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Ölpreis bricht nach OPEC-Deal massiv ein – was war da los?

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Der Ölpreis ist gestern so richtig kräftig eingebrochen. WTI-Öl fiel ziemlich genau 3 Dollar in den Keller, und das in einem klaren zügigen Abwärtsrutsch. Was ist hier passiert? Wir begeben uns mal auf Spurensuche! Eigentlich war dieser Abrutsch so nicht erwartet worden, auch von uns nicht. Gut, Gewinnmitnahmen… aber -3 Dollar? Dass dieser Sturz wirklich überraschend kam, zeigte auch die Reaktion des Generalsekretärs der OPEC, der dazu gestern sagte, beim aktuellen Verfall im Ölpreis handele es sich wohl um eine „Anomalie“.

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Ölpreis-Absturz und die Suche nach dem Grund

Am Montag beschloss die OPEC wie es zu erwarten war eine Verlängerung der Fördermengenkürzung um sogar neun Monate, wo die Erwartungen bei 6-9 Monaten lagen. Und gestern dann beschloss der Ausschuss aus OPEC und externen Partnern wie Russland, dass auch die Externen diesen Schritt mit gehen. Damit war die Markterwartung an das Treffen erfüllt worden.

Wir sprachen schon in unserem gestrigen Bericht von Gewinnmitnahmen nach dem Motto „sell on good news“. Aber hey, liebe Leute. Ein Absturz im Ölpreis von 3 Dollar, das war doch zu viel des Guten? Wir glauben an eine Kombination aus Gründen. Erst nahmen Trader Gewinne der letzten Tage mit. Dann sprangen womöglich ALGOS (Computerprogramme) auf, die durch Anschlussverkäufe am Terminmarkt einen Lawineneffekt auslösten.

Kommentatoren in den USA glauben beispielsweise daran, dass der Abrutsch im Ölpreis entstand, weil die OPEC die verlängerte Kürzungsmenge von 1,2 Mio Barrels pro Tag nicht erhöht habe. Oder auch könne der Absturz so interpretiert werden, dass die Nachfrageseite für Öl eben sehr schlecht aussehe. Ach so (meinen wir), so ganz plötzlich nach dem OPEC-Treffen entdeckt der Terminmarkt eine Nachfrageschwäche und drückt den Ölpreis 3 Dollar nach unten? Na ja… Aber es verhält sich theoretisch wohl so: Sollte die Nachfrageseite stärker schwächeln, könnte die OPEC sich womöglich genötigt fühlen ihre Förderung noch stärker zu kürzen – wenn sie den Ölpreis hochpushen will.

API-Daten und staatliche Lagerdaten

Gestern am späten Abend wurden die privat erhobenen API-Lagerdaten für Rohöl in den USA veröffentlicht mit einem Rückgang von 5 Millionen Barrels im Wochenvergleich. Das konnte den Absturz im Ölpreis über Nacht bremsen, und aktuell notiert WTI-Öl bei 56,36 Dollar. Heute um 16:30 Uhr folgen dann die offiziellen Öl-Lagerbstände der Energiebehörde EIA. Bringt ein stärkerer Rückgang der Lager wieder einen Anstieg im Ölpreis? Und wir vermuten mal: Der gestrige Preissturz könnte nur eine „Anomalie“ bleiben und schnell wieder nach oben ausgebügelt werden. Sicher ist das nicht, aber denkbar. Wir sagen es zum x-ten Mal: Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Bilden Sie sich ihre eigene Meinung!

