Folgen Sie uns

Aktien

OECD: Finanzmärkte völlig abgekoppelt von Realwirtschaft!

Der OECD ist etwas aufgefallen: die Aktienmärkte steigen und steigen, aber die Aussichten für die Wirtschaft hat sich nicht wirklich geändert. Auch nicht für die Unternehmen in den USA und Europa. Wenn nun die Zinsen weiter steigen, droht es daher ungemütlich zu werden..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Der OECD ist etwas aufgefallen: die Aktienmärkte steigen, aber die Aussichten für die Wirtschaft haben sich nicht wirklich geändert. Auch nicht für die Unternehmen in den USA und Europa. Dabei ist die Produktivität niedrig, Konsum und Investitionen sind weit schwächer als sonst bei Erholungen. Mit einem Wort: die Wirtschaft hat sich zwar nach der Krise erholt, dafür aber die Finanzmärkte umso mehr. Faktisch heißt das: die Finanzmärkte haben sich völlig abgekoppelt von der Realwirtschaft! Die OECD formuliert das so:

„In financial markets, there are apparent disconnects between the positive assessment of economic prospects reflected in market valuations and forecasts for the real economy. Equity valuations have increased significantly further in many major markets over the past six months, despite the large rise in nominal interest rates and with long-term nominal and real GDP growth expectations based on consensus forecasts barely changed. Expectations for corporate earnings growth in the euro area and the United States have also not been revised up over this period. The improvement in market sentiment also contrasts with continued low growth of consumption and investment, which still lag well-behind previous recoveries, and the slowdown in productivity growth with persistent inequality.“

Das gilt übrigens, so möchten wir ergänzen, ganz besonders für die US-Aktienmärkte. Dort hat sich das Verhältnis earnings per share, also Gewinn pro Aktie, seit Jahren im Grunde nicht geändert. Zwischen dem 4.Quartal 2011 und dem 4.Quartal hat sich der Gewinn pro Aktie bei den S&P500-Unternehmen nicht verändert – aber der S&P500 ist in diesem Zeitraum um schlanke 87% gestiegen. Und das bedeutet: wir haben derzeit einen der höchsten Price-to-earnings-ratios (P/E Ratio), die je erreicht wurden! Lag das P/E Ratio am 01.Januar 2012 noch bei 14,9, so liegt es Stand Anfang März 2017 bei 26,7 – also fast eine Verdoppelung! Seit 57 Monaten weitet sich das P/E Ratio nun aus – ein noch nie dagewesener Rekord. Mithin werden die US-Aktien also permanent teurer, whrend die fundamentalen Grundlagen, das Geschäft der Unternehmen, sich nicht so verändert wie die Aktienkurse das nahelegn!

Zurück zur OECD! Die Märkte hätten sich an Stimuli durch die Notenbanken gewöhnt – aber nun werde die Geldpolitik weniger lax, und das könne zu einem Umdenken führen, sprich die Märkte würden realisieren, dass sie sich zu weit abgekoppelt haben:

„The turning of the interest rate cycle in mid-2016 heightens risks of financial market volatility. Long-term interest rates have risen globally in recent months, although they remain low by historical standards. Some normalisation of rates as the result of a rebalancing of demand support from monetary to fiscal policy is welcome. However, the financial market response to the increase in rates, following a prolonged period of exceptional monetary stimulus and unprecedentedly low yields, may not be smooth. A sharp reassessment by markets of the future path of interest rates could result in substantial and widespread re-pricing of assets that have been supported by low bond yields.“

Die Vertrauensseligkeit in die Noztenbanken habe dabei zu Blasen geführt – vor allem bei den Immobilienmärkten in einigen Ländern wie Australien, Kanada und Schweden:

„Significant financial vulnerabilities arise from the overreliance on monetary policy in recent years, which has led to an extended period of exceptionally low interest rates, rising debt levels in some countries, elevated asset prices and a search for yield. In advanced economies, some countries have experienced rapid house price increases in recent years, including Australia, Canada, Sweden and the United Kingdom. As past experience has shown, a rapid rise of house prices can be a precursor of an economic downturn. House price-to-rent ratios are at record highs in several countries and above long-term averages in many others.“

