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Märkte

Ölpreis fällt 6 Dollar in einer Woche – die Gründe, und warum das nur ein Fake-Absturz sein könnte

Redaktion

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Vor ein paar Tagen noch hatten einige Analysten schon den Ölpreis von 100 Dollar ausgerufen, der in Reichweite sei. Wir hatten schon vor einer Woche von fallenden Kursen berichtet. Inzwischen hat der Ölpreis in sechs Tagen sogar mehr als 6 Dollar verloren. Der WTI-Ölpreis ist von 75 auf jetzt 68,78 Dollar gefallen.

Im Chart sieht man es gut an den beiden roten Kreisen. Zu den Zeitpunkten wurden jeweils am Mittwoch (diese und letzte Woche) die US-Lagerbestände für Rohöl veröffentlicht. Letzte Woche legten sie um 6 Millionen Barrels zu, diese Woche um weitere 6,5 Millionen Barrels. Damit steigen die Lagerbestände die vierte Woche in Folge an, was den ständig fallenden Trend bei den Lagerbeständen erstmal gestoppt hat.

Vollere Lager bedeuten mehr vorhandene Angebotsmenge, was natürlich auf den Ölpreis drückt. Das konnte man jeweils nach den Verkündungen gut im Preis ablesen. Hinzu kommt: Vor mehr als einer Woche sickerte durch, dass die USA halb inoffiziell ihre Öl-Sanktionen gegen den Iran lockern wollen. So sollen Länder, die sich an die US-Sanktionen gegen den Iran halten, als Goodwill von den USA die Genehmigung erhalten weiterhin einen kleinen Teil von iranischem Öl zu kaufen. Damit will man dem steigenden Ölpreis entgegen wirken.

Auch das bringt mehr Menge auf den Weltmarkt und drückt auf den Preis. By the way… wie nett von den USA, dass jetzt jeder Staat auf dem Planeten in Washington um Erlaubnis fragen muss, wo er wie viel Öl kaufen darf! Diese beiden Faktoren brachten den Ölpreis so stark runter, bis jetzt wie gesagt um mehr als 6 Dollar.

Warum der Ölpreis wieder steigen könnte

Zwei Gründe gibt es, warum dieser Absturz ein Fake sein könnte. Erstens gibt es da einige Aussagen von Termin-Tradern, die darauf verweisen, dass die jüngst durchgezogenen Stürme in den Südstaaten der USA die Lagerbestände (wie oft bei solchen Ereignissen) statistisch verzerrt haben könnten. In ein, zwei Wochen könnten die Lager daher möglicherweise wieder anfangen zu sinken. Sicher ist das nicht, aber es ist durchaus möglich.

Und dann wäre da noch die gute alte Charttechnik. Der Ölpreis ist im großen Bild (!) schon so lange so stark angestiegen. Da waren es in den letzten 14 Monaten fast durchgehend steigende Kurse von +83%. Plus 83%, das ist ein ganz schön kräftiger Anstieg! In so einem Markt sind Korrekturen zwangsläufig notwendig, damit mal Luft rausgelassen wird, und damit der Markt einen neuen Anlauf auf neue Hochs nehmen kann. Aus charttechnischer Sicht wäre so eine Zwischenkorrektur nur gesund, wenn man weiter steigen will.

Der WTI-Ölpreis seit 5. Oktober
Der WTI-Ölpreis seit 5. Oktober.

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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