Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis fällt beim Warten auf Russland – Apple ist schuld

Avatar

Veröffentlicht

am

Ölpumpe Beispielbild

Der Ölpreis fällt heute. Und das, wo sich der Markt doch letzte Woche ein wenig erholen konnte, nach den vorigen wochenlangen Abstürzen. WTI-Öl notierte vor einer Woche noch unter 50 Dollar, und gestern ging es in der Spitze rauf bis auf 52,29 Dollar. Heute Nacht aber kam der Absturz. Und der hat mit dem Unternehmen Apple zu tun.

Apple sorgt für Wende im Ölpreis

Tagelang war die Stimmungslage am Ölmarkt gefühlt so, dass die ganze Sache mit dem Coronavirus schon nicht so schlimm für die Wirtschaft werden wird. Aber Apple meldete sich heute Nacht zu Wort (hier die Originalmeldung, und hier dazu der Kommentar von Markus Fugmann). Hatte Apple bislang noch weitere Umsatzsteigerungen in Aussicht gestellt, so sagt man nun, dass das Coronavirus zu Lieferengpässen führe. Die Erwartungen seien nicht mehr zu halten. Die bisherige Umsatzprognose werde man auch deswegen verfehlen, weil wegen vieler geschlossener Apple Stores in China der Absatz gedämpft sei. Tja, der US-Aktienmarkt reagierte über Nacht daraufhin negativ, und auch dem Ölmarkt wurde mal wieder klar, dass das Coronavirus doch auf die Realwirtschaft und damit auch auf die Öl-Nachfrage durchschlagen kann, und wird. Und so fällt der Ölpreis von heute Nacht bei über 52 Dollar auf vorhin schon unter 51 Dollar. Aktuell pendelt der Kurs um die 51 Dollar-Marke.

Russland lässt die OPEC immer noch im Ungewissen

Immer noch gibt es keine definitive Aussage aus Russland. Wird man sich dem Wunsch der OPEC anschließen, und bei der geplanten zusätzlichen Fördermengenkürzung von 600.000 Barrels pro Tag mit machen? Falls ja, wäre das gut für einen steigenden Ölpreis (Angebotsverknappung). Aber es gibt einfach keine neuen Zeichen aus Moskau. Und so muss der Markt weiter bangen, dass die OPEC ohne Russland kürzt. Das wäre keine klare Kürzungsstrategie, wenn die OPEC kürzt, und Länder wie Russland und die privaten Fracker in den USA weiter auf die Tube drücken. Diese Meinung eines Commerzbank-Analysten bringt es auf den Punkt. Es fehlt eine klare Aussage von OPEC+ (OPEC und Russland).

API und EIA-Lagerbestände

Aufgrund des US-Feiertags gestern verschieben sich die aus den USA vermeldeten Wirtschaftsdaten allesamt um einen Tag nach hinten. Daher erhalten wir die privat ermittelten API-Daten für die Rohöl-Lagerbestände in den USA erst Mittwoch Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit. Die staatlichen Lagerbestände gibt es erst Donnerstag um 17 Uhr deutscher Zeit. Der Ölpreis bleibt labil. Im Augenblick ist der kleine Optimismus aus letzter Woche erst einmal wieder abgeflaut.

WTI Ölpreis seit Ende Januar
Der Verlauf im WTI Ölpreis seit Ende Januar.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Im April kommen neue Tiefs! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte dürften im April neue Tiefs erreichen – trotz der jüngsten Rally. Der Liquiditäts-Tsunami liegt hinter uns, der ökonomische Schmerz noch vor uns

Avatar

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte dürften im April neue Tiefs erreichen – trotz der Rally der letzten Woche und dem heutigen positiven Handelsverlauf. Der wichtigste Grund dafür, warum die Aktienmärkte jetzt noch keinen Boden ausbilden werden, ist: der Liquiditäts-Tsunami durch Notenbanken und Regierungen liegt bereits hinter uns, der ganz große ökonomische Schmerz jedoch noch vor uns! Heute wirkt noch der Liquiditäts-Rückenwind druch Fed und Co – sowie das „rebalancing“ von institutionellen Playern zum Monatsende. Aber je länger die Corona-Krise dauert, umso heftiger wird vor allem für US-Unternehmen der Schmerz, weil die Substanz so schwach ist (Cash-Reserven gering, Verschuldung hoch). Das bedeutet: das, was Notenbanken und Regierungen bisher getan haben, wird mittelfristig nicht reichen..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Aufwärts-Szenario im Dow Jones

