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Gold/Silber

Notenbanken mißtrauen ihrem eigenen Geld

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Notenbanken mißtrauen offenkundig ihrem eigenen Produkt: sie kaufen mit dem Geld, das sie selbst produzieren, Gold. Das sagt Thomas Bachheimer, der spöttisch weiter formuliert: Notenbanken „sind nicht dumm, sondern nur gemein und hinterhältig“ und  „haben nur zwei Produkte: Geld und heiße Luft“. Wenn Notenbanken also Gold kaufen, dann bedeute das nichts anderes, als dass sie ihrem eigenen Produkt mißtrauen. Ups..

Und für Anleger wiederum bedeutet das laut Bachheimer: macht doch das auch, was die Zentralbanken machen! Alleine im ersten Halbjahr 2019 haben diese 374 Tonnen Gold gekauft!

Warum haben wir Negativzinsen? Weil die Geldpolitik der Notenbanken wiederum nur ein Symptom ist , meint ifo-Chef Clemens Fuest – ein Symptom nämlich für die stetig abnehmende Produktivität der westlichen Wirtschaften. Gleichzeitig aber steigt die implizite Verschuldung etwa auch in Deutschland stetig, also vor allem Pensionsansprüche von Beamten etc. Wenn gesetzlich alles so bliebe, wie es derzeit ist, dann müßten laut Clemens Fuest „3000 Milliarden Euro vom Himmel regnen“, um das zu refinanzieren – das entspricht dem Jahres-BIP Deutschlands. In Großbritannien ist es noch ärger, dort liegt die implizite Verschuldung bei 300% des BIP.

Clemens Fuest zieht daraus den logischen Schluß: es wird eben nicht so bleiben können, wie es ist. Ausser vielleicht die Notenbanken lassen das Geld vom Himmel regnen. Sehr sehenswerter Vortrag von Clemens Fuest!

Warum kaufen Notenbanken mit dem von ihnen produzierten Geld Gold?

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    sabine

    23. August 2019 12:06 at 12:06

    Das bedruckte „Papier“ oder die elektrischen Zahlen sind ja auch nicht hinterlegt mit einem Sachwert, also auch nicht mehr wert als eine (Qualitäts) Zeitung oder Toilettenpapier. Fort Knox ist eine bekannte Lachnummer. Keiner darf es sehen, wegen 9/11 und Terrorgefahr.
    Das beste Video dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=SSNPDcVgEzM
    (Ich kann mir das Hundertmal anschauen und finde es immer wieder phantastisch klar, einfach und böse ironisch!)

  2. Avatar

    Columbo

    23. August 2019 12:32 at 12:32

    Der bekannte Aufsatz von Alan Greenspan über Gold:

    http://docs.mises.de/Greenspan/Greenspan_Gold.pdf

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

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Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

„Kaffeesatzleserei“, „Hokuspokus“, „alles Zufall“… viele Akteure an den Finanzmärkten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Charttechnik und verzweifeln, sollte es gute technische Argumente für beide Richtungen geben. Das Problem: es wird nicht unterschieden zwischen Analysten, die eine Meinung vertreten und Händlern, die den Markt handeln. Wie ein Händler zu sinnvollen Entscheidungen kommt, zeigt der folgende Beitrag am Beispiel des Gold-Charts.

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Gold, Silber, Aktienmarkt, Dollar: Was die Aussagen der Fed bedeuten

Redaktion

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Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

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Goldpreis steigt – Luft nach oben? US-Dollar wieder klar zurückgefallen

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt wieder und hat möglicherweise wieder mehr Luft nach oben. Nach dem gestrigen Tief bei 1.933 Dollar notiert Gold aktuell wieder bei 1.954 Dollar. Das Edelmetall schwächelte vor allem seit Mittwoch Abend. Die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve zeigten eine optimistische Sicht auf die Konjunkturerholung in den USA und boten eine Aussicht, in der die Fed erstmal keine weiteren Stützungsaktionen durchführen könnte. Dies half dem US-Dollar beim Ansteigen. Dementsprechend fiel als Gegenpart der Goldpreis von Mittwoch kurz vor Start der Fed-Sitzung um 20 Uhr von 1.962 Dollar bis wie gesagt auf 1.933 am gestrigen Donnerstag. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche

Goldpreis steigt, weil US-Dollar wieder deutlich verloren hat

Der US-Dollar ist wie gesagt nach den Fed-Aussagen spürbar gestiegen. Dies sieht man gut im steilen Anstieg des Dollar-Index (Währungskorb). Startete er seinen Anstieg kurz vor der Fed-Sitzung am Mittwoch Abend bei 93 Indexpunkten und stieg bis auf 93,62 Punkte, so ist er bis heute früh wieder auf 92,92 Punkte zurückgefallen (siehe folgender Chart). Aber der Goldpreis hat sein Niveau von vor der Fed-Sitzung noch nicht wieder erreicht. Alleine schon deshalb könnte man meinen, dass jetzt für Gold mehr Luft nach oben vorhanden sein könnte.

Wichtige US-Konjunkturdaten und der US-Dollar

Gestern um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die dem US-Dollar weitere Verluste bescherten. Denn der Markt nahm deswegen wohl an, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Fed-Maßnahmen steigen könnte. Und heute, das ist wirklich wichtig, stehen um 16 Uhr in den USA die Daten der Universität von Michigan zum US-Verbrauchervertrauen für September an. Sie können den US-Dollar und damit auch den Goldpreis in Bewegung bringen! Also, achten Sie bitte auf diesen Termin, wenn sie bei US-Dollar oder Gold aktiv im Trading tätig sind!

Aktueller Analystemkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass die Bewegungen am Rohstoffmarkt derzeit auf der Geschichte des schwächeren US-Dollar basieren. Das gelbe Metall halte immer noch an seinem Preisniveau von 1.950 Dollar fest. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte nirgendwo hingehen, sei es wahrscheinlich, dass Händler beginnen werden, ihre riskanteren Wetten durch den Kauf von Gold abzusichern. Unter diesem Szenario könne man sehen, wie der Goldpreis erneut in die Höhe schießt. Was das Unterstützungsniveau betrifft, so liege die unmittelbare Unterstützung bei fast 1.930 Dollar, und die größere Unterstützung liege knapp über dem psychologischen Niveau von 1.900 Dollar. Der primäre Katalysator für den Goldpreis seien die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Wenn man eine Verbesserung der Zahl des Verbrauchervertrauens sehe, werde dies wahrscheinlich den Dollar-Index in die Höhe treiben, was sich möglicherweise nicht positiv auf den Goldpreis auswirken werde, so Naeem Aslam.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar seit Wochenanfang

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