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Ölpreis mit Hausse bis auf 60 Dollar im WTI – mehrere Gründe!

Der Ölpreis ist weiter am Steigen. Was ist aktuell der Grund? Die Lagerbestände für Rohöl in den USA bewegten Dienstag Abend und gestern Nachmittag den Ölmarkt! Die offiziellen Lagerbestände der US-Energiebehörde EIA waren gestern im Wochenvergleich um 12,8 Millionen Barrels rückläufig. Das ist der stärkste Rückgang seit drei Jahren!

Ölpreis kratzt an 60 Dollar-Marke

Man schaue auf den gestrigen Chart im WTI-Ölpreis. Als die Lagerbestände vermeldet wurden, schoss WTI von 59,24 auf bis zu 59,90 Dollar. Man kratzte also an der 60 Dollar-Marke (Chart seit 17.  Juni). Bis jetzt konnte der Markt das Niveau nicht halten, und der WTI-Ölpreis fiel wieder zurück auf Kurse um die 59 Dollar. Ist dies ein Rückschlag für die Bullen? Nicht wirklich. Denn man bedenke bitte, dass die Dienstag Abend vermeldeten API-Lagerbestände bereits den starken offiziellen Anstieg der Lager vorweg genommen hatten. Direkt vor den API-Daten lag der Ölpreis noch bei 57,80 Dollar. Also liegen wir jetzt immer noch 1,20 Dollar höher dank der gesunkenen Lagerbestände!

Ölpreis WTI seit 17. Juni

Mehrere Gründe

Aber nur die Lagerbestände allein sorgen ganz aktuell nicht für den hohen Ölpreis. Auch andere Details helfen den Bullen derzeit. So ist die Fördermenge der USA in den letzten beiden Wochen von 12,3 auf 12,1 Millionen Barrels gesunken. Das hilft natürlich. Und auch wichtig ist, dass die Energiebehörde EIA gestern vermeldete, dass die US-Exporte von Rohöl ein Allzeithoch erreicht haben. Insgesamt waren die USA ein Netto-Öl-Exporteur von 676.000 Barrels in der letzten Woche. Ein wahnsinnig bullisches Signal für den Ölpreis! Denn während die US-Fördermenge sinkt, steigen die Exporte. Somit ist die Angebotsmenge in den USA rückläufig, was natürlich letztlich in den sinkenden Lagern ablesbar ist.

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In Europa wenig beachtet, aber in den USA um so mehr: In Philadelphia ist die größte Öl-Raffinerie an der Ostküste beheimatet (Verarbeitung von 335.000 Barrels pro Tag). Sie ist durch einen Brand in der letzten Woche offenbar irreparabel beschädigt worden. 1.000 Mitarbeiter sollen nun entlassen werden, und der Eigentümer Philadelphia Energy Solutions plant laut Berichten nun den Verkauf der Anlage.Wie der Betreiber nun mitteilte, wird sie wohl für lange, sehr lange Zeit ausfallen. Damit verstärkt sich die Angebotsverknappung an der Ostküste noch mehr!

Alle Augen auf G20 und OPEC

In Sachen Iran-Krise ist aktuell Ruhe. Aber nun steht am kommenden Wochenende der G20-Gipfel in Japan an. Ob dabei für eine Bewegung im Ölpreis wirklich etwas hängen bleibt? Fraglich! Aber am Montag tagt die OPEC. Dann am Dienstag tagt sie mit ihren Verbündeten, vor allem Russland. Es ist durchaus wahrscheinlich (wenn noch keinesfalls sicher), dass man die Fördermengenkürzungen, die jetzt auslaufen, bis Jahresende verlängert. Wenn nicht, wohin könnte der Ölpreis dann steigen? Puhhhh, gute Frage!

Öl-Raffinerie Beispielfoto - steigender Ölpreis?
Beispielbild einer Öl-Raffinerie. Hier zu sehen die Anlagen von Exxon Mobil in Baton Rouge, Louisiana, USA. Foto: WClarke CC BY-SA 4.0



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