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Märkte

Ölpreis fällt seit Freitag deutlich – dafür gibt es zwei Gründe

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis ist seit Freitag Mittag spürbar abgesackt. WTI-Öl notierte noch am Mittwoch bei 43 Dollar, und Freitag Abend nur noch bei 39,50 Dollar. Heute früh fiel der Ölpreis bis auf 38,57 Dollar, um sich bis jetzt ein wenig auf 39,01 Dollar zu erholen. Freitag und heute gab es jeweils einen Grund, warum der Markt negativ tendierte. Hier sprechen wir diese Gründe sowie die aktuelle Lage an.

Starker US-Dollar drückte am Freitag gegen Ölpreis

Letzte Woche konnte der US-Dollar immer mehr an Stärke gewinnen. Und alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, reagiert bei starken Bewegungen tendenziell dann auch stark in die Gegenrichtung. Im folgenden Chart sieht man seit Donnerstag den Verlauf des Dollar-Index in blau (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen), im Vergleich zum WTI-Ölpreis in rot-grün. Exakt zu dem Zeitpunkt, wo der US-Dollar (mittig im Chart) am Freitag plötzlich hochsprang, fing der Ölpreis an deutlich zu fallen. Und trotz des späteren Rückgangs im US-Dollar konnte der Preis für WTI nicht wieder ansteigen. Der Freitag stand für den Ölmarkt also eindeutig unter dem Einfluss des US-Dollar.

Dieser Chart zeigt Verlauf von Ölpreis gegen US-Dollar

Saudis senken Preise für asiatische Kunden

Dann kam übers Wochenende die Info, dass Saudi-Arabien für seinen wichtigsten Absatzmarkt Asien für den Liefertermin Oktober die Preise gesenkt hat. Saudi Aramco senkte laut Berichten den Preis um 1,40 Dollar. Das ist der größte Preisnachlass seit einem halben Jahr. Dies kann man als Zeichen werten, dass Saudi-Arabien in wichtigen Abnehmerländern weiterhin eine spürbare Nachfrageschwäche sieht. Dies beeindruckt heute früh den Ölpreis nur ein klein wenig negativ, nachdem der Markt wie gesagt schon am Freitag kräftig gelitten hatte.

Sechs Wochen lang sinkende Lager in den USA

Auch wegen dem letzte Woche wütenden Sturm im Golf von Mexiko waren die Lager-Statistiken in den USA etwas durcheinander gekommen, und vom Markt weniger beachtet worden. Dennoch möchten wir hier und jetzt nochmal erwähnen, dass die Lagerbestände für Rohöl in den USA nun sechs Wochen nacheinander deutlich gefallen sind. Dies ist abseits der Tagesaktualität eher ein Zeichen, dass der Ölpreis bald wieder steigen könnte. Sicher ist das nicht, aber es könnte ein Hinweis sein, dass der derzeitige Absturz im Ölpreis möglicherweise keine große Trendumkehr gen Süden darstellt. Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf im WTI-Ölpreis seit März. Der seit letzter Woche stattfindende Preissturz ist im großen Bild noch keine ernsthafte Korrektur. Auch könnte die Erkenntnis, dass die OPEC ihre Fördermengenkürzungen offenbar weiter konsequent durchhält, den Markt stützen.

Chart zeigt Ölpreis Verlauf seit März

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Finanznews

Aktienmärkte: Schwarzer Montag für den Dax! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte an der Wall Street heute stärker unter Druck – aber besonders für den Dax war das heute ein schwarzer Montag. Es ist die vor allem Prognose-Senkung des Schwergewichts SAP, die den Dax besonders unter Druck bringt. Werden in der „Monster-Berichtswoche“ nun auch die amerikanischen Tech-Werte enttäuschen? Neben den hohen Corona-Zahlen (und den damit verbundenen schwächeren Konjunkturdaten wie heute beim ifo Index) wirkt der fehlende Stimulus-Optimismus auf die Aktienmärkte belastend – dabei ist Montag doch eigentlich der klassische Tag für Impfstoff-Optimismus. Dazu steigt die Nervosität vor der US-Wahl, bei der sich die höchste Wahlbeteiligung seit dem Jahr 1908 (!) abzeichnet. Wird der „Reflations-Trade“ vielleicht doch nicht funktionieren?

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Indizes

Rüdiger Born: Dax, Dow und S&P 500 im Absturz

Rüdiger Born

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Dax, Dow und S&P 500 fallen derzeit deutlich. Die aktuelle charttechnische Lage und mögliche Tradingchancen schaue ich mir im folgenden Video genauer an.

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Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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am

Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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