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Märkte

Ă–lpreis fällt immer weiter – zwei aktuelle Infos sind zu beachten

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Der Ölpreis fällt, und fällt, und fällt. Seit Tagen berichten wir darüber. Nichts mehr zu 100 Dollar pro Barrel, sondern es geht nur noch um das Überangebot am Weltmarkt. Auch der Ausschluss des Iran vom Weltmarkt soll angeblich keine Probleme bringen, weil Saudis und Russen kräftig auf die Pumpe drücken.

Gestern Abend erreichte der WTI-Ölpreis im Tief sogar das Niveau von 61,30 Dollar. Nach ein paar Ticks nach oben kamen dann gestern Abend die API-Lagerbestände aus den USA, die mal wieder einen kräftigen Zuwachs der Lager anzeigen. Und zack, der Ölpreis fiel erneut, diesmal auf 61,62 Dollar, wo er über Nacht verblieb.

Heute nun schwirren Gerüchte aus Russland am Terminmarkt umher. Angeblich sollen Russland und Saudi-Arabien begonnen haben darüber zu beraten, ob man in 2019 die Fördermenge kürzen solle. Nachvollziehbar wäre das, denn der Ölpreis fällt derzeit wie ein Stein in den Keller. Saudis und Russen sind de facto von einem ordentlichen (hohen) Ölpreis abhängig, denn sonst hat man nicht wirklich ernsthafte Einnahmequellen.

Dieses Gerücht lässt den Ölpreis momentan ein klein wenig ansteigen auf 62,62 Dollar. Aber wie so oft sind Gerüchte aus Moskau nach kurzer Zeit wieder vergessen, weil von dort relativ inflationär Gerüchte zum Thema Öl an die Öffentlichkeit gelangen. Ganz aktuell beachten sollte man auch die in 30 Minuten anstehenden Öl-Lagerdaten aus den USA, über die wir dann sofort berichten werden. Die API-Daten zeigen schon einen erneuten Aufbau, was im Preis natürlich schon berücksichtigt ist.

Der WTI-Ă–lpreis seit 26. Oktober
Der WTI-Preis seit 26. Oktober.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Anton Duhacek

    8. November 2018 15:20 at 15:20

    „Saudis und Russen sind de facto von einem ordentlichen (hohen) Ă–lpreis abhängig, denn sonst hat man nicht wirklich ernsthafte Einnahmequellen.“

    Der Anteil den der Export von Ă–l in Russland am Bruttosozialprodukt ausmacht, liegt nichtmal bei 15%.

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Devisen

BrĂĽssel bestätigt Brexit-Text – Pfund reagiert euphorisch

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Der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk hat aktuell mitgeteilt, dass es nun eine konkrete Einigung in Sachen Brexit gebe. Es liege nun ein fertiger Entwurf vor, und den habe er nun an alle 27 EU-Partner verschickt. Die Erklärung beinhalte die zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU. Kommissionspräsident Juncker habe ihn informiert, dass dieses Papier auf Verhandler-Ebene und grundsätzlich auch auf politischer Ebene vereinbart sei.

Das sieht verdammt stark danach aus, dass man zumindest auf EU-Seite Fortschritte macht. Wie Theresa May ihren Laden in London zusammen hält, ist da noch eine ganz andere Baustelle. Aber wie auch immer. Das britische Pfund reagiert erstmal entsprechend euphorisch. Es stieg gegenüber dem US-Dollar um 140 Pips, vorhin bis auf 1,2926. Jetzt notiert es in einem aktuell heftigen Hin und Her bei 1,2865. Auch reagiert der Euro dementsprechend schwächer gegen das Pfund. Wer aktuell wild zocken will, ist im Pfund richtig aufgehoben!

Brexit
© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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Indizes

Dax-Stimmung: Privatanleger ziehen die ReiĂźleine, Profis klammen sich an Durchalte-Parolen

Achtung: Lawinengefahr durch herabstĂĽrzende Profi-Investoren..

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Nach wie vor ist die Lage beim deutschen Leitindex Dax nicht so fĂĽrchterlich erfreulich – und das bringt Schmerzen bei denjenigen mit sich, die unterschĂĽtterlich an die Jahresendrally geglaubt haben. Aber das Thema Handelskrieg USA-China, die nach wie vor hawkishe Fed, die Unsicherheit ĂĽber den Brexit und schlieĂźlich die „politischen Flatulenzen“ zwischen der EU und Italien sind nicht gerade förderlich fĂĽr eine sorgenfreie Weihnachtsrally.

