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Ölpreis steigt kräftig – OPEC und Öl-Reserven voraus – Spannung steigt!

Zapfsäulen an einer Tankstelle

Nun wird es langsam richtig interessant! Der Ölpreis steigt weiter an, und das ist einer hochbrisanten Situation. WTI-Öl steigt aktuell zügig an auf 101,37 Dollar von unter 96 Dollar gestern Abend. Brent-Öl steigt von 98 Dollar auf 103,06 Dollar. Alles überschatten tut aktuell die stark steigende Angst, dass Russland Öl als Sanktionswaffe gegen den Westen einsetzt. Ein riesiger Konvoi der russischen Armee soll sich derzeit auf Kiew zubewegen. Eskaliert die Lage in Kürze? Wie reagiert der Westen dann? Kanada hat heute bereits verkündet kein Öl mehr aus Russland kaufen zu wollen.

Ölpreis steigt – aber Achtung, morgen ist OPEC-Tag

Morgen Nachmittag findet das OPEC-Treffen mit den externen Partnern statt, zu denen auch Russland gehört. Wird es irgendwelche speziellen russischen Aussagen zur monatlichen Fördermengenausweitung von 400.000 Barrels pro Tag geben? Oder wird die OPEC etwas Außerordentliches Russland gegenüber äußern? Wahrscheinlich nicht. Dennoch wird es interessant sein zu sehen, ob die OPEC Andeutungen macht, ob man das globale Öl-Angebot mit einer zügigen Ausweitung der Fördermenge stützen würde, falls Russland weniger oder kein Öl mehr an den Westen liefert. Dies wäre für den Ölpreis ein dämpfender Faktor.

Kommen Öl-Reserven auf den Markt?

Bringen die USA, Europa und andere Partner Öl-Reserven auf den Markt, um den Ölpreis zu drücken und die Angst vor einer russischen Angebotsverknappung zu mildern? Heute wäre so eine Nachricht durchaus möglich. Von daher ist es ein Tanz auf dem Vulkan mit dem aktuell spürbar steigenden Ölpreis.

Analystenkommentar

Carsten Fritsch von der Commerzbank sagt aktuell, dass die internationale Staatengemeinschaft versucht einem weiteren Anstieg im Ölpreis Einhalt zu gebieten. So werde eine koordinierte Freigabe der strategischen Ölreserven erwogen. Im Gespräch sind 60 Millionen Barrels, von denen die Hälfte die USA und die andere Hälfte weitere wichtige Ölverbrauchsländer zur Verfügung stellen sollen. Diesmal wolle auch die EU sich daran beteiligen, die bei der Freigabe von Ölreserven in ähnlicher Größenordnung im Herbst noch nicht dabei gewesen war. Diese Freigabe war an den Märkten weitgehend verpufft. Ob es diesmal anders wird, bleibe abzuwarten, da mit der vorgesehenen Menge lediglich ein Ausfall der russischen Öllieferungen für ungefähr 13 Tage abdeckt würde. Wichtiger wäre laut Carsten Fritsch ein Signal der OPEC+ bei der morgigen Sitzung, dem Ölmarkt auch bei einem Ausfall Russlands hinreichend Öl zur Verfügung stellen zu wollen.

Chart zeigt Kursverlauf im WTI-Ölpreis seit letzter Woche Dienstag Kursverlauf im WTI-Ölpreis seit letzter Woche Dienstag.



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