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„Nützlicher Idiot“: Historischer Shitstorm nach Skandal-Pressekonferenz bringt Trump ins Wanken

Donald Trump hat durch sein skandalöses Auftreten bei einer Pressekonferenz an der Seite von Kreml-Herrscher Wladimir Putin die größte Krise seiner Präsidentschaft ausgelöst..

Redaktion

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am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

 

Donald Trump hat durch sein skandalöses Auftreten bei einer Pressekonferenz an der Seite von Kreml-Herrscher Wladimir Putin die größte Krise seiner Präsidentschaft ausgelöst.

Während Trumps „Air Force One“ aus Helsinki in Richtung Washington flog, tobte ein historischer, politischer Feuersturm. Trump wurde sinngemäß als Landesverräter gebrandmarkt. Scharfe Kritik kam auch aus den Reihen seiner Republikaner-Partei.

By Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=70907150

 

Trump war nach dem Treffen im Präsidentenpalast in Helsinki mit Putin an der Seite seinen eigenen Geheimdiensten in den Rücken gefallen, als er neuerlich anzweifelte, dass Russland hinter den Cyber-Attacken gegen Hillary Clinton und die Demokraten in 2016 steckte – wie alle US-Geheimdienste nun mehrmals bereits eindeutig bestätigten.

Trump fand auch, dass „beide Seiten“ an den zuletzt schlechten Beziehungen zwischen den Staaten verantwortlich seien. Er stellte damit Putins Despoten-Regime mit den USA gleich. Über Moskaus militärische Aggressionen in der Ukraine und Syrien sowie den Cyber- und Propaganda-Angriffen gegen die Präsidentschaftswahlen verlor er kein Wort.

Es folgte ein Aufschrei. So eine Wutwelle gegen Trump gab es noch nie:

  • Ex-CIA-Direktor John Brennan twitterte: „Donald Trumps Pressekonferenz in Helsinki erreicht & überschreitet die Schwelle von ,schwerwiegenden Verbrechen & Vergehen´. Er hat sich nichts weniger als des Hochverrats schuldig gemacht. Nicht nur waren Trumps Kommentare schwachsinnig, er ist offenbar am Gängelband von Putin. Republikanische Patrioten: Wo seid ihr?“

 

  • Demokraten-Führer Chuck Schumer legte nach: Der Top-Oppositionspolitiker im Senat sagte, dass es nach dem „schändlichen Auftritt“ nur mehr eine sinnvolle Erklärung gäbe: Trump sei offenbar durch Moskau erpressbar. Es waren die schärfsten Worte eines Senators bisher: Schumer spricht hier von einem der möglicherweise dramatischsten Momente der US-Geschichte, da eine verfeindete Nation den Führer Amerikas in der Tasche haben könnte. Schumer appellierte an die Republikaner, Trump für sein „Amerika-feindliches Verhalten“ zur Verantwortung zu ziehen.

 

  • „New York Times“-Kolumnist Thomas Friedman schrieb in einer geharnischten Kolumne: „Ein solches Verhalten eines amerikanischen Präsidenten ist so pervers, so konträr zu den amerikanischen Interessen und Werten, dass es nur eine Schlussfolgerung zulässt: Donald Trump ist entweder ein Asset der russischen Geheimdienste oder tut gerne so im Fernsehen“. Und weiter: „Alles, was heute in Helsinki geschehen ist, bestätigt diese Schlussfolgerung nur noch. Meine lieben Mitbürger, wir sind in Schwierigkeiten und müssen einige wichtige Entscheidungen treffen. Dies war ein historischer Moment in der gesamten Geschichte der Vereinigten Staaten“. Dann ging Friedman Trump an die Gurgel: „Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass unser Präsident zum ersten Mal in unserer Geschichte vorsätzlich oder grob fahrlässig oder wegen seiner eigenen verkorksten Persönlichkeit in Verrat verwickelt ist – ein Verhalten, durch das er seinen Amtseid verletzt, die Verfassung der Vereinigten Staaten zu bewahren, zu schützen und zu verteidigen“. Friedman verwendete in seiner Kolumne den Begriff „nützlicher Idiot“. Das könnte Trump besonders in Rage bringen.

