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Öl-Rally, das bevorstehende Verdikt des IWF – und kritische Niveaus bei Gold

Redaktion

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am

Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Die Investoren beobachten die bald anstehenden Aussagen des IWF im Hinblick auf die globalen Wachstumsaussichten aufmerksam. Wir erwarten eine Kürzung der globalen Wachstumsprognose, die die Risikobereitschaft leicht dämpfen könnte. Es ist klar, dass die globale Wachstumsdynamik nicht auf dem Niveau von vor zwei Jahren liegt und die anhaltende Handelskriegs-Story zwischen den USA und China sich negativ auf die Wachstumsperspektiven ausgewirkt hat. Das Smart Money setzt darauf, dass eine Resolution zum Handelskrieg und ein weiterer Impuls der People`s Bank of China das globale Wachstum aber wieder auf Kurs bringen werden.

 

Aussie-Dollar: Einzelhandelsumsatz wird die Währung nicht lange unterstützen

Betrachtet man die australische Einzelhandelszahl, so wird deutlich, dass das schwache Wachstum im Land von den Verbrauchern etwas unterstützt wird. Die Zahlen der Einzelhandelsumsätze sind volatil und die heutigen Zahlen waren sicherlich eine Überraschung für die Märkte. Dies unterstützte die Währungs- und Aktienmärkte, aber ich bin mir nicht sicher, ob sich die Erholung fortsetzen wird. Der Grund dafür ist, dass der Ausblick beim Einkaufsmanergindex der Dienstleister (AIG-Umfrage) geradezu zusammengebrochen ist: die Dienstleistungen haben ihr schlechtestes Quartal seit dem Jahr 2013 absolviert.

 

Öl-Rally dürfte nicht mehr lange anhalten

Was den Ölmarkt betrifft, so baut WTI immer noch auf seiner hervorragenden Performance im ersten Quartal auf von 32 Prozent gestiegen ist – eine atemberaubende Performance . Der Hauptgrund dafür ist natürlich die Produktionskürzung der Lieferanten, da sie in Bezug auf die Nachfrage nicht so stark ist. Denken Sie daran, dass die Rally bei Öl viel mit der Performance von Energieaktien zu tun hat. Wenn aufgrund des anhaltenden Handelskrieges die  Ölnachfrage anämisch bleibt, hätte dies negative Auswirkungen auf die Energievorräte.

Die OPEC und die russische Rohölproduktion sind vorerst unter Kontrolle, so dass die Ölversorgungskurve dadurch stark gesunken ist. Der starke Rückgang der Ölförderung hat auch einige Elemente unfreiwilliger Aktionen wie Sanktionen der USA gegen den Irak und Venezuela zur Folge, die das Öl-Angebot erheblich einschränkten. Das Niveau, auf dem die WTI- und Brent-Preise gehandelt werden, fördert die Ölproduktion in den USA, und solange der Preis über der 60 $-Marke bleibt, ist es für mich schwierig zu sehen, wie das globale Ölvolumen sinken soll.

 

Kritisches Niveau für GOLD

Das Edelmetall hatte zuletzt „Pech“, da Investoren daran interessiert sind, riskantere Anlagen zu kaufen statt ihr Geld in Safe-Hafen-Anlagen zu parken. Die Realität ist, dass jeder die Quartalsentwicklung der Aktienmärkte betrachtet und Angst hat, die Rally zu verpassen (FOMO). Dies ist der Grund, warum wir keine große Unterstützung für den Goldpreis sehen. Andernfalls hätte die dovishe Haltung der Fed viel Unterstützung für den Goldpreis bieten sollen, denn wenn die Fed dovish ist, dwerden die Zinsen nicht weiter steigen (was normalerweise einen schwächeren Dollar bdeuten müßte). Der Dollar-Index ist nur knapp 0,40 Prozent von dem bisherigen Jahreshoch von 97,70 entfernt, aber seit Jahresbeginn ist er um 1,06 Prozent gestiegen.

Für mich ist das kritische Niveau für den Goldpreis 1300, und der Preis muss über dieser Marke bleiben, um die Bullen davon zu überzeugen, dass der Weg des geringsten Widerstands der Weg nach oben ist. Einer der Gründe, warum der Goldpreis gestützt werden kann, ist die geopolitische Unsicherheit und die Tatsache, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China angeblich fast beendet ist.

Ein weiterer Faktor, der den Goldpreis stützen kann, ist, wenn sich das chinesische Wachstum nicht erholt, die jüngsten Daten stützen dieses Argument zwar nicht, aber andererseits dürfte es noch zu früh sein, darüber Ausasgen zu treffen. Abschließend werde ich mir auch die bevorstehende Entwicklung der Ertragssaison ansehen, die bisher nicht allzu optimistisch war, und wenn das tatsächliche Bild nicht beeindruckt, könnte es meiner Meinung nach ein Faktor sein, der den Goldpreis nach oben treiben wird.

Wenn die Fed weiterhin dovish bleibt, erwarte ich, dass sich der Goldpreis zwischen den Niveaus von 1260 und 1360 weiter konsolidiert. Ich sehe keinen wesentlichen Grund, warum die Fed ihre Haltung ändern würde, weil Donald Trump immer noch nicht zufrieden mit dem Vorsitzenden der Fed ist – und er der Fed immer noch die Schuld für die Erhöhung des Zinssatzes gibt. Die aktuelle Wirtschaftslage in den USA garantiert der Fed nicht, die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau zu halten oder gar den Zinssatz zu senken. Also: entweder Donald Trump müsste seine Meinung ändern – oder er müsste den Vorsitzenden der Fed ersetzen.


Naeem Aslam

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