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Ölpreis fällt unter extrem wichtige Marke – die aktuelle Lage

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Beispielbild für eine Ölpumpe

Vor genau einer Woche sprachen wir noch von einer riskanten Nummer, als der Ölpreis auf dem Weg nach oben war. Kurzzeitig schien sich nämlich „mal wieder“ die ganze Sache mit dem Coronavirus zu beruhigen. Als dann am letzten Wochenende vor allem in Italien viele Neuinfektionen vermeldet wurden, brachen die Aktienkurse Montag früh ein. Auch gestern sind die Aktienkurse weltweit nochmal deutlich in den Keller gerauscht. Die Verbreitung des Coronavirus erhöht nämlich die Angst vor viel größeren wirtschaftlichen Folgen. Und so erhöht sich auch die Angst vor der deutlich geringeren Nachfrage nach Öl, wie wir es am Montag schon schrieben. Und jetzt? Wie sieht die aktuelle Lage aus?

Ölpreis fällt unter extrem wichtige Marke

Zusammen mit den Aktienmärkten rauscht der Ölpreis weiter nach unten. Mit akutell 49,79 Dollar ist WTI-Öl nun also unter die extrem wichtige Marke von 50 US-Dollar gefallen. Sie ist nun mal eine große runde Marke, um die herum viele Trader Stop Loss-Orders gesetzt haben dürften. Diese Verlustbegrenzungen werden wohl kaum direkt unter 50 Dollar liegen, aber womöglich etwas darunter. Fällt der Ölpreis nun also weiter, könnte durch die Stop Loss-Orders ein kleiner Lawineneffekt entstehen, wodurch der Preis noch weiter in den Keller rauscht. Das kann so passieren, muss es aber nicht! Im Chart sehen wir den Verlauf im WTI-Ölpreis in den letzten 30 Tagen. Die Marke von um die 50 Dollar hatte schon zwei Mal gehalten auf dem Weg nach unten.

Hält sie heute erneut, oder geht es deutlich tiefer? Betrachtet man die derzeit massiven Abstürze am Aktienmarkt (der Dow 30 verlor seit Freitag Abend mehr als 1.700 Punkte!) und die Verbreitung des Coronavirus, dann ist der Ölpreis wohl gerade jetzt sehr anfällig. Seit Freitag Abend ist WTI-Öl um 3,50 Dollar gefallen. Jetzt um die 50 Dollar-Marke herum muss man schauen, ob die Marke hält. Die OPEC wird sich mit ihren Partnern (vor allem Russland) am 5. März treffen. Wohl erst dann wird klar, ob Russland mit macht bei einer koordinierten Kürzung der Fördermenge, um den Ölpreis hoch zu pushen. Aktuelle Berichte erwähnen auch die momentan blockierten Öl-Angebotsmengen in Libyen. Aber wenn die wieder auf den Markt kommen sollten, dann steigt die Fördermenge ja noch weiter, was noch negativer auf den Ölpreis wirken könnte.

API-Lagerbestände steigen

Die privat ermittelten API-Daten für die Rohöl-Lagerbestände in den USA wurden gestern Abend mit +1,3 Millionen Barrels im Wochenvergleich gemeldet. Das bringt noch etwas mehr Abwärtsdruck für den Ölpreis. Heute um 16:30 Uhr folgen dann die staatlich ermittelten Lagerbestände für die USA. Sie könnten dem Ölpreis einen weiteren Impuls geben. Der Coronavirus und das OPEC-Meeting am 5. März bestimmen nun erst einmal die Lage am Ölmarkt, und die Lagerbestände können heute wie auch Mitte nächster Woche für zusätzliche Impulse sorgen.

