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Märkte

Ölpreis fällt – Trump und die 20 Mio Barrels Kürzung

Claudio Kummerfeld

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am

Öl-Pumpe vor Sonnenuntergang

Der Ölpreis fällt derzeit eher, anstatt zu steigen. WTI-Öl notiert jetzt bei 21,76 Dollar nach Kursen gestern um die 23 Dollar, und am letztem Donnerstag um die 26 Dollar. Aber warum? Müsste der Markt nicht jubeln über die knapp 10 Mio Barrels pro Tag an Kürzungsmenge bei Öl, die jüngst vereinbart wurde? Oder waren es nicht doch eher 20 Mio Barrels pro Tag an Kürzungsmenge? Zumindest bringt Donald Trump diese Zahl aktuell ins Spiel. Was hat diese Zahl zu bedeuten?

Ölpreis fällt, Trump wirft große Zahl in den Raum

Über Ostern konnte sich die OPEC nun endgültig auch mit dem externen Partner Mexiko einigen (mehr Infos hier). Man kürzt gemeinsam mit Russland und anderen Partnern im Mai und Juni die Öl-Fördermenge um jeweils 9,7 Mio Barrels pro Tag, gegenüber dem Ausgangswert aus Oktober 2018. Ab Juli sinken die Fördermengenkürzungen dann. Am Markt ist man sich relativ einig, dass diese Kürzung bei Weitem nicht ausreicht, um dem Nachfrageeinbruch entgegenzuwirken, welcher durch die Coronakrise verursacht wurde. Der Ölpreis fällt derzeit ja sogar! Aber halt. Donald Trump, unser aller Öl-Guru, hat dazu etwas getwittert. Bei der 10 Mio Fördermengenkürzung handele es sich eigentlich um 20 Mio Barrels, so Trump. Was hat es damit auf sich? Hat er mal wieder Zahlen verwechselt?

Nun, ganz so einfach ist es nicht. Manche Experten erwähnen derzeit auch Größenordnungen von 20 oder 19 Mio Barrels pro Tag an Kürzungsmenge. Diese Größenordnung ist sozusagen eine inoffizielle Zahl, die man sich zusammen basteln kann, wenn man es denn will, als Hoffnungsschimmer auf einen steigenden Ölpreis! Denn zu den 9,7 Mio pro Tag an offizieller Kürzungsmenge seitens der OPEC+ wollen einige Golfstaaten wohl noch 2 Mio zusätzlich kürzen. Dazu hat der saudische Öl-Minister noch oben drauf erwähnt, dass die G20-Staaten 3,7 Mio kürzen wollen (dazu gibt es aber kein offizielles Statement der G20). Und schließlich wollen einige Staaten jetzt zum günstigen Ölpreis ihre nationalen Öl-Reserven auffüllen. Sie kaufen also jetzt Öl und machen ihre Tanks voll.

Diese zusätzlichen Kaufvolumina schlagen einige Beobachter rein virtuell den vorher aufgezählten angeblichen Kürzungen hinzu, und irgendwie kommt man dann auf 20 Mio Barrels Kürzungsmenge pro Tag. Das ist alles eine ziemlich unsichere und wacklige Nummer, so möchten wir meinen. Wer kontrolliert zum Beispiel, ob einige G20-Staaten wirklich kürzen? Donald Trump jedenfalls ist stolz. Er formuliert es so, als sei er der Architekt dieser Einigung gewesen. Wenn die 20 Mio Kürzungsmenge funktioniere, und die Welt wieder hochgefahren werde (Nachfrageanstieg), dann werde die Energieindustrie wieder erstarken, so Trump. Nun ja, möchten wir sagen. Der Terminmarkt für Öl wirkt ganz aktuell nicht sonderlich optimistisch, sonst würde der Ölpreis höher notieren.

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Ölpreis im Verlauf der letzten zehn Tage
WTI Ölpreis im Verlauf der letzten zehn Tage.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Torsten

    14. April 2020 15:35 at 15:35

    Trump ist ein Schwätzer! Der größte Dealmaker! Bauer sucht Ölpreis!

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich glaube an die Jahresendrally! Marktgeflüster (Video)

Sehen wir nun also jetzt schon den Beginn der Jahresendrally, kommt jetzt also die weitere, ungebrochene Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute einmal mehr stark – weil Trump nun den Übergang zu Biden ermöglicht hat und Janet Yellen wohl neue US-Finanzminsterin wird (allerdings überschätzen die Märkte ihre Möglichkeiten, sie muß sich mit Mitch McConell auseinandersetzen!). Sehen wir nun also eine Jahresendrally, also die ungebrochene weitere Aufwärtsbewegung? Eher unwahrscheinlich – zuvor braucht es eher noch einmal eine Korrektur der völlig überhitzten Aktienmärkte (vor allem Energie-Werte etc.), bevor dann eben diese Jahresendrally einsetzen kann. Was für diese Korrektur fehlt ist ein Katalysator, eine Meldung, die die bereits all-in Investierten auf dem falschen Fuß erwischt und aus dem Markt kegelt, bevor dann die starken Hände wieder kaufen..

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

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Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

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Indizes

Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq

Rüdiger Born

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Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq bespreche ich direkt am Chart im folgenden Video. Sind derzeit gute Tradingchancen zu finden?

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