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Öl (WTI): Neue Höhen oder Abverkauf?

Charttechnisch lassen sich vor den heutgigen Öl-Lagerbeständen mehrere interessante Szenarien definieren..

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Eine Analyse von forexhome.de

Der wöchentliche API Rohöl Lagerbestand fiel weitaus höher aus und offenbarte damit akute Überkapazitäten. Doch warum folgte nicht gleich ein deutlicher Abverkauf, wie es sonst der Fall ist? Die Gründe sind vielschichtig. Möglicherweise warten die Marktteilnehmer noch auf die Veröffentlichung der heutigen EIA Rohöl Lagerbestände. Auch die Nachfrage dürfte momentan ungebrochen hoch sein. Charttechnisch lassen sich in diesem Kontext mehrere interessante Szenarien definieren.

Ungebrochener Angriffswille

Im stark übergeordneten Monatschart hat sich seit der jüngsten WTI Öl Prognose naturgemäß kaum etwas Neues ergeben. Der bullishe Ausbruch aus der vermeintlichen abwärtsgerichteten Flagge gilt weiterhin als intakt.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern!)

Damit bleibt auch die von uns definierte Barriere bei rund 54 USD, in Kombination mit dem bisherigen Ausbruchshoch und dem 61.8er Fibonacci Expansion Level, bestehen. Erst ein Bruch dieser Begrenzung sollte dem Rohölpreis enormen Schub verleihen.

Chance auf attraktive Positionierung?

Der Wochenchart stellt für mich derzeit den wohl interessantesten Timeframe dar. Die beiden mutmaßlichen Kursziele der hier befindlichen abwärtsgerichteten Flagge überschneiden sich dermaßen genau mit in meinen Augen wichtigen Widerständen auf Basis horizontaler Barrieren und Fibonacci Expansion Levels, dass ich das kaum ignorieren könnte.

Doch ich bleibe bei meiner Einschätzung hinsichtlich des noch nicht getesteten Ausbruchsniveaus bei rund 48.98 USD und der damit verbundenen Korrekturgefahr. Die deutliche Barriere beim 89er und 100er Fibonacci Expansion Level unterstützt diese These. Nach einem nachhaltigen Retest der besagten Flagge rechne ich mit einer Ausbruchsbewegung über den im Monatschart beschriebenen Widerstand, der auch in diesem Screenshot des Wochencharts visualisiert werden konnte. In meinem Signaldienst haben wir bereits mit der detaillierten Planung, inklusive Ausschlusskriterien, begonnen. Mehr Infos zum Forex Signal Service erhalten Sie hier: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

Short oder Long im WTI Öl?

Aufgrund der Überlegungen bzgl. einer Retest-Bewegung hatte ich etwaige Short-Möglichkeiten im H4-Chart ins Spiel gebracht. Nach dem nun nachhaltigen Ausbruch aus der Wimpelformation in den Morgenstunden des 18.10.2017 hatte ich, wie angekündigt, auf eine Bewegung bis zu den 30er Fibonacci Retracements gewartet. Danach erfolgten ein sauberer Retest des Ausbruchsniveaus und neue Korrekturbestrebungen, die das Setup zügig ins Plus laufen ließen.

Inzwischen hat sich ein zweites Szenario offenbart, dass auf einer abwärtsgerichteten Flagge basiert. Natürlich muss daraus nichts werden, doch ich möchte mich entsprechend vorbereiten. Der zu testende Bereich liegt unterhalb unseres Short-Engagements sowie am zuletzt überwundenen Widerstand, was natürlich recht günstig ist. Demzufolge sollten wir die Möglichkeit bekommen ganz in Ruhe zu entscheiden, welche Richtung den Zuschlag bekommt bzw. wird es der Markt letztlich entscheiden. Auf der Short-Seite bleiben die im Vorfeld abgesteckten nächsten Etappen erst einmal bestehen.

Dazu der Autor im Video:

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Rüdiger Born: Was der Markt bei Gold noch benötigt für einen Long-Einstieg

Rüdiger Born

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Der heutige Anstieg bei Gold (hier der jüngste Bericht auf FMW dazu) ist für mich der erste Hinweis, dass für einen Long-Einstieg etwas möglich sein könnte. Jetzt fehlt noch ein Trigger. Das Szenario hierfür bespreche ich im folgenden Video.