WTI Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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    Katja Wohmann

    26. Februar 2020 10:45 at 10:45

    Nun wird sicher jedem klar, warum die Notenbanker vor ihrer Einstellung auf den Posten einen Intelligenztest hätten absolvieren sollen. Auch wenn sie nun mit dem Helikopter Tonnen an Papierschnitzel mit Euroaufdruck wie im Fasching auf die Konsumenten herunterschmeissen und jeden bestrafen der noch einen einzigen Euro nicht verkonsumiert hat, die Blasen sind an ihrem Knallpunkt angelangt – endgültig.

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Märkte

Ölpreis: Coronavirus, Russland, Saudi-Arabien und die US-Fracker

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Der Ölpreis leidet weiterhin unter der globalen Coronavirus-Pandemie. In den letzten Monaten ist der Ölpreis 68% gefallen, wobei es hier und da zu einigen kleineren erfolglosen Versuchen kam, sich zu erholen. Neben der Coronaviru-Pandemie ist natürlich der anhaltende Öl-Krieg zwischen Russland und Saudi-Arabien Grund für den Abverkauf beim Ölpreis.

Da die Nachfrage kontinuierlich sinkt, erleben wir derzeit, wie sich die Lagertanks weltweit bis zum Rand mit Öl füllen – mit himmelhohen Lagerkosten. Und so wie es aussieht, wird der weltweite Ölmarkt in dieser ersten Jahreshälfte seine Lagerkapazität bei weitem übersteigen – um 200 Millionen Barrel! Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Produzenten ihre Produktion drastisch reduzieren müssen. Und die meisten Analysten sind sich einig, dass dies mittelfristig einen Aufschwung beim Ölpreis auslösen sollte.

Ölpreis: Erst weiter runter, dann geht es wieder aufwärts

Bisher ist der Ölpreis in diesem Monat um über 40% gesunken – er ist damit so niedrig wie seit 17 Jahren nicht mehr. Und nach Ansicht von Experten wird die Nachfrage nun noch weiter einbrechen, und zwar mit einer noch alarmierenderen Geschwindigkeit aufgrund der Auswirkungen des fast globalen „lockdowns“. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass der Ölpreis deutlich unter 20 Dollar pro Barrel fallen wird. Dieselben Experten sagen jedoch eine deutliche Erholung voraus, sobald die Welt wieder zur Normalität zurückkehrt. Der für das vierte Quartal 2020 prognostizierte Ölpreis soll laut Ölmarkt-Experten bereits wieder bei 40 Dollar liegen.

Was können Russland, Saudi-Arabien und die amerikanischen Fracking-Unternehmen nun tun? Wer hält länger einen so niedrigen Ölpreis aus? Russland scheint hier vergleichsweise gut aufgestellt zu sein, während Saudi-Arabien zwar auch sehr günstig Öl produzieren kann, jedoch einen sehr viel höheren Preis braucht, um weiter seine einheimische Bevölkerung alimentieren zu können. Die amerikanischen Fracking-Unternehmen sind dagegen häufig hoch verschuldet und arbeiten derzeit nicht rentabel. Sollte der Ölpreis länger so niedirg bleiben, droht den Frackern eine Pleitwelle. Und das wiederum würde bedeuten, dass dann mittelfristig weniger Öl auf den Markt kommt – bei sinkendem Angebot steigt dann wieder der Ölpreis!

David Jones, chief market strategist bei capital.com, erklärt in folgendem Video das Zusammenspiel zwischen funda,entalen Faktoren un dder charttechnischen Lage bei WTI-Öl:

Der Ölpreis dürfte erst einmal weiter fallen

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Aktien

Das Coronavirus trifft Tesla an allen Fronten!

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla - das Coronavirus wird zum Problem

Ich war immer davon überzeugt, dass Tesla in der nächsten großen Krise pleite gehen wird, sofern das Unternehmen nicht bis dahin gelernt haben sollte, dauerhaft profitabel zu arbeiten. Nun ist die nächste große Krise in Form des Coronavirus da und Tesla hat in den drei Jahren zuvor 862, 976 und 1.962 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. 2020 brach der perfekte Sturm los, den Tesla in der aktuellen Form nicht überleben kann.