 

  • Kriegsheld John McCain sprach in einer Stellungnahme von „einer der schändlichsten Darbietungen eines amerikanischen Präsidenten jemals“. Der Schaden, den Präsident Trumps „Naivität, Egoismus, falsche Äquivalenz und Sympathie für Autokraten anrichtet“, wäre schwer kalkulierbar, so der Republikaner.   

 

Wer fand lobende Worte? Vize Mike Pence war einer der wenigen…

Und Feierlaune gibt es natürlich auch in Russland.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

43 Kommentare

43 Comments

  1. Avatar

    tm

    17. Juli 2018 10:19 at 10:19

    Das war tatsächlich grotesk. Die ganze Reise von Trump war eine einzige Katastrophe. Aber all das konnte man bereits vor der Wahl ahnen.

    Erstaunlich ist lediglich, dass noch so viele zu ihm halten:
    Versprochen hat er, die Staatsschulden in 8 Jahren auf Null zu reduzieren – stattdessen hat er das laufende Defizit im Bundeshaushalt schon jetzt um 20% erhöht.
    Versprochen hat er weniger außenpolitische Einmischung – stattdessen erhöht er den Militäretat massiv, brüskiert die wichtigsten Verbündeten und mischt sich massiv dort ein, während er Autokraten und Diktatoren lobt.
    Versprochen hat er einen Kampf gegen das Establishment – stattdessen holt er sich die Elite ins Kabinett und bekämpft demokratische Strukturen, wad die Elite stärkt.
    Versprochen hat er, die Wall Street an die Leine zu legen – stattdessen baut er die Regulierung massiv ab.
    Versprochen hat er mehr Jobs – stattdessen ist der Jobaufbau deutlich schwächer als in Obamas 2. Amtszeit.
    Versprochen hat er, das Handelsbilanzdefizit zu reduzieren – stattdessen steigt es eher an.

    Seine Präsidentschaft ist eine Aneinandereihung von Katastrophen.

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      Wolfgang M.

      17. Juli 2018 11:15 at 11:15

      @tm. Genau und die Präsidentschaft Trumps könnte auch in ein weiteres wirtschaftliches Debakel münden. Wie selbst der IWF aktuell festgestellt hat, könnten die USA bei einer weiteren Verschärfung der Handelssanktionen zum großen Verlierer werden. Während Trump Zölle gegen Kanada, Mexiko, China, EU, Türkei u.a. erhoben hat, leiden diese zwar unter den Belastungen, die USA aber gleichzeitig durch die vielfachen Gegenzölle. Die betroffenen Länder können hingegen Handelsabkommen abschließen, um Zölle zu reduzieren – siehe gerade EU – China oder EU – Japan. USA first oder besser USA alone, müsste bei weiteren Verschärfungen die Erhöhungen von allen Seiten tragen. Bin gespannt, wann man dies in Washington registriert!
      Gruß
      Gruß

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    Lausi

    17. Juli 2018 11:27 at 11:27

    Auf „SPON“ wird folgende interessante Sichtweise einer russischen Zeitung zitiert:

    „Nesawissimaja Gaseta“, Russland: „Die USA versuchen Russland auf ihre Seite zu ziehen – vor allem bei den internationalen Konfrontationen mit anderen Mächten wie mit Iran und China. Auch das lässt sich zwischen den Zeilen der Verhandlungen zwischen Trump und Putin in Helsinki lesen. Schon während der Begrüßung haben beide sofort alle wichtigen Punkte des historischen Gipfels abgeklopft. Alles kam wie erwartet. Doch gleichzeitig hat sich der Chef des Weißen Hauses das Thema China auf die Fahne geschrieben. Und nun kann man sich ausmalen, dass er sich wünscht, Putin in diesen Handelskrieg hineinzuziehen.“

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      tm

      17. Juli 2018 11:46 at 11:46

      Dass eine russische Zeitung so schreibt, überrascht wenig. Der Haken an der Sache ist aber, dass Russland eine kleinere Wirtschaftskraft als Spanien hat und fast komplett von Rohstoff- und Waffenexporten abhängt.In einem Handelskrieg ist Russland damit praktisch nutzlos. Ferner ist der Handel zwischen den USA und Russland marginal.

