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Ölpreis im Aufwind – und die OPEC erhöht die Nachfrage-Prognose

Öl-Bohrturm

Noch am letzten Donnerstag erlebte der Ölpreis einen Abrutsch. Denn China verkündete, dass man zum allerersten Mal seine Öl-Reserven angreift, um den Inflationsdruck zu mildern. Man will aus den staatlichen Reserven Öl verauktionieren. Durch mehr Angebot soll der Ölpreis gedrosselt werden, folglich auch die Inflation. Aber am globalen Ölmarkt hielt die „Depression“ über diese Nachricht nur sehr kurz an. Denn seit Freitag früh steigt beispielsweise WTI-Öl wie am Strich gezogen an, von 68 Dollar auf aktuell 70,43 Dollar.

Ölpreis immer noch mit Stütze von Hurrikan Ida

Laut Berichten aus den USA helfen die Nachwirken von Hurrikan Ida immer noch den Ölpreis hoch zu pushen. Denn es soll immer noch eine bedeutende Menge an Ölförder-Kapazitäten ausgefallen sein. Das wird sich wieder normalisieren, nur dauert es diesmal offenkundig länger als üblich. Weniger Angebot ist logischerweise gut für einen steigenden Ölpreis – erst einmal.

OPEC erhöht Nachfrageprognose für 2022

Hinzu kommt heute die frische Meldung der OPEC mit ihrem Monatsbericht für September, in dem Förderdaten zu Ende August enthalten sind. Demzufolge hat das Kartell insgesamt im Vergleich von Juli auf August 151.000 Barrels pro Tag mehr an Öl gefördert. Das ist derzeit aber weniger wichtig als die Aussagen der OPEC zu ihrer Nachfrage-Prognose. Dort spricht das Kartell heute für das Gesamtjahr 2021 über die Erwartung einer durchschnittlichen globalen Nachfragemenge von 96,7 Millionen Barrels pro Tag – vor vier Wochen sprach man noch von 96,6 Millionen Barrels pro Tag.

Ein deutlicher Unterschied ist da schon eher zu erkennen bei der heutigen OPEC-Prognose für das Gesamtjahr 2022. Lag man vor vier Wochen mit seiner Nachfrageprognose noch bei +3,3 Millionen auf 99,9 Millionen Barrels pro Tag, so prognostiziert man heute einen Nachfragewert von +4,2 Millionen auf 100,8 Millionen Barrels pro Tag für nächstes Jahr. Man sieht also eine im nächsten Jahr spürbar höhere Nachfrage nach Öl. Das zusammen mit den Produktionsproblemen im Golf von Mexiko verleiht dem Ölpreis erstmal weiterhin Auftrieb beziehungsweise Stabilität?

Fördermengen-Tabelle der OPEC

Im folgenden TradingView Chart sehen wir seit dem 7. September als blaue Linie WTI-Öl als CFD, und in orange den Dollar-Index. Normalerweise müsste ein steigender Dollar Öl schwächen. Aber dass der Ölpreis trotz festerem Dollar derzeit ansteigt, zeigt aktuell eigenständige Stärke im schwarzen Gold.

Chart vergleicht Verlauf von Ölpreis und Dollar-Index



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