Gas

Über Nacht schafft man keine neuen Kapazitäten Norwegen erschließt neue Gasvorkommen – Problem bleibt

Norwegen erschließt neue Gasvorkommen. Aber das Gas fließt erst im Jahr 2026. Das ist ein großes Problem auch bei weltweiten LNG-Projekten!

Bevor wir auf die Aktualität zum Thema Norwegen schauen, treten wir erstmal ein paar Schritte zurück, und schauen auf das Gesamtbild. Europa giert mit aller Kraft nach Gas vom Weltmarkt, als Alternative für das Pipeline-Gas aus Russland. Norwegen liefert so viel es kann. Die Amerikaner liefern auch so viel sie können, weil man mit LNG-Transporten (Flüssiggas) nach Europa aufgrund der hohen Preise reich werden kann. Aber egal wo man hinschaut: Die Erweiterung der Kapazitäten für Produktion, Transport und Umwandlung von Gas in LNG dauern eben ihre Zeit. Jüngste Analysen aus den USA zeigen, dass die Bauarbeiten an den dortigen neuen Anlagen noch mindestens zwei Jahre dauern werden.

Neue Kapazitäten für Gas und LNG dauern noch Jahre

China hat gestern mit Katar einen über 27 Jahre laufenden Mega-Deal für LNG abgeschlossen im Wert von 60 Milliarden Dollar. Aber erste Lieferungen kommen erst ab dem Jahr 2026. Auch daran erkennt man, dass zusätzliche Kapazitäten in Katar wohl noch drei Jahre dauern. Und auch gestrige Aussagen des japanischen Handelsministeriums (Japan ist größer LNG-Importeur der Welt) zeigen, dass globale LNG-Lieferungen unter Festverträgen auf Jahre hinaus ausverkauft sind. Norwegen investiert aktuell in die zukünftige erweiterte Versorgung der europäischen Kunden mit Gas. Aber auch das dauert leider!

Norwegen mit Erschließung neuer Quellen

Norwegen wird ab dem Jahr 2026 ein neues Gasfeld in der Norwegischen See erschließen, um die Erdgasversorgung Europas nach Jahren der Versorgungsunsicherheit aufrechtzuerhalten, so Bloomberg aktuell. Das Unternehmen Equinor ASA wird die Erschließung des Irpa-Gasvorkommens im nördlichen Teil der Norwegischen See leiten, um geschätzte 20 Milliarden Standardkubikmeter an förderbaren Reserven zu erschließen, so das norwegische Erdöl- und Energieministerium in einer heutigen Erklärung. Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt 14,8 Milliarden Kronen (1,4 Milliarden Dollar). Die Förderung von Gas hieruas ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Erdöl- und Energieminister Terje Aasland nahm den Entwicklungsplan entgegen, da Europa vor einer jahrelangen Unsicherheit bei seiner Gasversorgung steht, nachdem die Gaslieferungen aus Russland nach dem Einmarsch in der Ukraine unterbrochen wurden. Norwegen hat versucht die Produktion zu steigern, um einen Teil dieses Rückgangs auszugleichen. Irpa, das früher unter dem Namen Asterix bekannt war, wird mit einer Anlage auf dem Meeresboden erschlossen, die mit der Plattform Aasta Hansteen verbunden wird, um das Gas zu verarbeiten und über die Polarled-Gaspipeline zu den Märkten in Europa zu transportieren. Es wird erwartet, dass die Anlage bis 2039 produzieren wird. Equinor ist der Betreiber mit einem Anteil von 51 %, während Petoro AS 20 %, Wintershall Dea 19 % und Shell Plc 10 % halten.

FMW/Bloomberg

Troll Gas-Platform in Norwegen
The Troll A natural gas platform, operated by Equinor ASA, stands in the North Sea, Norway, on Wednesday, May 16, 2018. Statoil has changed its name to Equinor to reflect its mutation into a broader energy company. Photographer: Carina Johansen/Bloomberg


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18 Kommentare

  1. Ja, und dann kommt Habeck (oder Nachfolger) und will nur Verträge bis 2036, weil er dann immer noch davon träumt, dass 2036 so viel Wind und Sonne die Energieversorgung mit Gas dann ersetzen kann.
    Und dann geht das Gas in andere Länder.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Helmut,
    dieser Habeck mit seiner Partei, das sind Träumer, Spinner, Realitästferne. leider wurden die gewählt, das zeigt dann wes geistes Kind unsere Bevölkerung ist. Sägen den Ast ab auf dem sie sitzen.
    Soll ich den jetzt achten und respektieren nur weil er Minister ist – werden wollte, sich Minister nennt ? er ist der gleich wie vor 10 Jahren. Ein Mann von der Küste. Oder hat er sonst was herausragendes geleistet ?

