Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis fällt deutlich – warum die Lage derzeit wenig rosig aussieht!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis konnte wochenlang kräftig steigen, weil die Märkte auf einer Euphoriewelle geschwommen sind. Aktien und Ölpreis konnten gar nicht gebremst werden auf dem Weg nach oben, weil die Volkswirtschaften weltweit nach offenkundig erfolgreichen Maßnahmen das Schlimmste der Coronakrise hinter sich gelassen hatten. Die Öl-Nachfrage würde wieder zügig anziehen. Und sowieso, die OPEC hat ja ihre Fördermenge dramatisch gesenkt um fast 10 Millionen Barrels pro Tag. Diese Senkung wurde gerade erst um einen Monat bis Ende Juli verlängert. Also, warum fällt der Ölpreis denn jetzt?

Ölpreis fällt – das hat viele gute Gründe

Der Ölpreis war viel zu schnell und zu weit gestiegen. Von Preisen unter de Null-Linie im April bis auf knapp über 40 Dollar Anfang dieser Woche stieg das amerikanische WTI-Öl. Dass da eine Korrektur fällig war, ist nur logisch. Schon aus technischer Sicht! Hinzu kommt die verstärkte Erkenntnis, dass sich die US-Konjunktur offenbar doch nicht so schnell erholt wie gedacht, und damit auch nicht die Öl-Nachfrage. Dafür sprechen diese Woche die pessimistische PK von Fed-Chef Jerome Powell (hier die Details), und die vorgestern veröffentlichten gestiegenen Lagermangen für Öl in den USA (+5,7 Millionen Barrels im Wochenvergleich). Nicht von Raffinerien abgenommenes Öl muss halt in die Lagertanks gepumpt werden. Dies dämpft den Ölpreis.

Und dieser Woche hört man immer öfter von steigenden Corona-Zahlen in den USA. Dies schürt die Angst vor einer zweiten Welle und neuen Shut Down-Maßnahmen, was die Konjunktur und die Öl-Nachfrage erneut abwürgen würde.  Tragisch dabei ist: Womöglich haben die „Black Lives Matter“-Proteste zu vielen neuen Ansteckungen geführt, weil landesweit hunderttausende oder sogar Millionen Menschen ungeschützt eng beieinander standen. Wir hatten gestern schon darauf hingewiesen, dass bei steigenden Corona-Zahlen in den USA weitere Schwäche im Ölpreis droht.

Korrelation zum Aktienmarkt

Im Chart sehen wir den Ölpreis in rot-grün im Vergleich zum Dow 30 auf CFD-Basis in blau seit dem 1. Juni. Seit Mittwoch fällt WTI-Öl von über 39,50 Dollar bis jetzt um mehr als 4 Dollar. Die große Korrelation zwischen dem Aktienmarkt und dem Ölpreis ist dieser Tage besonders groß! Denn Öl wie auch Aktienmärkte hängen beide an den Konjunkturaussichten. Eine gut laufende Konjunktur steht für gute Gewinne der Konzerne, wie auch eine steigende Nachfrage nach Öl. Womöglich war der Aktienmarkt mit seinem Absturz die letzten Tage immer einen kleinen Tick voraus (siehe blaue Linie am Mittwoch), und der Ölpreis zog nach auf dem Weg nach unten. Auf jeden Fall ist es derzeit ein Tandem. Die eh schon überfällige Korrektur am Aktienmarkt kommt jetzt zusammen mit der steigenden Angst vor einer zweiten großen  Corona-Welle (siehe hier), welche die Konjunktur abwürgt. Dies zieht auch den Ölpreis mit in den Keller, dem ebenfalls eine Korrektur gut tun könnte. Offenbar befinden wir uns derzeit mitten drin in dieser Korrektur?

Ölpreis im Vergleich zum Aktienmarkt seit dem 1. Juni

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Abverkauf bei Gold als Vorbote? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Vergleicht man die Entwicklung der Aktienmärkte (anhand des Leitindex S&P 500) mit Gold, so fällt auf, dass das gelbe Edelmetall seit dem Sommer diesen Jahres eine Art Vorläufer-Funktion hat: es stieg vor den Aktienmärkten dynamisch an und erreicht ein neues Allzeithoch, dann folgte bei Gold ein Abverkauf – bevor schließlich die Aktienmärkte unter Druck kamen. Nun erneut Schwäche bei Gold – folgen nun die Aktienmärkte? Der Schlüssel ist hier der stärker werdende Dollar, das Vehikel für Risiko-Aversion schlechthin. Nach einem starken Start geht es an der Walll Street Richtung Süden – wie so oft steigen vorbörslich die US-Futures, zur Kassa-Zeit wird es dann aber schwieriger..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Indizes

Markus Koch zur Lage an der Wall Street – und Impfstoff-Optimismus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Markus Koch weilt bekanntlich derzeit in Deutschland, berichtet aber dennoch über das Wichtigste an der Wall Street. Fast schon peinlich für Deutschland, wie schwer Koch mit dem schlechten Internet hierzulande kämpfen muß – heute ist er am Tegernsee.

Der Wall Street-Reporter spricht heute über Nike, die den Dow Jones nach oben ziehen nach den gestrigen sehr starken Ergebnissen, dazu über den gestrigen Battery Day von Tesla, der doch eher enttäuschte.

Und: Markus Koch glaubt mit Goldman Sachs an den Wunder-Impfstoff, der das Coronavirus-Problem schlagarig beseitigen könne schon gegen Ende des Jahres. Das ist eher Wunder-Glaube – aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Und führt zu Portfolio-Umschichtungen in jene Branchen, die von der Coronakrise so stark betroffen sind – Stichwort Rotation.

Markus Koch zur Lage an der Wall Street

weiterlesen

Gold/Silber

Rüdiger Born: Gold und Nasdaq im Fokus

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Gold und Nasdaq schaue ich mir im folgenden Video genauer an. Wie ist die aktuelle Lage, und welche Tradingchancen gibt es? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen