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Märkte

Ölpreis: Erst Absturz, jetzt im „Leitstrahl“ von Donald Trump

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis befindet sich mitten im Strudel des Handelskriegs. Und das G7-Wochenende hat keine Entspannung gebracht. Im Gegenteil. Erst meldete China am Freitag neue Zölle auf US-Importe. Dann forderte Donald Trump alle US-Unternehmen auf China zu verlassen. Danach folgte am Samstag seine Ankündigung von Erhöhungen bestehender US-Zölle gegen China.

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Ölpreis im Strudel des Handelskriegs

Schon am Freitag war der Ölpreis zügig gefallen von 55,33 auf 53,40 Dollar, nach der Bekanntgabe Chinas. Denn nicht nur, dass der Handelskrieg damit weiter eskaliert. Auch betrafen die neuen chinesischen Zölle Öl-Käufe aus den USA. Damit wird US-Öl für chinesische Käufer teurer, und somit dürfte die Einfuhrmenge sinken. Damit sollte die Angebotsmenge in Nordamerika steigen, was noch mehr Druck auf den WTI-Ölpreis ausübt.

Obwohl es am Freitag noch so aussah, als könne der Ölpreis den schockartigen Abrutsch wieder ausgleichen, ging des weiter bergab. Insgesamt fiel WTI-Öl im Tief auf 53 Dollar heute früh. Und jetzt? Ganz aktuell kommen Meldungen auf den Tisch, dass China laut Donald Trump an den Verhandlungstisch zurückkehren wolle. China wolle wohl einen Deal mache, und Gespräche könnten bald beginnen. Tja, wie immer. Hin und Her, vorwärts und zurück. Bei Donald Trump ist immer alles möglich. Chaos oder Absicht? Auf jeden Fall schöpfen Aktienmarkt und Ölmarkt in den letzten Minuten wieder Hoffnung auf Entspannung im Handelskrieg.

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Aktuelle Mini-Erholung – nicht überbewerten!

Der WTI-Ölpreis stiegt vorhin schnell an um 60 Cents. Aktuell notiert er bei 53,99 Dollar in einer unklaren Tendenz. Das Problem bei Trumps aktuellen Äußerungen ist folgendes. Jetzt gibt es wohl Gespräche. Verlaufen die (wie so oft in den letzten Monaten) ohne das von ihm gewünschte Ergebnis, folgt schon bald wieder ein negativer Tweet, und der Markt kann wieder abrutschen. Die Lage bleibt mehr als instabil. Im folgenden Chart sieht man den Verlauf im WTI-Ölpreis seit Freitag früh. Erst der Absturz, und ganz aktuell die kleine Hoffnung, erkennbar in den letzten beiden grünen Candles.

Ölpreis WTI seit Freitag

Schauen wir im folgenden Chart auf das etwas größere Bild, nämlich den Verlauf des Ölpreis in den letzten 12 Monaten. Mehrmals seit Juni versuchte der Markt nach oben zu gehen, aber immer war er zu schwach. Nun gibt es aus charttechnischer Sicht eine dreifache Unterstützung bei 50,60 Dollar. Die drei Tiefpunkte (zwei Mal Juni und ein Mal August) sind gut zu erkennen. Aber ist die Charttechnik viel wert, wenn nach vielleicht neuen Trump-Tweets der Markt brutal runtergeprügelt wird? Wer kann das schon vorher sagen? Der aktuelle Verlauf zeigt jedenfalls einmal mehr: Bitte lieber Leserinnen und Leser, klammern Sie sich nicht an einzelne Aussagen von „Experten“ oder an Artikel von Presseorganen. Bitte immer eine eigene Meinung von der Gesamtlage bilden! Nach unserer Meinung jedenfalls bleibt die Lage ziemlich wacklig! Tendenz grundsätzlich eher fallend als steigend. Aber wie gesagt… auch nicht unseren Worten blind folgen! Und bitte behalten Sie doch stets den Twitter-Account von Donald Trump im Auge!

