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Märkte

Öl unter 30 Dollar – fallen am Wochenende die Iran-Sanktionen?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern noch gestiegen, heute wieder schwer unter Druck ist der Ölpreis (sowohl WTI als auch Brent). Der Grund: laut Angaben des Iran, steht der abschließende Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA unmittelbar vor der Veröffentlichung. Sollte die IAEA grünes Licht geben – wovon auszugehen ist – werden die Sanktionen fallen, der Iran mit seinen gigantischen Förderkapazitäten auf den Markt kommen.

Bislang sind die Aussagen des Iran zu der Menge an Öl, die man exportieren will, nicht ganz einheitlich. Während der iranische Ölminister sagte, wie verkaufen, was wir können, egal zu welchem Preis – sagte ein Vertreter der staatlichen iranischen Ölgesellschaft NIOC, man wolle weitgehend marktschonend vorgehen. Fakt aber ist: der Iran braucht dringend Geld, der Preis ist das Problem der anderen, wie zuletzt der iranische Ölminister klar gestellt hatte.

Und so fällt das WTI (Februar-Kontrakt) unter die 30er-Marke:

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Auch das Nordseeöl Brent jetzt deutlich unter der 30er-Marke und damit auf 12-Jahrestief:

brent150116

Heute nun hat die Commerzbank ihr Kursziel für Brent Ende 2016 von 50 Dollar auf 35 Dollar gesenkt, während WTI sich deutlicher erholen könnte. Die Coba glaubt, dass sich das Überangebot an Öl im zweiten Halbjahr 2016 deutlich reduzieren wird, weil vor allem in den USA viele Fracking-Unternehmen die Segel streichen und somit die Ölförderung in den USA zurück gehen werde. Das dürfte insbesondere dem WTI zugute kommen. Daher glauben die Commerzbanker, dass WTI am Jahresende sogar wieder bei 50 Dollar stehen könnte.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Claudia

    15. Januar 2016 13:19 at 13:19

    Die Iran-Sanktionen sind angeblich auf den 28.01.16 verschoben worden – siehe Artikel:
    http://de.sputniknews.com/politik/20160114/307111304/EU-Iran-Sanktionen-Verschiebung.html

  2. Avatar

    Jörg

    15. Januar 2016 14:01 at 14:01

    Die fallenden Öl-Preise dürften den Dow heute wohl unter Druck bringen. Hinzukommt, daß am Montag Feiertag in den USA ist (Martin-Luther-King-Day). Da wird mancher über das „verlängerte Wochenende“ nicht soviel von dem halten wollen, was am Montag durch Asien und Europa abstürzen könnte.
    Der absurde gestrige Sprung des Dow nach oben mit 300 Punkten (siehe: http://www.ariva.de/dow-jones-industrial-average-index/chart?t=week&boerse_id=71) dürfte eine folgenlose Bizarrheit bleiben (war da das „Plunge-Protection-Team“ am Werk?)

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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