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Ölpreis rauf und runter: Die aktuelle Lage

Am 26. September beginnt in Algerien das „International Energy Forum“. Dort treffen OPEC und Nicht OPEC-Länder wie Russland aufeinander. Seit Tagen wird das Treffen hochstilisiert zum zweiten und diesmal…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Am 26. September beginnt in Algerien das „International Energy Forum“. Dort treffen OPEC und Nicht OPEC-Länder wie Russland aufeinander. Seit Tagen wird das Treffen hochstilisiert zum zweiten und diesmal ernsthafteren Versuch die Fördermenge auf dem aktuellen Niveau einzufrieren. Gestern Nachmittag berichteten wir bereits, dass plötzlich Gerüchte am Terminmarkt für Öl kursierten, dass der Iran angeblich bereit sei anders als im April beim ersten Oil Freeze-Treffen (endete in einem Desaster) diesmal mitzumachen.

Natürlich wird so ein Gerücht unterfüttert mit der Aussicht, dass der Iran in Kürze womöglich seine Fördermengen von vor den Sanktionen erreicht haben wird, was das erklärte Ziel des Landes ist. Im April vor dem ersten Oil Freeze-Treffen in Doha betonte der Iran mehrmals man könne erst über eine Teilnahme an der Einfrierung sprechen, wenn man auf seinen alten Niveaus von vor den Sanktionen angekommen ist. Von daher: Ist diesmal mehr dran an diesen Gerüchten? Der Ölmarkt mochte es gestern nur all zu gerne glauben, und so stieg der WTI-Ölpreis schlagartig von 46,90 auf 48,29 Dollar.

Was sind die Fakten? Der Iran hat bisher offiziell nichts gesagt zu einer Einfrierung der Fördermenge. Er hat noch nicht mal offiziell zugesagt, dass er am Treffen am 26. September teilnimmt! Und die Herrschaften sind generell sehr aussagefreudig. Würden Sie am Treffen teilnehmen und positiv eingestellt sein für eine Einfrierung, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man sich dazu schon offiziell geäußert hätte. Bekannt ist, dass der venezuelanische Ölminister wie auch im Frühjahr zuletzt seine OPEC-Kollegen einen nach dem anderen besucht hat um für dieses Treffen und eine Einfrierung zu werben. Denn niemand mehr als Venezuela braucht steigende Ölpreise. In Caracas scheint es egal zu sein, ob die Saudis ihre Marktanteile gegenüber den Frackern in den USA verteidigen wollen durch einen Preiskrieg – man selbst will einfach nur höhere Ölpreise.

Also: Alles rund um den Iran ist bisher nur ein ganz laues Gerücht. Wir betonen es nochmal wie gestern auch: Diese Gerüchte können sich natürlich jederzeit als wahr erweisen, aber vor dem Oil Freeze-Treffen im April gab es solche Gerüchte diverse Male, und entpuppten sich alle als heiße Luft! Also warten wir doch besser alle mal auf die Fakten! Dann später gestern Abend kamen die Öl-Lagerbestände von privaten Anbieter API. Der Lagerbestand für Rohöl ist laut API kräftig gestiegen um 4,46 Millionen Barrels bei einer Erwartung von -0,8 Millionen. Benzin geht zurück mit -2,2 Mio bei -2 Erwartung. Darauf hin ging gestern Abend der WTI-Preis zurück von 47,92 auf 47,50 Dollar. Aktuell ist die Tendenz weiter vorsichtig fallend Richtung 16:30 Uhr, wenn die offiziellen US-Lagerbestände vermeldet werden.

Wir berichten wie immer zeitnah über die heutigen Öl-Lagerbestände..

Ölpreis
Der WTI-Ölpreis seit gestern Mittag.

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Aktienmärkte, Gold – alles fällt! Marktgeflüster (Video)

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Heute fallen die Aktienmärkte – vor allem der lange so widerstandsfähige Dax mit einem rabenschwarzen Tag – aber auch der vermeintlich sichere Hafen Gold kommt stark unter Druck (Silber fällt sogar fast -10%). Für den Abverkauf gibt es vorwiegend zwei Gründe: erstens die Sorge um neue lockdowns in Europa, und zweitens wird ein Stimulus-Deal in den uSA zwischen US-Republikanern und US-Demokraten nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ginsburg deutlich unwahrscheinlicher, weil die Trump-Administration noch vor der US-Wahl einen eigenen Kandidaten installieren will. Damit bestätugt sich bislang ein Schema für die Aktienmärkte: die Woche nach dem September-Verfall ist historisch unter den schwächsten Handelswochen des gesamten Jahres..

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Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

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