Ölpreis WTI-Verlauf der letzten 12 Monate

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    26. August 2019 10:43 at 10:43

    Was noch keiner bemerkt hat, Gold hat heute ein neues Allzeit Hoch auf Eurobasis ! Ob weitere Rohstoffe jetzt auch dauerhaft anspringen werden ?

    • Avatar

      leftutti

      26. August 2019 12:38 at 12:38

      Columbo hat es sicher wohlwollend zur Kenntnis genommen :)

  2. Avatar

    Columbo

    26. August 2019 13:23 at 13:23

    @Leftutti, ja, freu mich echt. Eigentlich sollte ich verkaufen, da über Gold schon in jedem Käse-Provinz-Blatt geschrieben wird. Das tu ich dann doch nie und ärgere mich dann, wenns wieder runtergeht.
    Werde es wohl vererben, außer ich brauch es im ultimativen Krall-Weik-Homm-Faber-Müller-Crash😉.

    • Avatar

      leftutti

      26. August 2019 14:44 at 14:44

      @Columbo, du kannst ja auch einen Teilverkauf in Erwägung ziehen, es müssen ja nicht gleich die ganzen 10 kg sein ;)

      Andererseits, wenn du das Geld nicht unbedingt brauchst, was soll’s

      • Avatar

        Shong09

        26. August 2019 16:12 at 16:12

        Sein Problem ist, die 12,5kg Barren lassen sich so schlecht teilen und die Gebühren sind bei kleineren Größen so hoch ;)

        Umschichten in defensive Aktien kann sich evtl. auch sehr lohnen. (Ab-)Wasserversorger usw., welche noch relativ niedrig bewertet sind und stablie/hohe Dividende zahlen. Aber in GB aufpassen, da will Labour die verstaatlichen. Auch z.B. in Spanien wurden wie in GB die Netzentgelte nach unten angepasst (da warte ich schon jahrelang in D drauf, wie kann es denn sein, dass die immernoch mit 10/15% (garantierte) Rendite/Zinsen auf s Kapital rechnen/bekommen, wenn die Zinsen bei -0,4% liegen? Also lieber in Ländern, wo die Gebühren schon nach unten angepasst wurden oder wo es nicht droht (staatlich nicht reguliert wird, sondern natürliches Monopol)

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Finanznews

Aktienmärkte: Die US-Wahl – Anmerkungen! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Für die Aktienmärkte ist die US-Wahl der große Unsicherheitsfaktor – dabei ist vielleicht gar nicht so entscheidend, wer gewinnt, sondern ob möglichst zeitnah klar ist, wer der Sieger ist. In vielen US-Bundeststaaten werden Briefwahl-Zettel bis viele Tage nach der Wahl anerkannt (sofern sie spätestens am Wahltag abgestempelt sind), und es sind vor allem viele der sogenannten swing states, in denen das der Fall ist. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch soll die erste Debatte zwischen Trump und Biden stattfinden – das könnte dann ein echter game changer sein (vor allem wenn, was viele US-Demokraten befürchten, Biden keine gute Figur machen wird..

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Gold/Silber

Gold: Laut ZEIT-Autor der „Reichsbürger“ der Geldanlage – Gegenrede!

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren

Vorgestern veröffentlichte der ZEIT-Redakteur Mark Schieritz einen Artikel mit dem Titel „In die Tonne mit dem nutzlosen Zeug“. Damit meint er Gold. Niemand brauche das Edelmetall. Es sei nutzlos, und schädlich. Im Tweet zu seinem Artikel schreibt er sogar als Headline „Gold ist der Reichsbürger der Geldanlage“. Alleine schon mit so einer Aussage hätte sich der Artikel von vornherein für eine ernsthafte Diskussion disqualifiziert, so meine ich!

Gold der Reichsbürger der Geldanlage?

