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Märkte

Ölpreis bewegt sich wieder nach drei Tagen Totenstarre – zwei Gründe

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Ölpreis ist von Mittwoch Nachmittag bis gestern Nachmittag gut drei Tage lang in einer sehr geringen Range geschwankt. WTI-Öl schwankte zwischen 59,90-60,90 Dollar. Für den volatilen Markt der letzten Monate war das fast ein komatöser Zustand. Der folgende Chart seit dem 4. Juli zeigt den Seitwärtstrend der letzten Tage recht gut. Aber jetzt kommt wieder ein wenig Leben in die Bude

Ölpreis Verlauf in den letzten Tagen

Ölpreis bewegt sich wieder – zwei Gründe

Von gestern Nachmittag bis heute früh ist aber wieder etwas Leben in den Markt gekommen. Der WTI-Ölpreis fällt um gut 1 Dollar auf aktuell 59,50 Dollar. Begründet ist dieser Rückfall zum einen in den chinesischen BIP-Daten von gestern. Sie fielen so schlecht aus wie noch nie, seitdem die Datenaufzeichnung in den 90ern begann. Dies nährt Zweifel an der Öl-Nachfrage aus China!

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Und dann wäre da noch der Tropensturm, der in den letzten Tagen über den Golf von Mexiko sowie die südliche US-Küste hinweg gezogen ist. Arbeiter waren tagelang von Öl-Plattformen aus dem Golf abgezogen, und eine Fördermenge von 1,3 Millionen Barrels pro Tag stand dem Ölmarkt nicht zur Verfügung. Aber nun nach Ende des Sturms wird die Förderung wohl rasch hochgefahren, und diese Fördermenge kommt zurück auf den Markt. Das drückt natürlich auf den Ölpreis!

Wie geht es weiter?

So hat der Markt (endlich mal?) zwei kurzfristige Gründe um ein wenig zu fallen. Es mag auch ein wenig Sommerloch und Charttechnik eine Rolle spielen. Denn man schaue mal auf die Charts. Der Ölpreis ist in den letzten vier Wochen um 10 Dollar gestiegen! Da tut eine kleine Pause auch mal gut. Jetzt am heutigen Dienstag beginnt der wöchentliche Anlauf auf die US-Lagerbestände für Rohöl. Heute Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit werden die privat ermittelten API-Lagerbestände veröffentlicht, und morgen um 16:30 Uhr folgen die offiziellen Daten der Energiebehörde EIA.

Letzte Woche konnte man mehr als eindrucksvoll sehen, wie sehr die Lagerdaten aus den USA den Markt bewegen. Der Ölpreis wurde durch die API-Daten von 58 auf 59,50 Dollar getrieben (rückläufige Lager). Dann kamen am nächsten Tag die EIA-Daten mit noch größeren Rückgängen in den Lagerbeständen, und der WTI-Ölpreis stieg weiter bis auf 60,90 Dollar. Dieses grundsätzlich hohe Niveau konnte der Markt dann erst einmal halten. Bis es jetzt diese beiden für den Ölpreis negativen Nachrichten (China + Golf von Mexiko) gab. Man darf davon ausgehen, dass API und EIA-Daten nun wieder kurzfristig die „Kontrolle“ über die Kursentwicklung übernehmen werden. Denn sie sind der beste Gradmesser, ob gerade mehr Öl gefördert wird, als real von Verbrauchern nachgefragt wird. Wenn nämlich zu viel produziert wurde, steigen die Lagerbestände, und umgekehrt.

US-Fördermenge

Auch schaut der Ölmarkt morgen auf die offiziell verkündete Fördermenge im Wochenvergleich. Ein Bericht der EIA legt nämlich nahe, dass die Fracker in den großen Fördergebieten in den USA ihre Fördermenge weiter hochfahren. Die Rekordstände in der US-Förderung könnten also weiter steigen und somit den Ölpreis weiter drücken. Also, Augen auf heute Abend und morgen Nachmittag!

WTI-Ölpreis Verlauf der letzten 12 Monate
WTI-Ölpreis Verlauf der letzten 12 Monate.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Kritiker

    16. Juli 2019 11:21 at 11:21

    Es ist mir unverständlich, wie man so oberflächliche Reporter-Aussagen tätigen kann, und unfachmännische Halbwahrheiten verbreitet.
    (…….. hat der Markt (endlich mal?) ….Gründe …zu fallen. …. Denn… der Ölpreis ist in den letzten vier Wochen um 10 Dollar gestiegen! )

    Was war den die 4 Wochen von Mai auf Juni zuvor??
    Der Ölpreis hatte einen 25% Crash !!!! Schon vergessen?
    Ich nicht, denn der war ungerechtfertigt, unerwartet und vollkommen übertrieben. Er hat mir auch mein halbes Vermögen vernichtet.

    Denn erst ein halbes Jahr zuvor hatten wir bereits einen Crash von 45% erleben müssen und da war jetzt ein Rücklauf selbstverständlich !!

    Schauen Sie sich mal die Kurshochs von letzten Jahr, oder von Ende April 19 an, dann kann man neutral beurteilen wo der Preis heute steht!!!

  2. Avatar

    Kritiker

    16. Juli 2019 23:46 at 23:46

    na zufrieden mit dem Kursfall?

    Genau wie vor 2 Wochen und auch sonst immer wieder mal rauscht der Kurs in wenigen Minuten grundlos in den Keller, diesmal vom Hoch 5%. Diese heftigen Kurs-Manipulationen kommen öfters vor, sieht man, wenn in ganz kurzer Zeit extrem viel Volumen auftritt und der Kurs abstürzt, und sonstige Zeiten nur wenig Bewegung.

    Aber über solche Kursänderungen wird auch nie etwas erwähnt !!!!

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Aktienmärkte, Gold – alles fällt! Marktgeflüster (Video)

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Heute fallen die Aktienmärkte – vor allem der lange so widerstandsfähige Dax mit einem rabenschwarzen Tag – aber auch der vermeintlich sichere Hafen Gold kommt stark unter Druck (Silber fällt sogar fast -10%). Für den Abverkauf gibt es vorwiegend zwei Gründe: erstens die Sorge um neue lockdowns in Europa, und zweitens wird ein Stimulus-Deal in den uSA zwischen US-Republikanern und US-Demokraten nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ginsburg deutlich unwahrscheinlicher, weil die Trump-Administration noch vor der US-Wahl einen eigenen Kandidaten installieren will. Damit bestätugt sich bislang ein Schema für die Aktienmärkte: die Woche nach dem September-Verfall ist historisch unter den schwächsten Handelswochen des gesamten Jahres..

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Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

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Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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