      Auch da wäre es eben klüger gewesen, mit der EU über eine gemeinsame Politik gegenüber China zu sprechen, wo es ja durchaus gemeinsame Probleme und Interessen gibt. Und bezüglich der Überschüsse gegenüber der EU wäre z.B. eine freundliche Politik gegenüber Großbritannien hilfreich sowie Angebote an die EU – wo ja einige Staaten durchaus in der Kritik gegenüber Deutschland einstimmen.

  3. Avatar

    frank

    17. Juli 2018 12:19 at 12:19

    Trump war nicht skandalös, sondern souverän. Respekt an Trump. Frieden zwischen USA und Russland, mehr Handel, Abrüstung, Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen. Was ist daran schlecht? Man sollte sich nicht von der Lügenpresse beeinflussen lassen. Trump ist ein Segen für die Welt.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      17. Juli 2018 12:24 at 12:24

      @frank, „Trump ist ein Segen für die Welt“? Unbedingt! An Trumps Wesen wird ganz sicher die Welt genesen, bevor sie wegen ihm explodiert, weil er einfach zu hoch gepokert hat..

      • Avatar

        frank

        17. Juli 2018 12:36 at 12:36

        wieso sollte die Welt explodieren? Trump richtet die Welt gerade neu aus, das war längst überfällig. Der bisherige Kurs hat den Westen doch an den Abgrund gebracht. Die USA haben vor Trump in Nahost (Syrien, Irak, Lybien) ein Feuer gezündet und den Krieg beinahe in Europa (Ukraine) eskalieren lassen. Trump ist ein längst überfälliges Korrektiv. Und nochmal – was ist schlecht an Abrüstung u. Frieden zw. den zwei größten Atommächten?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          17. Juli 2018 12:38 at 12:38

          @frank, nichts ist schlecht an Abrüstung – aber wie erklären Sie sich dann die Tatsache, dass Trump massive Aufrüstung betreibt, indem er den Militäretat immer weiter aufpumpt? Eine recht seltsame Abrüstung..

        • Avatar

          tm

          17. Juli 2018 12:53 at 12:53

          Aha, Abrüstung durch massive Steigerung der Militärausgaben… auf sowas muss man erstmal kommen.

        • Avatar

          tm

          17. Juli 2018 12:58 at 12:58

          „den Westen doch an den Abgrund gebracht. “

          Wo genau sehen Sie den Westen am Abgrund?

          • Avatar

            frank

            17. Juli 2018 17:38 at 17:38

            Endloskriege bzw. -konfklikte in Fernost (Afghanistan, Syrien), wirtschaftliches Dahinsiechen, Perspektiv- und Massenarbeitslosigkeit in Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, etc., Verlust jeglicher Werte und Moral, Überalterung, Masseneinwanderung u. damit einhergehende Implosion der Sozialsysteme, Gewaltkriminalität, Terrorismus – das meine ich mit Abgrund.

          • Avatar

            tm

            18. Juli 2018 09:45 at 09:45

            Dahinsiechen? Obama hat das Amt übergeben mit einer Arbeitslosenquote von 4,4%, einem monatlichen Stellenaufbau von über 200 Tsd., einem Defizit im Bunbdeshaushalt von 3,1% und einer historisch niedrigen Kriminalitätsrate.

            In Deutschland ja durchaus ähnlich. Nach der Krise 2008/9 fallen die Staatsschuldenquoten mittlerweile auf breiter Front, die Arbeitslosigkeit sinkt überall oder ist bereits sehr niedrig, die Kriminalität ist niedrig.

            Den voin Ihnen beklagten Verlust an Moral kann ich nur bei den Trump-/Putin-/AfD-Fans erkennen.

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    frank

    17. Juli 2018 12:28 at 12:28

    FMW – gehts noch? – „Putins Despoten-Regime“??? Dafür lese ich nicht FMW, das kann ich auch bei Spiegel und Bild lesen…

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      17. Juli 2018 12:33 at 12:33

      @frank, ich persönlich halte Putin für extrem schlau und souverän, aber Fakt ist, dass es ein Oligarchen-Regime ist, das jedoch die Interessen Russlands insofern gut vertritt, dass man das Land international wieder ernst nimmt (und darauf fußt Putins Popularität in Russland). Aber Fakt ist eben auch, dass das nichts mit irgendwelchen Freiheitsstandards zu tun hat, wie sie andernorts der Fall sind. Und Ihre Trump-Verehrung ist meiner Meinung nach sehr naiv – klar ist es gut wenn es keinen Zoff zwischen den USA und Russland gibt, aber Trump hat das Potential, Eskalationen herbei zu führen – und das System Trump ist wesenhaft auf Eskalation angelegt, weil es die Abstiegsängste der weißen Mittelschicht in den USA vertritt..