  3. Hallo Ottonorma

    Vorweg: Niemanden in der Regierung oder in den Parteien möchte ich mit Adolf vergleichen.

    Aber was hatte Adolf für eine Qualifikation?
    Was hatte er gelernt?
    Solchen Ideologen glauben die Deutschen.
    Keiner soll hungern und frieren, hat er den Menschen versprochen. Auch den Himmel auf Erden als Herren -Volk, und geliefer hat er die Hölle.
    Ideologen versprechen immer den Himmel und liefern die Hölle.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Niemanden in der Regierung oder in den Parteien möchte ich mit Adolf vergleichen.

      ABER…

      @Helmut, Sie sollten Politiker werden.
      Das erinnert irgendwie an Merzens Sozialtourismus-Entschuldigungs-Lapsus. „Ich habe dieses Wort Sozialtourismus verwendet, nicht in der Absicht, irgendjemandem da zu nahezutreten oder auch persönlich etwas vorzuwerfen. Wenn meine Wortwahl als verletzend empfunden wird, bitte ich in aller Forum um Entschuldigung“.

      Und schon liegt der Ball wieder bei der Gegenseite, wie kann die aber auch seine Wortwahl als verletzend empfinden? Immer diese Sensibelchen!
      Das klassische ABER… eben.

      1. Ja so ist er halt, unser Helmut. Prinzipiell ein netter Kerl.
        Aber…

        1. @Johannes

          In der Tat ein netter Kerl, der „vorweg“ niemanden mit dem Adolf vergleichen will.
          Prinzipiell sehr nett!

    2. Helmut
      So eine Formulierung „ich möchte nicht vergleichen … “ oder „ich möchte nicht, daß jemand denkt …“ oder „ich möchte nicht sagen, daß ich was gegen dich habe …. “ ist immer schlecht und deutet darauf hin, daß du mit dieser Person die du ausschließt insgeheim vergleichst. Frag mal nen Psychologen. Politiker verwenden diese Formulierung auch recht gerne um sich vorab rein zu waschen. Aber genau dann wenn sie das aussprechen weiß ich sie meinen es so wollen es aber nicht zugeben.
      Hitler ist auch immer ein absolut schlechter Vergleich weil mit ihm immer sofort der schreckliche Holocaust ijn Verbindung gebracht wird.

  4. Hallo Ottonorma, man muss sich mal die Kommentare auch in der Tagesschau ansehen, was die Menschen von sich gegeben haben, die über Ungeimpfte hergezogen sind.
    Das war nur 1 Jahr, und es war ja auch schnell klar, dass die Impfe nicht wirkt.
    Ungeimpfte durften als Bliddarm bezeichnet werden, den man herausschneiden muss, man sollte sie auch nicht medizinisch versorgen.
    usw. Da gibt es im Internet eine Sammlung mit Quellenangabe.
    Das war „nur“ etwa 1 Jahr.
    Stell Dir nur mal vor, was aus Deutschland geworden wäre, wenn diese Menschenverächter 10 Jahre ihre Ideologien hätten weiterführen können.
    Hätten die keine KZs mehr aufgebaut?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Er wird immer netter…und geschmackloser.

