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Ölpreis bricht nach OPEC-Deal massiv ein – was war da los?

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis ist gestern so richtig kräftig eingebrochen. WTI-Öl fiel ziemlich genau 3 Dollar in den Keller, und das in einem klaren zügigen Abwärtsrutsch. Was ist hier passiert? Wir begeben uns mal auf Spurensuche! Eigentlich war dieser Abrutsch so nicht erwartet worden, auch von uns nicht. Gut, Gewinnmitnahmen… aber -3 Dollar? Dass dieser Sturz wirklich überraschend kam, zeigte auch die Reaktion des Generalsekretärs der OPEC, der dazu gestern sagte, beim aktuellen Verfall im Ölpreis handele es sich wohl um eine „Anomalie“.

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Ölpreis-Absturz und die Suche nach dem Grund

Am Montag beschloss die OPEC wie es zu erwarten war eine Verlängerung der Fördermengenkürzung um sogar neun Monate, wo die Erwartungen bei 6-9 Monaten lagen. Und gestern dann beschloss der Ausschuss aus OPEC und externen Partnern wie Russland, dass auch die Externen diesen Schritt mit gehen. Damit war die Markterwartung an das Treffen erfüllt worden.

Wir sprachen schon in unserem gestrigen Bericht von Gewinnmitnahmen nach dem Motto „sell on good news“. Aber hey, liebe Leute. Ein Absturz im Ölpreis von 3 Dollar, das war doch zu viel des Guten? Wir glauben an eine Kombination aus Gründen. Erst nahmen Trader Gewinne der letzten Tage mit. Dann sprangen womöglich ALGOS (Computerprogramme) auf, die durch Anschlussverkäufe am Terminmarkt einen Lawineneffekt auslösten.

Kommentatoren in den USA glauben beispielsweise daran, dass der Abrutsch im Ölpreis entstand, weil die OPEC die verlängerte Kürzungsmenge von 1,2 Mio Barrels pro Tag nicht erhöht habe. Oder auch könne der Absturz so interpretiert werden, dass die Nachfrageseite für Öl eben sehr schlecht aussehe. Ach so (meinen wir), so ganz plötzlich nach dem OPEC-Treffen entdeckt der Terminmarkt eine Nachfrageschwäche und drückt den Ölpreis 3 Dollar nach unten? Na ja… Aber es verhält sich theoretisch wohl so: Sollte die Nachfrageseite stärker schwächeln, könnte die OPEC sich womöglich genötigt fühlen ihre Förderung noch stärker zu kürzen – wenn sie den Ölpreis hochpushen will.

API-Daten und staatliche Lagerdaten

Gestern am späten Abend wurden die privat erhobenen API-Lagerdaten für Rohöl in den USA veröffentlicht mit einem Rückgang von 5 Millionen Barrels im Wochenvergleich. Das konnte den Absturz im Ölpreis über Nacht bremsen, und aktuell notiert WTI-Öl bei 56,36 Dollar. Heute um 16:30 Uhr folgen dann die offiziellen Öl-Lagerbstände der Energiebehörde EIA. Bringt ein stärkerer Rückgang der Lager wieder einen Anstieg im Ölpreis? Und wir vermuten mal: Der gestrige Preissturz könnte nur eine „Anomalie“ bleiben und schnell wieder nach oben ausgebügelt werden. Sicher ist das nicht, aber denkbar. Wir sagen es zum x-ten Mal: Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Bilden Sie sich ihre eigene Meinung!

Der WTI-Ölpreis seit dem 21. Juni
Der WTI-Ölpreis seit dem 21. Juni.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    3. Juli 2019 13:10 at 13:10

    Auf zu neuen Tiefen…

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Goldpreis – jetzt aufwachen!

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Ein Stapel Barren aus Gold

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Goldpreis – der Trend ist intakt, kurzfristige Schwäche nutzen

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Entsprechend gilt es jetzt auf Zeichen einer Bodenbildung zu achten. Für eine langfristige Positionierung ist ein gestaffelter Einstieg im aktuell angelaufenen Unterstützungsniveau sehr interessant.

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Minenaktien – der Hebel zum Goldpreis

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Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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