      • Avatar

        frank

        17. Juli 2018 12:50 at 12:50

        gut, immerhin haben sie einen klaren nüchternen Blick auf Putin. Die Sicht zu Putin u. Russland teile ich dahingehend und sicherlich hat Russland viele Probleme u. ist keine links-liberale Demokratie im westlichen Sinne. Es gibt viel Korruption u. das System ist nach wie vor sehr zentralistisch aufgebaut und diejenigen mit den besten Kontakten zu den Mächtigen haben ein gutes Leben, der Rest der Bevölkerung muss sich arrangieren. Andererseits bin ich von Putin u. genau diesem Russland das er geprägt hat tief beeindruckt. Putins Russland ist eine rechts-konservative Demokratie und genau das sehe ich als Vorbild für den Westen. Wir müssen mehr wie Russland werden, wenn wir nicht untergehen wollen und damit meine ich nicht Korruption und Vetternwirtschaft, sondern die werteorientierte konservative Ausrichtung.; mögliche Eskalationen sehe ich bei Trump nicht, er ist einfach nur ein guter Verhandler. Ganz im Gegenteil ist Trump derjenige der die Eskalationen weltweit beenden kann bzw. dazu gewillt ist. Die Eskalationen sind doch längst da (Syrien, Ukraine) gewesen…; Und ja Trump vertritt die weiße Mittelschicht die massiv durch das links-liberale System bedroht ist. Was ist schlecht daran dass sich Trump für diese einsetzt? übrigens sind sie auch ein weißer Mann Herr Fugmann.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          17. Juli 2018 12:53 at 12:53

          @frank, „übrigens sind sie auch ein weißer Mann Herr Fugmann“. Woher um Himmels Willen wissen Sie das?? :)

        • Avatar

          tm

          17. Juli 2018 12:56 at 12:56

          „mögliche Eskalationen sehe ich bei Trump nicht“

          Sind Sie blind? Die Europa-Reise war doch eine einzige Eskalation.

          „er ist einfach nur ein guter Verhandler.“

          Wo das? Er hat bisher nicht nur nichts positives erreicht, sondern massiv Schaden angerichtet.

          „rechts-konservative Demokratie“

          W sehen Sie in Russland eine Demokratie?

        • Avatar

          t.n.

          17. Juli 2018 14:57 at 14:57

          @frank
          Sie sind leider sehr naiv was Putin und seine Russland angeht. Den Krieg, Eskalation, bewaffnete Besetzung und Annexition von Teilen der Ukraine wurde zu 100% von Putin und Russland getriggert und durchgeführt. Und Sie erzählen hier über eine russische „rechts-konservative Demokratie“. Lache mich darüber kaputt. Sie klingen fast wie Hr. Gerhard Schröder der mal Putin als „lupenreiner Demokrat“ gekennzeichnet hat. Zur Info: Herr Schröder wird übrigens von Putin als Top-Manager von russischen Öl-/Gas-Unternehmen sehr gut „gefuttert“.

          Eigentlich sollte der Westen noch vor 10 jahren (2008) gegen Russland einen neuen kalten Krieg starten, und zwar nach dem Russland Georgien angegriffen, und Teile der Georgien (Abchasien und Süd Ossetien) mit seiner Militär besetzt und praktisch annexiert hat. Der Westen hat es geschluckt, und hat nun seine Rechnung bekommen – Ukraine. Also, ich bin der Meinung, dass Russland wie sie momentan sich präsentiert, isoliert und am besten zerschlagt werden muss. Unter Putin wird Russland sowieso nicht einlenkt und zumindest die o.g. besetzten Gebieten an Ihre Besitzer (Georgien, Ukraine) zurückgibt. Und übrigens, Russland muss noch ein Paar von ihr besetzten Gebiete zurückgeben: Süd Kurilen an Japan, und Transnistria an Moldawien. Herr Putin muss m.M. nach nach den Haag ausgeliefert werden…