    2. da muss ich Dir Recht geben. Doch viele schalten in D noch immer die Realität aus und verstecken sich hinter der Allgemeinheit und versuchen sich Cancel Culture

      1. Hallo retniw, ich hatte den Vorteil, dass ich vor 22 Jahren aus Deutschland weg konnte, und in einem Land lebe, dass noch bis in die achtziger Jahre unter dem Faschismus gelitten hat.
        Alle Menschen, die heute um die 60 sind, haben das alles noch als junge Menschen erleben müssen.
        Entsetzt schauen sie nach Deutschland, was da wieder von Politikern Reden geschwungen werden; besonders als es um die Impfung ging.
        Und heute, wenn es um Russland geht.
        Ich bin froh, dass ich hier in Ruhe leben kann, viel Sonne habe, eine gesicherte Energieversorgung, und ein hervorragendes Gesundheites- und Rentensystem.
        Stell Dir nur mal vor, es hätte 1935 jemand ein Buch darüber geschrieben, wie Deutschland 1945 aussieht, und welches Ausmaß von Verbrechen in diesen 10 Jahren begangen werden.
        Der Autor hätte genau so Anfeindungen bekommen, als wenn er es heute schreiben würde.
        Es werden wieder Schriftsteller in Deutschland geehrt, die Russen als Tiere bezeichnen, und noch schlimmere Ausdrücke verwenden.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

        1. Tja Helmut, dann hast du leider die geilste Zeit in Deutschland verpasst. Schade :-)

    3. Helmut
      Ja richtig die Beleidigungen in den ÖRR sind erschreckend, ebenso ging es über Trump her immerhin Präsident. Über Merkel oder Scholz dürfte man nicht so reden. Und Foren darf man auch nicht so reden, so wie es sich unser öffentliches TV erlaubt. Aber das sind ja alles ehrenwerte Journaisten denen man Respekt entgegenbringen soll. Gleiches übrigens in den Printmedien. Schlimm war das was sich dieses Volk geleistet hat. Gut, ich guck mir die und deren Geschwätz schon längst nicht mehr an.

      1. @ottonorma
        Sie schauen sich das Geschwätz der Medien schon längst nicht mehr an, wissen aber genau, was die so senden und schreiben? Das ist brillante Logik in überwältigender Stringenz.

        Schlimm war das, was dieses Volk sich geleistet hat.
        Wen meinen Sie mit dieses Volk. Unser deutsches Volk, zu dem auch Sie und ich gehören? Oder das Printmedienvolk? Das TV-Journalistenvolk? Wissen Sie, die Bezeichnung Volk für soziologische Gruppen lässt mir immer die Nackenhaare zu Berge stehen. Klingt irgendwie so völlig völkisch daneben.

        Welche Äußerungen und Beleidigungen von Journalisten des ÖRR gegenüber Trump sind denn so schlimm, dass man sie in Foren nicht erwähnen dürfte? Ich meine, gerade Sie und Ihr Freund Helmut sind ja nun nicht gerade die Zimperlichsten, wenn es um grenzwertige Formulierungen, Diskreditierung, Geringschätzung und Herabwürdigung ungenehmer Gruppen und Personen geht.

        Beschweren Sie sich vielleicht über Zensur auf FMW? Hat man Ihre ganz krassen Kommentare etwa nicht veröffentlicht? Fühlen Sie sich eingeengt, beschnitten, unterdrückt?
        Ich habe dank @Helmut und der Veröffentlichung seiner üblichen Informationsquellen ein paar Seiten in den Lesezeichen abgelegt, auf denen noch die frische unverbrauchte Luft der Freiheit weht. Vielleicht finden Sie dort mehr Verständnis und die dringend benötigte Zustimmung:
        exxpress.at
        blackout-news.de
        bild.de
        uncutnews.ch
        psiram.com
        mmnews.de
        de.rt.com
        report24.news

  5. 2026! Aber Deutschland soll ins Fracking einsteigen, um eine zeitnahe und günstige Lösung für das Energieproblem zu schaffen? Damit die Industrie nicht abwandert. Verstehe!

    1. Tja, das muß halt von Fachleuten durchkalkuliert werden und kein Tabu sein. Norwegen wird England und Europa damit beliefern, nicht explizit Deutschland. Will heißen, das Gas aus Norwegen lindert, aber löst nicht.

  6. Hallo Ottonorma
    Dafür bekommt man in Deutschland wieder den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
    Man kann nur erahnen, was in einigen Jahren sein wird.

    „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Skandalöse Auszeichnung – taz.de“ https://taz.de/Friedenspreis-des-Deutschen-Buchhandels/!5886985/

    1. in Deutschland ist Denken die schwerste Arbeit, die es gibt.
      Das ist wahrscheinlich auch der Grund, daß sich so wenige Leute damit beschäftigen.

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