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Märkte

Ölpreis deutlich gefallen – das Gesamtbild nach den Angriffen auf die Saudis

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Ölpreis fällt. Was ist der Grund? Erst einmal ein ganz kurzer Rückblick auf die letzte Woche, um ein Verständis für das Gesamtbild zu bekommen. Die letzte Woche war im großen Bild geprägt davon, dass sich der Markt beruhigen konnte, weil die Saudis offenbar ihre Ölförderung sehr zügig auf den alten Stand von vor zwei Wochen hochgefahren haben, also zum Stand vor den Angriffen auf ihre Öl-Anlagen. Diese Entspannung, dass es wohl doch keine Angebotsknappheit gibt, ließ den Ölpreis letzte Woche unterm Strich um 3 Dollar bis auf auf 56 Dollar im WTI-Öl am Freitag Abend fallen.

Öl Förderanlage - Ölpreis deutlich gefallen
Foto: pixabay / ptra

Ölpreis fällt weiter

Und seit gestern früh zum Start in die neue Woche ist der Ölpreis weiter gefallen, von 56 auf bis zu 54 Dollar im WTI-Öl (aktuell 54,29 Dollar). Wichtig für die Psychologie am Ölmarkt ist: Bei 55 Dollar wurde das Gap geschlossen, also die große Lücke, die direkt nach den Angriffen auf die saudischen Öl-Anlagen entstand. Diese Lücke und ihre Schließung ist im folgenden Chart gut sichtbar, der bis zum 12. September zurückreicht. Geschlossen wurde diese Lücke endgültig gestern Abend.

Ölpreis WTI seit dem 12. September

Gründe für die aktuelle Entspannung

Der deutliche Rückgang im Ölpreis bedeutet also, dass der Markt sich entspannt! Und das, obwohl ja jederzeit neue Angriffe auf Öl-Anlagen bei Saudis, VAE oder den Kuwaitis kommen können. Wer weiß das schon? Die Lage bleibt unklar, aber momentan scheint es ja eher nach Waffenstillstand auszusehen bei den Houthis. Aber daran denkt man aktuell offenbar nicht. Laut gestrigen Meldungen haben die Saudis nun endgültig ihre Produktion und Kapazität auf die alten Niveaus von vor den Angriffen hochgefahren. Das hat den Markt gestern weiter fallen lassen, nach der bereits laufenden Entspannung letzte Woche.

Laut Umfragen soll die Förderung der OPEC im September spürbar gefallen sein, was natürlich durch die Angriffe auf die Saudis zu erwarten war. Auch gibt es aktuelle Meldungen, dass die Fördermengen in den USA und Russland minimal gefallen sein sollen. Aber all das hat von gestern bis heute den Ölpreis gerade mal 28 Cents hochgebracht. Im großen Bild der letzten zwei Wochen ist das kein erwähnenswerter Anstieg. Nein, der Ölmarkt ist zumindest jetzt aktuell im „Entspannungs-Modus“. Man ist einfach froh und glücklich, dass die Saudis doch in der Lage sind ihre Anlagen so zügig zu reparieren. Diese Info schwebt entspannend über dem Ölmarkt.

Heute Abend um 22:30 kommen die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl in den USA, und morgen um 16:30 Uhr die offiziellen Daten. Man darf gespannt sein, ob sie einen neuen Impuls geben, oder ob sie den Ölpreis im aktuellen Trend bestärken. Man darf natürlich nicht vergessen, dass derzeit die konjunkturelle Abkühlung und Donald Trumps Tweets in Sachen Handelskrieg die Schwächung des Ölpreises unterstützen. Aber warten wir es ab. Gibt es vielleicht schon in Kürze wieder ein kleines Zuckerl vom lieben Donald Richtung China, und der Ölpreis springt wieder 1 Dollar nach oben?

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Finanznews

Aktien: Flash Mob – jetzt wird es gefährlich! Marktgeflüster (Video)

Ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen verabredet, kauft Aktien über Call-Optionen. Warum das für die Märkte gefährlich ist!

Markus Fugmann

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Die Dinge werden immer extremer: ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen wie Reddit verabredet, kauft Aktien über weit aus dem Geld liegende Call-Optionen – und bringt damit sowohl Short-Seller (wie heute Citron im Falle der Aktie Gamestop) unter Druck. Aber auch die Broker, die diese Call-Optionen verkaufen, denn diese müssen sich dann häufig durch den (physischen) Kauf der jeweiligen Aktie absichern: gelingt das nicht, bringt das immense Risiken mit sich, die zum „Aus“ des Brokers (und des Short-Sellers) führen können. War es ein Zufall, dass heute in den USA fast alle Neo-Broker Probleme hatten und phasenweise offline waren? Wohl nicht. Für die Märkte bringen solche Flash Mobs Instabilität und unkalkulierbare Risiken mit sich..

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Aktien

Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Indizes

Rüdiger Born: Charttechnik bei Nasdaq und Gold

Rüdiger Born

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Nasdaq und Gold will ich mir im folgenden Video genauer anschauen. Was sagt die Charttechnik, was ist für uns Trader machbar?

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