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Märkte

Ölpreis-Chaos: Dieser Chart erklärt die aktuelle Marktlage endgültig!

Am Mittwoch verlor der Ölpreis gut zwei Dollar nach den mal wieder gestiegenen Lagerbeständen für Rohöl, bei gleichzeitig gefallenen Lagerbeständen für Benzin in den USA. Das waren die harten Fakten, auf die der…

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Wir übertreiben natürlich ein klein wenig, aber wir denken doch, dass dieser Chart die aktuelle Marktlage gut erklärt. Am Mittwoch verlor der Ölpreis gut zwei Dollar nach den mal wieder gestiegenen Lagerbeständen für Rohöl, bei gleichzeitig gefallenen Lagerbeständen für Benzin in den USA. Das waren die harten Fakten, auf die der Markt reagierte. Gestern Nachmittag dann der starke Anstieg von gut 2,5 Dollar, der bis jetzt anhält auf das Level um die 44 Dollar. Und dieser Anstieg basiert nicht auf harten Zahlen, sondern auf den Aussagen aus Saudi-Arabien, über die wir gestern bereits berichteten.

Der saudische Ölminister verkündete man werde sich nächsten Monat mit OPEC und Nicht-OPEC-Staaten treffen um für eine „Stabilisierung“ zu sorgen. Die Saudis wollen also mit diesen Worten hier und jetzt höhere Ölpreise verursachen. Doch merkwürdig ist, dass sie selbst ganz aktuell ihre eigene Ölförderung auf ein neues Rekordniveau raufgeschraubt haben, wie auch ihre Nachbarn am Golf. Vergessen wir also die globale Überproduktion, die derzeit herrscht, vergessen wir die derzeitige wirtschaftliche Schwäche in vielen Ländern – sondern bleiben wir einfach bei den warmen Worten der Saudis. Auf die konnte man sich im Frühjahr ja auch so gut verlassen, als sie ständig von der bevorstehenden Fördermengen-Einfrierung sprachen, die nicht kam.

Übrigens: Ganz aktuell sieht es danach aus als würden die großen Ölmultis wie BP und Shell im Irak wieder ihre Investitionen hochfahren, was möglicherweise im nächsten Jahr um die 300.000 zusätzliche Barrels pro Tag auf den Markt bringen wird. Interessiert aber niemanden. Wenn der Markt rauf will, will er rauf, richtig? Jetzt hoffen wir erst einmal wieder alle gemeinsam auf den Oil Freeze beim nächsten OPEC/Non OPEC-Treffen, und können damit weiter steigende Kurse rechtfertigen?

Ölpreis 1
Der WTI-Ölpreis seit Mittwoch früh.

Ölpreis 2
Der WTI-Ölpreis seit Anfang des Jahres.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marko

    12. August 2016 21:19 at 21:19

    Langweilig,

    wissen Sie, warum ?
    Das sind genau die gleichen „Analysten“, die seit Jahresbeginn gesagt haben, „das Öl fällt unter 20 USD“

    Tolle Statisken, Fakten , bzw Hoffungen, aber : der Markt hat immer Recht.

    VG

    Marko

  2. Avatar

    Marko

    12. August 2016 21:30 at 21:30

    Und, Herr Kummerfeld,

    meinen Respekt für Ihre Analyse, nicht dass wir uns falsch verstehen, der Ölpreis ist ein bissl komplex. ;)

    VG

    Marko

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Anleihen

Aktienmärkte: Ist das das nächste große Ding? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street heute allesamt mit neuen Allzeithochs, während der Dax weiter stagniert und sogar einen leichten Wochenverlust ausweist – und das trotz neuem Optimismus in Sachen Brexit. Aber der Fokus richtet sich nun immer mehr auf die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen, die Zinskurve versteilt sich weiter (gut für Finanz-Aktien, nicht so gut für Tech, daher der Nasdaq heute nur mit kleinen Gewinnen). Sollten die Renditen weiter steigen, werden US-Anleihen wieder zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte. Dort aber herrscht nach wie vor eine „Rundum-sorglos-Stimmung“, vor allem die „Corona-Verlierer“ werden wieder gekauft (der Sektor Energie daher wider mit den größten Gewinnen)..

