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Märkte

Ölpreis fällt immer tiefer – das Debakel für die OPEC

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis rauscht weiter in den Keller. Inzwischen sehen wir im WTI-Öl sogar Kurse von unter 42 Dollar (Tief bei 41,80 Dollar) ! Jetzt ganz aktuell zumindest kann sich der Markt halten bei 42,27 Dollar. Aber geht es gleich weiter abwärts? Es ist ein echtes Drama oder auch Debakel, was sich da heute in Wien für die OPEC abgespielt hat. Und „Auslöser“ dieses Debakels ist Russland. Die OPEC war sich gestern einig geworden, dass man zusammen mit seinen Partnern 1,5 Millionen Barrels pro Tag an Öl zusätzlich kürzen will, um den Auswirkungen des Coronavirus entgegenzutreten.

Aber im Laufe des Tages wurde es immer offensichtlicher, dass Russland sich verweigert. Und so fiel der Ölpreis. Und jetzt haben wir auch Gewissheit. Russland macht nicht mit. Vom russischen Energieminister Novak gibt es aktuell sogar die Aussage, dass es ab April keine Verpflichtungen mehr zu Kürzungen gebe. Damit spielt er wohl auf die aktuell schon vorhandene Kürzungsmenge an. Das bedeutet: Das Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt wird nicht eingedämmt! Jetzt könnte nur noch ein Wunder helfen von Seiten der Saudis. Die Öl-Scheichs könnten zusätzliche Kürzungen auf die eigene Kappe nehmen, um den Ölpreis zu pushen! Aber danach sieht es aktuell jedenfalls nicht aus.

Der saudische Energieminister wird aus dem Meeting der OPEC mit den Worten zitiert, dass es heute ein bedauerlicher Tag werden würde. Tja, wie wahr! Die Konsultationen zwischen den Ministern gehen heute Abend in Einzelgesprächen wohl noch weiter. Aber die gemeinsame Sitzung im OPEC-Hauptquartiert ist zu Ende. Irgendwo ist doch noch ein klein wenig Hoffnung auf ein Wunder vorhanden. Aber der Markt sieht diese Hoffnung nicht, und der Ölpreis ist im Keller!

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Ölpreis im Verlauf der letzten zehn Tage
Der Chart zeigt den WTI-Ölpreis im Verlauf der letzten zehn Tage.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Petkov

    6. März 2020 19:00 at 19:00

    Ein Hoch auf die V8 Saugmotoren 😁

  2. Avatar

    Politologe

    6. März 2020 21:12 at 21:12

    Es ist ein Nullsummenspiel, die Boni einiger Bänker werden kleiner, dafür wird der Sprit für den SUV billiger.
    Also Putin macht den Ölpreis u.auf allen Kriegsplätzen der Welt führt er Regie. Ohne ihn zu unterstützten , muss man zugeben ,dass er eine Langfristrategie hat ,nicht wie der Sekundenhüpfer im Weissen Haus.
    Hat man doch auch schon die schlechte Lage von Russland erwähnt, was auch von Kennern widerlegt wurde, kann sich Russland immerhin einen tieferen Ölpreis leisten, wo natürlich auch wider eine Strategie dahintersteckt.

    • Avatar

      MagicM

      6. März 2020 23:35 at 23:35

      Mit einem Ölpreis bei WTI von 41,50 Dollar und Brent 46 Dollar wird die hochverschuldete amerikanische Schieferölindustrie in Schwierigkeiten kommen. Vermute, dass es zu einer Marktbereinigung kommt, beim Corona-Virus wird meine Möglichkeit finden, damit umzugehen …. Prognose: Der Ölpreis wird sich in ca. 6 Monaten ziemlich erholen

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Bitcoin

Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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Indizes

Rüdiger Born: Nasdaq-Charttechnik im Detail

Rüdiger Born

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Auch heute bespreche ich das Aufwärts-Szenario für den Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich bei der Charttechnik mal so richtig ins Detail.

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