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Coronakrise vorbei? So stark verlieren die „kleinen“ Leute in den USA

Claudio Kummerfeld

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Verrammelte Einzelhandelsgeschäfte

Ist die Coronakrise überstanden? Die ersten Corona-Impfungen könnten schon in den nächsten Tagen erfolgen. Und außerdem, der Dow Jones steht bei 30.000 Punkten, während er vor Ausbruch der Coronakrise noch bei 29.300 Punkten im Januar lag. Auch der S&P 500 Index und vor allem der Nasdaq notieren deutlich höher als im Januar. Klarer kann die Börse doch nicht signalisieren, dass die Krise überwunden ist. Richtig? Nun ja. Schauen wir uns mal folgende Charts an. Sie sind Teil einer Datenbank, welche unter anderem von der Harvard University betrieben wird.

Geringverdiener in den USA verlieren in der Coronakrise brutal, Besserverdiener legen sogar zu

Anhand unzähliger Daten werden möglichst aktuell ökonomische Verläufe in den USA angezeigt, aus denen man den Verlauf der wirtschaftlichen Erholung aus der Coronakrise in diesem Jahr erkennen kann. Da wäre zum einen folgende Grafik interessant, wenn es um die Beschäftigung geht. Sie zeigt die Beschäftigungsquoten in den USA von Januar bis Ende September. Für die Besserverdiener mit mehr als 60.000 Dollar Jahresgehalt ist die Beschäftigungsquote seitdem sogar um 0,2 Prozent gestiegen. Man darf vermuten: Jede Menge neue Jobs für Webseitenprogrammierer, Cloud-Experten uvm. Alles was eben in der Coronakrise vermehrt gefragt ist. Die Beschäftigung in der Mittelschicht (27.000-60.000 Dollar) hat um 4,7 Prozent abgenommen.

Und jetzt kommt´s. Die Geringverdiener mit weniger als 27.000 Dollar Jahresgehalt hat eine um 19,2 Prozent sinkende Beschäftigungsquote in den USA. Es ist klar. Gerade im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab es für eine große Masse gering- oder gar nicht qualifizierter Menschen (bisher) massenweise Jobs in der Gastronomie oder im Entertainment-Bereich (Restaurants, Bars, Freizeitparks etc). Und gerade diese Bereiche leiden under Lockdowns in der Coronakrise (siehe jüngst Walt Disney mit zehntausenden Entlassungen in Freizeitparks). Die kleinen Leute verlieren in der Coronakrise massiv, die gut Qualifizierten sind unterm Strich die Gewinner. Die drei Linien zeigen die Verläufe der jeweiligen Beschäftigungsquoten seit Januar.

Chart zeigt Beschäftigungsquoten in den USA

Fast 30 Prozent der kleinen Geschäfte seit Januar geschlossen

Die folgende Grafik zeigt zum aktuellsten Stichtag 16. November mit Verlauf über das Jahr hinweg, wie viele kleine Unternehmen im Vergleich zu Januar noch geöffnet sind. Landesweit sind es in den USA derzeit 28,9 Prozent weniger, und die Tendenz ist negativ. Im derzeit zweiten Lockdown gibt es dank der Streitigkeiten zwischen Republikanern und Demokraten in den letzten Monaten keine neuen Hilfspakete. Kann Joe Biden ab dem 20. Januar als neuer US-Präsident einiges bewegen mit neuen Billionen-Hilfsprogrammen? Kann die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen als neue Finanzministerin womöglich bei den Republikanern im US-Kongress etwas herausschlagen für neue Hilfsprogramme? Die sogenannte Unterschicht und kleine Geschäftsinhaber drohen völlig abzustürzen und auch nach der Coronakrise zu den großen Verlierern zu gehören. Langfristig dürfte die Massenarmut in den USA wohl massiv zunehmen.

Chart zeigt Verlauf der geöffneten kleinen Geschäfte in den USA

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Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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