Sorgen bereitet der OECD auch das, was an den Anleihemärkten passiert. Im Nullzinsumfeld besorgten sich Unternehmen mehr und mehr Geld an den Anleihemärkten, aber die Ratingeinstufung dieser Unternehmen, spirch deren Kreditwürdigkeit, hat sich verschlechtert in den letzten Jahren:

„Bond issuance by non-financial corporates has been strong since the crisis. While this partly reflects low interest rates and a substitution away from bank finance, corporate bond spreads in the United States and the euro area have fallen to below their pre-crisis average, especially for sub-investment grade bonds. The average credit-rating of bond issuance by non-financial firms has also declined in recent years.“

Deutlicher kann man die Exzesse an den Märkten eigentlich nicht auf den Punkt bringen. Aber das wird sicher, ganz sicher gut gehen. Und wenn nicht? Dann schaffen wir eben die nächste Blase..


Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    7. März 2017 15:32 at 15:32

    Bisher ist noch jedes Schneeballsystem kollabiert,egal wie toll es sich angefühlt hat & zu verkaufen wusste!Dem momentanen,“ultralockere Geldpolitik“ genannten,wird es nicht anders ergehen.Sicher,Amen!

  2. Avatar

    Gerd

    7. März 2017 15:49 at 15:49

    „Zwischen dem 4.Quartal 2011 und dem 4.Quartal hat sich der Gewinn pro Aktie bei den S&P500-Unternehmen nicht verändert – aber der S&P500 ist in diesem Zeitraum um schlanke 87% gestiegen“.
    Das heißt nach meiner freien Übersetzung:

    Wie sehr muss den Investoren doch seit der Finanzkrise die Angst in den Knochen gesteckt haben, dass sie sich jahrelang nicht getrauten bei den dramatisch unterbewerteten Aktien zuzulangen.

    „Mithin werden die US-Aktien also permanent teurer, während die fundamentalen Grundlagen, das Geschäft der Unternehmen, sich nicht so verändert wie die Aktienkurse das nahelegen!“
    Das heißt nach meiner freien Übersetzung:

    Endlich kehrt so nach und nach das Vertrauen zurück an die Märkte und durch die Kursanstiege nähern sich die Aktien einer dem r Finanzumfeld angemessenen Bewertung an.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      7. März 2017 15:59 at 15:59

      @Gerd, Sie suchen ja geradezu nach Gründen für Ansteige der Märkte, auch wenn diese Gründe nicht so wirklich vorhanden sind! Und das als jemand, der noch short ist – eine Form des Masochismus?

      • Avatar

        Gerd

        7. März 2017 16:26 at 16:26

        Ich will damit lediglich sagen, dass aus den Aussagen nicht automatisch abgeleitet werden darf, die Aktien wären zu teuer.

        Mag ja sein, die amerikanischen sind es wirklich, aber die Aussagen dahingehend zu interpretieren, käme für mich nicht in Frage.

        Die durchschnittliche Tagestemperatur hat sich bei uns in den letzten vier Wochen auch schon um paar hundert Prozent erhöht. Daraus kann ich nicht automatisch schließen, wir würden uns ins einer Überhitzungsphase befinden und die Hitze wäre mittlerweile unerträglich. Bis zum Sommer geht da nämlich noch einiges.

  3. Avatar

    Tonovic

    7. März 2017 16:00 at 16:00

    Risse ist für Langfristinvestoren immer noch Long.Irgendwann bekommt auch Risses Theorie Risse!!

  4. Avatar

    Gerd

    7. März 2017 16:56 at 16:56

    Bekommt Herrn Rißes theorie wirklich Risse?
    Herr Riße stellt einen DAX von 18000 in den Raum.
    Spricht was dagegen?

    Unter dem Aspekt des Renditevergleichs könnte der Dax nicht nur bei 18000 stehen, sondern genauso gut bei 36000. Und zwar jetzt, heute schon.
    Aktien sind von der Rendite her alternativlos.
    Bis jetzt hat mir noch keiner das Gegenteil „schwarz auf weiß“ vor Augen gehalten.
    Freiwillige vor:

    !!! Man nenne mir bitte konkret diejenigen Aktien im DAX, die zu teuer sind (mit kurz, knapper Begründung) !!!

