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Ölpreis mit merkwürdigem Absturz am Freitag – jetzt Long einsteigen?

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Der Ölpreis (WTI) war ab Freitag Punkt 16 Uhr deutscher Zeit von 57,50 auf 55,55 Dollar gefallen, und das in nicht mal zwei Stunden. Was war passiert? Um 16 Uhr gab es letzten Freitag nur ein Ereignis, welches Kurse beeinflussen konnte. Es war der amerikanische „ISM-Index Gewerbe“, der mit 54,2 Indexpunkten nur leicht schwächer ausgefallen war als erwartet (Prognose 55,5).`

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ISM-Index war alleine schuld?

Also glaubt man an eine abschwächende Konjunktur und somit weniger Ölnachfrage? Was beweist uns das? Wie nervös der Ölmarkt derzeit ist? Offensichtlich! Denn so ein dramatischer Einbruch ist das nicht, und wirklich 100% weltbewegend ist der ISM-Index auch nicht – auch wenn er wichtig ist! Aber dieses Ereignis soll gleich 2 Dollar im Ölpreis kosten? Das ist schwer zu glauben. Wahrscheinlicher ist, das ALGOS (automatische Computerprogramme) den Ölpreis nach den Daten etwas runterdrückten, und dadurch womöglich Anschluss-Verkäufe auslösten. Oben drauf kamen vielleicht noch Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende.

Jetzt lautet die Frage: Bieten sich aktuell Einstigskurse für alle Trader, die diesen Absturz als viel zu übertrieben ansehen? Vom Freitags-Tief bei 55,55 Dollar ist der WTI-Ölpreis bis jetzt wieder leicht gestiegen auf 56,26 Dollar. Also ist immer noch Luft nach oben vorhanden um das alte Niveau bis 57,50 Dollar zu erreichen? Hat sich sonst etwas getan seit Freitag Nachmittag?

Aktuelle Argumente für steigenden Ölpreis

Aktuell macht die OPEC den Öl-Bullen weiter Hoffnung. Addiert man aktuelle Schätzungen von Terminhändlern zu den bisherigen Kürzungen der OPEC aus Januar (-797.000 Barrels pro Tag), dann könnte die OPEC bis Ende Februar ihr im letzten Herbst veröffentlichtes Gesamtziel von -1,2 Million Barrels pro Tag bereits erreicht haben. Offiziell erfahren wir dies von der OPEC am 14. März.

Aktuelle Argumente für fallenden Ölpreis

Die USA haben ihre Fördermenge zuletzt weiter ausgebaut, innerhalb einer Woche von 12 auf 12,1 Million Barrels pro Tag. Außerdem hat die kanadische Provinz Alberta, wo hauptsächlich die kanadische Ölförderung stattfindet, jüngst die maximal zulässige Produktionsmenge aus Januar für den Monat April um 100.000 auf 3,66 Millionen Barrels pro Tag erhöht.  Diese beiden Faktoren sprechen eher für fallende Kurse.

Und jetzt?

Also kommen aus Nordamerika ganz vereinfacht gesagt mal eben 200.000 Barrels pro Tag mehr auf den Markt, während die OPEC aber wohl noch stärker kürzt. Hinzu kommt noch, dass Venezuela wohl so stark im Chaos versinkt, dass die dortigen Kürzungen der OPEC ungewollt auch noch weiterhelfen bei ihren Kürzungsbemühungen. Rein theoretisch könnte man sagen, dass die Öl-Bullen also ein Übergewicht haben könnten. Aber im globalen Ölmarkt gibt es so viele Förderländer und so viel unverifizierbare Faktoren, dass man nie zu genauen Zahlen kommen wird. Ein Long-Einstieg im Öl könnte ein Überlegung sein. Aber bitte treffen Sie diese Entscheidung in Eigenregie. Es ist natürlich keine Handelsempfehlung unsererseits – sondern nur ein Hinweis nach diesem offenbar übertriebenen Absturz vom Freitag!