Selbst ohne Konkurrenz aber mit vielen Subventionen verdiente Tesla kein Geld

Tesla konnte eine komplette Autogeneration lang Fahrzeuge der elektrischen Oberklasse ohne Konkurrenz verkaufen. Tesla konnte zweieinhalb Jahre lang Fahrzeuge der gehobenen elektrischen Mittelklasse ohne ernsthafte Konkurrenz verkaufen. Die meiste Zeit über gab es dabei in den USA üppige Steuergutschriften für jeden Tesla-Käufer und ebenso üppige Emissionsgutschriften, die Tesla verkaufen konnte. Dennoch gelang es Tesla in keinem einzigen Jahr, einen Gewinn zu erwirtschaften. Was Tesla jedoch hatte, war praktisch unbegrenzter Zugang zum Kapitalmarkt. Bei steigenden Kursen hatte das Unternehmen kein Problem, die eigenen Aktien in rauen Mengen unter’s Volk zu bringen. Zwischen 2010 und 2019 stieg die Zahl der ausgegebenen Aktien von 50 auf 177 Millionen – eine grandiose Verwässerung für langfristige Aktionäre.

Auch Kredit stand Tesla problemlos zur Verfügung, wenngleich der dafür aufzubringende Zinssatz schon immer deutlich höher war als bei anderen Autoherstellern. Am Ende hatte der Anleihemarkt stets deutlich stärker im Blick, welche Risiken Tesla für Anleger darstellt. All das hat sich 2020 geändert. Die Steuergutschrift in den USA lief für Tesla aus, während bis auf General Motors alle anderen Konkurrenten ihren Kunden weiterhin diesen vom Staat finanzierten Preisnachlass bieten können. Die Nachfrage nach Emissionsgutschriften sinkt in den USA, weil nun fast alle anderen Autohersteller eigene Elektroautos anbieten, um die staatlichen Vorgaben auch ohne den Einkauf von Emissionsrechten zu erfüllen.

Die Konkurrenz bietet immer mehr eigene Elektroautos an

Was dafür dazu kam, war eine große Modelloffensive der Konkurrenz, die Tesla die Kundschaft abgräbt. Wer heute ein Elektroauto mit großer Reichweite fahren will, kann unter vielen Angeboten wählen und landet nicht mehr zwangsläufig bei Tesla. Gerade in Europa zwingen die CO2-Vorgaben die Hersteller dazu, Elektroautos in hoher sechs- oder gar siebenstelliger Stückzahl zu verkaufen. Die drohenden Strafzahlungen im Falle eines Verfehlens der CO2-Vorgaben sind dabei so hoch, dass die Hersteller ihre Elektroautos notfalls auch mit bis zu 18.000 Euro Verlust verkaufen können und es wäre immer noch billiger, als die Strafen an die EU zu zahlen. In Norwegen, dem Elektroauto-Musterland, sehen wir bereits heute, wie Teslas Marktanteil kollabiert. Nicht nur der Marktanteil, auch die Stückzahlen sacken in sich zusammen. Audi konnte vom e-tron im 1. Quartal 2020 mehr Exemplare absetzen, als Tesla Motors von allen eigenen Fahrzeugmodellen zusammen seit dem 1. Oktober 2019. In drei Monaten schaffte Audi mit einem relativ teuren Modell, was Tesla mit drei Modellen, von denen eines deutlich günstiger ist als der Audi, in sechs Monaten nicht schaffte. Und noch ist die große Auslieferwelle der klassischen Fahrzeughersteller noch gar nicht angerollt.