Und das ist eher ungĂĽnstig fĂĽr die bereits Long-Positionierten – man will den Glauben nicht aufgeben, dass diese Rally zum jahresende hin doch noch kommt, schlieĂźlich war es doch in den gefĂĽhlt letzten 300 Jahren doch immer so gewesen, oder? Aber was vorher immer gut war, kann auch plötzloch schief gehen – das ist die Erfahrung, die Truthähne gerade derzeit in den USA machen mĂĽssen: 1000 Tage Wonneleben mit treusorgenden Menschen, die das Getier fĂĽttern und hegen – und dann plötzlich der Exitus..:

 

Jedenfalls sind laut neuester Umfrage der Deutschen Börse gerade die Profi-Investoren nicht von ihrer optimistischen Haltung abgewichen. Mit 51% sind mehr als die Hälfte im Lager der Bullen (+1% zur Vorwoche), während die Bären mit 26% (-2% zur Vorwoche) nur knapp mehr als jeden vierten Befragten stellen. Ist das Ăśberzeugung? Eher nicht, meint Joachim Goldberg – es sei mehr die Hoffnung, die im Verlust handelnden Positionen doch noch irgendwie retten zu können, also Zweckoptimismus:

„Aber wir gehen nicht davon aus, dass die Mehrheit der Befragten aus einer grundsätzlichen Ăśberzeugung heraus optimistisch ist. Vielmehr zeigt sich seit rund vier Wochen, dass ein harter Kern von Börsenbullen – es handelt sich immerhin um etwas mehr als 50 Prozent aller Befragten – mehr oder weniger groĂźe Buchverluste hinnehmen musste.“

 

Die Privatanleger dagegen sind deutlich skeptischer: 11% verlieĂźen das Bullenlager, das bei ihnen nur noch auf 41% kommt – genau diese 11% sind direkt ins Bärenlager gewandert, das nun mit 42% knapp vorne liegt. Dazu wieder Goldberg:


„Während die Privatanleger also mehr oder weniger diszipliniert und teilweise unter Hinnahme von deutlichen Kursverlusten die Notbremse gezogen haben, gilt dies nicht fĂĽr die institutionellen Investoren. In dieser Gruppe ist nach wie vor mehrheitlich Durchhalten angesagt, so dass sich die Sentiment-technische Lage fĂĽr den DAX nicht verbessert hat. Im Gegenteil: Die Bullen von heute wären vermutlich froh, die Kursspitzen der Vorwoche zwischen 11.350 und 11.450 Zählern noch einmal wiederzusehen, um sich dann zumindest noch mit einem halbwegs blauen Auge von den schal gewordenen Long-Positionen zu trennen. Damit dĂĽrfte aus heutiger Sicht eine Jahresschlussrallye recht ĂĽberschaubar bleiben. Gleichzeitig ist der DAX an der Unterseite durch die kaum verbesserte heimische Nachfragesituation nach wie vor gefährdet. Zumal auch die internationalen Vermögensverwalter derzeit kein groĂźes Interesse an deutschen Aktien zu haben scheinen.“

 

Vielleicht aber gibt es doch noch Hoffnung fĂĽr de Dax-Bullen – nämlich dann, wenn die Wall Street mitspielt. In den USA nämlich ist bei den in der AAII-Umfrage befragten Privatinvestoren die Stimmung deutlich ins Negative gekippt. So kommen dort die Bullen nur noch auf 25,3% (-9,8% zur Vorwoche), die Bären hingegen sind klar fĂĽhrend mit 47,1% (+11,2% zur Vorwoche). Vielleicht ist das ja ein Kontraindikator..

 

Abschließend noch einmal Joachim Goldberg mit seiner ausführlicheren Einschätzung  im Video:

 

Von Root5.5 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28838047

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Märkte

Ă–lpreis-Abrutsch: Ist 51,50 Dollar im WTI eine gute Widerstandsmarke?

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Bis wohin rutscht der Ölpreis noch ab? Könnte die Marke von 51,50 Dollar im WTI-Öl eine gute Widerstandsmarke sein, bei der der Preis einen Boden findet? Diese Marke sowie die Gesamtsituation am Ölmarkt wird in einem aktuellen Interview mit einem Experten von HSBC gut beleuchtet.

Die gesamte Gemengelage rund um die US-Fracker, die OPEC, sowie die charttechnische Situation wird dabei angesprochen. Es geht auch um die vor Kurzem noch im Raum stehende Marke von 100 Dollar, die ja angeblich schnell erreicht werden könne. Die Iran-Sanktionen werden gerade aber mehr als ausgeglichen durch Rekord-Fördermengen an mehreren Orten.

Der Ă–lpreis seit 2015
Der Ă–lpreis seit 2015. Eingezeichnet ist hier die Schwelle von 51,50 Dollar.

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