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            frank

            17. Juli 2018 17:41 at 17:41

            Putin hat die Krim zu Recht annektiert, ein richtiger und längst überfälliger Schritt. Im Kaukasus ist es Dank Putin zu keinem großen Krieg gekommen. Aber das ist natürlich Ansichtssache, ich kann verstehen dass man dazu auch anderer Meinung sein kann. Aber was ist dann mit dem Kosovo? – es wurde ja sozusagen vom Westen annektiert und von Serbien abgespalten, oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

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            Gixxer

            17. Juli 2018 19:42 at 19:42

            Die Krim wurde nicht annektiert!
            Es war eine Sezession!
            Auf der Krim fand ein Referendum statt, was nach dem Völkerrecht vollkommen legitim ist und die Mehrheit der Bevölkerung hat sich dafür entschieden, dass sie lieber zu Russland gehören wollen.
            Ist ehrlich gesagt auch nachzuvollziehen, da die Bewohner der Krim größtenteils Russen sind.

          • Avatar

            tm

            18. Juli 2018 09:46 at 09:46

            Klar wurde die Krim annektiert.

            Abgestimmt wurde zwischen einen Beitritt zu Russland oder einer Rückkeher zur Verfassung von 1992 unter der das Parlament über einen Beitritt hätte abstimmen können. Der Zutritt zum Parlament wurde von russischen Truppen kontrolliert.

            Die Urnen waren durchsichtig und es gab keine Umschläge.

            In Sewastopol haben 474.137 Menschen abgestimmt – die Stadt hat aber inklusive aller Kinder und sonstigen nicht Wahlberechtigten nur rund 385.000 Einwohner.

            Um auf das „offizielle“ Abstimmungsergebnis zu kommen, hätten nicht nur 100% der auf der Krim lebenden Russen dafür stimmen müssen, sondern auch über 60% der dort lebenden Ukrainer und Tartaren.

            Und hier mal eine Karte mit allen Ländern, die die angeblich doch so rechtmäßige Annexion anerkannt haben:
            https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/anerkennung-der-krim-annexion/

            Beeindruckend, oder?

          • Avatar

            Gixxer

            18. Juli 2018 10:09 at 10:09

            „Abgestimmt wurde zwischen einen Beitritt zu Russland oder einer Rückkeher zur Verfassung von 1992 unter der das Parlament über einen Beitritt hätte abstimmen können. Der Zutritt zum Parlament wurde von russischen Truppen kontrolliert.
            Die Urnen waren durchsichtig und es gab keine Umschläge.
            In Sewastopol haben 474.137 Menschen abgestimmt – die Stadt hat aber inklusive aller Kinder und sonstigen nicht Wahlberechtigten nur rund 385.000 Einwohner.
            Um auf das „offizielle“ Abstimmungsergebnis zu kommen, hätten nicht nur 100% der auf der Krim lebenden Russen dafür stimmen müssen, sondern auch über 60% der dort lebenden Ukrainer und Tartaren.“
            Wie kommen Sie zu den Erkenntnissen? Ich möchte das gerne auch nachlesen können.

            Eine kleine Frage noch: Was halten Sie von dem Jugoslawienkrieg und der Abspaltung des Kosovo?

          • Avatar

            tm

            18. Juli 2018 10:19 at 10:19

            https://de.wikipedia.org/wiki/Referendum_%C3%BCber_den_Status_der_Krim
            “ Sind Sie für eine Wiedervereinigung der Krim mit Russland mit den Rechten eines Subjekts der Russischen Föderation?
            Sind Sie für eine Wiederherstellung der Gültigkeit der Verfassung der Republik Krim von 1992 und für einen Status der Krim als Teil der Ukraine?“

            https://www.huffingtonpost.de/2017/04/15/propagandy-mythen-ukraine-russland_n_16033868.html

            Es war völlig richtig, die ethnischen Säuberungen zu beenden und da Verhandlungen erfolglos blieben, musste reagiert werden – ob hier das richtige Maß gehalten wurde, ist eine andere Frage.

      • Avatar

        Knut

        17. Juli 2018 13:15 at 13:15

        Hallo, wer regiert eigentlich in Deutschland? Gibt es einen anderen Ausdruck für Oligarchen, den man in Deutschland und in der restlichen westlichen Welt anwenden kann?

