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Öl, Dax, Dow, Forex, Gold: Korrelationen nach dem Doha-Meeting

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Eine aktuelle Zustandsbeschreibung. So korrelieren bestimmte Assetklassen nach dem Doha-Meeting vom Sonntag. Wir betrachten hierzu Öl, Dax, Dow, Gold und den Devisenmarkt.

Euro Dollar Öl
EURUSD (blau) im Vergleich mit WTI-Öl (schwarz) seit 11. April. Seit Sonntag korreliert der schwache Dollar, hier umgekehrt durch den steigenden Euro dargestellt, mit dem steigenden Ölpreis.

Dax Dow Öl
Seit 11. April Dax und Dow (blau und orange) eng anliegend, in schwarz folgt der Ölpreis.

Öl Gold
Gold (orange) und Öl (schwarz) seit 11. April. Gold zieht erst heute gut an mit +23 Dollar.

Der US-Dollar verliert seit Freitag Abend 80 Pips, also nicht die Welt. Aktien und Gold ziehen gut an. Öl ist auch ein überraschender Gewinner seit Sonntag, erst recht wenn man den Kurs vom kurzzeitigen Tief Montag früh unter 38 Dollar (WTI) betrachtet – jetzt geht es drastisch rauf auf aktuell 41,43 Dollar.

So faßt es die Deutsche Bank zusammen: wenn die US-Daten gut, aber nicht zu gut sind, und keine neue Unruhe in Europa (Greichenland) entsteht – und auch in China alles schickt bleibt – dann kann die Rally weiter gehen..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    nIelsen

    19. April 2016 17:32 at 17:32

    was wurde aus den Bären Markt? für mich sieht es wie ein 12 Cylinder Bullen Markt aus, oder habe ich doch alles missverstanden??

  2. Avatar

    Daulini

    19. April 2016 22:59 at 22:59

    Noch vor nicht allzulanger Zeit schienen die Bären weltweit das Ruder fest in der Hand zu haben. Realitätssinn angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung, längst überfällige Marktanpassungen schienen sich der nunmehr jahrelang in utopische Bereiche vorangeschrittenen Kursentwicklungen gegenüber durchzusetzen. Schlechtester Jahresstart in vielen Märkten … Alles vergessen, die Party geht mittlerweile wieder ungebremst entgegen jeglichen fundamentalen Rechtfertigungen weiter. Allein die letzten Tage. Da reichte eine lapidare Meldung einer möglichen Einigung über die Einfrierung der Ölfördermengen für diese jüngste irrationale Entwicklung an den Märkten. Nichts dergleichen wurde bekanntlich in Doha erreicht. Und trotzdem weiter zu neuen Höhen trotz mehrheitlicher schlechter Wirtschaftsdaten. Und so heißt es dann wieder mal: Trotzdem interessieren sich die Märkte nicht für diese Realitäten. Man fragt sich wirklich besorgt, wohin soll diese Entwicklung noch hinführen. Die ersten Analysten rufen ja schon wieder beispielsweise 13.000 und mehr Punkte im Dax mit den ewig selben dumpfen Begründungen fernab jeden Realitätssinns aus. Man fragt sich wirklich, was in den Köpfen so mancher Börsianer so los ist. Wenn man hier erfolgreich sein will, muss man das Gehirn an der Garderobe abgeben. Aber bekanntlich ist nichts für die Ewigkeit.

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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Gabor Steingart: „Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt“

Claudio Kummerfeld

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Gabor Steingart redet Klartext im folgenden aktuellen Video-Interview mit Mission Money. Er spricht von der Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt, von einer Zinsknechtschaft von noch Ungeborenen. Die heutige Politik erkaufe sich mit der Druckerpresse Ruhe in der Bevölkerung, so lautet eine der Hauptthesen von Gabor Steingart (hier geht es zu Steingarts Morning Briefing).

Gemeint ist damit, dass (so wollen wir es formulieren) Notenbanken und Regierungen derzeit ohne Ende neues Geld drucken und die Staatsverschuldung hochschrauben. Damit werden Rettungspakete bezahlt, die zukünftige Generationen als Schuldenlast erben, und dann abbezahlen müssen. Mit diesem jetzt frisch erschaffenen Geld würden alte Industrien gerettet. Und das nun zwei Jahre laufende Kurzarbeitergeld sei de facto ein Bedingungsloses Grundeinkommen, so drückt es Gabor Steingart aus.

Gabor Steingart plädiert für Abkehr von alten Industrien, und für Aufbruch in die Zukunft

Im geht es im Interview hauptsächlich darum, dass es einen Art Aufbruch in Politik und Gesellschaft geben müsse. Denn derzeit rette Deutschland seine Industrie aus dem letzten Jahrhundert. Man müsse aber in Zukunftstechnologien investieren. So plädiert Gabor Steingart unter anderem dafür die Bildungsausgaben zu verfielfachen. Anfangen könne man zum Beispiel bei deutlich mehr Ausgaben für die Digitalisierung der Schulden. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass die Lufthansa vom Staat gerade 2 1/2 Mal so viel Rettungsgeld bekommen habe als die Schulen in Deutschland für die Digitalisierung.

