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Märkte

Ölpreis fällt deutlich – es geht sogar ohne Donald Trump

Claudio Kummerfeld

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am

Wir haben ja davor gewarnt! Zuletzt hatten wir am Freitag das tolle Plus im Ölpreis in der letzten Woche beschrieben. Gleichzeitig wiesen wir darauf hin, dass dieser Anstieg schon beim nächsten negativen Tweet von Donald Trump in Sachen Handelskrieg zu Nichte gemacht werden könnte. Und der Ölpreis fällt jetzt wieder (schlecht verstecktes Eigenlob). Und das, obwohl Donald Trump sich gar nicht neu geäußert hat. Es geht also auch ohne ihn. US-Leitmedien nehmen wieder zunehmende Ängste in Sachen Handelskrieg als einen der Hauptgründe dafür, dass es gerade wieder bergab geht am Ölmarkt. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit dem 23. August. Gut sieht man die Gewinne der letzten Woche, und wie sie seit Freitag Nachmittag bis jetzt wieder aufgefressen wurden.

Fallender Ölpreis, und was noch ansteht

Ja, letzte Woche Mittwoch waren die Lager für Rohöl in den USA mit -10 Mio Barrels deutlich gefallen, und der Markt hatte sich gefreut. Aber jetzt, zack. Das Momentum ist weg, und auf einmal (aus dem Nichts…?) ist die Angst vor dem Handelskrieg wieder da. Mit 53,75 Dollar ist der Ölpreis (WTI) seit Freitag Nachmittag fast 3 Dollar gefallen. Und wer genau hinschaut, sieht weitere düstere Wolken für Öl-Bullen. Letzte Woche sah man nur die Rückgänge der Öl-Lagerbestände in den USA – und übersah dabei wohl gerne, dass die USA ihre Öl-Fördermenge binnen einer Woche von 12,3 auf 12,5 Millionen Barrels pro Tag gesteigert haben! Mal wieder Rekord. Mehr Angebotsmenge = Druck auf den Ölpreis.

Heute wird bekannt, dass Russland seine Fördermenge offenbar gesteigert hat, und zwar über den maximal zulässigen Wert, den man mit der OPEC vereinbart hatte (Fördermengenkürzung um Ölpreis zu pushen). Tja, und abgesehen von den Ängsten über die negativen Folgen des Handelskriegs sind ja am Wochenende (1. September) neue Zölle von USA gegen China und von China gegen USA in Kraft getreten. Das Wunder blieb aus, niemand verhinderte sie. So wird der globale Handel wohl noch mehr leiden, wenn für Importeure und Kunden die Preise deutlich steigen. Weniger Handel, weniger wirtschaftliche Aktivität, weniger Konsum = weniger Öl-Nachfrage.

Also: Erleben wir diese Woche ein eher fallenden Ölpreis nach einer Wohlfühl-Euphorie letzte Woche? Wie immer gilt: Wir geben keine Handelsempfehlungen. Bilden Sie sich bitte ihre eigene Meinung zu diesem Markt! Ach ja, bevor wir es vergessen… da wäre ja noch der aktuelle Mega-Sturm, der vermutlich in Kürze auf die US-Ostküste treffen könnte. Er soll die Benzinnachfrage in den dortigen Regionen drosseln. Dazu unser Kommentar: Nach dem Sturm steigt die Nachfrage ja wieder an auf Normal-Niveau. Immer diese Stürme… eine relativ sinnfreie Geschichte um Kursschwankungen im Ölpreis zu untermauern (unsere Meinung).

Ölpreis WTI seit dem 23. August

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Andru arc

    4. September 2019 21:56 at 21:56

    Trump glaubt das sein Land noch sehr viel Luft nach oben hat, der Dollar ist aus gereitzt und durch die Konjungturschwäche in die ehr sein Land geschickt hat, glaubt er trotz dem weiter an dem was er da tut, und fürt America in ein neuen Handel’s krieg und das er sein Land schade beweist da zu Zeit der Dollar an der Börse Trumps was ist das 🤢🤮🥴🤪🙄.

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Finanznews

Aktienmärkte: Short-Squeeze – alles steigt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Es sind zwei Nachrichten, die die Aktienmärkte heute steigen lassen: die Aussage von Pelosi, wonach ein Stimulus nach wie vor möglich sei – und die besser als erwartet ausgefallenen Profite der chinesischen Unternehmen (hier gibt es jedoch einige Fragezeichen..). Diese guten Nachrichten zwingen vor allem institutionelle Investoren in den USA, die mit fallenden Kursen zuletzt in großem Maßstab Short-Positionen aufgebaut hatten, zur Eindeckung ihrer Positionen (sie treten also gezwungenermaßen als Käufer auf). Der Dax steigt über +3% und zeigt damit die beste Performance aller großen europäischen Aktienmärkte. Nun warten alle auf die US-Fernsehdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch..