Aber gut. Vielleicht bot der Artikel inhaltlich doch gute Argumente gegen Gold? Mark Schieritz schlägt im Artikel vor, dass das für Ketten, Ringe oder Armreife bereits geförderte Gold weiterverwendet werden dürfe. Der Handel mit Barren oder Münzen hingegen solle verboten werden. Es gebe auf der Welt Probleme genug. Seine konkreten Argumente gegen Gold: Es zerstöre die Umwelt und bringe kaum Rendite. Es gehöre aus dem Verkehr gezogen, wie Asbest, Quecksilber oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Gold sei das vielleicht nutzloseste Metall der Welt. Es sei zu weich für Brückenkonstruktionen oder Fahrzeugkarosserien. Es sei zu schwer für Gegenstände des täglichen Bedarfs. Als Währung habe es praktisch ausgedient. Es gehe um Umweltschweinereien und Kinderarbeit in Goldminen. Na ja, wenn man schon mal auf die Arbeitsbedingungen beim Goldabbau eingehe… hat sich der Autor auch schon mal gefragt, wie die Bestandteile in seinem eigenen Smartphone da geschürft wurden, oder wer seine Hose wie produziert hat usw? Man könnte dieses Thema endlos fortsetzen.

Tja, und was noch? Laut Mark Schieritz sei in allen Industrienationen das Geld nicht mehr wie früher an Edelmetalle gekoppelt, sondern allein durch die Menge der umlaufenden Güter gedeckt. Da möchten wir Kleingeistigen von FMW doch ganz klar widersprechen. Wenn man bedenkt, wie sich das Geld seit Jahren und vor allem im Jahr 2020 dank Notenbank-Druckorgien explosionsartig vermehrt, dann kann man derzeit wohl nicht davon ausgehen, dass sich auch das Volumen der umlaufenden Güter eben so schnell vermehrt, oder dass die gesamte Wirtschaftsleistung so schnell ansteigt die die Menge gedruckten Geldes. Die Bilanz der US-Notenbank Federal Reserve zum Beispiel ist seit Anfang des Jahres von 4 auf 7 Billionen US-Dollar angestiegen, also 75 Prozent in neun Monaten. Die Bilanz der EZB stieg von 4,7 auf 6,4 Billionen Euro. Die Geldmengen wachsen auch deutlich an. Kann Herr Schieritz aufzeigen, dass die Menge der umlaufenden Güter ebenso explosionsartig ansteigt, zur Deckung von Papiergeld? Nein, er hat diese Aussage einfach so niedergeschrieben. Es ist derzeit doch mehr als offensichtlich, dass die Notenbanken aus dem Nichts Geld drucken, das durch gar nichts gedeckt ist!

Seit Jahrtausenden vertraut die Menschheit auf eine einzige Währung, auf einen Sachwert, als ultimative Festung gegen Unsicherheit, Inflation uvm. Gold hat sich weltweit als Fluchtort durchgesetzt, da konnte kommen was wollte. Wer vor einer Währungsreform Gold besaß, hatte auch danach noch einen Vermögensgegenstand, der ihm einen neuen Anfang erlaubte. Wer zwar etwas Geld hatte, aber nicht genug um eine Immobilie zu kaufen – der konnte Gold kaufen! Und wem Aktien zu unsicher sind, zu spekulativ, der kaufte und kauft auch heute Gold. Auch wenn der Goldpreis Schwankungen unterliegt. Der Mensch sieht in diesem Edelmetall einen letzten Fluchthafen, aber nicht in einer Papiergeldwährung, die einfach unbegrenzt weiter vermehrt werden kann.

Darf man den ZEIT-Autor Mark Schieritz als Vertreter der Modern Money Theory (MMT) ansehen? Papiergeld ist echtes Geld, Gold ist nichts? Papiergeld ist durch Notenbank, Staaten und die reale Wirtschaft gedeckt, von daher ist doch alles in bester Ordnung? Nein, das kann man ganz anders sehen! Man kann Gold nicht essen, darauf weißt Mark Schieritz in seinem Artikel richtigerweise hin. Aber bei einer Inflation oder Hyperinflation, kann man sich dann von einer Schubkarre voll Papiergeld ein Brot kaufen? Oder kann man Papiergeld essen?

