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Aktien

Öl: die Fracker stehen bereit, wenn der Ölpreis wieder über 40 Dollar steigt

Redaktion

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FMW-Redaktion

Sollte der Ölpreis wieder über die 40-Dollar-Marke steigen, geht es mit der US-Ölproduktion wieder nach oben. Das ist den Aussagen von US-Frackern zu entnehmen – noch vor weniger als einem Jahr hatte die fragmentierte Shale-Industrie Preise von über 60 Dollar als unabdingbar für eine rentable Produktion genannt. Aber die stetig steigende Effizienz der Fördermethoden macht für viele Unternehmen offenkundig die Produktion schon ab Preisen von 40 Dollar wieder rentabel. Und das bedeutet: sollte der Ölpreis steigen, kommt wieder mehr Angebot auf den Markt, was wiederum die Preise drücken wird.

Fracking
Fracking-Anlage in den USA. Foto: Wikipedia / public domain

Kürzlich hatte Rival Whiting Petroleum Corp, der größte Produzent in der gigantisch großen Bakken-Formation angekündigt, die Produktion zum Ende März einzustellen. Sollte der Preis aber auf Niveaus von 40 bis 45 Dollar steigen, werde man einige Felder wieder aktivieren. Noch vor einem Jahr hieß es seitens des Unternehmens, dass erst ab Preisen von 70 Dollar neue Felder erschlossen oder stillgelegte wieder aktiviert werden könnten. Das zeigt, wie stark offenkundig die Effizienz gestiegen, die Förderkosten in kurzer Zeit gesunken sind. So berichten einige Unternehmen von einem Fall der Kosten für die Förderung von 30% innerhalb nur eines Jahres. Und so lautete das neue Mantra der US-Fracker: wir wollen bald in der Lage sein, zu ähnlich oder sogar günstigeren Kosten zu produzieren als etwa Saudi-Arabien. Ziel ist also nicht mehr, nur die geringsten Produktionskosten in den USA zu haben, sondern die etablierten Öl-Nationen preislich unterbieten zu können.

Genau das aber dürfte dafür sorgen, dass der Ölpreis absehbar keine neuen Höhen mehr erklimmen kann. Sobald der Preis für das schwarze Gold steigt, schießen die Fördermengen wieder in die Höhe, was wiederum den Preis unter Druck bringt. Schon jetzt sind die Lager zum Bersten voll, einige Anbieter überlegen bereits, ihr Öl in auf Anker liegende Tanker zu verfrachten.

Stellt sich nun nur die Frage, ob der Ölpreis wirklich über die 40-Dollar-Marke steigen wird. Und selbst wenn das passiert: viele US-Fracking-Unternehmen haben viele Mitarbeiter entlassen, sodass die Eröffnung neuer Felder oder die Wiederaufnahme der Förderung „unvollendeter“ Felder nur mit Zeitverzögerung begonnen werden könnte. So oder so: die Chancen, das sich der Ölpreis in diesem Umfeld erholen kann, sind wohl mehr als gering!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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