    Ich selbst habe da auch zwei oder drei etwas „teure“ im Auge – andererseits aber viele, die schlichtweg immer noch „zu billig“ sind. Wohlgemerkt unter aktuellen Renditegesichtspunkten, und wohlgemerkt aktuell, nicht als Vorhersage für Ende 2018.

    Denn die Rendite ist nur ein Aspekt. Was ist, wenn bis zum Jahr 2018 die Westflanke des Cumbre-Vieja-Vulkans der Insel La Palma in den Atlantischen Ozean rutscht und der Tsunami die Ostküste Amerikas einschließlich New York unter Wasser setzt?
    Es wundert mich ein bisschen, dass ich über so derart Bedrohliches hier noch nichts gelesen habe.
    Dass das so oder leicht abgewandelt passieren wird, ist bei Wissenschaftlern mehr oder weniger unbestritten.
    Nur wann? Morgen? Im Jahr 2018? Oder erst im Jahr 2118? Das weiß keiner.
    Dieser Schwan wäre noch nicht einmal schwarz. Man weiß genau, dass es ihn gibt, nur wann er sich zeigt, ist ungewiss.

    Jeder hier im Forum darf sich seinen eigenen kleinen oder größeren Tsunami ausdenken – je nach Fantasie, Kreativität und Mentalität. Und dann kann er entscheiden, ob er Aktien als Langfristanlage im Depot haben möchte oder ob ihm das zu riskant ist.

    Herr Riße hat seit geraumer Zeit sein Aktienschiff, vollgepackt mit Kaufempfehlungen, trotz stürmischer See sicher bis ans 12000er Ufer manövriert. Ich selbst hatte ihn zwischendurch auf zwischenzeitliche „Gefahren“ hingewiesen. Er hat sich nicht beirren lassen.
    „Tsunamis“ kamen und gingen, die Karawane und er aber zogen weiter.
    Vielleicht klappts auch mit seinen 18000. Seine Aussage darf man jetzt zwar in Zweifel ziehen, aber nicht einfach als Humbug abtun. Erst falls es statt der 18000 nur noch 8000 wären, dürfte man spotten – dann aber leider wirklich richtig.

    Ich könnte Herrn Riße auch jetzt wieder auf drohende „Gefahren“ hinweisen. Denn ich persönlich „weiß“ genau, dass uns ein einschneidendes Ereignis heimsuchen wird.
    Ich bin mir dessen ganz, ganz sicher.
    Und wenn nicht morgen La Palma ins Meer rutscht, dann haben wir eben übermorgen einen Türkenaufstand in Deutschland. Und sollte der auch nicht kommen, bleibt als ultimatives Schreckensszenario immer noch Martin Schulz.

    Und deshalb bin ich trotz der spottbilligen Aktien (leider) immer noch short.

    • Avatar

      KSchubert

      7. März 2017 18:25 at 18:25

      Hallo Gerd,

      es gibt eine ganz simple Statistik, die – wie ich finde – auf FMW viel zu kurz kommt:

      Nimmt man ein breit gestreutes Spektrum von Aktien der Industrieländer und schaut sich deren Performance über einen Zeitraum von jeweils 10 Jahren an (hier eignet sich der MSCI World Index), nimmt man Erstaunliches wahr: Es gab in dem gesamten Erfassungszeitraum, den man auswählt – sei es 1960-70, 70-80, 2000-2010 (!) usw. – keinen Verlust! Korrekturen (-10%), Crashs (-50%) etc. können über einen längeren Zeitraum der Anlageklasse Aktien nichts anhaben! Aktienindizes kennen langfristig nur einen Trend – und dieser zeigt nach oben. Soweit die Geschichte…

      Und was bedeutet das für einen Analysten? Dass er clever ist, wenn er dauerbullish bleibt. Denn irgendwann hat er immer Recht. (Dann kann er sagen: „Es ging zwar später nach oben, als ich selbst dachte…“ – zwischen den Zeilen möchte er aber sagen: „Seht her, ich hatte Recht…“).

      Also: 18000 DAX? Klar, das ist keine Kunst, dies vorauszusagen…ist nur die Frage wann.

      Wie gesagt, der MSCI World:

      https://de.wikipedia.org/wiki/MSCI_World

      • Avatar

        Columbo

        7. März 2017 18:59 at 18:59

        Das ist jetzt aber schon a bissl eine Binsenwahrheit. Solange es Menschen und Aktien gibt, werden diese über kurz oder lang steigen, schließlich liegt es in der menschlichen Natur sich weiter zu entwickeln und immer besser zu werden.
        Die Frage ist, wieviel Zeit ich habe, denn über kurz oder lang endet das Leben tödlich?.

        • Avatar

          KSchubert

          7. März 2017 19:17 at 19:17

          Richtig, eine Frage des Lebensalters :-)
          Für mich wird sich – so Gott will – die Einrichtung eines ETF-Sparplans im letzten Jahr aber gelohnt haben, da ich noch ein paar Jahrzehnte einzahlen werde in diese Art der Absicherung. Ein ETF auf den MSCI World…

          • Avatar

            Columbo

            7. März 2017 19:41 at 19:41

            … und hoffentlich auch physisches Gelbes in diesen Zeiten……

          • Avatar

            Der Katamaransegler

            7. März 2017 19:43 at 19:43

            Moin Schubert,
            Die Idee mit dem ETF-Sparplan würde ich kritisch hinterfragen.
            Es gibt bessere Arten langfristig zu investieren.
            Früher habe ich ganz ähnlich gedacht. Irgendwann beginnt man systematischer zu werden und nach guten Anregungen zu suchen, wie man es besser machen kann.
            Ich will an dieser Stelle keine Werbung machen und keine Empfehlungen geben. Nur soviel:
            https://www.youtube.com/channel/UCDNqlN30Dcn58MaFZk4p46w
            Der Nils macht es exzellent. Seine unaufgeregte, systematische Art ist sehenswert. Im Juni sehe ich ihn wieder auf seinem Seminar in Prag.
            Schick mir nochmal eine Mail, bitte.
            (Irgendwie ist unterwegs Deine Adresse verloren gegangen)

        • Avatar

          Lars

          8. März 2017 18:55 at 18:55

          @Columbo
          „Schließlich liegt es in der menschlichen Natur sich weiter zu entwickeln und immer besser zu werden“. Echt? Haben sich die Menschen wirklich weiterentwickelt und sind besser geworden??
          Mit Ausnahme einer Handvoll herausragender Personen, Köpfe oder Erfinder ist doch der Mensch noch immer das gleiche gnadenlose animalische und unmenschliche Wesen, das er schon immer war. Mit Ausnahme des technischen Sektors hat sich der Mensch in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten meiner Meinung nach sogar deutlich zurückentwickelt. Zumindest, wenn man von der allgemein anerkannten Tatsache ausgeht, dass er ein soziales Wesen ist. Und dass darauf seine eigentliche Stärke basiert.

          Was haben ständig steigende Aktienkurse mit Weiterentwicklung zu tun?
          Das ist eher hemmungslose Gier, die den großen Vorteil des Menschen gegenüber Tieren, nämlich seine Fähigkeit zur Vernunft, zur Empathie und sein logisches Denken, fast vollständig außer Kraft setzt. Und so scheint es auch hier in dieser Argumentation der Fall zu sein.

          Das ist Kindergartenpsychologie, nur was von links unten nach rechts oben verläuft, ist gut und positiv.

          • Avatar

            Columbo

            8. März 2017 20:29 at 20:29

            @lars, ich hab natürlich „technisch
            , materiell immer besser“ gemeint, nicht ethisch, da mache ich mir auch keine Illusionen?

          • Avatar

            Lars

            8. März 2017 20:57 at 20:57

            @Columbo
            Aha…Die Aussage „Schließlich liegt es in der menschlichen Natur sich weiter zu entwickeln und immer besser zu werden“ impliziert nun mal moralische oder zumindest ethische Grundsätze. War dann wohl einfach gedankenlos dahin geschrieben…
            Sie meinten vermutlich: „Schließlich liegt es in der menschlichen Natur sich weiter hemmungs- und rücksichtslos zu bereichern und immer gieriger zu werden“?