Gold als Fluchtmöglichkeit des Bürgers vor dem Papiergeld- und Bankensystem

Wichtig ist Folgendes: Wer so aktiv das Verbot von Gold fordert, der verdammt den Anleger, der zu wenig Geld für Immobilien hat und dem Aktien zu riskant sind, dazu sein Geld zur Bank zu bringen und auf dem Sparbuch zu parken. Er zwingt den Anleger de facto sich dem Bankensystem auszuliefern. Und was schon gleich einen Hauch von Verschwörungstheorie hat, ist ein reales Problem. Haben die Anleger, die zukünftig (ginge es nach Mark Schieritz) kein Gold mehr kaufen dürften, ihr Geld zur Bank getragen, und es gibt eine systemische Bankenkrise – was dann?

Laut neuen EU-Regularien, die nach der Finanzkrise etabliert wurden, müssen die Banken ihre Gläubiger (also auch und vor allem die Sparer) an der Banksanierung beteiligen, damit die Steuerzahler nicht einspringen müssen. Anleger-Gelder über 100.000 Euro wären dann verloren. Und darunter würden theoretisch die Einlagensicherungssysteme der Banken haften, und die Einleger entschädigen. Theoretisch. Für einen kleinen Bank-Kollaps reichen die in den Einlangesicherungstöpfen zurückgelegten Gelder aus. Aber bei einem echten Systemcrash (und der war schon 2008 nicht ausgeschlossen) wären die Probleme der Banken so groß, dass kein noch so gut gefüllter Einlagensicherungsfonds die Einlagen der Sparer retten könnte. Es gäbe dann nur zwei Alternativen. Entweder die Steuerzahler retten das Gesamtsystem, oder die Einleger verlieren ihre Gelder. So würde die Welt ohne Gold aussehen.

Und hätten die Anleger kein Gold, sondern nur Anleihen, Sparguthaben etc, wo bliebe dann bitte der Inflationsschutz? Gibt es eine kräftige Inflation, bei der sich die Staaten wunderbar entschulden können, würden gleichzeitig die Ersparnisse der Bürger entwertet. Der dann gleichzeitig steigende Goldpreis wäre ein Gegengewicht zur Geldentwertung. Aber nein, dieser Weg bliebe dem Anleger  ja verwehrt. Das bedeutet faktisch eine massive Einschränkung von Freiheits-Rechten – erstaunlich, dass die vermeintlich liberale „Zeit“ hier offenkundig einer anti-liberalen Haltung das Wort redet!

Man kann beiden Aussagen von Mark Schieritz fast den Eindruck gewinnen, dass es ihm regelrecht ein Dorn im Auge ist, dass es derzeit für Anleger mit Gold die Möglichkeit besteht dem Papiergeldsystem zu entkommen. Gold verdanke laut Mark Schieritz seinen Ruf als lukratives Investitionsobjekt vor allem einer skrupellosen „Goldmafia“, zu der auch Degussa-Chef Markus Krall gehöre. Vor der Geburt von Markus Krall und den anderen Mafiosi hatte Gold also folglich noch keinen guten Ruf? Jede Menge Panikmache, Verschwörungstheorien und rechtspopulistische Sprüche, welche die Stimmung für Gold anheizen – so darf man die Vorwürfe von Mark Schieritz zusammenfassen. Auch wenn seit Jahren und Monaten einige Aussagen von Markus Krall und die Tonlage kritisch betrachten kann, so darf man wohl doch sagen: Notenbanken weltweit kaufen immer mehr Gold. Sind diese Notenbanker etwa der „Panikmache der Goldmafia“ erlegen? Ein Nutzer merkt zum Gold/Reichsbürger-Vergleich an, dass dann ja wohl auch Türken, Inder, Chinesen auch Reichsbürger seien. Damit ist gemeint, dass in diesen Ländern die Nachfrage nach Gold sehr groß ist.

