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Märkte

Ölpreis fällt – die aktuelle Lage bei Öl-Krieg und Coronavirus-Crash

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielbild einer Öl-Pumpe

Der Ölpreis sieht überhaupt nicht gut aus. WTI-Öl notiert aktuell bei 30,38 Dollar, und damit nur knapp über der großen runden 30 Dollar-Marke, die psychologisch wichtig ist. Im Chart sieht man den Verlauf im Ölpreis (WTI) seit dem 4. März. Zwar gibt es den Tiefststand vom 9. März bei 27,40 Dollar. Aber aktuell ist die große runde 30 sehr wichtig. Fällt sie, ist der Weg nach unten womöglich offen, und dann könnte das Tief vom 9. März schnell ins Visier geraten?

WTI Ölpreis seit dem 4. März

Ölpreis unter Doppelbeschuss

Erst kam der saudische Öl-Krieg gegen Russland und die US-Fracker, wodurch der Ölpreis vor genau einer Woche von über 41 auf 27,40 Dollar abstürzte. Die Saudis überfluten den Markt mit zusätzlicher Fördermenge, und haben die Preise gesenkt. Dann folgte Trumps Einreisestopp für Europäer, was den Ölpreis weiter schwächte. Dazu kommt jetzt die sich immer weiter verschärfende Krise rund um das Coronavirus. In Los Angeles und New York schließen derzeit alle Restaurants und Bars. Also wird auch in den USA das öffentliche Leben nun immer weiter runtergefahren. Das bedeutet? Immer weniger wirtschaftliche Aktivität, weniger Autoverkehr, weniger Flüge. Das senkt natürlich die Öl-Nachfrage deutlich.

Was ist sonst noch los?

Der Öl-Krieg der Saudis geht weiter. Aktuelle Berichte zeigen, dass Saudi-Arabien jetzt sogar Öl nach Weißrussland liefert. Dies sei ein Schlag ins Gesicht der Russen, wie die Expertin Amena Bakr es ausdrückt. Und ja, Weißrussland ist der treue enge Verbündete von Wladimir Putin. Damit will Saudi-Arabien Herrn Putin wohl ein klares Signal geben? Es ist also kurzfristig wohl keine Einigung zu erwarten, die den Öl-Krieg beendet, und den Ölpreis zum Steigen bringt? Auch interessant ist, dass Donald Trump am Freitag verkündete, dass laut seiner Anweisung die strategische Öl-Reserve der USA nun kräftig aufgefüllt werden soll. Damit will er „zum Nutzen der Steuerzahler“ jetzt günstig einkaufen bei dem niedrigen Ölpreis.

Und er wolle damit den heimischen Fracking-Unternehmen helfen. Klar, nimmt der Staat ihnen zügig große Mengen Öl ab, hilft das. Aber halt nicht so richtig gut, denn der Staat kauft ja zu diesem extrem niedrigen Ölpreis! Die Nachricht dieses staatlichen Kaufs hat den WTI-Ölpreis Freitag Abend kurz gespusht von gut 32 auf 33 Dollar. Aber man sieht ja. Durch die übers Wochenende verstärkte Panik rund um das Coronavirus geht der Crash auch am Aktienmarkt weiter, und die Angst ist groß, dass die Nachfrageseite bei Öl immer weiter schwächeln wird. Und so ist der Ölpreis von 33 Dollar Freitag Abend bis jetzt auf knapp über 30 Dollar gefallen. Die gestern Abend überraschend erfolgte starke Zinssenkung der Fed zeigt ganz klar, wie groß die Panik am Kapitalmarkt derzeit ist!

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Finanznews

Aktien: Flash Mob – jetzt wird es gefährlich! Marktgeflüster (Video)

Ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen verabredet, kauft Aktien über Call-Optionen. Warum das für die Märkte gefährlich ist!

Markus Fugmann

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Die Dinge werden immer extremer: ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen wie Reddit verabredet, kauft Aktien über weit aus dem Geld liegende Call-Optionen – und bringt damit sowohl Short-Seller (wie heute Citron im Falle der Aktie Gamestop) unter Druck. Aber auch die Broker, die diese Call-Optionen verkaufen, denn diese müssen sich dann häufig durch den (physischen) Kauf der jeweiligen Aktie absichern: gelingt das nicht, bringt das immense Risiken mit sich, die zum „Aus“ des Brokers (und des Short-Sellers) führen können. War es ein Zufall, dass heute in den USA fast alle Neo-Broker Probleme hatten und phasenweise offline waren? Wohl nicht. Für die Märkte bringen solche Flash Mobs Instabilität und unkalkulierbare Risiken mit sich..

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Aktien

Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Indizes

Rüdiger Born: Charttechnik bei Nasdaq und Gold

Rüdiger Born

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am

Nasdaq und Gold will ich mir im folgenden Video genauer anschauen. Was sagt die Charttechnik, was ist für uns Trader machbar?

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