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Märkte

Ölpreis: Boden wirklich gefunden? Wahrscheinlichkeit steigt weiter an

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Ist das jetzt der Boden im Ölpreis? Fällt er nicht mehr weiter? Diese Frage hatten wir schon am Montag besprochen. Und gestern boten wir mit Umfragedaten der Dallas Fed eine klare Indikation, dass die US-Fracker vermutlich in den nächsten Monaten auf die Bremse treten, oder sogar ihre Fördermengen kürzen könnten.

Immer noch gehen die meisten Analysten davon aus, dass die US-Fördermenge für Öl im Gesamtjahr 2019 weiter steigen wird. Wir meinen: Hat man die Umfrage der Dallas Fed gelesen, dann könnte es vielleicht noch aufgrund von Verzögerungseffekten in den nächsten Wochen oder Monaten weitere Anstiege geben. Aber es gibt doch zumindest deutliche Anzeichen, dass auf Sicht des gesamten Jahres eine Beruhigung oder ein Rückgang bei der Fördermenge eintritt. Denn immer mehr Fracker scheinen ihre Aktivitäten bei einem solch niedrigen Niveau im Ölpreis zurückzufahren.

API pusht Ölpreis über Nacht

Gestern Abend brachten die privat erhobenen API-Lagerbestände für Rohöl in den USA einen Abbau der Lagerbestände um 6,1 Millionen Barrels (-2,7 erwartet). Das half dem Ölpreis auf die Beine. Von gestern Abend deutscher Zeit 49,70 Dollar im WTI-Öl stieg der Ölpreis bis heute früh auf 50,60 Dollar (aktuell 50,29 Dollar). Im Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Juli. Man sieht die versuchte Bodenbildung Anfang Dezember, die scheiterte. Und man sieht (Aufwärtspfeil) die aktuelle Erholung mit 7 positiven Handelstagen in Folge! Das deutet aktuell wirklich auf eine Bodenbildung hin!

China-Gespräche helfen

Unterstützt wird die Erholung am Ölmarkt aktuell auch durch die wieder aufgenommenen Handelsgespräche zwischen China und den USA. Viele Analysten sehen es sehr optimistisch, dass durch einen geregelten Handel zwischen den beiden die Nachfrage nach Öl auch wieder steigen könnte. Und wir möchten erneut auf den 17. Januar verweisen, wo die offiziellen Produktionsmengen der OPEC-Mitglieder für Dezember veröffentlicht werden. Mehr und mehr Vorabschätzungen deuten darauf hin, dass alleine die Saudis schon im Dezember grob gesagt 500.000 Barrels pro Tag gekürzt haben. Gerade die Saudis sind hochprofessionell aufgestellt, und können in kurzer Zeit große Mengen hochfahren oder kürzen.

Ölpreis WTI seit Juli

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Aktien

Indonesiens Garuda storniert seinen Auftrag über 4,9 Milliarden Dollar für die Boeing 737 Max

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Die indonesische Fluggesellschaft Garuda Indonesia teilte am Freitag mit, dass sie einen Multimilliarden-Dollar-Auftrag für Boeings 737 Max 8 Passagierjet storniert, nachdem das Flugzeug in
weniger als fünf Monaten in zwei tödliche Abstürze verwickelt war.

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„Unsere Passagiere haben das Vertrauen verloren, mit der Max 8 zu fliegen“, sagte der Pressesprecher Ikhsan Rosan von Garuda Indonesia. Die indonesische Fluggesellschaft bestellte am 12.09. 2014 50 Flugzeuge des Typs Max 8 für 4,9 Milliarden Dollar. Bis dato wurde nur eine der bestellten Jets am 20.12.2017 ausgeliefert, die auch in Betrieb genommen wurde. Nun hat die Airline einen Brief an Boeing geschickt, in dem sie erklärt, dass sie die restlichen bestellten Jets nicht mehr erhalten will. Das ist ein herber Schlag für Boeing. Denn die Begründung, dass Passagiere kein vertrauen mehr haben, ist ein einleuchtendes Problem, welches alle Fluggesellschaften haben, die diesen Jet bestellt haben!

Boeing Hauptwerk
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jetstar Airways (jetstar.com) CC BY-SA 2.0

Boeing-Vertreter planen kurzfristig die Fluggesellschaft in Jakarta am 28. März zu besuchen, um den Deal noch zu retten! Es ist zu erwarten, dass andere Fluggesellschaften nachziehen und ihre
Bestellungen auch stornieren um das Vertrauen ihrer Kunden nicht zu verlieren. Für Boeing könnte es doppelt teuer werden, denn die Fluggesellschaften haben fest mit den Auslieferungen geplant und benötigen nun dringend Ersatz! Ersatz, den es aber kurzfristig nicht gibt. Neue Aufträge anderer
Jets würden die Planungen der Fluggesellschaften um Jahre zurückwerfen und enorme Kosten bei den Fluggesellschaften verursachen. Anzahlungen der bestellten Flieger, welche Boeing schon erhalten hat, müssen auch zurückgezahlt werden. Anzahlungen, welche schon in den Bau der 737 Max 8 flossen.

Hier nun zwei Szenarien, die eintreten können:

1. Den Fluggesellschaften bleibt kaum eine Wahl als die Maschinen abzunehmen, weil sie schlichtweg keine Alternative haben, und Boeing möglicherweise einen nachträglichen Rabatt einräumt. Man wird nach dem Softwareupdate die Maschine noch einmal offiziell checken lassen und danach als sicher befinden, um das Vertrauen der zukünftigen Passagiere zurückzugewinnen.

2. Der worst case wäre für Boeing, dass sie nicht nur ihre 480 Mrd. EUR für ihre 5000 Aufträge
abschreiben können, sondern auch auf den bisherigen Kosten für den Bau der Maschinen sitzen bleiben und zusätzlich von allen Fluggesellschaften verklagt werden.

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Finanznews

Geht von Deutschland der nächste Crash aus? Marktgeflüster (Video)

Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt..

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Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt. Vor allem die Anleihemärkte reagieren heftig: die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe wird erstmals seit dem Jahr 2016 negativ, an den US-Anleihemärkten invertiert die 3-monatige US-Anlleihe mit der 10-jährigen US-Anleihe – das gab es zuletzt im Jahr 2007 kurz vor der Finanzkrise und war in der Geschichte immer gefolgt von einer Rezession. Warum? Weil sich die Kreditvergabe für die Banken nicht mehr lohnt (in den USA vor allem Aktien regionaler Banken unter Druck, die anders als die US-Großbanken keine Alternativen zum Kreditgeschäft haben). Vor allem US-Firmwen sind hoch verschuldet und müssen in den nächsten zwei Jahren zwei Billionen Dollar refinanzieren – und das dürfte sehr schwierig werden!

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Indizes

Chris Zwermann über die mittelfristigen Aussichten für die Aktienmärkte

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Der „alte Hase“ Chris Zwermann blickt auf die mittelfristigen Charts des Dax, des S&P 500, des Nasdaq 100 – aber auch auf Indizes der Emerging Markets wie den brasilianischen Bovespa (der ein neues Allzeithoch erreicht hat nach der Machtübernahme von Bolsanero) sowie auf den indischen Sensex.

Das Video samm von vorgestern (also vor der Fed-Sitzung), aber die mittelfrsitigen Perspektiven, die Zwermann entwirft, bleiben dennoch aussagekräftig:


Foto: Deutsche Börse AG

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