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Märkte

Ölpreis fällt deutlich – warum die Lage derzeit wenig rosig aussieht!

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis konnte wochenlang kräftig steigen, weil die Märkte auf einer Euphoriewelle geschwommen sind. Aktien und Ölpreis konnten gar nicht gebremst werden auf dem Weg nach oben, weil die Volkswirtschaften weltweit nach offenkundig erfolgreichen Maßnahmen das Schlimmste der Coronakrise hinter sich gelassen hatten. Die Öl-Nachfrage würde wieder zügig anziehen. Und sowieso, die OPEC hat ja ihre Fördermenge dramatisch gesenkt um fast 10 Millionen Barrels pro Tag. Diese Senkung wurde gerade erst um einen Monat bis Ende Juli verlängert. Also, warum fällt der Ölpreis denn jetzt?

Ölpreis fällt – das hat viele gute Gründe

Der Ölpreis war viel zu schnell und zu weit gestiegen. Von Preisen unter de Null-Linie im April bis auf knapp über 40 Dollar Anfang dieser Woche stieg das amerikanische WTI-Öl. Dass da eine Korrektur fällig war, ist nur logisch. Schon aus technischer Sicht! Hinzu kommt die verstärkte Erkenntnis, dass sich die US-Konjunktur offenbar doch nicht so schnell erholt wie gedacht, und damit auch nicht die Öl-Nachfrage. Dafür sprechen diese Woche die pessimistische PK von Fed-Chef Jerome Powell (hier die Details), und die vorgestern veröffentlichten gestiegenen Lagermangen für Öl in den USA (+5,7 Millionen Barrels im Wochenvergleich). Nicht von Raffinerien abgenommenes Öl muss halt in die Lagertanks gepumpt werden. Dies dämpft den Ölpreis.

Und dieser Woche hört man immer öfter von steigenden Corona-Zahlen in den USA. Dies schürt die Angst vor einer zweiten Welle und neuen Shut Down-Maßnahmen, was die Konjunktur und die Öl-Nachfrage erneut abwürgen würde.  Tragisch dabei ist: Womöglich haben die “Black Lives Matter”-Proteste zu vielen neuen Ansteckungen geführt, weil landesweit hunderttausende oder sogar Millionen Menschen ungeschützt eng beieinander standen. Wir hatten gestern schon darauf hingewiesen, dass bei steigenden Corona-Zahlen in den USA weitere Schwäche im Ölpreis droht.

Korrelation zum Aktienmarkt

Im Chart sehen wir den Ölpreis in rot-grün im Vergleich zum Dow 30 auf CFD-Basis in blau seit dem 1. Juni. Seit Mittwoch fällt WTI-Öl von über 39,50 Dollar bis jetzt um mehr als 4 Dollar. Die große Korrelation zwischen dem Aktienmarkt und dem Ölpreis ist dieser Tage besonders groß! Denn Öl wie auch Aktienmärkte hängen beide an den Konjunkturaussichten. Eine gut laufende Konjunktur steht für gute Gewinne der Konzerne, wie auch eine steigende Nachfrage nach Öl. Womöglich war der Aktienmarkt mit seinem Absturz die letzten Tage immer einen kleinen Tick voraus (siehe blaue Linie am Mittwoch), und der Ölpreis zog nach auf dem Weg nach unten. Auf jeden Fall ist es derzeit ein Tandem. Die eh schon überfällige Korrektur am Aktienmarkt kommt jetzt zusammen mit der steigenden Angst vor einer zweiten großen  Corona-Welle (siehe hier), welche die Konjunktur abwürgt. Dies zieht auch den Ölpreis mit in den Keller, dem ebenfalls eine Korrektur gut tun könnte. Offenbar befinden wir uns derzeit mitten drin in dieser Korrektur?

Ölpreis im Vergleich zum Aktienmarkt seit dem 1. Juni

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schafft der Major zum Wochenstart die 1,14 Marke?