Avatar

Veröffentlicht

am

Direkt am Chart bespreche ich ein Aufwärts-Szenario für den Dow Jones. Die Lage ist spannend! Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“ (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

weiterlesen

Aktien

Hendrik Leber und der große Optimismus für die Zeit nach der Krise

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Hendrik Leber mit viel Optimismus für die Zeit nach der Coronakrise

Horror ohne Ende. Abseits der menschlichen Tragödien rund um das Coronavirus bricht die Wirtschaft ein. Die Börsen sind schon gecrasht. Rutschen Dax und Co noch weiter ab? Überall nur schlechte Nachrichten und Schreckensszenarien. Ist es an der Stelle mal gut einem Optimisten zuzuhören? Ganz aktuell äußert sich der Börsenexperte Hendrik Leber zur Frage, wie es denn nach der Coronakrise weitergehen wird. Die Menschheit erlebe immer wieder Epidemien. Und auch mit dem aktuellen Coronavirus werde man letztlich klar kommen, spätestens wenn die Impfstoffe vorhanden seien. Danach würde alles wieder normal seinen Gang gehen – so kann man seine Worte zusammenfassen.

Hendrik Leber, wird alles wieder gut?

Und der dramatische Wirtschaftseinbruch? Auch hier sieht Hendrik Leber die Aussicht so richtig optimistisch. Es gäbe einen Rückstau beim Konsum. Dadurch entstünden später Nachholeffekte. Die Leute wollten dann zum Beispiel wieder verreisen usw. Auch würde der derzeitige starke Einbruch in der Industrie durch andere Sektoren teilweise aufgefangen. Dafür nennt er zum Beispiel das Wachstum bei Lieferdiensten etc. Die Lage sei zwar aktuell dramatisch, aber die Wirtschaft werde sich wieder erholen.

Ein wichtiges Thema seien für ihn die Banken (das haben wir vorhin erst thematisiert). Es müsse Erleichterungen bei den Kapitalanforderungen für die Banken geben, so Leber. Nur dann könne die Kreditvergabe auch laufen. Die großen Ankaufprogramme der EZB würden seiner Meinung nach nichts bringen. Wichtig sei, dass die Menschen, die jetzt Einnahmeausfälle haben, direkt Geld bekommen würden.

Jetzt Aktien kaufen?

Und was meint Hendrik Leber zur Börse? Es gebe derzeit bei einigen Unternehmen sehr günstige Bewertungen. Für den Investor gäbe es derzeit wunderbare Kaufgelegenheiten, aber dafür selektiv! Man müsse jetzt die Firmen auswählen, die wenig Schulden haben, die nämlich die letzten Jahre nicht auf Kredit Aktien zurückgekauft hätten etc (wie wahr, möchten wir anmerken). Er sagt etwas sehr Intelligentes. Gehen nun Hotelketten und Airlines pleite, würden die Hotels und Flugzeuge ja bleiben. Welche solide da stehenden Konzerne würden dann nach den Insolvenzen die Hotels und Flugzeuge aufkaufen? Diese gut aufgestellten Firmen zu finden, darum soll es also gehen bei der Auswahl der Aktien.

Und als hätte Hendrik Leber an unserem Artikel mit geschrieben, den wir gerade erst veröffentlicht haben zum Thema Banken und Kredite… er erwähnt auch anstehende Pleiten im Immobiliensektor, aufgrund nun ausbleibender Mieteinnahmen! Das folgende Video ist sehenswert. Sein Fazit ist auch interessant beim Thema Aktien. Er glaube erst mal an einen zweiten Abrutsch am Aktienmarkt, bevor es besser werden könne. Auslöser seien die USA, wo das Coronavirus noch kräftig auf die Gesamtwirtschaft drücken werde. Aktien solle man jetzt über mehrere Wochen gestreckt immer in Tranchen kaufen, da man es nicht schaffen werde punktuell den Einstieg am exakten Tief zu finden.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage