Das Öl-Förderwachstum der Nicht-OPEC-Produzenten wird laut Murray Auchincloss, Chief Executive Officer von BP, Anfang 2026 seinen Höhepunkt erreichen, während die Nachfrage weiterhin robust bleibt.
2026 nicht mehr Ölmengen von außerhalb der OPEC
„Wir gehen davon aus, dass die Nicht-OPEC-Angebotsmengen an Öl nach Februar oder März nächsten Jahres weitgehend stagnieren werden”, sagte er in einem Interview mit Bloomberg Television nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Das Wachstum der Nicht-OPEC-Lieferungen werde danach für etwa 12 bis 18 Monate relativ flach verlaufen.
Diese Äußerung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die OPEC+ ihre Produktionssteigerungen beendet (im Septemer nochmal +547.000 Barrel pro Tag), und Unsicherheit darüber besteht, wie viel sie auf den Markt bringen wird. Das Angebot außerhalb der OPEC wurde in den letzten Jahren von Ländern wie Guyana und den USA angetrieben, wo BP eine Steigerung der Öl- und Erdgasproduktion erwartet, so Auchincloss.
Brasilien, wo BP gerade seine größte Entdeckung seit 25 Jahren gemacht hat, war ebenfalls ein Treiber der Produktion außerhalb der OPEC+-Gruppe. Auchincloss lehnte es ab, Einzelheiten zu diesem am Montag angekündigten Projekt zu nennen, und erklärte, man arbeite derzeit mit den Regulierungsbehörden zusammen und werde „es zügig vorantreiben“.
Was die Nachfrage nach Öl angeht, so bleibt sie laut Auchincloss „ziemlich robust”, wobei für dieses und das nächste Jahr ein Wachstum erwartet wird. Petrochemikalien werden im nächsten Jahr den Verbrauch anführen. „Die Nachfrage nach dem Produkt wächst weiterhin stark”, sagte er.
Als Haupttreiber für den Ölpreis nannte er die Entwicklungen im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen Russland und den Iran sowie die chinesischen Käufe für Lagerzwecke.
Kommentar
FMW: Wenn die Produzenten außerhalb der OPEC im nächsten Jahr bei ihrer Fördermenge an Öl wirklich stagnieren, dürfte die Wichtigkeit der OPEC-Länder nochmal zunehmen. Denn dann könnten sie über Erhöhung oder Senkung der Fördermenge noch mehr Einfluss auf den Ölpreis nehmen.
FMW/Bloomberg
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