Abseits jeglicher politischer Haltung, abseits aller wirtschaftlicher Sichtweisen und PRO/CONTRA-Argumente. Ein Twitter-Nutzer bringt es mit seine Kommentar auch gut auf den Punkt. Warum dürften Menschen nicht einfach frei sein sich Edelmetalle zu kaufen? Einfach das zu kaufen, was sie wollen? Er verstehe diese unaufgeklärte Geisteshaltung (von Mark Schieritz) nicht.

Kommt nach Gold-Verbot das Zucker-Verbot?

Spielen wir mal das Szenario durch. Die Sichtweise von Mark Schieritz würde sich durchsetzen. Das „nutzlose“, „umweltschädliche“ und völlig überflüssige Gold würde verboten werden. Was wäre als Nächstes dran? Man könnte zum Beispiel auch Zucker verbieten. Ansätze zu solchen Ideen fliegen ja immer wieder mal durch Politik und Medien. Und ja, warum auch nicht? Zucker macht dick, Zucker ist nutzlos, Zucker kostet die Gesundheitssysteme gigantische Summen. Und der Geschmack in Getränken und Speisen, der durch Zucker erzeugt wird – der ist doch auch überflüssig – man kann schließlich auch Leitungswasser trinken und Kekse und Schokolade ohne Geschmack essen? Welches Verbot nehmen wir uns als Nächstes vor?

Weitere Twitter-Kommentare

Wenn man sich unter dem Artikel-Tweet von Mark Schieritz zum Aufruf der Gold-Abschaffung die Nutzerkommentare durchliest, dann sieht man eine klare Lagerbildung. Gefühlt 99,99 Prozent der Kommentatoren sind ganz klar gegen die Thesen von Mark Schieritz. Bei der Durchsicht fanden wir 1 Pro-Kommentator (wir bitten um Verzeihung, falls wir andere positive Kommentare übersehen haben sollten). De facto aller Kommentatoren stehen dem Machwerk des Herrn Schieritz fassungslos gegenüber, und überschütten ihn mit zahlreichen stichhaltigen Argumenten pro Gold.

Der Bestsellerautor Marc Friedrich (den zahlreiche große Medien nur zu gerne in die Ecke der Crashpropheten, Schwarzseher, und Panikmacher stellen), antwortet auf den Tweet von Mark Schieritz, dass Gold Geld sei und es bleiben werde. Den Schaden den ungedecktes Fiatgeld anrichte, werde man in Geschichtsbüchern nachlesen können. Alle Notenbanken der Welt besitzen Gold und kaufen es, und das obwohl wir kein goldgedecktes Geldsystem mehr haben. Mark Schieritz betreibe pures Framing und Nudging, so Marc Friedrich. Der von Mark Schieritz auch scharf angegriffene Markus Krall hat auf diesen Artikel mit einigen sehr klaren, sehr scharfkantigen Tweets reagiert, die vom Vokabular her unserer Meinung teilweise zu weit gehen, auch wenn sie scherzhaft oder satirisch gemeint sein sollten. Hier ein Beispiel:

Mark Schieritz scheint sicher zu sein, dass er im Recht ist. All die Menschen die Gold kaufen als Flucht vor Inflationsgefahr, als Flucht vor einem potenziell kaputten Finanzsystem, das sind Verwirrte, Reichsbürger und Sonstiges? Und ihre Meinung muss man eh nicht ernst nehmen, weil man selbst die Weisheit mit Löffeln gefressen hat? Wenn gefühlt alle Kommentatoren auf den eigenen Tweet die gegenteilige Meinung einnehmen, dann interessiert das nicht. Alles unqualifizierte Aussagen? All das kann man aus folgendem Tweet herauslesen, den der Autor einen Tag nach seinem Artikel postete:

Aber jetzt mal weg von Mark Schieritz und seiner Verbotsforderung für Gold. Diese Woche ist der Goldpreis doch deutlich gefallen. Im größeren Bild hat Hannes Zipfel jüngst Gründe aufgezeigt, warum der Goldpreis doch weiter ansteigen könnte. Beim Klick an dieser Stelle geht es zu seinem Artikel.

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