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Allgemein

Negativzinsen und Druckerpresse: Auswirkungen auf Menschen und Schrottunternehmen

Claudio Kummerfeld

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am

Negativzinsen helfen Schrottfirmen und schaden den Sparern

Die Druckerpressen von EZB, Federal Reserve und Co laufen auf Hochtouren. Und dank dem neuem US-Präsidenten Joe Biden (Vereidigung am 20. Januar) dürfte das Tempo an neu geschaffenem Geld und neuer Staatsverschuldung nochmal Fahrt aufnehmen. Auch die Eurozone steht dem mit der EZB in Nichts nach. Die Null- und Negativzinsen bleiben weiter dort wo sie sind, und das auf lange Zeit. Das haben die Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks klar gemacht. Was passiert, wenn Negativzinsen und Druckerpresse auf Menschen und Schrottunternehmen treffen? Hier kurz und knapp zwei Beispiele.

Die Schrottunternehmen werden auch gerne als Zombieunternehmen bezeichnet. Dies sind Unternehmen, die zum Beispiel noch nicht mal genug Geld verdienen um ihre Zinslast auf Kredite bedienen zu können. Oder sie überleben nur noch dank Staatshilfen, aber nicht aus strukturell echten Einnahmen. Wer Schrott ist, muss am Kapitalmarkt für Schulden eine höhere Risikoprämie zahlen. Denn der potenzielle Käufer von Schrottanleihen will sich das höhere Risiko einer Nicht-Zurückzahlung der Anleihe natürlich honorieren lassen. Von daher notieren die Renditen von Junk Bonds (Anleihen begeben von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität) immer deutlich höher als die von gut angesehenen Unternehmen.

Derzeit aber, wo die Notenbanken alles mit frisch gedrucktem Geld überschwemmen und wo die Negativzinsen alles runterdrücken, da profitieren auch die Zombieunternehmen von immer weiter fallenden Renditen für ihre Schulden. Wie der folgende zehn Jahre zurückreichende Chart zeigt, ist die durchschnittliche Rendite für Junk Bonds in den USA auf ein neues Rekordtief von 4,45 Prozent gesunken, mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Zombies freuen sich also über immer geringere Kosten für ihre Schulden.

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Der Spar-Michel zahlt die Zeche

Man erinnere sich noch zurück, als hier und da die aller erste Sparkasse oder Volksbank Negativzinsen für Kontoguthaben einführte. Was gab das für einen Aufschrei. Heute ist das Alltag. Und die Lawine rollt immer weiter. Die ganz frische Veröffentlichung des Portals Biallo zeigt, dass auch die Direktbanken immer stärker auf den Zug aufspringen. 240 Banken insgesamt kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es 317 Geldhäuser. Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu. Die DKB folgt aktuell der ING und führt ab sofort einen Negativzins in Höhe von minus 0,5 Prozent ein – für Einlagen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto. Wie bei der ING sollen Bestandskunden erst mal nicht betroffen sein.

Damit dürfte die Negativzins-Welle, die derzeit auf Sparer zurollt, noch mal deutlich an Fahrt gewinnen. Denn laut jüngsten Recherchen von Biallo haben auch große Regionalbanken in Hamburg, München und Köln zuletzt einen Strafzins für private Einlagen eingeführt. Erst gar keine Negativzinsen, jetzt gibt es immer mehr, aber mit Freibeträgen. Da das Umfeld aus Null- und Negativzinsen noch jahrelang anhalten wird, und da die Banken margentechnisch unter immer größerem Druck stehen, darf man annehmen, dass diese Freibeträge in Zukunft stetig verringert werden, und dass auch immer öfter von Bestandskunden Negativzinsen kassiert werden, und nicht nur von Neukunden.

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Devisen

Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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