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Diverse Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat die letzte Woche mit einer positiven Vorstellung abgeschlossen. Der Freitag verlief nicht nur für diesen Major, sondern auch für die anderen Währungspaare sehr interessant. Es ist nicht selbstverständlich, dass der Markt kurz vor dem Wochenende so viel Dynamik und Volatilität entwickelt. Für den Euro vs USD hat sich das Blatt dann doch noch ins Positive gedreht.

Rückschau

Am frühen Morgen sah es für unsere europäische Leitwährung noch gar nicht so gut aus. Der Kurs kämpfte um die signifikante Marke von 1,1263. In diesem Bereich befand sich eine starke Unterstützung, die für den Euro von großer Bedeutung war. Die Bären haben mit aller Kraft versucht, diesen Bereich nach unten zu durchbrechen. Kurzfristig ist der Preis unter 1,1260 gefallen, dann hat aber die Dynamik abrupt nachgelassen. Im Chart haben sich Spikes ausgebildet und die Short- Traders haben angefangen, ihre Trades glatt zu stellen. Das hat den Euro ein wenig entlastet. Als dann der Widerstand bei 1,1273 (420er Moving Average) erobert werden konnte, war es für viele klar, dass der Euro vs USD einen Rebound einleiten wird. So kam es auch, die Bullen wurden aktiv und haben Long-Orders am Markt platziert. Das hat dem Euro frische Kraft verliehen und der Kurs ist weiter angestiegen. Am Anfang der amerikanischen Session wurde auch die 1,1300 „big figure“ überschritten. Das war schon eine kleine Überraschung, denn auf diesem Niveau traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Über 1,1300 lagen viele Stops, die gezogen wurden. Das hat den Euro vs USD zusätzlich gestärkt und die Break-Out Trader dazu motiviert, auch wieder aktiv zu werden.

EUR/USD ist weiter angestiegen und notierte in den Nachmittagsstunden schon bei 1,1323. Das war das Tageshoch am Freitag. Dieser Widerstand konnte vor dem Wochenende nicht mehr erobert werden. Die Zeit war einfach zu knapp und die Händler wollten kein Risiko mehr eingehen. Wer Long war, hat seine Positionen mit Gewinn geschlossen und sich ins Wochenende verabschiedet. Der Euro hat dadurch im späten Handel eine leichte Korrektur erfahren und bewegte sich im Bereich von ca. 1,1295. Der Euro zum USD hat also zum Wochenabschluss dann doch noch die Kurve bekommen und konnte somit den übergeordneten Aufwärtstrend aufrechterhalten.

Der Tagesausblick für den Euro zum US-Dollar

Aktuell, am Montagmorgen, notiert der Euro vs US-Dollar bei ca. 1,1325. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, konnte der Major die wichtige psychologische Marke zurückerobern. Die Händler haben den Euro favorisiert und somit vermutlich schon die ersten Tendenzen für die neue Handelswoche gesetzt. Aus technischer Sicht besitzt EUR/USD weiter Aufwärtspotential. Die Indikatorenlage im mittelfristigen Zeitfenster befindet sich im positiven Modus. Das wissen die Bullen und werden wahrscheinlich in den nächsten Stunden erneut versuchen, den Kurs nach oben zu treiben. Der erste signifikante Widerstand liegt bei 1,1347.

Sollte es der Major schaffen, diese Hürde zu nehmen, wird die 1,1400 „big figure“ in den Fokus rücken. Bevor aber diese Marke erreicht werden kann, muss der Euro zuerst den Preis von 1,1372 knacken. Das wird nicht ganz leicht sein, ist aber realistisch. Wer konservativ tradet, kann auch diesem Niveau seine Positionen schließen oder mit einem Trailing-Stop arbeiten.Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1297 und dann bei 1,1263. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1291.

Der Chart zeigt den Verlauf von Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Indizes

Aktuell: Jochen Stanzl über den Dax und den Start in die Berichtssaison

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Was macht der Dax zum Wochenstart? Vorbörslich bespricht Jochen Stanzl von CMC Markets die aktuelle Lage im folgenden brandaktuellen Video, ab Sekunde 30 geht es los. Und was muss man über die nun startende US-Berichtssaison wissen? Auch geht Stanzl auf charttechnische Aspekte ein.