Die Aussagen von Gabor Steingart sind hochinteressant! Sie sollten sich die 30 Minuten Zeit nehmen. Auch werden im späteren Verlauf des Interviews andere interessante Themen angesprochen, und auch der „Wandel von Journalisten hin zu Aktivisten“. Aber hauptsächlich widmet man sich der bislang verspielten Chance, jetzt massiv in die Zukunft zu investieren. Dabei gibt er sich betont optimistisch, dass Deutschland diese Herausforderung bewältigen könne – man müsse nur endlich mal losgehen, jemand müsse den Startschuss geben.

Gabor Steingart
Gabor Steingart, Ausschnitt aus Originalfoto. Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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Coronakrise: Die Deutschen entdecken plötzlich Aktien!

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Ziemlich genau ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem die Coronakrise die Aktien auf ihren tiefsten Stand drückten. Anschließend folgte mit einem Lockdown ein einmaliger Stillstand im Berufs- und Alltagsleben der Menschen in Deutschland. Die Konsumenten gaben zwangsläufig weniger aus als vor der Coronakrise, auch unter Berücksichtigung des geringeren Einkommens seit dieser Zeit. Was sie mit ihrem Geld anstellten, ergab eine Umfrage im Auftrag der Postbank – mit teilweise überraschenden Erkenntnissen.

Coronakrise: Die Zurückhaltung der Konsumenten

Wie veränderte die Coronakrise das Konsumverhalten der Deutschen? Dieser Frage ging das Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag der Postbank nach. Die Ergebnisse:

Drei Viertel der Bundesbürger gaben weniger aus als zuvor, am meisten – 82,4 Prozent die 20 bis 29-Jährigen, die geringste Zurückhaltung bei den über 60-Jährigen mit 64,2 Prozent.
Da aber insgesamt die Einkommenseinbußen im Lande aufgrund von Zuschüssen, Kurzarbeitergeld u.a. moderat ausfielen, muss Geld gespart worden sein. Und zwar bei diesen Ausgaben:

  • Urlaub 46,2 Prozent
  • Gaststättenbesuche 39,6 Prozent
  • Hobby 31,7 Prozent
  • Mode 28,1 Prozent …..

Am geringsten waren die Sparmaßnahmen bei:

  • Genussmitteln (Alkohol, Zigaretten) 14,1 Prozent
  • Lebensmitteln 7,2 Prozent
  • Altersvorsorge 6,5 Prozent

Damit verbleibt ein Viertel der Bevölkerung, welches keine Ausgabenänderungen durchgeführt haben.

Wohin floss das Eingesparte?

Bei der Betrachtung der Sparziele treten doch einige Tugenden der Deutschen zu Tage – auch und gerade während der Coronakrise. Bei den Sparzielen nannten die Befragten:

  • Rücklagen für unerwartete Ausgaben 39,5 Prozent
  • Altersvorsorge 36,6 Prozent
  • Persönliche Muße 31,6 Prozent
  • Rücklagen für Krisenzeiten 28,9 Prozent
  • Erwerb von Wohneigentum 12,5 Prozent
  • Renovierungen 12,0 Prozent
  • Autokauf 11,6 Prozent
  • Rücklagen für Kinder 10 Prozent
  • Fast 13 Prozent konnten oder wollten überhaupt nichts zurücklegen.

Die Überraschung: Engagement in Aktien

Um diese Ziele wie Altersvorsorge und Weiteres zu erreichen, haben viele Sparer ausgerechnet in der Coronakrise mit all den Katastrophe-Nachrichten ihr Engagement in Aktien verstärkt. 3,2 Prozent tätigten zum ersten Mal eine Anlage in Aktien, 7,2 Prozent verstärkten ihre Wertpapierkäufe. Wie bereits schon öfters berichtet, macht 2020 das Sparplanprinzip in Deutschland die Runde. Mit 62 Prozent war die Anlage in Aktien seit dem Ausbruch der Coronakrise das bevorzugte Investment, gefolgt von ETFs (39,8 Prozent), Investmentfonds (22,2 Prozent), Zertifikate (13,9 Prozent), ganz am Ende Anleihen und Optionsscheine. Sollten deutsche Anleger tatsächlich einmal antizyklisch ins Geschäft mit Aktien eingestiegen sein?

Fazit

Auch wenn das gesamte Finanzsystem in einer sehr angespannten Lage ist und man jederzeit mit heftigen Korrekturen rechnen muss (vor allem in den kommenden Jahren) ist die Fokussierung auf Aktien von neuen Anlegern vermutliche keine schlechte Entscheidung. Die finanzielle Repression läuft – und die Zinsen haben nach vier Jahrzehnten ihren Nullpunkt erreicht. Eine (Leit-)Zinsanhebung ist aus faktischen Gründen auf lange Zeit obsolet und Zinsanlagen ergeben (gewollt) keine Rendite.

Aber die Wirtschaft muss weiter laufen, wie nach jeder Krise – und viele Aktien werden ihren Wert behalten, viele Anleihen dagegen nicht. Keiner hat eine Glaskugel. Aber ohne Wirtschaft, keine Einkommen, keine Steuereinnahmen, kein funktionierender Staat und ……kein Aktienmarkt. Banal aber wahr.

In der Coronakrise entdecken die Deutschen plötzlich Aktien

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