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Gold/Silber

Silber: Kommt jetzt die Erholung nach dem 20%-Abverkauf?

Redaktion

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Der Preis für Silber gab zuletzt deutlich nach und erreichte die Marke von 22,50 Dollar. Gibt es jetzt Grund zur Beunruhigung für die Silber-Bullen, nachdem der Preis im Juli fast auf 30 Dollar und damit auf ein 7-Jahreshoch gestiegen war, dann aber um mehr als 20% gefallen ist? Noch jedenfalls befindet sich der Silberpreis im Jahr 2020 hauptsächlich in einem Aufwärtstrend.

Silber hat bei der 22 Dollar-Marke eine starke Unterstützung. David Jones, chief market strategist bei capital.com, hält es für unwahrscheinlich, dass sich die Bewegung auf der Unterseite fortsetzen wird – zumindest nicht im Moment. Im Gegenteil – so David Jones – deute vieles darauf hin, dass der Markt tatsächlich bereit ist, sich weiter nach oben zu bewegen (mehr zu dem kleine Bruder von Gold sehen Sie hier).

Silber: Widerstände und Unterstützungen

Vor diesem Hintergrund liegt der nächste große Widerstand in der Nähe der 25 $-Marke – und zwar nicht nur aus technischen, sondern auch aus psychologischen Gründen. Und selbst wenn es Silber im Oktober 2020 gelingen sollte, über diese Marke zu springen, ist es noch etwas zu früh, um mit Sicherheit sagen zu können, ob diese Gewinne von Dauer wären. Eine zentrale Unterstützung findet sich dagegen bei 21 Dollar.

Denn es gibt eine Menge von Unsicherheits-Faktoren, die den Silberpreis beeinflussen: allen voran die Möglichkeit einer Dollar-Stärkung, die sich bisher praktisch immer als nachteilig für die Rohstoffe insgesamt, aber noch mehr für Silber erwiesen hat. David Jones blickt daher auf den Dollar-Index und analysiert die Lage bei der Weltleitwährung – und blickt dann auf die technische Verfassung bei Silber:

Hat Silber nach dem jüngsten Abverkauf seinen Boden gefunden?

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Gold/Silber

Gold: Korrektur vom Allzeithoch – ist der Boden jetzt gefunden?

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Nahezu mustergültig konnte Gold durch den weiteren Preisabschlag meine letzte Betrachtung in die Realität umsetzen. Das fast punktgenaue Erreichen des 0.62-Retracements bei 1.846 USD, ohne diese Kurslinie zu unterschreiten, ist eine Bestätigung der Wellenzählung, wenn auch diesbezüglich noch nicht aller Tage Abend ist. Wie der Langzeitchart es zeigt, erwarte ich für Gold eine größere Korrektur. Mittelfristig betrachtet, sollte dem Edelmetall noch etwas Raum in Richtung 2.100 USD zur Verfügung stehen. Natürlich werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen, doch einen Crash kann ich auch nicht erkennen.

Ausblick für Gold:

Nach Abschluss des Triangels (a-b-c-d-e) welches sich hier als Welle (b) ausgeformt hat, bildet sich aktuell noch Welle (c) der abc-Korrektur (ZigZag) aus. Mit dem Erreichen des 0.62 Retracements (1.846 USD) konnte eine wichtige wenngleich nicht die idealtypische Ziellinie für Gold angelaufen werden. Innerhalb eines ZigZag nimmt Welle „C“ meistens das Ausmaß und auch den Charakter von Welle „A“ an. In diesem Fall liegt das idealtypische Ziel von (c) auf dem 1.00-Retracement bei 1.771 USD.

Gold nach der Korrektur mit Aufwärtspotential
Auch wenn das Anlaufen an diese Kurslinie nicht zwingend nötig ist, und ich diesen auch nicht erwarte, sollte diese Option als Alternative ins Kalkül gezogen werden. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich kurzfristig eine Stabilisierung und damit verbunden eine vorerst leichte Bodenbildung. Ein erstes signifikantes Entwarnungssignal wird indes erst über dem 0.50-Retracement (aktuell 1.910 USD) gebildet. Bis dahin bleibt die erste Variante für Gold die vorherrschende.

Fazit:

Gold versucht, einen Boden für eine mittlere Rally auszubilden. Noch ist es zu früh, um sich, zumindest auf etwas längere Sicht, zu positionieren. Ein kleines Signal folgt über der 0.50-Linie (1.910 USD).

 

Gold mit Potential für eine Erholung

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