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Indizes

DAX daily: Start in die erste Woche der Berichtssaison

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Die vielleicht spannendste Berichtssaison der letzten Jahre steht vor der Tür. Bisher sieht alles nach einem freundlichen Wochenstart aus. Die letzte Woche im Dax war aber sehr turbulent, es ging ständig Auf und Ab. Folglich könnte er diese Woche nochmal eine Schippe drauflegen. Am Freitag beendete der Dax die Handelswoche mit einem Zugewinn von 105 Punkten bei 12.633. Damit spielt die untergeordnete Range von 12.400 bis 12.700 auch diese Woche wieder eine Rolle. Zudem ist die übergeordnete Seitwärtszone von circa 12.000 bis 12.900 für den weiteren Verlauf im Dax entscheidend. Mit Beginn der Berichtssaison kann richtig Bewegung in den Dax kommen.

An dem ersten Handelstag der neuen Woche könnte der Dax erneut einen Versuch auf der Oberseite der Range starten. Immerhin hat der Dax am Freitag an seinem Hoch geschlossen und ist nachbörslich bis 12.720 angestiegen. Auch vorbörslich sieht es gut aus. Trotzdem birgt die negative Newslage rund ums Coronavirus weiterhin großes Risiko.

News und fundamentale Situation

Nicht nur die USA sind stark von dem Coronavirus betroffen, auch im Rest der Welt nehmen die Fälle zu. Am Sonntag teilte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) mit, dass innerhalb eines Tages mehr als 230.000 Erkrankungen weltweit registriert wurden. Weiterhin verzeichnen die USA die meisten Neuinfektionen. In Israel tobt mittlerweile die zweite Welle. Sogar Hongkong hat stark steigende Zahlen. Davor gab es wochenlang keinen einzigen Fall, aber mit Einführung des Sicherheitsgesetzes sind auch die Studenten vom Festland an die Hongkonger Universitäten zurückgekehrt.

Zwar stehen heute keine besonderen Konjunkturdaten auf dem Programm, dennoch wird es aufgrund der beginnenden Berichtssaison eine sehr spannende und auch ausschlaggebende Woche. Heute gibt Pepsi einen Einblick in das abgelaufene Quartal. So richtig los geht es allerdings erst ab morgen. Dann legen die großen Banken ihre Quartalsberichte vor.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Am heutigen Handelstag liegt der Dax eine Dreiviertelstunde vor Eröffnung bei 12.835. Damit hat er sich im außerbörslichen Handel aus seiner Range geschlichen. Die Asien-Rampe hat ihn dabei erneut geholfen. Sollte der Dax zur Eröffnung den Anstieg fortsetzen, dann könnte es zu einem Anlauf an die 12.913 kommen. Vorher muss er noch nachhaltig die 12.840 überwinden, hier liegt das Hoch aus der letzten Woche. Der Bereich von 12.900 bis 12.950 ist aber ein Brett. Entsprechend wird es nicht einfach den Bereich zu durchbohren. Die Bären könnten sich an dieser Stelle wehren. Darüber ist die psychologische Marke an der 13.000 ein nächster markanter Widerstand.

Dreht der Dax nach der Eröffnung ein, dann liegt die erste Unterstützung an der 12.775. Darunter folgt die 12.700, hier sollte sich der Dax entscheiden, ob er wieder hoch möchte oder er zurück in die Range fällt. Die nächste Unterstützung liegt dann bei 12.615. Darunter folgen die Marken bei 12.520 und 12.488. Bisher zeigt der Dax aber kein bisschen Schwäche.

Dax Unterstützungen (US):

12.775 – 15-Minutenchart

12.700 – 15-Minutenchart

12.615 – Stundenchart

12.520 – 61,8 % Fibo letzter Anstieg

12.488 – 76,4 % Erholung

12.440 – oT Seitwärtsrange

Dax Widerstände (WS):

12.780 – Ziel Seitwärtsrange

12.842 – Tageshoch 06.07.

12.913 – Juni Hoch

13.000 – psychologische Marke

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax daily: Start in die Berichtssaison

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