Der WTI-Ölpreis seit dem 21. Juni
Der WTI-Ölpreis seit dem 21. Juni.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    3. Juli 2019 13:10 at 13:10

    Auf zu neuen Tiefen…

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Finanznews

Aktienmärkte: Perfekter Sturm? Marktgeflüster (Video)

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Braut sich da für die Aktienmärkte der perfekte Sturm zusammen – mit einem Potential, wie wir es zuletzt im Januar 2018 und im Dezember 2018 gesehen haben? Manches spricht dafür: die extreme Positionierung der Investoren vor allem im US-Tech-Sektor, die mangeldenen Absicherungen (Put-Optionen), der Glaube, dass nichts schief gehen könne, weil die Fed ja als Retter jederzeit bereit stehe etc. etc. Aber nun scheint das Coronavirus vor allem in Südkorea und Japan um sich zu greifen, die WHO zeigt sich zunehmend nervös. Und die Wall Street realisiert, dass auch die amerikanischen Aktienmärkte und die US-Wirtschaft nicht immun sind gegen Schocks (heute der Einbruch beim US-Einkaufsmanagerindex vor allem im Dienstleistungsbereich)..

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Aktien

Kommt eine 10% Korrektur bei Aktien? China pumpt Geld, Gold steigt, und zwei Aktienideen

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China pumpt Milliarden ins Finanzsystem und senkt seinen Leitzins. Das soll helfen gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Manuel Koch bespricht das Börsengeschehen dieser Woche im folgenden Video. Goldman Sachs sieht die Möglichkeit, dass die Aktienmärkte um 10% einbrechen könnten. Gold hat laut Empfehlungen der trading-house Börsenakademie, die im Video besprochen werden, die Möglichkeit auf 1.700 Dollar zu steigen. Die Aktie von Airbus sei eine Short-Idee. Für beide Empfehlungen gibt es im Video konkrete Einstiegsmarken.

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Indizes

Die EZB hat eine Meinung zur aktuellen Hausse am Aktienmarkt

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Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Wie viele Kommentatoren gibt es dieser Tage, die kund tun, dass die aktuelle Hausse am Aktienmarkt eine Manie ist, eine reine Gier, ein Trieb der Angst, weil man keine Gewinne verpassen will, usw. Dazu noch billiges Geld von den Notenbanken, die Aktien fast alternativlos machen. Also, alles stumpf rein in den Aktienmarkt? Das Lustige oder auch Traurige ist: Einer der Hauptverursacher dieser Situation meldet sich zu Wort, und sieht das kritisch, was er geschaffen hat. Es ist die EZB.

Es ist eine knochentrockene Aufgabe sich durch den vier Wochen verzögert veröffentlichten Sitzungstext der EZB zu kämpfen. Aber mit einem Tag Verzögerung haben wir uns das angetan. Gestern wurde nämlich der Sitzungstext des EZB-Rats aus Januar veröffentlicht. Und siehe da, man hat auch eine Meinung zum Aktienmarkt. Eigentlich äußert sich die Europäische Zentralbank nicht zu konkreten Entwicklungen am Aktienmarkt. Denn man ist ja ein „neutraler“ Player, und hat nur die Preisstabilität im Blickpunkt? Aber sie äußert sich im aktuellsten Sitzungsprotokoll wie folgt (ins Deutsche übersetzt):

Es sei angemerkt worden (man merkt schon, Protokollanten-Slang), dass der Anstieg des Aktienmarktes nicht mit einer Verbesserung der Gewinnerwartungen (der Unternehmen) in Zusammenhang zu stehen scheint. Wie es auch in den Vereinigten Staaten der Fall zu sein scheint, deute dies auf eine mögliche Abkoppelung zwischen den lebhaften Finanzmärkten und den weiterhin gedämpften Aussichten für die Realwirtschaft hin. Es wurde auf die Aktienmärkte verwiesen, wo der anhaltende Anstieg der Bewertungen nur schwer mit den schwächeren Gewinnaussichten auf beiden Seiten des Atlantiks, den gedämpften Gewinnmargen und der allgegenwärtigen Unsicherheit zu vereinbaren war. Es wurde auch angemerkt, dass höhere Immobilienpreise zu einer Fragilität des Finanzsystems führen könnten, die durch die makroprudenzielle Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden könnte.

Dazu kann man nur sagen: Die Diagnose mag zwar richtig sein. Aber dass der Verursacher sich besorgt zeigt über die Folgen seines eigenen Handelns, ist schon bemerkenswert!

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