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Ölpreis fällt heute dank einem „mustergültigen“ Grund

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Oil Rig

Der Ölpreis fällt seit heute früh spürbar. WTI-Öl notiert jetzt knapp unter 52 Dollar, und hat somit seit heute früh mehr als 1 Dollar eingebüßt. Warum? Es ist ein „mustergültiger“ Grund, wie wir es mal formulieren möchten. Denn was hatten wir (schlecht verstecktes Eigenlob) gestern geschrieben? Wir titelten mit „Achtung“ und „Warnung“.

Ölpreis mit Bodenbildung? Eine mehr als wacklige Nummer

Bei ganz grob gesagt 52,50 Dollar im WTI-Ölpreis hätte der Markt vielleicht zur Ruhe kommen können. Und gestern noch gab es Optimismus für die Gespräche zwischen den USA und China am Donnerstag. Aber wir warnten, dass es eine ziemlich wacklige Angelegenheit ist sich auf positive Erwartungen bezüglich de Handelsgespräche zu berufen für einen steigenden Ölpreis. Denn negative Signale können ihn schnell zum Fallen bringen, wie schon letzte Woche zwei Mal die ISM-Daten. Tja, und schon zwei Tage vor dem Start der Gespräche gibt es diese negativen Signale. Das Weiße Haus überlegt nämlich Kapitalflüsse nach China zu begrenzen. Auch haben die USA mehrere chinesische Unternehmen auf eine Black List gesetzt. Und heute Mittag ging es dann weiter mit Nachrichten aus China, dass der Beauftragte für die Gespräche Liu He ohne echte Kompetenzen für Verhandlungen nach Washington DC reisen werde. Auch werde die Besuchsdauer verkürzt. Also, schon zwei Tage vorher scheinen die Verhandlungen kaum eine Chance auf einen tatsächlichen Erfolg zu haben. So schnell kann sich die Gefühlslage am Markt wieder drehen.

Gespräche übermorgen im Fokus

Energieagenturen vermelden diese Woche vermutlich noch Revisionen zur Nachfrageseite, auch die Lagerbestände (API heute Abend und EIA morgen Nachmittag) können den Ölpreis bewegen. Und vor dem Treffen in Washington DC am Donnerstag, da ist die Lage mehr als wacklig, wie man jetzt sieht. Das Treffen und die weiteren Aussagen im Vorhinein von beiden Seiten dürften vermutlich bis Donnerstag maßgeblich für den Ölpreis sein! Im Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Mitte letzter Woche. Die kleine Euphorie von gestern ist schon wieder verflogen. Vom gestrigen Hochpunkt hat er sogar mehr als 2 Dollar verloren. Aber wie es jetzt bis Donnerstag weiter geht, das wissen auch wir natürlich nicht. Aber die Lage ist halt mehr als wacklig. Jeder kleine Tweet kann einen Kursausschlag bringen.

Ölpreis seit Mitte letzter Woche

An dieser Stelle werfen wir auch einen Blick auf das größere Bild, den Verlauf im Ölpreis seit Ende 2018. Grob gesagt um die Marke von 51 Dollar liegt eine charttechnische Unterstützung dank drei Tiefpunkten aus den letzten fünf Monaten. Das wäre für Chartisten das nächste Ziel bei einem weiteren Absturz. Viel fehlt dazu nicht mehr. Nochmal: Im Fokus steht aktuell das Hin und Her der Aussagen von beiden Seiten im Handelskrieg, um sich vor dem Treffen am Donnerstag zu positionieren. Kommt am Ende nicht mehr dabei raus als ein paar warme Worte? Gut möglich. Das wäre schlecht für die globale Konjunktur, für die Aktienindizes, und für den Ölpreis. Denn weniger wirtschaftliche Aktivität bedeutet weniger Nachfrage nach Öl.

Ölpreis WTI seit Ende 2018

6 Kommentare

6 Comments

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    Suppenkasper

    8. Oktober 2019 15:44 at 15:44

    Alles Kasperlitheater, die Frage ist nur, wie lange kann sich die noch grösste Weltmacht im Kampf um die Herrschaft noch einen Kasperli als Präsidenten leisten?

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    Peter Anhoeck

    10. Oktober 2019 11:42 at 11:42

    Ölpreis fällt heute dank einem „mustergültigen“ Grund

    Was für ein Deutsch?

