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Öl, Dollar, Euro, Yen: wie die Hedgefonds positioniert sind – schmerzhafte Öl-Trades..

FMW-Redaktion

Unverhofft kommt oft – diese menschliche Weisheit muß derzeit vor allem die ohnehin angeschlagene Hedgefond-Branche schmerzlich erfahren. Denn die vergangene Woche war einmal mehr hart für die Hedgies – sie sind erneut auf dem falschen Fuß erischt worden!

Das gilt insbesondere für ihr Trading im Öl. Am Freitag Abend veröffentlichte Daten der CFTC zeigen, dass die Hedgefonds ihre Short-Positionierung um satte 35% ausgebaut hatten – bevor sie dann mit Veröffentlichung der API-Bestände am Dienstag Abend sowie der offiziellen Öl-Lagerbestände am Mittwoch, die jeweils einen Rückgang von gut vier Millionen Barrel erbrachten, auf dem falschen Fuß erwischt wurden. So hatten die Hedgies bei praktisch unveränderter Zahl der Long-Kontrakte gut 26.000 Short-Kontrakte aufgebaut im WTI-Öl an der Nymex – und dann passierte das:

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Dumm gelaufen. Dabei hatten die Hedgefonds ihre Short-Positionen erhöht nach den Aussagen der Saudis, wonach Saudi-Arabien nur dann einer Einfreirung der Produktionsmenge zustimmen werde, wenn der Iran mitmache – was bekanntich nicht der Fall ist und sein wird. Die Rally im Ölpreis war also eine lupenreine Short-Squeeze!

Aber die Positionierungen am Future-Markt zeigen auch, dass das Lager der Dollar-Optimisten immer kleiner wird. So geht die Short-Positionierung im Euro-Dollar immer weiter zurück und nähert sich damit den tiefsten Ständen seit Jahren. Erstmals seit Mai 2014 ist damit insgesamt eine nahezu neutrale Positionierung im Dollar festzustellen – der zögerlichen Fed sei Dank.

Interssant ist aber vor allem der Wechsel beim Yen zum US-Dollar. Hier sind die Hedgies voll auf weiter fallende Kurse beim Dollar-Yen investiert, weil der Zweifel über die Fähigkeit der Bank of Japan wächst, die DIinge unter Kontrolle zu behalten. So ist derzeit die Long-Positionierung im Yen fast dreimal so hoch wie die Short-Positionierung, womit die Zahl der Long-Kontrakte auf einem Allzeithoch liegt, was die Zahl der Long-Kontrakte betrifft.

Zu beobachten ist auch, dass die Wetten gegen das britische Pfund stark zunehmen. Das britische Pfund wird im Vorfeld der Brexit-Abstimmung weiter verkauft, sodass das Pfund bald den Euro als „Haupt-Short-Wette“ gegen den Dollar ablösen dürfte..



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