Die Regelungen gelten unter anderem für Unternehmen, Selbständige und Soloselbständige. Insbesondere auch in der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.

Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass wir unsere Unternehmen nicht allein lassen, sondern zielgerichtet unterstützen. Hierzu stellen wir Mittel bis zu einer Höhe von 10 Milliarden Euro bereit.

Hier weitere aktuelle Aussagen aus der vorhin gelaufenen PK von Olaf Scholz und Peter Altmaier, in Kurzform zusammengefasst:

Der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft will man auch über den November hinaus eine Perspektive aufzeigen. Und auch der Gastronomie will man helfen die anstehende harte Zeit zu überstehen. An Einzelheiten arbeite man jedoch noch. Auch will man eine Verlängerung der „Überbrückungshilfe III“ bis ins nächste Jahr hinein erreichen. Und bis zu 300.000 Euro sollen auch über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt werden können.

Hier die PK im Video:

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Christine Lagarde: Headlines zur EZB-Pressekonferenz – sehr dovish!

Markus Fugmann

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Die wichtigsten Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde auf der EZB-Pressekonferenz – wie wird sie sich zu den ökonomischen Perspektiven durch die neuen Lockdowns äussern?

– Lagarde und Vize de Guindos betreten den Saal – beide mit Mundschutz..

– Neue Corona-Welle: Wirtschaft verliert an Fahrt, klare Verschlechterung des Ausblicks, vor allem im Dienstleistungsbereich

– Konsumenten halten sich zurück

– Inflation geringer aufgrundd fehlender Nachfrage

– FMW: jetzt das Übliche Loblied auf die EZB-Maßnahmen (gähn..)

– Risiken klar abwärtsgerichtet

– EZB wird im Dezember auf die neue Entwicklung reagieren und dabei auch Wechselkurs berücksichtigen

– Corona-Maßnahmen bringt „headwinds“ für wirtschaftlichen Ausblick (FMW: wo ist bloß die viel besungene „V-Erholung“?)

– Inflation dürfte negativ bleiben wegen deutscher Mehrwertsteuersenkung und niedrigem Ölpreis (FMW: Brent Öl fällt gerade erstmals seit Mai unter die Marke von 37 Dollar)

– Banken zeigen bei Kreditvergabe strengere Kriterien aufgrund steigender Risiken

– jetzt kommt der schon rituelle Aufruf Lagardes zu fiskalischen Maßnahmen, diese sollten zielgerichtet sein

– Lagarde jetzt über „Next Generation EU“ – wie Daniel Stelter sagen würde die „Klimaplanwirtschaft“

– Lagarde „hat“ fertig, jetzt kommen Fragen, natürlich alle virtuell..

—-

– Lagarde: für nächste EZB-Sitzung im Dezember werden alle Instrumente untersucht – das wird bereits vorbereitet, damit die EZB bei der Erholung (der Vermögenspreise…?) helfen kann

– FMW: Lagarde bisher sehr dovish, das bringt auch den Ölpreis so unter Druck, der Euro jetzt unter 1,17

– Lagarde: morgen kommen BIP-Zahlen, diese „könnten positiv überraschen“ (Prognose ist +15%), aber für das 4.Quartal sieht es nicht gut aus

– Lagarde zu Inflation: wir die derzeit negative Inflation nicht Deflation, weil es ein Sondereffekt der Pandemie ist

– Lagarde: Dass die Staaten der Eurozone Anleihen mit Gemeinschaftshaftung ausgeben, hat die Wahrnehmung der Eurozone verändert

– Lagarde: haben auf dieser Sitzung nicht über Veränderung der Geldpolitik diskutiert

Hier der Live-Feed zur EZB-PK:

Chrstine Lagarde - die Aussagen auf der EZB-Pressekonferenz

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