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    Nörgeler-Schreck

    10. Oktober 2019 12:58 at 12:58

    @ Peter Anhoeck, dies ist eine Plattform in der es um Wirtschaftsinformation geht u.zwar hochklassig.Leute ,die bis zum dreissigsten Altersjahr auf Staatskosten studiert haben u. die Muttersprache perfekt können und sonst gar Nichts auf der Kiste haben, haben wir viel zu Viele.Wenn sie schon länger FMW verfolgen, sollten sie wissen, dass die“ ORTHOGRAPHIENÖRGELER“ sehr unbeliebt sind.
    Ich habe von Ihnen noch nie einen Beitrag gelesen, aber dieser Fehler schien ihnen so wichtig zu sein ,dass sie erstmals etwas gepostet haben! Glücklicher Mensch, sonst keine Probleme?
    Es gibt normale Fehler u.Flüchtigkeitsfehler u.Flüchtlingsfehler.Die ersten beiden können immer einmal passieren.Die dritte Art ist eher gravierend u.wird fast nie kritisiert.

    • Avatar

      Lars

      11. Oktober 2019 00:12 at 00:12

      @Nörgeler-Schreck, ich habe von Ihnen noch nie einen Beitrag gelesen, aber dieser Kommentar zur Orthografie schien ihnen so wichtig zu sein, dass sie erstmals etwas gepostet haben! Sonst keine Probleme neben dem dem Flüchtlingsthema? Wenn sie schon länger FMW verfolgen, sollten sie wissen, dass die Flüchtingsnörgler ebenfalls sehr unbeliebt sind.

      Erdogan wird uns mit Trumps Hilfe bald ein paar Millionen mehr bescheren, das ist eher gravierend und wird fast nie kritisiert. Weder hochklassig, noch auf Staatskosten.

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    Luca18

    11. Oktober 2019 18:29 at 18:29

    Da tut nur jemand auf leftutti😂

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      leftutti

      11. Oktober 2019 20:33 at 20:33

      @Luca18, wie immer, weise und tiefgründig, Ihr Kommentar 🙄
      Wollen Sie mir etwas sagen? Dann tun Sie das.

      Für Apple-User: cmd shift del
      Windows: Shift Entf

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Indizes

Rüdiger Born: Die aktuelle Lage in den Indizes

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Die Indizes sind gut gestiegen. Im Dow haben wir weiterhin gute Chancen für einen weiteren Anstieg, was ich direkt am Chart aufzeigen möchte. Im größeren Bild muss man erst noch sehen, ob wir uns jetzt gerade in einer Bärenmarktrally befinden. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“ (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Märkte

Ölpreis im Niemandsland – Trump entspannt, Donnerstag Hopp oder Top!

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Öl-Pumpe Beispielfoto

Der Ölpreis bewegt sich nach starken Bewegungen die letzten Tage seit gestern Abend in einer Art Niemandsland. Gestern verlor der Ölpreis direkt nach Markteröffnung nach dem Wochenende mehr als 13 Prozent. Denn da wurde bekannt, dass die für Montag geplante Online-Konferenz der OPEC auf Donnerstag verschoben wurde. Aber dann gestern früh sprang der Ölpreis gleich wieder hoch, als der Chef des russischen Staatsfonds sagte, Russland und Saudi-Arabien seien sehr nahe dran an einem Deal zur Kürzung der Öl-Fördermenge.

Ölpreis bewegt sich nicht – die Ruhe vor dem Sturm?

Und heute hängt der Markt im Niemandsland mit einem WTI-Ölpreis bei aktuell 26,22 Dollar. Der Höhepunkt lag Freitag Abend bei 29 Dollar, aber noch letzten Mittwoch notierte WTI bei 20 Dollar. Was für ein Markt! Noch 48 Stunden bis zur Konferenz aus OPEC-Staaten, Russland und zahlreichen weiteren Förderländern. Aber wie auch bei richtigen OPEC-Treffen werden die Claims wohl schon vorher abgesteckt. Nach wie vor scheint es so zu sein, dass Russen und Saudis ihre Kürzungen davon abhängig machen, ob die USA überhaupt mit an Bord sind. Aber wie wir es die letzten Tage schon besprochen haben – das ist die Quadratur des Kreises.

Denn die US-Regierung kann gar keine Zusage zu Kürzungen der USA geben, weil die Förderunternehmen in den USA privatwirtschaftlich betrieben werden. Wie lautet die Lösung von Donald Trump? Jüngst darauf angesprochen sagte er, dass die Unternehmen ja bereits kürzen würden. Und er glaube die Kürzung in den USA geschehe automatisch, wegen dem niedrigen Ölpreis, so Trumps entspannter Kommentar. Eine koordinierte und dokumentierte Kürzung in den USA wird wohl nicht zustandekommen, auf die man sich bei der OPEC wirklich monatelang verlassen kann. Und offenbar haben die USA noch gar keine Zusage zum Online-Meeting am Donnerstag gegeben. Also, die Lage bleibt verdammt wacklig.

