Der Ölpreis ist aktuell im Absturz-Modus. Seit Freitag Abend geht es um fast 4 Dollar abwärts auf aktuell 62,17 Dollar. Vorher war es der Aufwärtsmodus: Letzte Woche Dienstag bis Freitag konnte der Ölpreis gar nicht schnell genug ansteigen, und zwar von 62 auf 66,35 Dollar. Im Chart sehen wir den Verlauf seit dem 19. September. Wir wiesen in unserem Bericht vom 24. September daraufhin, dass es sich bei diesem Anstieg um eine Bullenfalle handeln könnte. Und in diesem Fall war es auch eine. Denn die Gründe für den vorigen Anstieg waren ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen, die zu weniger russischen Exporten für den Weltmarkt führen könnten. Solche Begründungen kommen und gehen, und halten in der Regel nie besonders lange durch, um den Ölpreis zu bewegen.
UPDATE 18 Uhr: Die OPEC meldet sich zu Wort. Zitat aus der Meldung (übersetzt): Das OPEC-Sekretariat weist die jüngsten Medienberichte, wonach die Länder der Gruppe der Acht (G8) eine Produktionssteigerung um 500 kb/d planen, entschieden zurück. Diese Behauptungen sind völlig unzutreffend und irreführend. Derzeit haben die Gespräche zwischen den zuständigen Ministern über das bevorstehende Treffen noch nicht begonnen. Das OPEC-Sekretariat fordert die Medien daher nachdrücklich auf, bei ihrer Berichterstattung Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein walten zu lassen, um unnötige Spekulationen auf dem Ölmarkt zu vermeiden.
OPEC dismisses misleading Media Reports regarding upcoming G8 meeting.
Vienna, Austria.
30 September 2025The OPEC Secretariat firmly rejects recent media reports alleging that the Group of Eight (G8) countries are planning to increase production by 500 kb/d. These claims are… pic.twitter.com/NfugzRdLtC
— OPEC (@OPECSecretariat) September 30, 2025
Ölpreis-Sturz: Blick auf OPEC
Nachfolgend finden Sie unseren bisherigen Originalbericht: Aktuell ist die OPEC und ihr erweiterter Kreis namens OPEC+ wieder im Fokus. Das Kartell hat monatelang seine Öl-Fördermenge immer stärker erhöht. Experten sind sind weitestgehend einig, dass deshalb in den nächsten Monaten am globalen Ölmarkt ein Überangebot herrschen wird, was logischerweise den Ölpreis nach unten drücken könnte. Genau deshalb sehen wir aktuell wohl diese fallenden Preise. Denn man hört aktuell schon wieder Signale von der OPEC. Am kommenden Wochenende steht die nächste Entscheidung zur Fördermenge an, und auch dort könnte man nochmal mehr Fördermenge vereinbaren.
OPEC+ diskutiert beschleunigtes Hochfahren der Produktion
Die OPEC+ will über eine rasche Umsetzung ihrer jüngsten Runde von Fördermengensteigerungen in drei monatlichen Tranchen von jeweils etwa 500.000 Barrel pro Tag diskutieren, um Marktanteile zurückzugewinnen, wie ein Delegierter mitteilte, so Bloomberg News aktuell. Weiter wird berichtet: Saudi-Arabien und seine Partner werden bei ihrem Treffen am 5. Oktober die beschleunigte Rückkehr der restlichen 1,66 Millionen Barrel pro Tag an Fördermengen prüfen, sagte der Delegierte, der aufgrund der Vertraulichkeit der Gespräche anonym bleiben wollte. Es wurde noch keine Entscheidung getroffen, und eine Erhöhung um etwa 500.000 Barrel pro Tag ist eine der Optionen, die zur Debatte stehen.
Anfang dieses Monats kündigten die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ihre Partner an, dass sie eine viel geringere Menge – etwa 137.000 Barrel pro Tag – hinzufügen würden, was die Frage aufwirft, wie schnell der Rest zurückgegeben wird. Laut der Internationalen Energieagentur in Paris steuert der Ölmarkt im nächsten Jahr auf einen Rekordüberschuss zu. Während zusätzliche Barrel dies noch verstärken werden (FMW: Mehr Abwärtsdruck auf den Ölpreis), haben sich Händler auf die Tatsache konzentriert, dass China große Mengen Öl für seine strategischen Reserven gekauft hat, wodurch ein Aufbau von Lagerbeständen im Westen verhindert wurde.
Delegierte sagten, dass Riad versucht, den Anteil an den globalen Märkten zurückzugewinnen, den Saudi-Arabien in den letzten Jahren an Konkurrenten wie US-Schieferölförderer verloren hat. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman reist im November ebenfalls nach Washington, um sich mit Präsident Donald Trump zu treffen, der einen niedrigeren Ölpreis gefordert hat.
Die Entscheidung der OPEC, trotz des rückläufigen Verbrauchs in China und des reichlichen Angebots in den USA die Ölhähne aufzudrehen, hat zwar einen gewissen Druck auf die Rohölmärkte ausgeübt, aber der Ölpreis hat sich dennoch als recht stabil erwiesen.
FMW/Bloomberg
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Nachdem der 47. US-Präsident Donald John Trump und Premierminister Benjamin Netanyahu im Rahmen ihrer aktuellen Konsultationen auch den Iran thematisierten, bleibt die weitere Entwicklung des Ölpreises abzuwarten.
Ein aktuelles Zitat der Iranische Revolutionsgarde: „Die iranischen Streitkräfte sind gegen einen möglichen Angriff vollständig vorbereitet“./Quelle: irna.ir
Ein Argument, daß es bei der zwischen Außenminister Sergej Lawrow und Außenminister Marco Rubio vereinbarten Umsetzung des Alaska-Gipfels bleibt, ist, daß sich ukrainische Angriffe auf die Ölindustrie des OPEC+-Mitgliedslandes Russische Föderation auswirken.
Die Öl-Allianz OPEC+ erhöht ab November d.J. die Ölfördermenge um täglich 137.000 Barrel, und begründet dies mit „stabilen globalen Wirtschaftsaussichten“./Quelle: ZDF-Fernsehtext
„Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman reist im November ebenfalls nach Washington, um sich mit Präsident Donald Trump zu treffen, der einen niedrigeren Ölpreis gefordert hat.“
Super-Donald braucht niedrige Ölpreise und damit niedrige Spritpreise um die Inflation in USA niedrig zu halten.