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Schock für Energiemärkte Ölpreis +9,1% nach Hormus-Blockade durch Trump, Gas +18%

Ölpreis steigt wegen Hormus-Blockade
Lagertanks in der Valero-Raffinerie in Houston, Texas. Foto: Mark Felix/Bloomberg

Ölpreis und Erdgaspreise steigen kräftig, nachdem US-Präsident Trump verkündet hat, dass die USA im Konflikt mit dem Iran die strategisch entscheidende Straße von Hormus blockieren. Gescheiterte Gespräche zwischen Washington und Teheran am Wochenende verschärfen die Lage zusätzlich und treiben die Energiepreise massiv nach oben. Die US-Streitkräfte setzen die Blockade gezielt gegen iranische Schifffahrt durch, was die globalen Energiemärkte erneut unter Druck bringt.

Ölpreis steigt nach Hormus-Blockade

Die Preise von Öl und Erdgas sind in die Höhe geschnellt, nachdem die USA im Konflikt mit dem Iran beschlossen haben, die Straße von Hormus zu blockieren. Zuvor waren Gespräche zwischen Washington und Teheran am Wochenende ohne Einigung geblieben. Dies erhöht die Unsicherheit einer fragilen Waffenruhe und verschärft die globale Energiekrise.

Die Nordsee-Ölsorte Brent legte im frühen Montagshandel zeitweise bis zu 9,1% zu und stieg über die Preismarke von 103 Dollar pro Barrel. Europäische Gas-Futures kletterten zeitweise um fast 18%.

Wie Bloomberg berichtet, teilte das US-Zentralkommando mit, dass die US-Streitkräfte die Blockade ab 10 Uhr New Yorker Zeit am Montag in Kraft setzen. Sie gilt für alle Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

Geopolitische Risiken nehmen zu

Der Krieg im Nahen Osten hat die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt. Steigende Ölpreise drohen die Inflation anzuheizen und zugleich das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Raffinerien und Händler weltweit bemühen sich mit Dringlichkeit um sofort verfügbare Rohölladungen, da sich das physische Angebot weiter verknappt.

US-Präsident Donald Trump erklärte vor Reportern, die Blockade werde “sehr effektiv” sein. Zuvor hatte er mit Vergeltung gedroht, falls Teheran Widerstand leistet. US-Präsident Donald Trump erklärte vor Reportern, die Blockade werde „sehr effektiv“ sein, und drohte zugleich mit Vergeltung, sollte Teheran Widerstand leisten. Die iranische Revolutionsgarde kündigte ihrerseits an, jeden Annäherungsversuch von Militärschiffen an die Straße von Hormus als Verstoß gegen den Waffenstillstand zu werten und entsprechend „hart und entschlossen“ zu reagieren. Parallel prüfen Trump und seine Berater laut einem Bericht des Wall Street Journal die Wiederaufnahme begrenzter militärischer Angriffe.

“Das bringt ein enormes zusätzliches Risiko ins Spiel”, sagte Michael Ratney, ehemaliger US-Botschafter in Saudi-Arabien, im Gespräch mit Bloomberg TV. Da ein Teil der Öllieferungen für China bestimmt sei, stelle sich die Frage: “Wird die US-Marine diese blockieren und damit eine Krise in den Beziehungen zwischen den USA und China auslösen?”

Nach vorläufigen, von Bloomberg zusammengestellten Tanker-Verfolgungs-Daten hat der Iran im März weiterhin Rohöl und Kondensat aus dem Persischen Golf exportiert. Wichtigstes Zielland war China, obgleich die Lieferungen im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen sind.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
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Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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3 Kommentare

  1. Moin. Ich könnte mir vorstellen, daß es kurz vor der Blockade der Straße von Hormuz durch die USA zu einem Tweet von The Donald kommt, dann die Strasse ebend doch nicht blockiert wird, weil man bedeutende Fortschritte gemacht hat. Die Familie ist positioniert und alles schiesst in die Höhe.

  2. Mal sehen was die Amis machen, wenn die iranischen Schiffe unter chinesischer Flagge fahren.
    Die Japaner haben auch Pearl Harbor überfallen, weil die Amis ihnen den Ölhahn abgedreht hatten.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  3. MdB Dr. Norbert Röttgen hat als Außenpolitiker ja auch einen Bundestagswahlkreis in der Nähe von Bonn. Die dortigen Bürger und Firmen werden wissen, daß Dr. Röttgen stv. Vorsitzender vom Atlantik-Brücke e.V. ist. Auf den Verlauf seiner momentanen Sprechstunden im Wahlkreis darf man gespannt sein. Die Iranische Revolutionsgarde überzeugt mich wieder einmal. Der 47. US-Präsident Donald John Trump wird eine Hau-Druff-Mentalität gegenüber Staatspräsident Xi Jinping riskieren.

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