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Öl-Produktionskosten: Die brutale Auslese! Kanada, USA, Saudi-Arabien

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von Claudio Kummerfeld

Der Ölpreis fällt weiter und ist jetzt bei 46 Dollar angekommen. Wie sind die Öl-Produktionskosten? Wer produziert völlig defizitär? Eine brutale Auslese ist im Gange. Kanada, USA, Saudi-Arabien.

Öl Förderung in Texas

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ölpumpe in Texas
Foto: Flcelloguy / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Wir wollten wissen welcher dieser drei großen Ölproduzenten sein Öl beim aktuellen Preis von 46 Dollar wirklich gewinnbringend produziert oder derzeit noch drauf zahlt. Es geht uns hierbei nicht darum, ob ein Land mit seinem Ölverkäufen sein Budget ausgleichen kann oder nicht – es geht um die realen Produktionskosten des Öls, oder anders ausgedrückt die Gewinnschwelle (Break Even) der Produktionsfirmen.

Ölsand in Kanada

Egal welche Daten man heranzieht. Gewinnung von Öl aus dem kanadischen Ölsand ist so ziemlich die teuerste Art der Ölgewinnung. Sehr energieintensiv, sehr kostenintensiv und sehr umweltschädlich. Und optisch hinterlässt man eine Mondlandschaft. Die gröbsten Schätzungen der Produktionskosten von Öl aus Ölsand in Kanada liegen bei 50-100 US-Dollar. Realistisch dürften Preise von 70-80 US-Dollar sein. Aber selbst wenn man Ultra-Optimist ist – auch bei 50 Dollar produzieren die Kanadier derzeit 4 Dollar pro Fass Verlust. Wie wir bereits berichteten, ist sich die Regierung in der kanadischen Provinz Alberta dieses Problems bewusst. Erst heute wurde ein Netto-Rückgang von insg. 14.000 Arbeitsplätzen in Alberta bekannt gegeben. Die Arbeitslosigkeit in Kanada zieht weiter an.

Öl-Sand Aufbereitungsanlage Mildred Lake in Alberta Kanada

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ölsand-Gewinnung in der „Mildred Lake“-Aufbereitungsanlage in Alberta, Kanada.
Foto: The Interior / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Fracking in den USA

Hier kommen wir zu dem Schluss, dass die Fracking-Industrie in den USA derzeit zu Preisen von 45-75 Dollar produziert. Dies variiert stark, je nachdem in welchem Fördergebiet in den USA man frackt (Beschaffenheit des Untergrunds) und wie groß die Fracking-Unternehmen sind bzw. welche Kapitalkosten sie selbst haben.

Öl aus dem Wüstensand

Die Schätzungen verschiedener Experten liegen bei 10-20 US-Dollar Produktionskosten für die Saudis. Wenn alle plattgehen durch den niedrigen Ölpreis – die Saudis wären die Letzten. Und genau das ist ihre Strategie und die der anderen arabischen Produzenten. Die nordamerikanischen Konkurrenten plattmachen, in dem man einfach die Fördermenge nicht senkt. Man kann es sich leisten.

Ölpreis Breakeven IEA Grafik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Based on IEA data from 2013 ©

Wer hält durch und wer gibt auf?

Der erste, der über die Wupper geht, ist Kanada. Die Produktionskosten sind einfach zu hoch, da kann man sich drehen und wenden, wie man will. Öl aus Ölsand herauszuholen ist einfach zu kostenintensiv. Die „normale“ Ölgewinnung in den USA dürfte auch dauerhaft durchhalten können. Aber die Fracking-Industrie in den USA dürfte nach und nach den Bach runtergehen, oder viele kleine werden von den Multis wie Exxon und Chevron aufgekauft. Die legen die Fracking-Felder erst einmal still, und warten bzw. hoffen, dass der Ölpreis irgendwann wieder über die 70, 80 Dollar steigt, dann wird wieder weiter gefrackt. Wer sich entspannt zurücklehnen kann, sind die Saudis und ihre Nachbarn. Sie können zusehen, wie die Fracker in den USA sich ihre Preise mit ihrer eigenen Überproduktion kaputtmachen.




Quelle:
International Energy Agency
US Energy Information Administration
US Department of Energy

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

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am

Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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am

Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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