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Novavax die Kursrakete – Nachricht aus Israel pusht

Arzt mit Spritze

Israel gilt bei der Geschwindigkeit im Kampf gegen das Coronavirus weltweit als einer der Vorreiter. Deswegen schaut man oft auf Impf-Fortschritte und Analysen aus Israel. Daher ist interessant, dass Novavax am Freitag bekannt gab, dass man mit dem israelischen Gesundheitsministerium eine Vereinbarung (Vorabkaufvereinbarung) über den Kauf des COVID-19-Impfstoffkandidaten NVX-CoV2373 geschlossen hat. Laut Aussage des Novavax-CEO stehe Israel im Kampf gegen COVID-19 an vorderster Front und habe während der gesamten Pandemie eine starke Führungsrolle gezeigt. Man danke dem israelischen Gesundheitsministerium für sein Engagement, der israelischen Bevölkerung einen proteinbasierten COVID-19-Impfstoff zur Verfügung zu stellen, der auf einer gut verstandenen Technologie basiere. Am Donnerstag noch unter 66 Euro, sah man dann am Freitag bereits einen kräftigen Anstieg der Aktie. Heute früh geht es im deutschen Handel weiter bergauf mit weiteren +7,3 Prozent auf aktuell 80 Euro. Hält die Rally im Verlauf dieses Tages an?

Im Rahmen dieser Vorabkaufvereinbarung soll Novavax zunächst 5 Millionen Dosen seines proteinbasierten Impfstoffs liefern, mit einer Option für Israel, weitere 5 Millionen Dosen zu erwerben. Novavax wird mit dem israelischen Gesundheitsministerium zusammenarbeiten, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten und die Pläne für den Vertrieb in Israel bis zur Genehmigung durch die Behörden fertigzustellen.

Novavax führt laut Mitteilung derzeit zwei zulassungsrelevante klinische Studien der Phase 3 durch: PREVENT-19, an der rund 30.000 Teilnehmer in den USA und Mexiko teilnahmen und deren Ergebnisse im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht wurden, und eine Studie mit fast 15.000 Teilnehmern in Großbritannien, die ebenfalls im NEJM veröffentlicht wurde. In beiden Studien zeigte der Impfstoff eine hohe Wirksamkeit und ein beruhigendes Sicherheitsprofil. Schwerwiegende und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse waren zahlenmäßig gering und hielten sich zwischen Impfstoff- und Placebogruppe die Waage. Die häufigsten Nebenwirkungen, die während der klinischen Studien beobachtet wurden (Häufigkeitskategorie von sehr häufig ≥1/10), waren Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Myalgie, Arthralgie, Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und Unwohlsein. Novavax werde weiterhin Daten aus der Praxis sammeln und analysieren, einschließlich der Überwachung der Sicherheit und der Bewertung von Varianten, während der Impfstoff verteilt wird.

Novavax hat für seinen Corona-Impfstoff NVX-CoV2373 bereits eine bedingte Marktzulassung in der EU erhalten und wurde unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Liste der Notfälle (EUL) aufgenommen. Der Impfstoff wird derzeit auch von mehreren Zulassungsbehörden weltweit geprüft. Novavax reichte Ende 2021 sein komplettes Chemie-, Herstellungs- und Kontrolldatenpaket (CMC) bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) ein, und man geht davon aus, dass man nach einem Monat einen Antrag auf Notfallzulassung für den Impfstoff in den USA stellen wird.



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