    • Avatar

      Dieter G.

      17. Juli 2018 18:21 at 18:21

      Auf FMW sind andere Sichtweisen nicht unbedingt gewollt. Hauptsache gegen Trump, Tesla und wie sie sonst alle heißen mögen. Das wir uns mit einem sturzbesoffenen EU-Präsidenten rumschlagen müssen, eine desaströse Regierungsbildung akzeptieren (sollen/müssen), die deutschen Autobauer zu blöd sind, all das findet sich hier so gut wie nicht wieder.

      Daher ist es auch in dem Falle unsinnig hier eine Meinung zu posten, zumal der Friedensforscher Dr. Ganser die ganze Ukraine Problematik aufgezeigt hat. Wer Russland an den Pranger stellen will, sollte erst einmal im eigenen Land anfangen. Was nicht heisst, dass Putin ein unbeschriebenes Blatt ist.

      Liebe Grüße

      Dieter

  5. Avatar

    Gixxer

    17. Juli 2018 13:03 at 13:03

    Trump ist der Insolenzverwalter der USA. Er wurde gewählt, um dieses Land abzuwickeln.

    • Avatar

      tm

      17. Juli 2018 13:14 at 13:14

      Wo sind die USA denn Insolvenz? Die Gesamtschuldenquote (Staat+Unternehmen+Privathaushalte) ist niedriger als in China, die Zinsbelastung deutlich niedriger als in den 1990er Jahren. Die Staatsschuldenquote steigt seit 2014 praktisch nicht mehr, die Schuldenquote der Privathaushalte ist massiv gefallen. Die Arbeitslosigkeit ist zudem niedrig, die Kriminalität lag 2016 auf dem niedrigsten Niveau seit den 1960er Jahren.

      • Avatar

        Steven

        17. Juli 2018 14:01 at 14:01

        China ist auch Seite genau so.wie die USA .
        Ob der eine 3 Mrd schulden mehr hat ist doch völlig egal.

        Beide haben billionenSchulden die beide nie zurück zahlen können=PLEITE !

        • Avatar

          tm

          17. Juli 2018 14:46 at 14:46

          Also bisher haben die USA doch jede einzelne Anliehe püntklich und in voller Höhe bedient und fristgerecht zurückgezahlt. Wieso sollte sich das in Zukunft ändern?

      • Avatar

        Gixxer

        17. Juli 2018 14:33 at 14:33

        Quellen?

        • Avatar

          tm

          17. Juli 2018 14:53 at 14:53

          z.B. hier:
          https://www.mckinsey.com/~/media/McKinsey/Featured%20Insights/Employment%20and%20Growth/Debt%20and%20not%20much%20deleveraging/MGI%20Debt%20and%20not%20much%20deleveragingFullreportFebruary2015.ashx

          China’s total debt, as a percentage of GDP, now exceeds that of the United States.

          Das ist aber an sich auch kein Geheimnis.

          • Avatar

            Gixxer

            17. Juli 2018 16:20 at 16:20

            Februar 2015?
            Das war vor Trump.
            Ist das so noch aktuell?

          • Avatar

            tm

            17. Juli 2018 16:32 at 16:32

            :-) Naja, das Defizit um US-Bundeshaushalt lag bei seiner Amtsübernahme bei 3,1% und nun bei 3,7%, ist also leicht gestiegen. Aber die US-Staatsschuldenquote hat sich letztlich seitdem er Präsident ist kaum verändert. Die Schuldenquote der US-Privathaushalte ist seitdem auch in etwa konstant geblieben (toll oder? Unter Obama gab es da noch eine massive Verbesserung)und die Schuldenquote der Unternehmen ist leicht gestiegen. Die Gesamtschuldenquote ist im Grunde seit 2012 stabil.

            Also theoretisch nun möglich, dass die chinesischen Schulden seit 2015 deutlich gefallen sind und China daher nun wieder knapp hinter den USA liegt – es spricht aber doch sehr wenig dafür.

          • Avatar

            tm

            17. Juli 2018 16:37 at 16:37

            Korrektur: Die US-Gesamtrschuldenquote ist seit Q2 2009 weitestgehend stabil, während sie davor seit 2001 gestiegen war. Wer war noch gleich in den 2000ern Präsident und wer wurde Anfang 2009 Präsident?

