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Märkte

Ölpreis fällt immer weiter – warum der Druck von zwei Seiten kommt

Claudio Kummerfeld

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am

Ölpumpe Beispielbild vor Sonnenuntergang

Der Ölpreis fällt derzeit immer weiter. Erst am Dienstag hatten wir von der „Parole“ der Internationalen Energie-Agentur (IEA) berichtet, die da lautet „die Welt ist mit Öl überflutet“. Also runter mit dem Ölpreis? Gestern gab es einen plötzlich verstärkten Abwärts-Sog bei Öl, und wir hatten schon vermutet, dass das Corona-Virus der Auslöser war. Und ja, die Angst vor den Folgen des Corona-Virus vor allem für den chinesischen Markt schlägt voll durch auf den Terminmarkt für Öl.

Corona-Virus schickt Ölpreis weiter in den Keller

WTI-Öl ist seit Ende letzter Woche von 58,78 Dollar bis jetzt auf 55,75 Dollar gefallen. Vorbei die Analysten-Kommentare von 100 Dollar pro Barrel, vorbei der Blick auf die OPEC, die erst im Dezember ihre Fördermenge noch weiter gekürzt hatte. Niemand denkt derzeit an steigende Kurse. Oder gar eine Aufwärts-Korrektur aus rein markttechnischen Gründen? Behalten Sie liebe Leser das bitte im Hinterkopf, dass sowas jederzeit passieren kann! Aber zurück zum Tagesgeschehen.

Der Corona-Virus beherrscht aktuell den Markt. Warum? Wenn Millionen und Aber-Millionen von Chinesen jetzt zum Neujahrsfest nicht ins Flugzeug steigen, und die nächsten Wochen nicht Essen gehen, sondern zuhause bleiben uvm… so glaubt man daran, dass die allgemeine wirtschaftliche Nachfrage von China ausgehend geringer ausfällt, und damit auch die Nachfrage nach Öl. Also schickt man den Ölpreis nach unten. Mit Bezug auf den SARS-Erreger aus dem Jahr 2003 glaubt Goldman Sachs laut jüngsten Berichten daran, dass der Corona-Virus 3 Dollar im Ölpreis ausmachen kann (auf der Abwärtsseite), aufgrund eines Einbruchs beim Flugverkehr.

Ein Analyst von CFRA Research drückt es laut Zerohedge pathetischer aus. So sei der derzeit fallende Ölpreis eine „Manifestation von Sorgen“ um die weltweite Ölnachfrage. Also, vereinfacht gesagt: Erst die Grundaussage der IEA über einen „überfluteten“ Weltmarkt, und dann jetzt noch das Corona-Virus, das die Nachfrageseite angeblich schwächen soll. Ein perfekter Mix für einen fallenden Ölpreis, den wir diese Woche dann auch bekommen haben. Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf im WTI-Ölpreis seit September 2019. Der Anstieg in den letzten Monaten wurde durch die jüngste Abwärtswelle eindeutig gebrochen.

Vorschau auf heute Nachmittag

Auch die Lagerbestände sind heute ein Thema. Um 17 Uhr deutscher Zeit werden heute die staatlichen Lagerbestände für Rohöl in den USA veröffentlicht. Letzte Woche waren sie um 2,5 Millionen Barrels gefallen. Die privat erhobenen und stets am Abend vorher gemeldeten API-Lagerbestände lagen letzte Woche daneben, weil sie einen kleinen Anstieg der Lager zeigten. Auch gestern Abend hat API ein Plus von 1,6 Millionen Barrels veröffentlicht. Liegt man wieder falsch, oder nehmen die Lagerbestände in den USA doch zu? Das wäre noch ein weiterer Grund für einen weiter fallenden Ölpreis. Wir werden um 17 Uhr berichten.

Verlauf im WTI Ölpreis seit September 2019

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Bitcoin

Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Gold/Silber

Rüdiger Born über den aktuellen Gold-Absturz – wie tief geht es noch runter?

