Der Ölpreis am Terminmarkt fällt derzeit immer tiefer. Seit dem Hochpunkt am 16. Januar bei über 80 Dollar ist amerikanisches WTI-Öl bis jetzt 67,66 Dollar gefallen, um mehr als 12 Dollar! Im Chart sehen wir die Kursentwicklung seit November 2024. Der Abwärtstrend der letzten Wochen ist hier klar erkennbar. Bei gut 67 Dollar stößt der Markt auf eine technische Unterstützung dank zwei Tiefs aus November und Dezember, aber ob man darauf bauen sollte? Schauen wir an dieser Stelle auf zwei fundamentale Gründe für den Öl-Absturz.
Ölpreis im Absturz – Trump-Handelskrieg
Je mehr Trumps Handelskrieg eskaliert, desto größer werden die Befürchtungen, dass der Welthandel darunter leidet. Weniger Warenverkehr, weniger wirtschaftliche Aktivität – diese Aussicht belastet denn Ölpreis. Gerade heute haben Kanada und China mit eigenen Zöllen gegen die USA geantwortet, was die Lage verschärft. Je mehr Zölle, desto weniger Ölnachfrage? Diese Aussicht wird am Terminmarkt sofort in Form fallender Preise dargestellt, denn die Börse handelt immer die Zukunft. Viel klarer als am Aktienmarkt sieht man derzeit am Ölmarkt, dass der Handelskrieg als Risiko eingepreist wird.
OPEC mit mehr Fördermenge
Seit Monaten wollte die OPEC ihre Öl-Fördermenge erhöhen. Aber aufgrund wackliger Aussichten zwischen Angebots- und Nachfragemenge am Weltmarkt verschob man seine Pläne, um nicht zu viel Angebotsüberhang zu erzeugen. Denn dies hätte den Ölpreis noch weiter abgeschwächt. Aber obwohl der Ölpreis derzeit fällt, will man bei der OPEC offenbar nicht mehr länger warten mit seiner Mengenausweitung. Dieses fatale Signal sorgt derzeit für noch mehr Abwärtsdruck bei den Preisen.
Bloomberg-Aussagen
Bloomberg bespricht den fallenden Ölpreis derzeit wie folgt (auszugsweise): Peking reagierte heute sofort mit Vergeltungsmaßnahmen, indem man Abgaben auf die US-Landwirtschaft verhängte, was die Sorge vor einem verletzenden Handelskrieg schürte. Heute traten auch Zölle auf Kanada und Mexiko in Kraft. Der Terminmarkt-Ölpreis stürzte in der vorangegangenen Sitzung ab, nachdem die OPEC+ angekündigt hatte, die Produktion im April nach wiederholten Verzögerungen zu erhöhen, obwohl die Erhöhung je nach Marktbedingungen ausgesetzt oder rückgängig gemacht werden könnte.
Die globalen Ölmärkte sehen sich in diesem Jahr mit einem Angebotsüberschuss konfrontiert, selbst wenn die OPEC+ die Produktion unverändert lässt, wie die Internationale Energieagentur in einem Bericht im vergangenen Monat feststellte. Das von Saudi-Arabien und Russland angeführte Kartell plant laut einer auf seiner Website veröffentlichten Erklärung eine Erhöhung der Produktion um 138.000 Barrel pro Tag.
Seit Mitte Januar tendiert der Ölpreis aufgrund der schwachen Nachfrage und der Auswirkungen der Handelspolitik von Präsident Donald Trump schwächer. Die Abgaben auf chinesische Exporte wurden auf 20 % verdoppelt, während auf die meisten US-Importe aus Kanada und Mexiko ein Zoll von 25 % erhoben wird.
„Der Ölpreis steht an zwei Fronten unter Druck“, sagte Warren Patterson, in Singapur ansässiger Leiter der Rohstoffstrategie für die ING Groep, und verwies auf die Angebotssteigerung durch die OPEC+ und die US-Abgaben. Vergeltungszölle bedeuten ‚wahrscheinlich eine weitere Eskalation, die die Wachstums- und Nachfrageaussichten nur noch weiter eintrüben wird‘.
FMW/Bloomberg
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Warum gelingt es der Öl-„Allianz“ OPEC+ nicht, in ausreichendem Maße mit einer Stimme zu sprechen? Jüngstes Beispiel: Der Irak tätigt in einem „Alleingang“ eine Ölförderung von Kurdistan aus, mittels der Ceyhan-Pipeline. Der Ölpreis sank dadurch/Quelle: n-tv-Teletext.
Mittlerweile ist der Ölpreis wieder deutlich gestiegen. Als Grund wird die Tatsache genannt, das die Öl-Allianz OPEC+ ihre Ölfördermenge nur vorübergehend erhöht/Quelle: n-tv-online-Der Börsen-Tag. Die Öl-Allianz OPEC+ spricht somit auch dankenswerterweise wieder mit einer Stimme, zugunsten einer stabilen Ölindustrie.
US-Energieminister Chris Wright: „Erdöl ist für die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung“./Quelle: n-tv-online.
Was für eine scharfsinnige Erkenntnis…
Der Ölpreis ist aktuell wegen einer kurzfristigen Erhöhung der Ölfördermenge von seiten der Öl-Allianz OPEC+ gefallen.
Der Ölpreis ist aktuell wieder gestiegen.
@Holger Voss, hoch und runter, auf und nieder immer wieder…
Der Ölpreis ist aktuell wegen einer kurzfristigen Erhöhung der Ölfördermenge von seiten der Öl-Allianz OPEC+ gefallen.
An den FMW-Benutzer @Holger Voss
Woher haben Sie nur immer wieder diese hochgeheimen Informationen?
Ja, ich weiß natürlich: Fragen kann man alles.
PS: Ihr FMW-Feld räume ich umgehend.
Ich denke auch,dass der liebe Putin dem Donald einen Gefallen tun will und ihm helfen will den Ölpreis zu drücken. Er kann ihm auch zeigen, dass er auch fähig ist das Gegenteil zu machen wenn Donald nicht spurt.
Vielleicht findet Donald auch noch einen Sponsor der ihm die von ihm getriebenen Anleihen abkauft.
Musk wird es wohl nicht sein, der muss ja selber 11% Zins bezahlen. Das könnte noch interessant werden, wenn er sich mit der ganzen Welt anlegt und gleichzeitig tonnenweise Anleihenkäufer braucht.
Donald will die Firmen zurückholen, aber anscheinend fliesst das Kapital aus Amerika ab. Da gibt es nur noch eine Rettung, Kapitalkontrolle oder Zölle auf Aktien und Optionen.
Die EU hat nur einen wichtigen Trumpf wie Fugmann schon erwähnte. Die MAGNIFICIENTEN, die rund 50% des Umsatzes auf dem EU – Markt machen so richtig hart an die Kandarre nehmen. Die Besitzer dieser Monster sind ja auch Oligarchen, und die Russenoligarchen hat man doch sogar zum Teil enteignet.