Donnerstag Hopp oder Top

Ein Analyst spricht aktuell von um die 10 Millionen Barrels pro Tag an zu kürzender Fördermenge, die im aktuellen Ölpreis schon berücksichtigt sei. Geht man danach, würden alle Kürzungsmengen unter 10 Mio wohl zu einem fallenden Ölpreis führen, weil der Markt enttäuscht dann enttäuscht wäre? Die Expertin Amena Bakr ist nun wirklich ganz nah dran an den Mitgliedsländern der OPEC. Sie hat sogar auf Twitter eine Onlineumfrage ins Leben gerufen für ihre Follower, ob es Donnerstag einen Deal geben wird, oder nicht. So unsicher ist die Lage derzeit!

Hopp oder Top. Laut russischen Medien gibt es auch heute noch keine Einigung zwischen Russland und Saudi-Arabien. Und ja, nochmal… die OPEC will ihre Kürzungsmenge laut aktuellen Berichten offenbar davon abhängig machen, wie viel externe Länder wie die USA, Kanada etc kürzen werden. Das kann noch spannend werden. Gibt es eine Enttäuschung, kann der Ölpreis kräftig abstürzen. Amena Bakr meint, dass die Russen und Saudis verstehen würden, dass die USA zwar nichts Schriftliches geben könnten, aber dass die Förderung in den USA deutlich sinke. Somit könne es ein Verständnis dafür geben, dass die USA an Bord sind bei den Kürzungen, ganz ohne offizielle Zusage.

Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank meint heute zum Thema Öl, dass die Erwartung einer Reduzierung um 10 bis 15 Millionen Barrels pro Tag nun meist nahe der 30-Dollar-Marke eingepreist werde. Daher könnten der jüngst zurückgekommene Ölpreis den Öl-Händlern im Vorfeld des OPEC+-Treffens interessante Kaufgelegenheiten bieten. Wenn die Russland und Saudi-Arabien den Markt jedoch nicht mit einer größeren Produktionsdrosselung überraschen, könnte sich der Preis für WTI in der Nähe oder unter der 30 Dollar-Marke einpendeln, bis die Nachfrage nach Öl wieder anzieht, so Ipek Ozkardeskaya.

Ölpreis Verlauf seit letztem Mittwoch
WTI Ölpreis seit letztem Mittwoch.

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Aktien

Rakuten: Kommt der Mischkonzern gestärkt aus der Krise? – Werbung

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Lieber Börsianer,

Rakuten kennt man in Deutschland vor allem deren Online-Shoppingplattform. Das ist auch der Kern des japanischen Unternehmens. Doch um diesen Kern herum wurde in den vergangenen Jahren ein Unternehmens-Konglomerat gebaut, das von Energie über Telekommunikationsdienstleistungen, Messaging- und Lieferdiensten bis hin zu Finanzdienstleistungen alles Mögliche anbietet. Das macht den Konzern tendenziell zu einem Krisenprofiteur, denn all diese Dienstleistungen fußen auf der Nutzung des Internets, die bei weltweiten Ausgangssperren zunimmt.

Zudem verkauft Rakuten keine eigenen Waren, sondern stellt Händlern die eigene Plattform zur Verfügung, auf dessen Basis diese ihre Waren online absetzen können. Somit besteht das Potenzial, in der Krise zahlreiche neue Kunden zu gewinnen, die in der Krise erstmals Waren online anbieten wollen bzw. aufgrund von erzwungener Ladenschließung anbieten müssen.

Bei all dem gibt es jedoch ein Problem: Der Expansionsdrang in der Vergangenheit führte dazu, dass Rakuten bereits im vergangenen Jahr einen Verlust auswies. Zudem entsprechen die Verbindlichkeiten im Wesentlichen den kurzfristig verfügbaren Mitteln. Rakuten startet also ohne echte Cashreserve mit einem Geschäftsmodell in die Krise, das bereits im vorherigen Boomjahr Verluste erzeugte.

Findet Rakuten zurück zur Profitabilität, ist die Aktie jetzt günstig gewesen

Dieses Geschäftsmodell nun in einer der größten Krisen der vergangenen 100 Jahre in ein profitables Modell umzuwandeln, dürfte gelinde gesagt schwierig werden. Der Markt hat die Gefahr auch korrekt antizipiert. Legen wir den 2018 gemachten Gewinn als Maßstab an…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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