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Märkte

Ölpreis weiter auf dem Weg nach unten? Spekulanten + Überangebot

Die aktuellsten Daten der US-Terminmarktaufsicht CFTC geben einen faktenbasierten Grund, warum der Ölpreis letzte Woche so schwächelte. Neben weichen wenig greifbaren Faktoren ist es die Short-Spekulation…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die aktuellsten Daten der US-Terminmarktaufsicht CFTC geben einen faktenbasierten Grund, warum der Ölpreis letzte Woche so schwächelte. Neben weichen wenig greifbaren Faktoren ist es die Short-Spekulation, die Fahrt aufnimmt. Shortpositionen im US-Rohöl WTI stiegen letzte Woche um 38.897 Futures + Optionskontrakte – das war der größte Zuwachs seit dem Jahr 2006. Die Shortpositionen der Money Managers (Vermögensverwalter, Hedgefonds usw) stieg um 28% auf 180.134 Kontrakte.

Letzte Woche berichteten wir schon darüber, dass sich einige US-Banken plötzlich auf zu hohe Lagerbestände beim Benzin eingeschossen haben – so als hätte das vorher noch niemand gemerkt (Bestände auf 5 Jahreshoch). Daher steigen auch hier die Spekulationen auf fallende Kurse mit 5.078 Kontrakten Netto-Short auf Benzin an US-Terminbörsen (Rekord).

Letzte Woche Mittwoch wurde der Abbau der übervoller Rohöl-Lagerbestände in den USA erstmal gestoppt, und es ging erstmal wieder rauf mit +1,7 Millionen Barrels auf 521,1 Mio. Vom Höhepunkt Ende April bei 543 Mio Barrels ist man bis jetzt nur in kleinen Schritten runtergekommen. Die Benzinlager sind letzten Mittwoch die dritte Woche in Folge gestiegen. Recht ungewöhnlich in Sommermonaten, wo die Amerikaner normalerweise auf die Tube drücken und viel Sprit verbrauchen.

Die Citigroup z.B. ist bearisch eingestellt für den Ölpreis. Der Markt sei bearisch. Der Ölmarkt selbst sei bestückt mit einem Überangebot. Auch eine sensationell neue Erkenntnis. Auch kommt ein Fakt hinzu, der vorauszusehen war: Wie die Lemminge haben viele kleine amerikanische Frackingbuden ihre Ölbohrstellen (Oil rigs) wieder hochgefahren, als der Preis vor Kurzem um die 50 Dollar hing. So ist die Anzahl der Oil rigs letzte Woche um 3 Stück gestiegen. Aber wichtiger ist der Trend. Dieser Anstieg auf 374 Stück ist der fünfte wöchentliche Anstieg nacheinander! Also: Tendenz Fördermenge erst einmal rauf – schlecht für den Ölpreis.

Dass die Spekulanten letzte Woche so drastisch auf den Short-Zug gesprungen sind, könnten vorausschauende Zocker auch als Kontraindikator ansehen (das Gegenteil der Herde machen). Nachdem der Ölpreis wochenlang von über 51 am Freitag auf fast 40 Dollar fiel, hat er sich übers Wochenende ein klein wenig erholt auf über 41 Dollar. Nur ein weiteres kurzes Durchschnaufen auf dem Weg nach unten?

Ölpreis
Der WTI-Ölpreis seit letzten Mittwoch.

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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