  6. Avatar

    Peter Schettina

    17. Juli 2018 13:14 at 13:14

    „als er neuerlich anzweifelte, dass Russland hinter den Cyber-Attacken gegen Hillary Clinton und die Demokraten in 2016 steckte – wie alle US-Geheimdienste nun mehrmals bereits eindeutig bestätigten.“

    Das finde ich eine gewagte Aussage, ohne jegliche Beweise.

    „Er stellte damit Putins Despoten-Regime mit den USA gleich. Über Moskaus militärische Aggressionen in der Ukraine und Syrien sowie den Cyber- und Propaganda-Angriffen gegen die Präsidentschaftswahlen verlor er kein Wort.“

    Das ist wirklich eurer Seite nicht würdig.

    • Avatar

      frank

      17. Juli 2018 17:44 at 17:44

      wenn man eine Lüge (Russische Wahlmanipulation) nur oft genug wiederholt, wird sie irgendwann geglaubt und nicht hinterfragt. Trump weiß jedoch dass all die Vorwürfe völlig haltlos und reine Propaganda sind und deshalb hasst ihn die Presse.

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    Steven

    17. Juli 2018 13:56 at 13:56

    NYT , das Sprachrohr der demokraten und Demokraten selbst KONNTEN nur so reagieren.
    Alles nur bla bla der Hilflosigkeit.

    Russland sehen die Demok. als Feind. Ok.
    Trump eben nicht.

    Wer deeskaltion als Skandal und Verrat empfindet, befindet sich auf der Seite der Kriegstreiber.

    Schade das fmw offensichtlich dazu gehört.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      17. Juli 2018 14:04 at 14:04

      @Steven, wer also der Trumpschen Propaganda nicht auf den Leim geht, ist ein „Kriegstreiber“??

  8. Avatar

    Masud79

    17. Juli 2018 14:59 at 14:59

    Wann kommt bitte endlich der Tag an dem der Word Biggest Vollidiot im Riesengetöse untergeht. Wie viele muss noch vorher passieren.

    • Avatar

      frank

      18. Juli 2018 07:21 at 07:21

      Wieso was ist denn bis jetzt passiert?

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    rinzai

    17. Juli 2018 16:03 at 16:03

    Für alle, die hier immer wieder Syrien erwähnen. Wollen Sie Verhältnisse wie in Libyen? Neusten sogar auf offner Strasse wieder Sklavenhandel? Ist das Ihr Ziel?!? Und wer hat den Irak, Afganistan, Jemen in die Steinzeit zurückgebomt? Etwa Putin oder die nette, westliche Wertegesellschaft?

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      tm

      17. Juli 2018 16:15 at 16:15

      Im Irak gab es kürzlich Wahlen. Afghanistan wurde bereits in den 1980er Jahren von der Sowjetunion in die Steinzeit gebombt. Im Jemen führen Saudi-Arabien und der Iran einen Stellvertreterkrieg.

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        Gixxer

        17. Juli 2018 20:15 at 20:15

        Im Irak gab es zwar Wahlen, aber ist es auch friedlich in dem Land? Wenn ja, frage ich mich, warum die ganzen irakischen Flüchtlinge nicht schon längst wieder in ihr Land zurückgekehrt sind.
        In Afghanistan gab es tatsächlich in den 80ern schon Auseinandersetzungen, damals waren auf der einen Seite die Sowjets und auf der anderen das afghanische Volk, welches durch tatkräftige Unterstützung der USA gegen die Sowjets kämpften, was letztendlich eine Niederlage für die Sowjets bedeutete. Also auch damals haben die Amis schon irgendwie mitgebombt. Nachdem die Sowjets weg waren, haben die Amis es leider versäumt, das Land wieder aufzubauen bzw beim Aufbau zu helfen und so entstanden dort die Taliban bzw. AlQaida. Den Anhängern dieser Truppen wird zB auch der Anschlag auf das World Trade Center vorgeworfen.
        Ich könnte jetzt noch weiter machen, aber bereits jetzt sieht man, dass immer irgendwie auch die Amis dabei sind, wenn irgendwas zerstört wird.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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