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Öl: OPEC trickst Amerikaner aus und überflutet auch weiterhin den Weltmarkt

Von Claudio Kummerfeld

Wie wir vorhin schon berichteten, belässt die OPEC ihre tägliche Öl-Fördemenge bei 30mio barrel pro Tag und überflutet damit auch weiterhin den Weltmarkt. Das ist aber nicht das Überraschende – interessant ist die Begründung.

Frackingfirmen in den USA dürften weniger erfreut über die OPEC sein
Fracking in den USA. Hier dürfte man vorsichtig formuliert wenig begeistert sein über die Entscheidung und Argumentationskette der OPEC.
Foto: Wikipedia / public domain

Hier erst einmal die wichtigsten Fakten nach dem heutigen OPEC-Treffen und der vorhin zu Ende gegangenen Pressekonferenz:

– Die tägliche Ölfördermenge der OPEC-Mitglieder bleibt weiterhin auf Rekordniveau bei 30 Mio barrel pro Tag.

– Kriege in Libyen, Syrien und Jemen sind nicht wichtig gewesen für Fördermengen-Entscheidung.

– OPEC konzentriert sich auf Angebot und Nachfrage für Öl.

– OPEC-Minister sind sich einig, dass sich die Weltkonjunktur in 2015 kräftig erholt, und damit auch die Nachfrage nach Öl.

– OPEC nimmt drastischen Produktionsrückgang in USA und Kanada zur Kenntnis.

Ölpreis nach OPEC-Treffen
Der Ölpreis stürzt nach Ende des OPEC-Treffens leicht ab.

Und da kommen wir auch schon zur Sache. Warum belässt die OPEC ihre Fördermenge auf diesem hohen Niveau? Man argumentiert so: Die Weltkonjunktur wird in 2015 kräftig anziehen, und damit auch die Nachfrage nach Öl. Gleichzeitig schrumpfen aber die Fördermengen in Nordamerika. Dadurch entsteht folglich eine Diskrepanz zwischen wachsender Nachfrage und nicht so stark wachsenden Angebot. Die OPEC möchte mit ihrer hohen Fördermenge sozusagen den Produktionsrückgang in Nordamerika ausgleichen. Oder wie es saudische Offizielle in den letzten Monaten mehrmals ausdrückten: man möchte eigentlich nur die Nachfrage nach Öl bedienen… wo immer sie entsteht.

Diese Argumentationskette dürfte gerade die Fracking-Industrie in den USA vor Wut an die Decke gehen lassen, denn… erst weil die Saudis und andere in den letzten Monaten den Markt mit Öl fluteten, ging der Ölpreis den Bach runter und „Fracker“ können seitdem nicht mehr gewinnbringend produzieren. Da sie Verluste machen, müssen sie gezwungenermaßen ihre Bohrprojekte stilllegen. Die Saudis lehnen sich bequem zurück und verweisen auf die noch bevorstehende zunehmende Weltmarktnachfrage, die man ja bedienen muss. Und da die Amerikaner ausfallen, müsse man selbst einspringen, und dafür jetzt schon gewappnet sein, so die unausgesprochen Argumentation dahinter.

Wir meinen: Tja liebe Fracking-Firmen in den USA, so ist das in der freien Marktwirtschaft. Jeder gegen jeden, mit allen Mitteln.

Ein Teilnehmer der PK sagte in Texas würden Fondsmanger mit immensen Geldsummen bereit stehen wieder in Ölförderung in den USA neu zu investieren. Man warte nur auf etwas weiter steigende Ölpreis.



Quelle: OPEC Pressekonferenz



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3 Kommentare

  1. Wäre es nicht so gewollt würden bestimmt schon Flugzeuge richtungs Saudis sein.

  2. die opec „trickst“die amerikaner aus…..

    sorry aber wer behauptet,das die opec die unter totalen kontrolle der us finanzmafia steht.
    „amerikaner“(ein äusserst dehnbarer begriff)austrickst,der hat absolut keinerlei ahnung und sollte sich einen anderen beruf suchen…

  3. neuheide hat es völlig richtig erkannt! Die Amis, die ihre dollars mit Null-Kosten drucken, tricksen die Welt aus und niemals umgekehrt! sie kaufen für das Toilettenpapier genannt „Dollar“ die physischen Werte der Welt zum Nulltarif. Wer nicht mitmacht und nicht freiwillig die Waren verschenkt, der wird bombardiert….

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