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Märkte

Ölpreis fällt deutlich übers Wochenende – die Angst ist zurück

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Eine Bohrpumpe für Öl in der Wüste

Der Ölpreis hat von Freitag Abend bis jetzt 2 Dollar verloren auf aktuell 34,47 Dollar (WTI-Öl). Es ist wie schon letzte Woche derzeit eine starke Korrelation zum Aktienmarkt festzustellen. Der Dow 30 notiert am Terminmarkt aktuell auch schon 900 Punkte tiefer als Freitag Abend. Bleibt es dabei, wird der US-Aktienmarkt heute also ab 15:30 Uhr deutlich im Minus eröffnen. Aktienkurse und der Ölpreis sehen aktuell mehr Risiko.

Ölpreis in Angst vor Corona

Die Angst vor der zweiten Corona-Welle greift um sich. Aktuell wurden in China Teile der Hauptstadt Peking abgeriegelt, weil dort neue Infektionsherde entdeckt wurden. Auch in den USA und zum Beispiel in Brasilien (siehe hier) mehren sich schlechte Nachrichten zum Coronavirus. Je mehr Infizierte und Tote, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr von Ausgangsbeschränkungen etc. Dies würde möglicherweise ein erneutes Abwürgen zahlreicher Volkswirtschaften bedeuten. Das ist schlecht für die Aktienkurse, aber noch mehr für den Ölpreis. Denn weniger wirtschaftliche Aktivität bedeutet weniger Nachfrage nach Öl. Diese Angst preist der Markt aktuell ein. Der Chart zeigt den Ölpreis-Verlauf seit dem 26. Mai. Vom Hoch Anfang letzter Woche bei knapp über 40 Dollar hat der Markt jetzt schon 5,50 Dollar eingebüßt.

Drei Termine diese Woche

Wichtig für die Bewegung im Ölpreis ist wie jede Woche der Stand der Öl-Lagermengen in den USA. Morgen Abend um 22:30 Uhr werden die privaten API-Daten veröffentlicht, und dann Mittwoch um 16:30 Uhr die offiziellen Daten der US-Behörde “Energy Information Administration”. Am Donnerstag tagt ein Kontrollgremium der OPEC um zu prüfen, ob die Mitglieder sich auch an ihre Mengenzusagen halten, damit die riesige Kürzung von 9,7 Millionen Barrels pro Tag von OPEC und Nicht-OPEC-Staaten ein Erfolg bleibt. Die Veranstaltung kann den Ölpreis bewegen, oder auch als Non-Event für den Markt enden.

Ölpreis Verlauf seit dem 26. Mai

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Finanznews

Gold: Wie hoch klettert das Edelmetall? Marktgeflüster (Video)

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Das Highlight des Tages ist der Anstieg von Gold über die Marke von 1300 Dollar! Wie weit wird der Preis noch steigen, nachdem deutlich mehr Geld als im Gefolge der Finanzkrise in ETFs geflossen sind, die Gold basiert sind? Ein entscheidender Punkt ist die Bilanz der Notenbanken – und bei der wichtigsten Notenbank der Welt – also der Fed – ist die Bilanzsumme derzeit leicht rückläufig, während die Bilanzsumme der EZB ein neues Allzeithoch erreicht. Je mehr digitales Geld die Notenbanken drucken, umso besser für den Preis von Gold. Im kurzen Zeitfenster dürfte noch Luft sein bis zur Marke von 1850 Dollar. Die Aktienmärkte heute volatil – zwischen Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und den nach wie vor extrem hohen Corona-Zahlen in den USA..

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Aktien

Stefan Riße zum Commerzbank-Desaster – warum die IT entscheidend ist

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Commerzbank Tower in Frankfurt

Sie erinnern sich noch? Im April letzten Jahres scheiterte die Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank, letztlich am Management der Deutschbanker. Gott sei Dank, möchte man sagen? Denn ja, in der Bankenszene ist es kein Geheimnis, wie komplex und veraltet die IT-Systeme von Banken und Sparkassen heute oft noch sind. Und auch von den beiden größten deutschen Banken gibt es in der Szene Gruselgeschichten, wie es in Sachen IT zugeht. Alleine die Größe der Institute und der Umfang der Geschäfte lässt erahnen, wie komplett die IT-Strukturen sind. Gerade erst hatte die Deutsche Bank die Postbank ablauftechnisch integriert.

Man stelle sich nun vor, die Deutsche Bank hätte als Seniorpartner nun auch noch die IT-Systeme der Commerzbank aufsaugen müssen, oder noch schlimmer: Es wäre zu einer Art Kombination beider IT-Systeme gekommen, oder es hätte einen kompletten Neubau gegeben? Milliarden-Investitionen und diverse Probleme auf Jahre hinaus wären programmiert gewesen. Aber Gott sei Dank, die Fusion scheiterte. Die Commerzbank kämpft nun weiter alleine. Und geht man nach dem Aktienkurs, der brutal im Keller hängt, kämpft sie ziemlich erfolglos. Deswegen muss aktuell auch der farblose CoBa-Chef Martin Zielke seinen Hut nehmen.

Im folgenden Video besprechen Manuel Koch und Stefan Riße das Thema Commerzbank als Schwerpunkt rund um die Bankenbranche. Das Thema IT sei entscheidend. Bei der Commerzbank wäre es laut Stefan Riße vielleicht sogar sinnvoller gewesen, die nun integrierte comdirect nicht einzubauen, sondern eher die ganze Commerzbank um die comdirect herum umzubauen. Denn laut Riße sei die comdirect im Commerzbank-Konzern derzeit die einzig gesunde Komponente. Die Ausführungen zu dem Thema sind recht interessant. Aber auch die weiteren Ausführungen zur Bankenbranche sind beachtenswert. Es ist laut Stefan Riße unklar, ob Deutsche Bank und Commerzbank überhaupt in der Lage sind ein neues profitables Geschäftsmodell zu finden. Von daher sieht er deren Aktien kritisch.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +5,7 Mio Barrels (jetzt 539,2 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 539,2 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -3 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -4,8 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen unverändert.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-3,7 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -20 Cents auf 40,41 Dollar. Wow, nur so ein kleiner Rückfall im Ölpreis, bei so einem kräftigen Anstieg der Lager, der sogar noch deutlich höher war als von API vermeldet? Kommt da noch was mit fallenden Ölpreisen in den nächsten Stunden?


source: tradingeconomics.com

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