Was sich für Tesla seit einigen Wochen auch schlagartig änderte, ist der leichte Zugang zum Kapitalmarkt. Der schaltete von rosa Wunderland um auf Panikmodus. Was jetzt gefragt ist, ist Sicherheit und kein Hochrisiko-Investment. Sicherlich wird Tesla noch eine Kapitalerhöhung durchführen können. Die Frage ist nur, zu welchen Bedingungen. Der Erfahrung nach sind Anleger in Börsencrashs wenig geneigt, Kapitalerhöhungen zu Phantasiebewertungen mitzumachen. 2008 sammelte Lehman Brothers 10 Milliarden US-Dollar frisches Kapital ein, während der Aktienkurs sich seit dem Hoch fünftelte. Kapital ist also auch im Crash bei Pleitekandidaten verfügbar, führt aber bei nachgebenden Kursen zu einer immer stärkeren Verwässerung. Immer mehr Aktien müssen ausgegeben werden, um die gleiche Summe zu erlösen. Damit schrumpft der Anteil von Altaktionären am Unternehmen, sofern sie nicht Geld nachschießen.

In einem halben Jahr dürfte das Geld bei Tesla knapp werden

Welche finanziellen Auswirkungen die Krise aktuell auf Tesla hat, ist noch nicht klar. Das volle Ausmaß dürfte erst im Juli feststehen, wenn die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht werden. Eine erste Abschätzung erlaubt uns die Aussage des CEO von VW. VW verbrenne derzeit 2 Milliarden Euro pro Woche und der Konzern verkaufe außerhalb Chinas nichs mehr. Auch Tesla verkauft außerhalb Chinas kaum noch etwas. 2019 hatte VW Kosten pro Monat von 203,5 Milliarden Euro oder 3,9 Milliarden pro Woche. Die Kosten konnten also halbiert werden, während der Umsatz gleichzeitig praktisch verschwand.

Kann Tesla die Kosten auch halbieren, landen wir bei 200 Millionen US-Dollar pro Woche. Sofern die Wirtschaft nicht wieder hochgefahren wird, dürfte damit in knapp einem halben Jahr die Cashreserven erschöpft sein. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Ausgaben für den Bau einer Fabrik in Deutschland, für die Tesla sich noch keinerlei Finanzierung sicherte und für deren Produktionsoutput auch keine Nachfrage besteht.

Viel gravierender als der aktuelle Nachfrageeinbruch durch die Geschäftsschließungen, die nicht mehr mögliche Anmeldung von Fahrzeugen und die Unmöglichkeit der Auslieferung sind jedoch die mittelfristigen Folgen. In einer Wirtschaftskrise sinkt der Bedarf an teuren Luxusartikeln, wie sie selbst der günstigste Tesla noch immer darstellt. Der ist gut 30% teurer als der durchschnittliche Neuwagen in Deutschland. Bei sinkender Nachfrage wird sich Tesla wachsender Konkurrenz ausgesetzt sehen, wenige Monate, nachdem man die eigenen Produktionskapazitäten um ein Drittel erhöhte und den Bau einer Fabrik zur weiteren Steigerung um 25% startete.

Wenn diese Krise endet, wird es Tesla wahrscheinlich immer noch geben. Doch die Aktien, die werden womöglich nichts mehr wert sein. Denn in der Restrukturierung ist das Eigenkapital, die Aktien, das erste, was dran glauben muss.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street immer noch viel zu teuer! Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte nach drei Handelstagen mit Gewinnen heute wieder im Rückwärtsgang – in den USA war schon wieder die Rede von einem neuen Bullenmarkt, nachdem der Dow Jones vom Corona-Tief um 21% gestiegen war (nach einem vorherigen Abverkauf von 37%). Aber gerade die Wall Street-Aktien sind für das, was der shutdown wegen des Coronavirus bedeutet, nach wie vor deutlich zu teuer: so ist derzeit lediglich ein Rückgang des Gewinns pro Aktie im S&P 500 von lediglich 15% eingepreist für das zweite Quartal. Da aber die Folgewirkungen des shutdowns deutlich größer ausfallen dürften, sind die Aktienmärkte der USA nach wie vor zu teuer (der Dax dagegen ist viel günstiger und handelte bereits in der Nähe seines Buchwerts)…

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