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Ölpreis-Anstieg wegen Ukraine-Krieg – ein kräftiger Faktor drückt dagegen

Öl-Bohrinsel im Meer

Der WTI-Ölpreis ist von Freitag Abend bei 91,90 Dollar auf aktuell 94,97 Dollar angestiegen (heute Nacht aber im Top kurz bei 99 Dollar). Das europäische Brent-Öl notierte Freitag Abend noch bei 98,40 Dollar, aktuell bei 100,89 Dollar. Auch wenn sich die Preise in den letzten Stunden etwas beruhigt haben und gefallen sind – die Lage bleibt extremst angespannt.

Ukraine-Krieg befeuert Ölpreis

Der Ölpreis kann jederzeit weiter durch die Decke gehen. Nachdem der Westen die Sanktionen gegen Russland am Wochenende kräftig verschärft hat, könnte Russland nun seinerseits plötzlich den Hahn für Öl oder Gas abdrehen – dann könnte der Ölpreis kräftig durchstarten auf viel höhere Kursniveaus, da dann eine Verknappung beim Ölangebot eintreten würde. Zum Beispiel schreiben die Rohstoff-Experten der Commerzbank heute, dass Russland als Vergeltung für diese einschneidenden Maßnahmen die Energielieferungen nach Europa reduzieren oder sogar ganz einstellen könnte. Aber noch gebe es dafür keinen Anhaltspunkt.

Koordinierte Flutung mit Öl aus Reserven?

Dreht Russland den Öl-Hahn nicht plötzlich zu, könnte auf der Gegenseite jederzeit ein Faktor ins Spiel kommen, der den Ölpreis zum Sinken bringt. Laut aktuellen Aussagen im Wall Street Journal erwägen die USA und andere große Ölverbraucher die Freigabe von 70 Millionen Barrel Öl aus ihren Notvorräten. Die Mitglieder der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten sich demnach bereits heute oder morgen darauf einigen ihre nationalen strategischen Ölreserven anzuzapfen.

Wer derzeit Öl handelt, tanzt sozusagen auf dem Vulkan. Jederzeit kann Wladimir Putin Gegensanktionen gegen den Westen verhängen, die den Ölpreis kräftig steigen lassen. Und jederzeit kann nun die Nachricht über die Freigabe aus westlichen Öl-Reserven kommen, was den Markt flutet und somit die Angebotsmenge erhöht – was wiederum den Ölpreis drücken sollte.

Chart zeigt WTI-Ölpreis im Kursverlauf seit letztem Dienstag WTI-Ölpreis im Kursverlauf seit letztem Dienstag.

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