WTI-Ölpreis seit 21. Februar
WTI-Ölpreis seit 21. Februar.

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Jerome Powell: Headlines seiner PK – keine Zinsanhebung, wenn Inflation nicht deutlich steigt

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Die zentralen Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell in Schlagzeilen:

– Powell startet – mit einigen Worten über den gestern verstorbenen Paul Volcker

– Ausblick bleibt gut, trotz aller Risiken

– Arbeitsmarkt und Konsum stark, aber Industrie und Export eher schwach

– Inflation bleibt niedrig (FMW: Powell bezieht sich wieder nur auf die PCE-Daten,, nicht aber auf die stärker gestiegenen CPI-Daten)

– Änderung unseres Kurses der Geldpolitik von Zinsanhebungen zu Zinssenkungen hat Wirtschaft geholfen

– Repo-Operationen „rein technisch“, um möglichen Liquiditäts-Druck zum Jahresende zu begegnen

Powell jetzt fertig mit seinem Statement, jetzt Fragen


– Powell deutet an, die Zinsen nur dann anzuheben, wenn die Inflation deutlich stegen würde! das schwächt den Dollar, ebenso wie seine Aussage, wenn nötig nicht nur Bills zu kaufen, sondern auch Coupons – das läßt die Anleiherenditen sinken

– Frage nach den Zuständen am Repo-Markt von einem Bloomberg-Reporter: Powell: das hat keine makroökonomischen Konsequenzen: Liquidität, die eigentlich vorhanden war, floss aber nicht in den Repo-Markt, die Frage ist nur warum das so war: ein Faktor dürften Regularien gewesen sein

Hier der Live-Feed zur PK:

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Indizes

Fed: Zinsentscheid und zentrale Aussagen

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Die US-Notenbank Fed hat erwartungsgemäß die Zinsen unverändert belassen. Hier die wichtgisten Aussagen des Statements der Fed:

– Dot Plots (Zinserwartugnen der FOMC-Mitglieder) signalisieren keine Zinsänderung für das Jahr 2020:

– Fed streicht Passage „Unsicherheiten für den Ausblick“

FMW: keine Überraschung, die Fed hatte vorher signalisiert, dass sie nichts ändern wird längere Zeit. Sie wird aber auf die Entwicklungen im Handelskrieg reagieren – stellt sich die Frage, ob Trump auf die Fed reagiert und sie mit neuen Zöllen zum Handeln zwingen will! Der Dollar jedenfalls schwächer, Euro-Dollar über der 1,11er-Marke. Nachher wichtig bei der PK von Powell dann die Frage nach dem Repo-Markt und den dortigen Turbulenzen!

– Der Vergleich zum letzten Statement:

Das Statement der Fed im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in October indicates that the labor market remains strong and that economic activity has been rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although household spending has been rising at a strong pace, business fixed investment and exports remain weak. On a 12‑month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1‑1/2 to 1-3/4 percent. The Committee judges that the current stance of monetary policy is appropriate to support sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective. The Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook, including global developments and muted inflation pressures, as it assesses the appropriate path of the target range for the federal funds rate.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; James Bullard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wann erlöst uns Trump? Marktgeflüster (Video)

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Die Hängepartie geht weiter: die Aktienmärkte warten auf die Entscheidung von Donald Trump in Sachen Strafzölle gegen China. Davor, das gilt zumindest für die Wall Street, will sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, schließlich dürfte es eine stärkere Bewegung geben nach der Entscheidung des US-Präsidenten. Der Dax dagegen nach dem gestrigen Anfall von Volatilität heute frohgemut – man geht offenkundig davon aus, dass Trump die Zölle verschieben wird. Peking hat klargemacht, dass – sollten die Zölle am Wochenende kommen – die Gespräche abgebrochen werden würden. Was ist größer: das Aufwärtspotential der Aktienmärkte, wenn Trump die Zölle verschiebt (eingepreist?), oder das Abwärtspotential, wenn die Zölle doch kommen (nicht eingepreist)? Heute Abend im Fokus die Fed..

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