    • Avatar

      gerd

      8. März 2017 10:43 at 10:43

      „!!! Man nenne…diejenigen Aktien im DAX, die zu teuer sind…Ich selbst habe da auch zwei oder drei etwas „teure“ im Auge“

      Und schon fällt heute Morgen eine der von mir als etwas teurer vermuteten Aktien aus dem Schema raus:
      ADIDAS. Ausgezeichneter Bericht.
      Ist also noch gar nicht zu teuer, und gestern war sie es noch weniger.

      Wenn man sich übrigens mal die Analystenempfehlungen für die 30 einzelnen Aktien ansieht: Selten Kursziele, die unter dem aktuellen Kurs der jeweiligen Aktie liegen, meisten weit darüber. Oft 10-20%.
      Demnach müsste der DAX-Index, in dem diese Aktien enthalten sind, logischerweise entsprechend auf gut und gerne 13000 steigen. Von wegen Aktien zu teuer.

      • Avatar

        Lars

        8. März 2017 19:33 at 19:33

        Banken und Finanzinstitute handeln seriös und ohne Skandale, haben keine milliardenschwere Klagen am Hals.
        Automobilhersteller ebenso.
        Also fallen auch mir keine aktiennotierten Unternehmen ein, die überbewertet sein könnten.

        • Avatar

          gerd

          8. März 2017 20:08 at 20:08

          Tun Sie mir nur einen Gefallen, treten Sie jetzt bitte nicht auch noch als weiterer Käufer auf. Ich kann hoffentlich davon ausgehen, dass Ihre Meinung über die Unternehmen ironisch gemeint war.

          Weil noch mehr Nachfrage und damit tendenziell weiter steigende Kurse würden mir als jemand, der quasi mehr Aktien verkauft hat, als er besessen hat, gerade noch fehlen.

          • Avatar

            Lars

            8. März 2017 20:44 at 20:44

            @gerd Natürlich ironisch… ;)

  5. Avatar

    Columbo

    7. März 2017 18:08 at 18:08

    Den Daxstand punktgenau vorauszusagen ist einfach unseriös, da ist sich die große Mehrheit der ernsthaften Vermögensverwalter und Investoren einig.
    Einige Börslinge(meine Bezeichnung für gewisse „Experten“) tun es trotzdem immer wieder, aus Angst, von den Medien vergessen zu werden und in der Versenkung zu verschwinden.

  6. Avatar

    Tonovic

    7. März 2017 19:15 at 19:15

    @Wolfgang Koch,endlich spricht einer aus was ich schon lange denke,das Finanzsystem ist wirklich ein Schneeballsystem, im kleinerem Rahmen gibt es immer wieder Kriminelle ,die einigen tausend Leuten einige hundert Millionen veruntreuen.Eines der grösseren Dinge war, nach meiner Erinnerung als in Ungarn fast der ganze Staat daran zugrunde ging.Was mich erstaunt ist, dass das Schneeballsystem ,von dem wir jetzt sprechen von “ hochqualifizierten Notenbankern orchestriert wird. Solange es noch genug Leute wie Risse Gerd u.Co. gibt kann der Schneeball auch noch weiterrollen. Es würde mich sogar freuen,wenn ich möglichst bald den DAX bei 18 000 oder 36 000 schorten könnte!

  7. Avatar

    KSchubert

    7. März 2017 20:04 at 20:04

    @Katamaransegler Kenn ich schon! (Nils) Mir schien das aber immer noch mit etwas „Aufwand“ zu tun zu haben. Klar, nicht wirklich stressig – aber wenn man schon im Daytrading aktiv ist, sucht man – ich zumindest – auch nach einer geradezu idiotisch passiven Anlage…ETFs erfüllen dieses Kriterium :-)
    Mail an Dich habe ich geschickt.

