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Märkte

Ölpreis fällt unter extrem wichtige Marke – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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am

Beispielbild für eine Ölpumpe

Vor genau einer Woche sprachen wir noch von einer riskanten Nummer, als der Ölpreis auf dem Weg nach oben war. Kurzzeitig schien sich nämlich „mal wieder“ die ganze Sache mit dem Coronavirus zu beruhigen. Als dann am letzten Wochenende vor allem in Italien viele Neuinfektionen vermeldet wurden, brachen die Aktienkurse Montag früh ein. Auch gestern sind die Aktienkurse weltweit nochmal deutlich in den Keller gerauscht. Die Verbreitung des Coronavirus erhöht nämlich die Angst vor viel größeren wirtschaftlichen Folgen. Und so erhöht sich auch die Angst vor der deutlich geringeren Nachfrage nach Öl, wie wir es am Montag schon schrieben. Und jetzt? Wie sieht die aktuelle Lage aus?

Ölpreis fällt unter extrem wichtige Marke

Zusammen mit den Aktienmärkten rauscht der Ölpreis weiter nach unten. Mit akutell 49,79 Dollar ist WTI-Öl nun also unter die extrem wichtige Marke von 50 US-Dollar gefallen. Sie ist nun mal eine große runde Marke, um die herum viele Trader Stop Loss-Orders gesetzt haben dürften. Diese Verlustbegrenzungen werden wohl kaum direkt unter 50 Dollar liegen, aber womöglich etwas darunter. Fällt der Ölpreis nun also weiter, könnte durch die Stop Loss-Orders ein kleiner Lawineneffekt entstehen, wodurch der Preis noch weiter in den Keller rauscht. Das kann so passieren, muss es aber nicht! Im Chart sehen wir den Verlauf im WTI-Ölpreis in den letzten 30 Tagen. Die Marke von um die 50 Dollar hatte schon zwei Mal gehalten auf dem Weg nach unten.

Hält sie heute erneut, oder geht es deutlich tiefer? Betrachtet man die derzeit massiven Abstürze am Aktienmarkt (der Dow 30 verlor seit Freitag Abend mehr als 1.700 Punkte!) und die Verbreitung des Coronavirus, dann ist der Ölpreis wohl gerade jetzt sehr anfällig. Seit Freitag Abend ist WTI-Öl um 3,50 Dollar gefallen. Jetzt um die 50 Dollar-Marke herum muss man schauen, ob die Marke hält. Die OPEC wird sich mit ihren Partnern (vor allem Russland) am 5. März treffen. Wohl erst dann wird klar, ob Russland mit macht bei einer koordinierten Kürzung der Fördermenge, um den Ölpreis hoch zu pushen. Aktuelle Berichte erwähnen auch die momentan blockierten Öl-Angebotsmengen in Libyen. Aber wenn die wieder auf den Markt kommen sollten, dann steigt die Fördermenge ja noch weiter, was noch negativer auf den Ölpreis wirken könnte.

API-Lagerbestände steigen

Die privat ermittelten API-Daten für die Rohöl-Lagerbestände in den USA wurden gestern Abend mit +1,3 Millionen Barrels im Wochenvergleich gemeldet. Das bringt noch etwas mehr Abwärtsdruck für den Ölpreis. Heute um 16:30 Uhr folgen dann die staatlich ermittelten Lagerbestände für die USA. Sie könnten dem Ölpreis einen weiteren Impuls geben. Der Coronavirus und das OPEC-Meeting am 5. März bestimmen nun erst einmal die Lage am Ölmarkt, und die Lagerbestände können heute wie auch Mitte nächster Woche für zusätzliche Impulse sorgen.

WTI Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Katja Wohmann

    26. Februar 2020 10:45 at 10:45

    Nun wird sicher jedem klar, warum die Notenbanker vor ihrer Einstellung auf den Posten einen Intelligenztest hätten absolvieren sollen. Auch wenn sie nun mit dem Helikopter Tonnen an Papierschnitzel mit Euroaufdruck wie im Fasching auf die Konsumenten herunterschmeissen und jeden bestrafen der noch einen einzigen Euro nicht verkonsumiert hat, die Blasen sind an ihrem Knallpunkt angelangt – endgültig.

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Indizes

Rüdiger Born: Dax und S&P 500 im Absturz – Chance auf einen Dreh?

Rüdiger Born

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Die Aktienindizes fallen. Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Ob es nun eine Kaufchance zum Beispiel im Dax gibt, dieser Frage will ich nachgehen. Im S&P 500 schaue ich mir an, ob eine Zwischenrally möglich ist.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,3 Mio Barrels (jetzt 492,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 492,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,3 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,2 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,9 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,0.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +4,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+1,2 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +6 Cents auf 37,34 Dollar. Dazu muss man aber sagen, dass der Ölpreis im Verlauf des heutigen Tage bereits deutlich gefallen war.


source: tradingeconomics.com

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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