Rüdiger Born

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Gold im Crash! Aktuell geht der Kurs durch alle Unterstützungen: zunächst die 1850er Marke aus dem September, nun auch die 1800 der letzten Tage. Und das auch noch beschleunigt! Gibt es kein Halten mehr? Auf was man sich einstellen muss und wie man als Marktteilnehmer hier möglichst frühzeitig den nächsten Schritt erkennen kann, zeige ich in diesem Beitrag.

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Märkte

Ölpreis – wird er trotz Coronakrise demnächst expodieren?

Philipp Hopf

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am

Öl Pumpe

Der Ölpreis hat am Donnerstag im frühen Handel erst einmal wieder etwas abgegeben, bewegen sich jedoch weiterhin in der Nähe seines höchsten Stände seit März, bevor die erste Corona-Welle einen drastischen Preissturz verursacht hatte.

Die Hoffnung auf einen zeitnah verfügbaren Corona-Impfstoff, von der sich eine konjunkturelle Erholung erhofft wird, bleibt einer der hauptsächlichen Antriebe für den Ölpreis. Exxon Mobil sorgte jedoch für eine Dämpfung der Stimmung, änderte seine Prognose für den Ölpreis in den nächsten zehn Jahren und versicherte, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie zumindest in den kommenden sieben Jahren stark zu spüren sein werden.

Ölpreis: Brent Öl

Der Ölpreis der Sorte Brent läuft das anvisierte Ziel zwischen $48.61 – $50.79 an und zeigt eine erste deutliche Reaktion. Wir schrieben hierzu im gestrigen Update: „Wir gehen hier im Bereich von $48.61 – $50.79 von einem Zwischenhoch aus, in dessen Anschluss der Markt noch einmal nach Süden abdreht, um in Welle 4 in Grün noch einmal tiefere Notierungen im Bereich von $46.50 – $45.00 anzulaufen.“ Solange sich der Markt nun unter $49.06 hält, sehen wir diesen die laufende Gegenbewegung ausbauen. Das Idealziel hierfür liegt nun jedoch im Bereich von $45.34 – $44.19. Drehen die Bullen direkt wieder nach Norden, ohne eine Gegenbewegung in Welle 4 in Grün abzuarbeiten, betrachten wir dies lediglich als Ausdehnung des laufenden Impulses bis $50.79, bevor sich dann auch hier eine Abwärtsbewegung durchsetzt, und gehen nicht von einem direkten Anlaufen von $55 aus:

Der Ölpreis der Sorte Brent

Zusammengefasst hält sich Brent an das hinterlegte Szenario. Setzt sich dieses weiter durch, werden wir hier einen weiteren Zielbereich zum Trading hinterlegen und sehen Brent anschließend weiter in Richtung Norden durchstarten.

West Texas Intermediate (WTI)

Nachdem auch die Bullen in WTI den anvisierten Bereich von $46.23 – $48.81 anlaufen, bauen auch diese eine deutliche Reaktion aus und drehen wieder nach Süden ab. Solange sich der Markt nun unter $46.26 hält, gehen wir im nächsten Schritt von einer Gegenbewegung in Richtung $42.75 – $41.66 aus, um Welle 4 in Grün abzuarbeiten.

Wir werden hier noch einmal einen Zielbereich hinterlegen, der genutzt werden kann, um Longpositionierungen aufzubauen. Unter 40.06 sollte WTI in der anstehenden Abwärtsbewegung nicht mehr fallen, um nicht deutlich tiefere Notierungen für den Ölpreis der Sorte WTI freizuschalten. Nach der hinterlegten Abwärtsbewegung sehen wir WTI dann wieder die Triebwerke starten und den Bereich von $50 und höher anlaufen.

Der Ölpreis der Sorte WTI

Zusammengefasst hat WTI das anvisierte Zwischenziel im Bereich von $46.23 – $48.41 abgearbeitet und befindet sich nun in der Gegenbewegung. Wichtig bleibt, dass sich der Markt unter $46.26 hält, um hier nicht doch noch mal einen Umweg zu starten, bevor die Abwärtsbewegung sich weiter fortsetzt. Anschließend sehen wir den Index dann auf Sicht der nächsten Wochen neue Zwischenhochs im Bereich von $50 und höher anlaufen.

Mehr von Philli Hopf unter https://hkcmanagement.de/

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