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Ölpreis im Absturz – Analyst macht Hoffnung

Öl-Pumpe

Gestern titelten wir bereits „Ölpreis auf der Verliererstraße – Corona und Fed schlagen zu“. Seitdem hat WTI-Öl um weitere 1,30 Dollar gefallen, vorhin im Tief auf 62,27 Dollar. Damit hat der Ölpreis seit Ende Juli mehr als 11 Dollar verloren. Mit dem heutigen Rückgang wird auch das gestrige Tief von 62,64 Dollar unterschritten, und damit notiert Öl auf dem tiefsten Niveau seit Mai.

Mehrere Faktoren sorgen für fallenden Ölpreis

Der US-Dollar notiert aktuell auf den höchsten Stand seit November 2020. Je höher die US-Währung notiert, desto schlechter ist das für alles was gegen sie gehandelt wird, so auch für Öl (hier dazu unser aktueller Bericht). Immer neue Restriktionen aus China gegen die heimischen Konzerne, und dazu global immer schlechtere Nachrichten in Sachen Coronavirus (hier dazu die aktuellsten Aussagen von Markus Koch). Dies drückt auf die globale Konjunktur-Stimmung. Je schlechter die Laune, je weniger Nachfrage nach Öl, desto schlechter für den Ölpreis – so einfach zumindest ist das Szenario.

Im Chart sehen wir seit November 2020 den Verlauf im WTI-Ölpreis. Wir sehen den langen Anstieg, und seit Anfang Juli vom Hochpunkt aus bei fast 77 Dollar den Kurswechsel. War die Korrektur bis jetzt ausreichend? Man bedenke: Der Anstieg war gigantisch. Noch im April 2020 notierten die Ölpreise am Terminmarkt sogar negativ aufgrund der Coronakrise. In knapp über einem Jahr von negativen Preisen auf fast 77 Dollar ansteigen, das war eine enorme Leistung – sie war der konjunkturellen Erholung und der Fördermengendisziplin der OPEC geschuldet.

Experte macht Hoffnung für höhere Kurse

Jetzt aber ist unklar, ob das Durchschnaufen der letzten Wochen genug war, und ob man langsam wieder auf höhere Kurse hoffen kann. Wer an dieses Szenario glaubt, dürfte folgende Worte gerne hören. Aus der heutigen Ölmarkt-Analyse des Commerzbank-Experten Carsten Fritsch erwähnen wir einige Aussagen auszugsweise. Der Brent-Ölpreis sei so preiswert wie zuletzt im Mai. Man erachte diesen Preisrückgang als übertrieben. Die dafür verantwortlichen Nachfragesorgen würden sich bislang vor allem in den Köpfen der Marktteilnehmer abspielen. Wirklich belastbare Zahlen dafür gebe es bis auf die Abwärtsrevision der Nachfrageprognose durch die IEA vor einer Woche noch nicht. Trotz der weiteren Anhebung der Ölproduktion durch die OPEC+ sei der Ölmarkt zumindest kurzfristig nicht überversorgt.

Chart zeigt Ölpreis-Kursverlauf seit November 2020



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