Die Aktienmärkte markieren neue Höchststände, während gleichzeitig der Ölpreis ein Vierjahreshoch erreicht – eine Konstellation, die laut André Stagge historisch beispiellos ist und ökonomisch Fragen aufwirft. Während insbesondere der US-Leitindex S&P 500 von einer starken Berichtssaison und der KI-Dominanz von Tech-Konzernen profitiert, entwickelt sich der Energiemarkt in eine entgegengesetzte Richtung mit potenziell erheblichen Risiken. Die gleichzeitige Stärke beider Märkte deutet auf eine wachsende Divergenz hin, deren Konsequenzen bislang von den Aktienmärkten weitgehend ignoriert werden.
Divergenz zwischen Ölpreise und Aktienmärkte
Auffällig ist dabei die unterschiedliche Betroffenheit der Regionen. Während die USA durch technologiegetriebene Geschäftsmodelle weniger sensitiv auf steigende Energiepreise reagieren, sind Europa und Asien deutlich stärker vom Ölpreis abhängig. Industrieunternehmen geraten hier zunehmend unter Druck, was sich bereits in einzelnen Unternehmensentwicklungen widerspiegelt. Stagge sieht darin ein strukturelles Problem: Ein dauerhaft hoher Ölpreis wirkt wie eine versteckte Steuer auf die Realwirtschaft und könnte mittelfristig die Aktienmärkte belasten.
Die aktuelle Entwicklung erinnert an frühere Marktphasen, etwa im Jahr 2022. Damals stieg der Ölpreis zunächst stark an, während die Aktienmärkte noch Widerstandskraft zeigten. Erst mit zeitlicher Verzögerung folgte ein deutlicher Rückgang an den Börsen. Ein ähnliches Muster könnte sich nun wiederholen. Besonders kritisch ist aus Sicht von André Stagge, dass es derzeit kaum Anzeichen für eine nachhaltige Entspannung beim Ölpreis gibt, da die Straße von Hormus faktisch gesperrt bleibt.
Geopolitische Faktoren spielen hierbei eine zentrale Rolle. Trotz eines Waffenstillstands im Nahen Osten bleibt die Straße von Hormus ein Engpass für den globalen Ölhandel. Der eingeschränkte Schiffsverkehr und steigende Lagerbestände in der Region führen zu erheblichen Marktverzerrungen. Gleichzeitig sinkt das weltweit im Transit befindliche Öl, was die Angebotsseite zusätzlich verknappt. Diese strukturellen Probleme dürften nicht kurzfristig lösbar sein, selbst bei einer politischen Entspannung.
Ein weiterer Belastungsfaktor ergibt sich aus der Inflationsdynamik. Neben Energie verteuern sich auch Agrarrohstoffe deutlich, was insbesondere in Schwellenländern zu sozialen Spannungen führen kann. Für die Geldpolitik bedeutet dies einen eingeschränkten Handlungsspielraum: Sowohl die Fed als auch die EZB signalisieren Zurückhaltung bei Zinssenkungen, solange der Inflationsdruck hoch bleibt. Dies wiederum belastet die Finanzierungskosten für Unternehmen und erhöht das Risiko von Kreditausfällen – ein Umfeld, das den Aktienmärkte zunehmend Gegenwind verleiht.
Inflationsdruck und Marktillusion
Trotz dieser Risiken zeigen sich die Aktienmärkte bislang erstaunlich robust. Die Volatilität ist rückläufig, und viele Marktteilnehmer scheinen auf einen baldigen Rückgang des Ölpreises zu setzen. Genau hier sieht Stagge eine gefährliche Fehleinschätzung. Die fundamentalen Daten sprechen eher für anhaltend hohe Energiepreise, was die jüngste Rally und aktuelle Bewertungen an den Aktienmärkten zunehmend fragil erscheinen lässt.
In der Konsequenz passt der Börsenprofi bereits sein Portfolio an und reduziert Engagements in energieintensiven Branchen wie Transport und Industrie. Der Fokus verschiebt sich hin zu widerstandsfähigeren Geschäftsmodellen. Die zentrale These bleibt jedoch bestehen: Sollte der Ölpreis auf hohem Niveau verharren, dürfte sich die Schere zu den Aktienmärkten nicht dauerhaft halten lassen – mit entsprechenden Korrekturrisiken in den kommenden Monaten.
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Gerüchten zufolge, steht die 2. Angriffswelle bevor. Und Russland muß sich entscheiden ob es seine Sicherheitsinteressen glaubwürdig nachkommen will. Der Unmut in der Bevölkerung wegen der Drohnenangriffe, nachweislich geführt aus der Nato, zwingt Putin zum handeln oder er ist weg.
Das Bekenntnis der Notenbanken, die Zinsen trotz Inflation nicht zu erhöhen, wirkt wie ein Katalysator auf die Märkte.
Denn das hatte man ja befürchtet…das die hohen Ölpreise die Inflation anheizen und die Notenbanken die Zinsen erhöhen, was dann wiederum schlecht für Aktien wäre.
Mit allem anderen können die Börsen kurzfristig gut leben. Im Gegenteil…da boomen Öl und Rüstung erst so richtig !
Zu Deutschland und Europa: Es war immer das Ziel einen Spaltkeil zwischen Europa und Russland eventuell sogar Asien zu treiben.
Mit dem Ukrainekrieg ist der Plan aufgegangen. Seitdem können wir keine billigen Rohstoffe mehr von dort beziehen.
Wir zahlen jetzt den dreifachen Preis bei Öl und Gas…!
Dementsprechend sollte man vom DAX Kursindex keine Wunder erwarten. Er steht immerhin noch knapp 50 Prozent übern 2000er Niveau…
Wichtig zu wissen, alle Indizes werden fast ausschließlich als reine Kursindexe veröffentlicht. Die deutsche Erfindung mit dem Performance Index resultiert aus den Achtzigern ,als der Index das Licht der Welt erblickte.
Damals lag die deutsche Umlaufrendite bei über 8 Prozent im Schnitt und man musste ein Argument finden, warum die Anleger ihre sicheren- und noch dazu hoch verzinsten Staatsanleihen gegen Aktien eintauschen sollten…? !
Also erfand man den Performance Index….den Index mit Dividenden….!
6266 wurden im März des Jahres 2000 erreicht..knappe 9000 sind es aktuell!
Vergleichen Sie bitte hierzu die Unterschiede in der Performance der beiden Seiten…Dax Performance Index zu Dow Jones Total Return Index…!
Denn natürlich zahlen auch amerikanische Unternehmen ihren Kunden die Dividenden aus.
Irr gendwann wird Erdöl, nur noch den Platz einnehmen wo es sein soll. Als bestes Chemisches Naturprodukt für die Pharmazie. Und wenn es mal nicht mehr stinken darf nach Benzin, haben wir die Zugsalbe, Ichttholan. Schwarz wie die Nacht. Riecht als wär man in ein Borloch gefallen. Gut das es die Vergangenheit gibt, sie ist der Garant für die Zukunft der Menschlichen Massenbildung. Weil Gefühle den Verstand meistens austricksen und gewisse Massenlenker damit gut umgehen können. Ergo die Rally wird anscheinend weitergehen oder nicht wenn der Irr sinn weitergeht oder nicht. Das heißt, Andre hat recht, aber andere haben auch recht.