  8. Avatar

    Gerd

    9. März 2017 16:39 at 16:39

    @Lars und andere Interessierte
    Aus gegebenem Anlass möchte ich mich outen, dahingehend, dass mein Handeln womöglich in der Tat ein bisschen von Masochismus bestimmt ist. Wie @Markus Fugmann ganz oben bei den Kommentaren schon als Frage in den Raum stellte.

    Also ich schrieb ja zuletzt wertend auch über ADIDAS.
    Da hat mich mal wieder der Hafer gejuckt und ich bin in der letzten Woche bereits bei 158 short gegangen.
    Nach Veröffentlichung der guten Zahlen gestern Morgen vorschnell noch mal bei 168. Heute Vormittag hab ich mich dann noch mal getraut bei 178.

    Ich veröffentliche meine erneute Schlappe hauptsächlich deshalb, um mittels dieser zu erklären, warum ich die Dinge differenzierter sehe, als es @Lars sie in seiner Antwort an Columbo vom 08.März 18:55 Uhr darstellt.

    Ich habe nicht zu jedem seiner Sätze eine gegensätzliche Meinung, aber bei manchen eine ‚sowohl als auch’.
    Das kommt auch daher, weil jeder Mensch die Dinge immer nur vom eigenen Standpunkt aus ganz konkret betrachten kann und sie von daher als tendenziell richtig oder falsch einstuft. Wir sollten doch immer berücksichtigen, dass die Realität für jeden Menschen etwas anders aussehen kann.
    Was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall. Und was heute noch als richtig gilt, kann morgen schon falsch sein.

    @Lars:“…nur was von links unten nach rechts oben verläuft, ist gut und positiv.“
    Lars, Sie prangern diese angeblich vorherrschende Einstellung vieler Menschen als Kindergartenpsychologie an. Mal abgesehen davon, dass Sie gerade so tun, als wenn das jeder so sehen würde, womit sie die Menschen ziemlich pauschal unter Generalverdacht stellen, insbesondere die Börsianer. Die könnten sich ja glatt diskriminiert fühlen. Aber es gibt auch Andersdenkende – was aber noch nicht mal unbedingt ethisch „besser“ sein muss.

    Für mich z. Bsp. ist der von Ihnen geschilderte Verlauf der Kurve im Fall von ADIDAS sogar extrem negativ. Ich warte schon auf die Zeit, wo der Kurvenverlauf von links oben nach rechts unten verläuft. Das wäre für mich gut und positiv. Also genau umgekehrt, wie Sie glauben.

    Nur könnte es aber doch sein, dass mein Wunsch bloß deshalb in Erfüllung geht, weil der riesige Vulkan unter dem Yellowstone-Nationalpark explodiert, unaufhörlich tödliche Lava und Asche spuckt und der Menschheit aufgrund jahrelanger Dämmerung ohne Sonnenlicht der Untergang droht. Oder weil es den Leuten schlichtweg so schlecht geht, dass Sportartikel das Letzte sind, was sie sich noch leisten mögen. Als Folge droht ADIDAS die Pleite, fast alle Beschäftigte verlieren den Arbeitsplatz.

    Wäre es so betrachtet nicht besser, wenn wirklich immer „alles“ „besser“ würde? Besser nicht nur im Sinne von „liebevoller“.
    Und sei es, dass sich so was dann auch am „Kurvenverlauf“ zeigt, indem der von links unten nach rechts oben verläuft?!

    Es gibt Menschen, die behaupten, so eine Kurve wäre ein guter Indikator dafür, dass es einem Unternehmen gut geht, es „wächst“ und es deshalb auch viele zusätzliche Arbeitnehmer beschäftigen kann. So sehr viele, dass das Unternehmen in seiner näheren und weiteren Umgebung gar nicht in der Lage ist, genug Arbeitskräfte zu finden.
    Auf diese Weise könnten auch noch Menschen aus fremder Herren Länder in Arbeit und Brot gelangen, statt im Heimatland ein bescheidenes Landleben zu führen.

    Wäre unter dem Gesichtspunkt die vermeintlich „hemmungslose Gier“ nach immer mehr, wie Sie es vermuteten, nicht eigentlich doch was wirklich Positives? Also „Kindergartenpsychologie“, die sogar nützlich wäre?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage